Genau vor 40 Jahren …

Es ist jetzt kurz nach 22.00 Uhr. Genau vor 40 Jahren um diese Zeit haben sich Oma und Opa in Eindhoven in “Noord Brabant” kennengelernt. Was soll ich sagen? Danke Oma, dass Du es so lange mit mir ausgehalten hast. Ich liebe Dich noch immer.

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“De contente mens en de contente vrouw” (frei übersetzt: der zufriedene Mann und die zufriedene Frau), zwei Symbolfiguren aus Brabant, die für Fleiß, Genügsamkeit und Unverwüstlichkeit stehen, haben Oma und Opa ihr Leben lang begleitet und als Vorbild gedient. Es hat geholfen …

Kunst und Kinder

Es hat schon Vorteile, wenn man in einer Großstadt wie zum Beispiel in Berlin wohnt. Ein Vorteil ist, dass es ein gewaltiges Kunst- und Kulturangebot gibt. Ob Opern oder Museen, die Listen scheinen endlos. Über einen Besuch der Komischen Oper mit einer sensationellen Zauberflöte habe ich ja schon einmal berichtet. Heute soll nun ein Museumsbesuch folgen, den man als echtes Schmankerl bezeichnen muss: WIEN BERLIN KUNST ZWEIER METROPOLEN in der Berlinischen Galerie. Wer diese mit viel Gefühl und Gespür zusammengestellte Ausstellung noch sehen will, muss sich – zumindest in Berlin – sputen. Denn am 27. Januar ist definitiv Schluss, dann gehen die Kunstwerke nach Wien und sind dort in der Galerie Belvedere in der Zeit vom 14. Februar bis 15. Juni 2014 zu sehen. Was es in Wien aber allem Anschein nach – jedenfalls konnte ich nichts Entsprechendes auf der Webseite der Galerie finden – nicht gibt, ist der Museumskoffer für Familien. Der kann kostenlos gegen Pfand an der Museumskasse ausgeliehen werden und lädt Kinder und ihre Familien ein, diese Ausstellung  gemeinsam zu entdecken und im Spiel kreativ zu werden. Was soll ich sagen? Das ist wirklich eine tolle Idee, die, wie bei unserem gestrigen Besuch zu sehen war, auch sehr gut angenommen wird. So macht Kunst auch Kindern Spaß.

Museum-Berlin_Wien-Berlin_Museumskoffer_Foto_Carolin_Wagner_1Tolle Idee:  Museumskoffer für Familien in der Berlinischen Galerie.     Foto: Carolin Wagner

Schwer beschäftigt

Opas MacBook hat offenbar eine magische Anziehungskraft auf unsere beiden Enkel. Sie sind manchmal noch gar nicht richtig bei uns angekommen, da sitzen sie auch schon am Schreibtisch, legen am Computer los und sind dann schwer beschäftigt. Gott sei Dank ist das Gerät passwortgeschützt, ansonsten müsste ich mir wohl um die Konfiguration und Daten ernsthafte Sorgen machen. So kann aber nichts passieren. Und die beiden Buben haben ihren Spaß. Als unser ältester letztens bei uns war, war er jedenfalls höchst zufrieden, dass sich das MacBook auch tatsächlich ordnungsgemäß an Ort und Stelle befand und nicht wie bei einem der letzten Male mit Opa unterwegs war. Was soll ich sagen? Die bange Frage, die ich mir stelle, lautet: Wie lange geht das mit dem Passwort noch gut? Denn wissen, wie er weiter und über den Startbildschirm hinaus kommt, wollte er schon …

MacBookImmer schwer beschäftigt.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Kurkuma.

Wer die asiatische Küche mag, kennt ganz sicher die Kurkuma oder Kurkume, auch Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el) oder Gilbwurz(el) genannt. Abgesehen von dem exotischen Geschmack gibt das Pulver des Ingwergewächses auch eine schöne gelbe Farbe. Doch heute soll es weniger um Kurkuma als Gewürz gehen, sondern vielmehr um ihre heilende Wirkung. In der indischen Medizin wird Kurkuma schon seit Tausenden von Jahren verwendet und wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung bei der Behandlung von Wunden und Ausschlägen eingesetzt. Und das ist noch nicht alles. So weiß man mittlerweile auch, dass das Gewürzpulver das Wachstum von Krebszellen hemmen kann. An der Universität von Guangdong in China wiesen Forscher dies in Zellversuchen bei Tumorzellen aus der Prostata, dem Darm, der Bauspeicheldrüse und der Lunge nach. Was soll ich sagen? Besser geht’s doch nicht: Lecker essen und dabei noch etwas für die Gesundheit tun.

