Lachen ist menschlich

Die gegenwärtige Pandemie ist eine Herausforderung, für uns alle, für die einen mehr, für die anderen weniger. Und jeder geht anders mit dem Virus um. Aber alle werden mit ihm leben müssen. Covid-19 wird uns noch eine Weile begleiten. Da ist es besonders wichtig, dass wir – ungeachtet aller Vorsicht, die wir walten lassen (müssen) – unseren Mut und unseren Frohsinn nicht verlieren. Das heißt, wir dürfen das Lachen nicht verlernen. Bei unserem letzten Familientreffen, dass wegen Corona als virtuelles Meeting stattgefunden hat, hat eines unserer Familienmitglieder seine Gedanken zu der aktuellen Situation vorgetragen, die es in Gedichtform zu Papier gebracht hatte. Dieses Gedicht ist insofern besonders beeindruckend, als die Worte Virus, Corona, Covid-19 oder Pandemie überhaupt nicht vorkommen. Nur das Wort Maske am Ende lässt keinen Zweifel daran aufkommen, worum es geht:

Lachen ist menschlich

Lass‘ uns gemeinsam über die Waldlichtung gehen …
hast Du irgendwann die Bäume lachen gesehen?
Wir hatten uns auf den Weg ins Gebirge gemacht …
Was meinst Du? Hat einer der Berge je schon gelacht?

Der Falke, das Rebhuhn, der Biber, die Schnecke im Garten;
suchtest Du ihr Lachen, müsstest Du ein Leben lang warten!

Der Mensch dagegen kann lachen, wenn er zu leben beginnt.
Ohne zu sprechen, lächelt er bereits als ganz kleines Kind.
Gott hat den Menschen einstmals das Lachen verliehen –
als Ausgleich für den Verstand – es sei ihm verziehen.

Siehst Du die Bauern von den Äckern nach Hause kehren
mit großen und rauhen Händen – zerschnitten von Ähren?
Ihre Finger können sie fast nicht mehr schließen …
würden sie nicht trotzdem Dein Lachen genießen?

Oder die, welche abends müde die Büros verlassen,
um dann Autoabgase einzuatmen in den Straßen,
ihre Rücken krumm an den Rechnern machen …
freuen die sich nicht auch über Dein Lachen?

Arbeiter, die gesenkten Kopfes durch’s Fabriktor kommen,
ihre Nägel verschrammt, die Sinne vom Lärm noch benommen;
in den Schnittwunden der Finger glänzt schwarzes Fett …
Macht nicht Dein Lachen einen Teil der Mühsal wett?

Menschen, die ihre Münder hinter Masken tragen,
sich nur noch ab und zu nach draußen wagen,
nicht feiern, tanzen, singen, besucht sein sollen,
die Masken müssten fallen, weil sie lachen wollen …

Kranke, die in Hospitälern an Maschinen liegen
auf den Bäuchen, um noch etwas Luft zu kriegen.
Die Tag für Tag um’s Überleben kämpfen …
Könnte Dein Lächeln deren Ängste dämpfen?

Wer durch sein Lachen den Sterbenden noch zum Lachen bringt,
dass er im Moment vergisst, wie er mit dem Tode ringt …
hat solch ein Glück, da ihm Gottes Gnade widerfährt –
wehe dem, der diesem Menschen das Lachen verwehrt!

Was soll ich sagen? Das sind eindrucksvolle Zeilen, die einmal mehr unterstreichen, wie wichtig das Lachen ist. Wer Opas Blog schon länger verfolgt, weiß ja ohnehin: Lachen ist gesund und Lächeln das Kleingeld des Glücks.

