Plaudertelefon gegen Einsamkeit

Die Corona-Pandemie an sich ist schon Herausforderung genug. Doch älteren Menschen, die als besondere Risikogruppe gelten, beschert das Virus noch ein zusätzliches Problem – und das vor allem jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit sowie über den Jahreswechsel: Einsamkeit. Besuche sind nur eingeschränkt möglich, zum Reden gibt es niemanden. Aus diesem Grund haben Oma und ich in meiner Eigenschaft als Seniorenbeauftragter der FDP Steglitz-Zehlendorf, ein Plaudertelefon eingerichtet, das vorerst bis 10. Januar, dem möglichen Ende des jetzt geltenden Lockdowns, jeden Tag in der Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr – auch und vor allem an Wochenenden erreichbar ist. Dies gilt auch für Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage. Die Berliner Rufnummer lautet: 030 84319845. Was soll ich sagen? Viele ältere Menschen haben nur noch wenige bis gar keine Kontakte mehr. Da kann es vielleicht helfen, jemanden zu haben, bei dem man sich seinen Kummer von der Seele reden kann. Wenn beide Leitungen belegt sind, werden wir auch zurückrufen. In dieser schwierigen Zeit muss niemand alleine und schon gar nicht einsam sein.

Oma und ich am Plaudertelefon gegen Einsamkeit.

Finalist beim Unternehmenspreis

Wenn das nichts ist: butterfly communications |, die Kommunikationsagentur von Oma und mir, ist am Montagabend (12. November) beim Berliner Unternehmenspreis 2018, der vom Regierenden Bürgermeister sowie der Industrie- und Handelskammer Berlin und der Handwerkskammer Berlin vergeben wird, “für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement” als Finalist in der Kategorie Unternehmen bis 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezeichnet worden. Damit wurde insbesondere unser Einsatz für KINDER | KOCHEN gewürdigt. Was soll ich sagen? Ein schöner Ansporn, um sich weiter ins Zeug zu legen.

Gruppenbild der Ausgezeichneten beim Berliner Unternehmenspreis 2018 und mit dabei: Elly und Detlef Untermann von butterfly communications |.                        Foto: Doro Manz

Tue Gutes und rede darüber

“Tun Sie gelegentlich etwas, womit Sie weniger oder gar nichts verdienen. Es zahlt sich aus”, hat der 1988 verstorbene deutsche Kabarettist, Schauspieler und Autor Oliver Hassencamp einmal gesagt. Und recht hat er. “Ohne die vielen Frauen und Männer, die in Deutschland ein Ehrenamt ausüben … wäre unser Land um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar”, wusste auch der in diesem Jahr verstorbene Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl. 2017 waren es nach einer Umfrage rund 14,89 Millionen Personen über 14 Jahre, die ein Ehrenamt hatten bzw. unentgeltlich in einer Bürgerinitiative, einem Sportverein, einer sozialen Organisation oder Ähnlichem tätig waren. Das sind immerhin rund 20 Prozent der gleichaltrigen deutschen Bevölkerung – also jeder Fünfte. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ebenfalls jeder Fünfte in Deutschland nach einer EU-Untersuchung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht ist. Was soll ich sagen? Einen lesenswerten Text zum Thema Ehrenamt hat Heike Lachnit, Autorenkollegin auf dem unabhängigen Blog ohfamoos, verfasst. Ich sag’s mal mit meinen Worten: Tue Gutes und rede darüber. Denn wenn niemand davon erfährt, kann es auch keine Nachahmer geben.

Opa beim KINDER | KOCHEN: Der Verein sucht dringend Kochpaten. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, Spaß am Kochen hat und gerne mit Kindern arbeitet, melde sich bitte unter kontakt@kinder-kochen.org.