Ein frohes Osterfest

Selten gibt es an Ostern so ein Wetter. Selbst am Karfreitag, den ich aus meiner Kindheit noch als ziemlich düsteren Tag mit Blitz und Donner in Erinnerung habe, gab es heuer Sonne satt. Bei Oma und mir hat das Frühlings-, um nicht zu sagen Sommergefühle geweckt, die bis in die Küche reichen und auch sichtbar sind. Unser Rosmarin, das im Topf bestens überwintert hat, blüht wie verrückt. Und auf dem Teller unseres Loop de Mer, den wir uns am Karfreitag gegönnt haben, blühte es – der Wildkräuter mit Essblumen sei Dank. Was soll ich sagen? Oma und ich genießen unser Leben auf der Terrasse und fühlen uns wie früher in Spanien, wo es in Barcelona beispielsweise gerade einmal 18 Grad ist – ganz nach dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Nochmals: Ein frohes und sonniges Osterfest, egal wo Sie gerade sind.

Wie im siebten Himmel

Oma und ich feiern heute unseren 43. Hochzeitstag. Laut Hochzeitstag-Liste heißt dieser Tag Bleihochzeit, weil, so steht es dort geschrieben, Blei ein nahezu oxidationsfreies und damit sehr haltbares Metall ist – wie eine Ehe nach 43 Jahren. Also, nichts mit bleierner Füßen oder Gedanken. Wir beide genießen derzeit unser Leben in vollen Zügen und können nach wie vor voll und ganz unterschreiben, was ich im letzten Jahr zu unserem 42. Hochzeitstag geschrieben habe: Es geht uns wirklich gut. Was soll ich sagen? Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, bis auf, dass wir ausgesprochen wohlgemut unserem 44. Hochzeitstag entgegensehen. Und das empfinden wir nun wirklich nicht als Griff nach den Sternen, auch wenn der Hochzeitstag in einem Jahr, warum auch immer, Sternenhochzeit heißt. Sicher ist aber, dass wir uns heute einmal mehr wie im siebten Himmel fühlen.

Besser geht nicht

Heute ist ein ganz besonderer Tag. Denn vor genau 45 Jahren haben Oma und Opa sich kennengelernt. Seitdem sind wir zusammen, was – um die Statistik zu vervollständigen – bedeutet, dass wir vor ein paar Tagen 44 Jahre verlobt waren und demnächst im März 43 Jahre verheiratet sind. Das ist fast ein halbes Jahrhundert und eine lange Zeit. Und doch kommt es mir so vor, als sei es erst gestern gewesen. Die Zeit ist (viel zu) schnell vergangenen. Was soll ich sagen? Natürlich hat auch bei uns nicht jeden Tag die Sonne geschienen, das wäre ziemlich unnatürlich. Aber ich kann voller Überzeugung sagen und tue das hiermit auch: Ich möchte keinen Tag missen. Und wenn ich mir dann noch unsere Kinder und Enkelkinder anschaue, kann ich nur feststellen: Besser geht nicht. Dafür bin ich unendlich dankbar. Und ich weiß, dass Oma das auch ist. Insofern freue ich mich auf die nächsten 45 Jahre, wenn denn Gott so will. Oma, ich liebe Dich!

Glück im Doppelpack

Na, jetzt kann 2019 überhaupt nichts mehr schief gehen. Gleich zwei Schornsteinfeger rückten dieser Tage an, um Kamin und Abzug zu säubern und sich alles unter dem Gesichtspunkt Sicherheit genauer anzuschauen. Dass sie alles für gut befanden, sei nur am Rande erwähnt. Was soll ich sagen? Ein klassischer Fall von: Tritt ein, bring Glück herein – und das im Doppelpack.

Schornsteinfeger im Doppelpack: Da kann 2019 ja nichts mehr schiefgehen.

Willkommen 2019

Willkommen 2019! Oma und Opa wünschen allen Lesern und Freunden von Opas Blog ein frohes, glückliches, erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr. Was soll ich sagen? Denken Sie immer an Albert Einstein: “Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.”

Willkommen 2019! Ein frohes neues Jahr.