Zum Verzweifeln

Eigentlich wollte ich zum Thema Corona ja nichts mehr zum Besten geben. Aber das, was ich in den letzten Tagen und Wochen so wahrgenommen habe, hat mich dann doch umgestimmt. Damit keine Missverständnisse entstehen, will ich gleich vorwegschicken: Auch mich nervt dieses Virus gewaltig. Selbst ohne infiziert zu sein, macht einen das Ding krank. Das rechtfertigt allerdings nicht, was sich einige aktuell leisten und dabei völlig verantwortungslos u.a. mit der Gesundheit anderer Menschen spielen. Dabei sind es vor allem zwei Gruppen, die besonders herausstechen: Junge, die feiern, als wenn es kein morgen gäbe, und Alte, denen offensichtlich egal ist, woran sie sterben. Da wird kein Abstand gehalten, keine Maske getragen und all das getan, was man in einer Pandemie tunlichst unterlassen sollte. Wenn es nur diese Jungen und diese Alten betreffen würde, könnte man sagen: Sei’s drum. Aber leider gefährden sie nicht nur sich, sondern auch andere, die entweder krank werden und/oder unter den Folgen der Infektionsschutzmaßnahmen leiden. Was soll ich sagen? Manchmal verzweifele ich an Gott und der Welt. Dabei könnte es so einfach sein, wenn die Menschen ihren Verstand einsetzen würden. Aber offenbar scheint das bei einigen zu viel verlangt zu sein.

Literarischer Seitensprung

Opa ist heute fremdgegangen. Aber keine Angst: Oma war mit dem Seitensprung einverstanden. Denn es handelt sich sozusagen um einen literarischen Seitensprung, der auf dem Blog Ohfamoos gelandet ist. Dort habe ich mal meine gegenwärtigen Gedanken zur aktuellen Corona-Pandemie zusammengefasst und beschrieben, wie bzw. von wem wir lernen können, mit dem Virus zu leben. Mehr will ich hier nicht verraten. Wen es interessiert, muss sich schon auf den digitalen Weg machen und hinterherspringen. Was soll ich sagen? Ich weiß jetzt gar nicht, wieso mir bei diesem Sidestep Heinz Erhardt, Gott hab’ ihn selig, in den Sinn kommt. Aber seine Reimkunst hatte schon was: Das Reh springt hoch, das Reh springt weit, warum auch nicht, es hat ja Zeit.

Abakus statt Breitband

Es ist ein Trauerspiel! Die Digitalisierung der Schulen in Berlin hat noch nicht einmal begonnen, obwohl die rot-rot-grünen Koalitionäre in ihrer Vereinbarung 2016 vollmundig ankündigten, die Schulen „mit schnellen und leistungsfähigen Breitbandanschlüssen, W-Lan für alle und einer zeitgemäßen Hard- und Software-Ausstattung“ zu versorgen. Passiert ist seitdem, wie so oft in Berlin, NICHTS. Der Auftrag für den Anschluss der 700 allgemeinbildenden Schulen an das leistungsfähige Breitbandnetz ist noch nicht einmal vergeben. Stattdessen wird, was das übliche Vorgehen an der Spree ist, Schwarzer Peter gespielt. Und das heißt es: Schuld sind immer die anderen. Was soll ich sagen? Wenn das alles nicht so traurig wäre, müsste man über diese Unfähigkeit eigentlich lachen. Aber es geht hier um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder, denen damit vor allem jetzt in Coronazeiten ein strukturiertes digitales Bildungsangebot fehlt. Dass es auch anders geht, hat Hamburg bewiesen. Dort wurde das Digitalisierungsprojekt für den Anschluss an das Breitbandnetz bereits 2013 nach nur fünf Jahren abgeschlossen. Während in Hamburg damit die digitale Zukunft schon begonnen hat, begnügt sich Berlin noch mit dem Abakus, wobei ich allerdings so meine Zweifel habe, ob den in der Verwaltung überhaupt jemand bedienen könnte. Manchmal wähnt man sich hier wie in der Steinzeit.

Rechnen wie anno dazumal: Der Abakus ist eines der ältesten bekannten Rechenhilfsmittel.