KurkumaKurkuma – nicht nur lecker, sondern auch gesund.

Oma ist und bleibt die Beste!

Oma ist die Beste. Das wissen nicht nur Werbestrategen, die damit sogar für Kommunikations- und Sicherheitslösungen werben, sondern auch Buchautoren, die gleichnamige Bücher schreiben. Zudem ziert besagte Binsenweisheit Schmusekissen, Frühstücksbrettchen, Tassen, Holzherzen, Urkunden, Aufkleber und ansonsten auch so ziemlich alles, was bedruckt werden kann. Nur in Hannover am Neuen Theater weiß man es offensichtlich besser. Dort läuft seit November letzten Jahres und noch bis Februar die Komödie: Opa ist die beste Oma. Was soll ich (dazu) sagen? Das ehrt einen zwar als Opa, wird der Sache aber doch nicht so ganz gerecht. Denn wenn wir unsere Enkel fragen (und im Zweifel die meisten anderen auch), ist die Antwort doch vollkommen eindeutig und klar: Da kann kommen, was will – Oma ist und bleibt die Beste!

IMG_0044Für unsere Enkel ist eines vollkommen klar: Oma ist und bleibt die Beste!

Omas Veilchen

Oma werden ist nicht schwer, Oma sein dagegen sehr. Diese Erfahrung musste sie dieser Tage beim Spielen mit unserem jüngsten Enkel machen – und das auch noch ausgesprochen schmerzhaft. Die beiden waren in unserem Bad zugange, und Oma schlich sich – wie von dem kleinen Mann gefordert – als Löwin an. Und wie Löwinnen das so tun, spielte sich das ziemlich weit unten auf dem Boden ab. In dem Moment jedoch, als Oma sozusagen um die Ecke auf den Kleinen zukam, der in der zum Käfig umfunktionierten Dusche stand, öffnete dieser mit Karacho die Tür und traf, wie sollte es anders sein, Omas Kopf. Ein Gott sei Dank nur schwach leuchtendes Veilchen zeugt nun von der harten Begegnung mit der Duschtür. Nachdem ihm bewusst geworden war, was er da angerichtet hatte, versuchte es unser Bub erst einmal mit der Ausflucht: „Warum krabbelst du auch auf dem Boden herum …“, um sich dann aber doch ganz formvollendet zu entschuldigen. Was soll ich sagen? Au Backe, das Oma-Leben kann ganz schön hart sein.

“pimp your shirt”

Unser jüngster Enkel hat jetzt Tesafilm und seine Einsatzmöglichkeiten entdeckt. Jedenfalls verbraucht er derzeit bei seinen Besuchen bei uns Unmengen des durchsichtigen Klebebandes und beklebt so ziemlich alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Dabei wurde zuletzt auch der Einsatz im Zusammenhang mit „pimp your shirt“ getestet. Und siehe da: Es funktionierte. Oma musste Schneemann und Schlange ausschneiden, gemeinsam wurden dann die beiden Objekte auf die Brustseite aufgeklebt. Dass dabei recht großzügig mit dem tesa umgegangen wurde, versteht sich von selbst. Was soll ich sagen? Ob das aufgemotzte  Shirt in der Form allerdings die nächste Wäsche übersteht, darf bezweifelt werden.

IMG_3199Was man mit tesa alles machen kann.

PS: Um 17.33 Uhr erreichte Opas Blog folgende Mail: “Lieber Detlef, da wir Ihren heutigen Artikel “pimp your shirt” einfach nur unglaublich goldig finden, haben wir Sie bzw. natürlich auch in gewisser Weise Ihren Enkel zum “Paperblogger des Tages” gewählt … Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und hoffen, dass Sie auch weiterhin so viel Freude am Bloggen haben werden 🙂 Beste Grüße, Johanna vom Paperblog_DE Team”

Opa und Enkel freuen sich ganz toll und sagen: Danke!!!!