Für uns ein gutes Jahr

Man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben. Aber wenn nicht noch etwas Schreckliches passiert, können Oma und Opa bereits heute feststellen: 2018 gehört zu den ausgesprochen guten Jahren, die wir erleben durften. Bis auf den alltäglichen Wahnsinn, der von Washington bis Berlin die Menschen verzweifeln lässt, haben wir nichts, worüber wir zu Recht klagen könnten. Nicht einmal das blamable Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft ändert etwas an unserer Jahresbilanz, die wir Ende nächsten Jahres gerne wieder ziehen würden. So sind wir von Krankheiten ebenso verschont worden wie unsere Kinder und Enkel. Auch der Jahrhundertsommer, der auf der einen Seite zwar allen das Problem der Erderwärmung ziemlich drastisch vor Augen geführt hat, verhalf unserem Land aber auf der anderen Seite zu einem mediterranen Lebensgefühl, das ansonsten nur in Regionen von Südfrankreich, Italien, Spanien oder Portugal zu erleben ist. Auch mein Eintritt in die Rente hat zu keiner Änderung unseres Lebensalltages geführt. Wir stehen jeden Morgen auf, gehen ins Büro und arbeiten – warum auch nicht, haben Oma und Opa doch noch viele gute Ideen und viel vor. Insofern haben wir uns unseren Wien-Tripp mit unserem jüngsten Enkel redlich verdient. Eine gewichtige Rolle spielte 2018 natürlich auch wieder KINDER | KOCHEN, das auf der Bildungsmesse didacta in Hannover von der Bundesregierung offiziell geehrt und ausgezeichnet wurde, das im Roten Rathaus in Berlin auf dem Markt der Möglichkeiten und beim Berliner Hoffest mit jeweils einem starken Auftritt vertreten war und vom Regierenden Bürgermeister beehrt wurde. Und dass Opas Kommunikationsbüro für das Engagement für KINDER | KOCHEN beinahe den Berliner Unternehmenspreis erhalten hätte, war noch das Tüpfelchen auf dem i. Was soll ich sagen? Oma und Opa halten es mit dem 1882 verstorbenen deutschen Schriftsteller Berthold Auerbach, der es einmal so auf den Punkt gebracht hat: Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat, wäre auch nicht zufrieden, wenn er hätte, was er nicht hat.

Ein Lächeln schenken

Der Verein Schenk doch mal ein Lächeln e.V. macht’s möglich: Seit mehreren Jahren besteht die Möglichkeit, einer Vielzahl von Kindern zu Weihnachten ein Lächeln zu schenken, indem Geschenkpaten ihnen einen Wunsch erfüllen. Die Zusammenarbeit erfolgt mit verschiedenen Berliner Rathäusern und sozialen Einrichtungen, wie Kindertagesstätten, der Deutschen Krebsgesellschaft und einem Kinderhospiz. Von den Bezirken sind in diesem Jahr mit von der Partie: Treptow-Köpenick, Steglitz-Zehlendorf, Neukölln, Spandau, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg, Mitte und Pankow. Kinder basteln oder malen ihre Wünsche auf Wunschsterne. Mit diesen wird dann der Weihnachtsbaum geschmückt und die Geschenkepaten können sich anonym einen Geschenkewunsch vom Baum pflücken. Bis zu einem festen Termin können die Geschenke im jeweiligen Rathaus abgegeben werden. Gemeinsam werden die Geschenke dann verpackt und den Eltern der Kinder überreicht. Die Wünsche dürfen maximal 25 Euro kosten. So sollen auch Kinder aus sozial schwachen Familien ein Geschenk zu Weihnachten bekommen. Neben den Wunschpaten wird die Aktion von Firmen unterstützt. Amazon fördert mit einer Spende und tatkräftiger Unterstützung beim Verpacken, MyToys übernimmt eine große Anzahl von Patenschaften und das Bauhaus am Nahmitzer Damm spendet seit Jahren die Weihnachtsbäume. Was soll ich sagen? Es bewahrheitet sich doch immer wieder, was der deutsche Kinderbuchautor Erich Kästner 1950 in dem Epigramm mit der Überschrift „Moral“ auf den Punkt gebracht hat: Es gibt nicht Gutes – außer: Man tut es.