Coronarischer Imperativ

Eigentlich sollte es keiner Erläuterung bedürfen, warum die Goldene Regel so wichtig und richtig ist. Doch gerade in diesen Tagen erscheint es notwendiger denn je, an sie zu erinnern und auf ihre Einhaltung zu drängen: „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg auch keinem andern zu.“ Denn der Polizist Derek Chauvin, der sein Knie acht Minuten und 46 Sekunden lang auf den Hals von George Floyd gepresst und damit den Tod des 46-Jährigen verschuldet hat, würde ganz gewiss nicht wollen, dass ihm Gleiches widerfährt. Auch der 27-jährige Münsteraner, seine 45-jährige Mutter sowie die fünf weiteren Männer aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg und Hessen, die derzeit wegen des Verdachts des schweren Kindesmissbrauchs in Untersuchungshaft sitzen, würden sicherlich nicht wollen, dass man ihnen derart Gewalt antut. Und all diejenigen, die Tag für Tag andere Menschen diskriminieren, ausgrenzen, mobben oder sonst irgendwie in ihrer Würde verletzen, wären nicht sonderlich angetan, wenn sie sich plötzlich in der Opferrolle wiederfänden. Dabei kommt es nicht einmal auf Vorsatz an. Schon Gedankenlosigkeit kann ausreichen, so manches Leben zur Hölle zu machen. Ähnlich verhält es sich auch in der Corona-Pandemie. Wenn jeder darauf bedacht wäre, niemand anderen zu gefährden, hätte das Virus keine Chance. Doch während die überwiegende Mehrheit der Bürger in unserem Land die Hygiene- und Verhaltensregeln bzw. – empfehlungen beachtet,

Verhalte Dich so, dass es keine Einschränkungen mehr geben muss.

gibt es immer und überall Ignoranten, alte wie junge, die sich über alles und jeden hinwegsetzen. Die sich daraus ergebenen Konsequenzen haben dann aber wiederum alle zu tragen. Damit an dieser Stelle kein Missverständnis entsteht: Auch ich bin der Meinung, dass die Beschränkung unserer Freiheitsrechte eine bis dato in der Bundesrepublik nicht dagewesene und kaum ertragbare Dimension erreicht hat(te) und so schnell wie nur eben möglich wieder rückgängig gemacht werden muss. Aber so paradox es auch klingen mag, die größtmögliche Freiheit für alle ergibt sich aus der freiwilligen Selbstbeschränkung jedes Einzelnen. In Anlehnung an Immanuel Kant, der mit seinem Kategorischen Imperativ versucht hat, den individuellen Blickwinkel der Goldenen Regel zu verallgemeinern und eine hypothetische Objektivität zu schaffen, könnte in dieser Pandemie vielleicht ein coronarischer Imperativ helfen. Aus „Handle nach derjenigen Maxime, durch die Du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ würde dann „Verhalte Dich so, dass es keine Einschränkungen mehr geben muss.“ Was soll ich sagen? Das Leben könnte so einfach sein – mit oder ohne Corona. Wie auch immer, wenn ich an die letzten Wochen und Monate denke, muss ich sagen: Hut ab vor unseren Kindern. Die haben den Lockdown mit Homeschooling und Homeoffice ohne Murren und Klagen gehandelt und das, obwohl Oma und Opa als Kinderbetreuung aus den bekannten Gründen ausgefallen sind. Da könnten sich manche, denen es in weiten Teilen wesentlich besser ging, noch eine Scheibe von abschneiden. Wir jedenfalls sind stolz auf unsere beiden Töchter und die Schwiegersöhne, die das alles mit ihren Buben bravourös gemeistert haben.

Klopapier: Das Symbol der Krise

Es sind schon merkwürdige Zeiten. Das Corona-Virus jedenfalls führt bei einigen Mitmenschen zu sonderbarem Verhalten. So war am Anfang der Krise der Run auf Toilettenpapier so groß, dass einige Zeitgenossen wahrscheinlich noch in Jahrzehnten Rollen aus dem Jahre 2020 aufbrauchen werden müssen. Die Folge waren leere Regale, in denen sich aber heute die Rollen schon wieder stapeln. Grund dafür ist, dass der Umsatz von Toilettenpapier dramatisch eingebrochen ist. Was soll ich sagen? Gott sei Dank ist die Hamsterei endlich vorbei. Was bleibt, ist das Symbol der Krise: Klopapier.