Uri ist nicht vergessen

Uri, meine vor knapp einem Jahr im Alter von 92 Jahren verstorbene Mutter, ist nicht vergessen. Auch und vor allem unsere Enkelsöhne kommen immer wieder auf sie zu sprechen. In der Silvesternacht beispielsweise sorgte sich der eine, sie könnte durch die vielen Raketen erschreckt werden. Der andere freut sich ob eines bevorstehenden Fluges schon darauf, ihr im Himmel sozusagen hallo sagen zu können. Auch interessiert die beiden sehr, wie und wo sie denn genau ist. Da fallen die Antworten manchmal nicht leicht. Auf der einen Seite will man die Kinder nicht belügen, auf der anderen Seite sollen die Antworten kindgerecht sein. Wer zu dem Thema mehr wissen will, dem kann vielleicht die Internetseite Kindertrauer weiterhelfen. Auch das Experteninterview auf einer Seite des WDR ist gegebenenfalls nützlich. Letztlich muss aber jeder für sich die eigenen Worte finden. Was soll ich sagen? Der Tod gehört zum Leben, so schwer das manchmal auch nachzuvollziehen ist.

Bewegung ist gesund

Bewegung ist gesund. Das ist nichts Neues. Dennoch bewegen sich die meisten Menschen viel zu wenig. Dabei wäre es ein Leichtes, mal auf das Auto, den Bus, die U-Bahn, die Straßenbahn oder den Aufzug zu verzichten und sich per Fahrrad oder zu Fuß fortzubewegen. Abgesehen davon, dass das auch Spaß machen kann, hilft es zudem noch gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs, Rückenschmerz und Osteoporose, Depressionen und einiges mehr. Jetzt werden einige sagen: So ein Schmarrn. Aber man kann das bei der Zeit nachlesen, die darüber schon vor geraumer Zeit berichtet und dabei auf diverse diesbezügliche Studien verwiesen hat. Oma und Opa haben dem am Wochenende Rechnung getragen und sind mit unserer Ältesten und ihrem Sohn um die Krumme Lanke gegangen. Das ist ein See in Berlin, der zur Grunewaldseenkette gehört. Der Uferweg hat immerhin eine Länge von zweieinhalb Kilometern, die der kleine Mann mit seinen kurzen Beinchen und schweren Stiefeln ohne Probleme und Murren mitgelaufen ist. Was soll ich sagen? Was so ein herrlich blauer Himmel und so frühlingshafte Temperaturen alles bewirken können.

Foto 1Wasser und Männergespräche gehören offenbar zusammen.

Beruf und Familie

Während ein Essay mit dem Titel „Man muss wahnsinnig sein, um ein Kind zu kriegen“ die Diskussion über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kräftig angeheizt hat, demonstrieren Spitzenpolitiker der neuen Bundesregierung, wie lässig sie diese Vereinbarkeit herstellen. Vier Beispiele gefällig: Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), wohnhaft in Goslar, eine Tochter, lässt wissen: Meine Frau ist berufstätig und mittwochs bin ich mit dem Abholen aus der Kita dran. Und darauf freue ich mich auch. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Burgdorf-Beinhorn (bei Hannover), sieben Kinder: Ich hoffe, dass ich weiter viel von zu Hause aus steuern kann. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gilt auch für die Ministerin. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), Weiler (bei Mayen in der Eifel), eine Tochter: Ich versuche, mir die Wochenenden für sie freizuhalten und einen Tag in der Woche, an dem ich bei uns zu Hause in der Eifel Heimarbeit mache. Wenn an einem Wochenende doch mal Termine anstehen, dann nehme ich mir an einem anderen Tag Zeit. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), Schwerin, ein Sohn: Ich habe es als Landesministerin so gehandhabt, dass ich mir den Mittwochnachmittag frei hielt. Das will ich weiter tun. … Ich werde einige Tage in Berlin sein, allerdings werde ich auch mein Home Office in Schwerin für Büroarbeit nutzen. Was soll ich sagen? Ich teile zwar nicht die Aussage, dass man wahnsinnig sein muss, um ein Kind zu kriegen, sondern weiß, dass Kinder wahnsinnig glücklich machen. Ob sich allerdings ganz normale Mütter und Väter so leicht tun wie unsere vier Spitzenpolitiker, die offensichtlich einen sehr verständnisvollen und toleranten Arbeitgeber haben und auf Hubschrauber, Auto mit Fahrer, Sekretärin, Referenten oder vieles andere zugreifen können, darf bezweifelt werden. Insofern kann ich schon verstehen, wenn bei der einen Mutter oder dem anderen Vater da Frust aufkommt. Vielleicht sollten unsere Politiker weniger an sich, sondern mehr an die Bürger, ihre Wähler denken. Denn die müssen in aller Regel mit ihren Problemen alleine fertig werden – und das Ganze bezahlen.