Amt, aber glücklich

„Amt, aber glücklich“ heißt eine Rubrik im Tagesspiegel Checkpoint, in dem Chefredakteur Lorenz Maroldt und seine Kollegen anlassbezogen immer wieder Fälle aufgreifen, die nicht in das vermeintliche Berliner Ämterchaos passen. Opa hat heute eine, nein, gleich zwei diesbezügliche neue Geschichten beizutragen. Also, zunächst geht es um ein Thema, das die Gemüter der Anwohner der Baseler Straße auf beiden Seiten der Finckensteinallee in den letzten zwei Wochen ziemlich erhitze. Seit dem 14. Mai nämlich war das Stück der Baseler Straße zwischen Altdorfer Straße und Finckensteinallee Einbahnstraße, auf der weder links noch rechts geparkt werden durfte. Das bedeute, dass die Parkplatzsuche in den Abendstunden zur Geduldsprobe wurde, was wiederum zur Folge hatte, dass die Reaktionen der Anwohner beim Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf immer unfreundlicher wurden. Auch Opa hat sich an das Amt gewandt und nachgefragt, ob die absoluten Halteverbote auf beiden Seiten der Straße denn wirklich sein müssten. Und, man mag es kaum glauben: Bereits einen Tag später klingelte Opas Telefon und ein Mitarbeiter des Tiefbauamtes war am anderen Ende der Leitung. Er erklärte mir verständlich und nachvollziehbar, wie es überhaupt zu der Regelung gekommen war und warum es so lange gedauert hat, bis die Maßnahme – eben nur durch eine Anordnung der oberen Verkehrsbehörde – wieder rückgängig gemacht werden konnte. Jedenfalls verkündete er mir stolz: „Die Schilder werden gerade abgebaut.“ Und dann lobte er mich auch noch, weil ich offensichtlich der einzige Anwohner war, dessen Kommunikation im Ton dem üblichen mitteleuropäischen Standard entsprochen hatte. Das alles erzählte ich natürlich meiner ältesten Tochter, als die mich kurze Zeit später anrief. Als ich mit meiner Schilderung fertig war, fügte sie Geschichte zwei hinzu: Sie hatte, so berichtete sie, kurzfristig einen Online-Termin für eine Ausweisverlängerung gemacht, bzw. machen können, muss man wohl angesichts anderer Wahrnehmungen sagen. Dieser Termin wurde dann nicht nur pünktlich eingehalten, sondern alles lief auch noch freundlich und ausgesprochen service-, sprich bürgerorientiert ab, so dass meine Tochter ebenfalls nur voll des Lobes war. Was soll ich sagen? Irgendwie habe ich den Verdacht, dass die Ämter doch besser sind als ihr Ruf. Oder es ist noch viel einfacher: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder hinaus.

War über zwei Wochen parkfreie Zone: Die Baseler Straße zwischen Altdorfer Straße und Finckensteinallee:. Jetzt darf dort wieder geparkt werden.

Uns geht es wirklich gut

Oma und Opa geht es wirklich gut. Nicht nur, dass wir gestern unseren 42. Hochzeitstag gesund und munter begehen konnten. Auch die Tatsache, dass unsere Kinder und Enkelkinder mehr oder weniger fußläufig zu erreichen sind oder man ihnen im Supermarkt spontan über den Weg läuft, ist schon eine Gnade, die ja leider nicht allen Großeltern zuteil wird. So hatten wir denn vorgestern das Vergnügen, einige Stunden mit unserer jüngsten Tochter und ihrem Sohn zu verbringen. Gestern dann, das war zwar für unsere Älteste nicht so schön, konnten wir sie krankheitsbedingt ein wenig pflegen und mit ihrem Sohn zusammensein. Abends hat Opa Oma bekocht, wobei gleich mehrere neue Rezepte zum Einsatz kamen und demnächst in Opas Kochbuch ihren Niederschlag finden werden: Als Vorspeise gab es ein Rote-Bete-Carpaccio mit schwarzem Knoblauch und Basilikum, gewürzt mit Meersalz und langem Pfeffer. Der Hauptgang bestand aus Lachssteaks vom Duroc-Schwein, verfeinert mit in Meersalz fermentiertem schwarzen Pfeffer, und mit Knoblauch und Scharlotten gebratener Blattspinat. Der absolute Hammer war dann das Dessert, das Opa gerade neu entwickelt hat: Crème il Borgo heißt der Nachtisch, der wie eine Crème brûlée gemacht wird, nur dass die Parfümierung nicht mit Vanille erfolgt, sondern mit einem Tee, den Opa bei einem Italiener in Holland bezieht. Was soll ich sagen? Es bleibt dabei: Es geht uns wirklich gut.

Zuversichtlich ins neue Jahr

Irgendwie ist ein zünftiger Spaziergang ein Muss am Neujahrstag. Während manche immer noch in den Betten lagen, haben sich Oma und Opa aufgerafft und einen der Berliner Seen ausgesucht, um dort frische Luft zu tanken. Gefallen ist die Wahl auf die Krumme Lanke, die zur Grunewaldseenkette gehört. Rund 2,5 Kilometer sind wir um sie herum gelaufen und haben uns danach richtig gut gefühlt. Was soll ich sagen? So gestärkt gehen wir zuversichtlich ins neue Jahr und wünschen auch allen Lesern ein glückliches und vor allem gesundes 2018.

Ein stimmungsvoller Auftakt ins neue Jahr mit einem Spaziergang um die Krumme Lanke.