So sahen zeitweise die Klopapier-Regale aus.

Ein Stückchen neue Normalität

Es ist eine seltsame Zeit. Jetzt, da wir einer Bedrohung ausgesetzt sind, die wir immer noch nicht ganz abschätzen, ja nicht einmal sehen können, ist uns ausgerechnet das verwehrt, was wir mit am meisten brauchen: Die Berührung von Menschen, die wir lieben. Das fängt mit den eigenen Kindern und Enkelkindern an, das geht weiter mit Geschwistern und deren Partnern, und das endet bei unseren eigenen Eltern, so sie denn noch leben. In unserem Alter, also dem von Oma und mir, ist das zugegebener Maßen nicht mehr so oft der Fall. Unsere beiden Väter sind schon seit Jahrzehnten tot. Meine Mutter haben wir 2013 zu Grabe getragen. Und dieser Tage mussten wir das auch mit der Mutter von Oma tun, die erst im März 93 Jahre alt geworden ist. Seinerzeit war es ausgesprochen bitter, dass wir nicht zu Ihrem Geburtstag in die Niederlande fahren konnten. Und schon damals befürchtete Oma, dass sie Ihre Mutter nicht mehr lebend sehen würde. Das hat sich nun schmerzhaft bewahrheitet. Die Beisetzung war, meine Schwiegermutter hätte gesagt, heel mooi, was auf Deutsch soviel heißt wie sehr schön – den Umständen entsprechend, muss man hinzufügen. Denn wie soll man eine Trauerfeier finden, die in einem Leben stattfindet, in dem jeder 1,5 Meter Abstand von seinem Nächsten hält, und die dabei auch noch auf 30 Personen begrenzt ist. Wie gesagt, meine Schwiegermutter wäre ganz sicher zufrieden gewesen, auch wenn ihre Urenkel und deren Väter nicht dabei waren. Aber es war schon besonders schmerzhaft, den einen oder anderen nicht in den Arm nehmen zu können, um gemeinsam zu trauern und sich gegenseitig zu trösten. Was soll ich sagen? Deutlicher hätte nicht sein können, dass die Zeit vor Corona endgültig vorbei ist und wir schnellstmöglich eine neue Normalität brauchen. Die alte Realität wird da nicht der Maßstab sein können, sondern es geht um eine maßvolle Abwägung zwischen Risiko und Notwendigkeit. Einen ersten Versuch haben Oma und ich heute mit unserer ältesten Tochter und ihrer Familie unternommen: Wir haben einen gemeinsamen Spaziergang gemacht und anschließend jeder ein Eis gegessen – alles mit gebührendem Abstand, versteht sich. Auch das war noch anders als anders, aber wenigsten ein Stückchen neue Normalität, auch wenn sie noch gewöhnungsbedürftig ist.

Gemeinsamer Spaziergang mit gebührendem Abstand.

Noch eine lange Zeit

Corona zerrt an den Nerven. Je länger die Situation so ist, wie sie ist, empfinden wir – und wohl auch andere – den Status quo als immer belastender, wohl wissend, dass uns das Virus noch eine lange Zeit beschäftigen wird. Bevor es keinen Impfstoff gibt, der weltweit flächendeckend zum Einsatz kommen kann, kann und wird sich nicht viel ändern. Umso unverständlicher finde ich, dass Menschen in Gesprächen zuweilen so tun, als sei der ganze Spuk im August oder September vorbei. Da frage ich (mich) manchmal, ob die denn überhaupt noch Zeitung lesen oder Nachrichten schauen. Denn was den Impfstoff betrifft, gehen Fachleute ja mittlerweile eher von 2023 als von 2022 aus. Und dann sind da noch die Warnungen der Weltgesundheitsbehörde WHO, die darauf hinweist, dass es noch keine Beweise dafür gebe, dass Covid-19-Patienten vor einer Zweitinfektion geschützt sind. Eine rosige Zukunft sieht anders aus. Vor diesem Hintergrund sehen wir auch die Diskussionen über mögliche Lockerungen der Einschränkungen mit Sorge. Ja, es ist wahr: In der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sind Grund- und Freiheitsrechte noch nie in einem solchen Maße beschnitten worden. Und doch war das nötig, um zu verhindern, dass unser Gesundheitssystem kollabiert und wir hierzulande Zustände wie in Bergamo oder New York sehen. Und ja, wir sind bislang sehr gut durch diese Krise gekommen, was den einen oder anderen dazu veranlassen mag, die gravierenden Einschnitte in unser Leben für übertrieben zu halten. Aber, wie wussten schon Virologen zu Beginn des Jahres: Das Schwierige daran, Maßnahmen in einer Pandemie zu vermitteln, sei, dass sie, zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt, immer übertrieben wirken. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Dabei bin ich mir wohl bewusst, dass die Verantwortlichen, die, das sei nur am Rande bemerkt, wahrlich nicht zu beneiden sind, vor einem Dilemma stehen. Man kann die Menschen eines Landes nicht über einen längeren Zeitraum einsperren. Da gehen schon Wochen an die Grenze des Erträglichen, von Monaten oder Jahren ganz zu schweigen. Das hat vermutlich auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble im Sinn gehabt, als er in einem Tagesspiegel-Interview sagte: „Man tastet sich da ran. Lieber vorsichtig – denn der Weg zurück würde fürchterlich. Aber wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig. Grundrechte beschränken sich gegenseitig. Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gibt, dann ist das die Würde des Menschen. Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen.“ Das ist sicherlich richtig. Allerdings war und ist für mich das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit sozusagen die Grundvoraussetzung dafür, dass die Würde des Menschen unantastbar ist und bleibt. Insofern tue ich mich nach wie vor noch schwer, gesundheitliche und wirtschaftliche Interessen gegeneinander abzuwägen. Was soll ich sagen? Ich weiß, ich bin da eher noch ein bisschen oldschool. Aber auch ich komme zuweilen ins Grübeln. Jedenfalls bin ich – obwohl ansonsten immer entscheidungsfreudig – froh, bei diesen Fragen nicht entscheiden zu müssen. Andere müssen es, wie zum Beispiel Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der sich mit einem bemerkenswerten Satz einen Platz in den Corona-Annalen gesichert hat: „Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen.“

Heute mal wortfaul

Heute bin ich mal wortfaul, nachdem ich ja zuletzt doch etwas länger geschrieben habe. Was soll ich sagen? Ein Bild sagt manchmal ohnehin mehr als 1.000 Worte.

Lachen ist gesund

Die klinische Psychologin Doris Bach weiß: „Wenn die Situation bedrohlich ist, dann schafft der Humor eine Distanz zur Realität. Damit kommt man zumindest kurz in eine andere Stimmung. Humor ist eine Bewältigungsstrategie.“ Durch Lachen werde Anspannung reduziert, Glückshormone würden produziert. „Es kommt mehr Sauerstoff in das Gehirn“, sagt die Frau, die es wissen muss. Um so wichtiger ist es, Augen und Ohren offen zu halten, um die Dinge aufzunehmen, die einem vor allem der ganz normale Alltag bietet. Oma und ich tun das zur Zeit besonders intensiv und sind fündig geworden. Bei einem unserer (fast) täglichen Rundgänge um den Block fanden wir eine – vermutlich von einem Kind gestaltete – Straßenmalerei, die im Sinne von genügend Sauerstoffzufuhr fürs Hirn ergiebig war: “BEIBEN SIE GESUND”. Auch die Berliner Abendschau ist immer wieder ein Quell der Freude. So hat heute Abend Opas Lieblingsmoderatorin Sarah Zerdick bei uns für richtig viel Sauerstoff in unseren Gehirnen gesorgt. Mit Blick auf die Entwicklung der Infiziertenzahlen teilte sie den – vielleicht staunenden – Zuschauern mit:” Die Zahlen vermehren sich.” Was soll ich sagen? Oma und ich würden gerne wissen, wie die das machen, und gegebenenfalls auch zuschauen. Man lernt ja nie aus … Wie war das? Lachen ist gesund!

Streetart in Zeiten von Corona.