Genau vor 40 Jahren …

Es ist jetzt kurz nach 22.00 Uhr. Genau vor 40 Jahren um diese Zeit haben sich Oma und Opa in Eindhoven in “Noord Brabant” kennengelernt. Was soll ich sagen? Danke Oma, dass Du es so lange mit mir ausgehalten hast. Ich liebe Dich noch immer.

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“De contente mens en de contente vrouw” (frei übersetzt: der zufriedene Mann und die zufriedene Frau), zwei Symbolfiguren aus Brabant, die für Fleiß, Genügsamkeit und Unverwüstlichkeit stehen, haben Oma und Opa ihr Leben lang begleitet und als Vorbild gedient. Es hat geholfen …

Oma ist und bleibt die Beste!

Oma ist die Beste. Das wissen nicht nur Werbestrategen, die damit sogar für Kommunikations- und Sicherheitslösungen werben, sondern auch Buchautoren, die gleichnamige Bücher schreiben. Zudem ziert besagte Binsenweisheit Schmusekissen, Frühstücksbrettchen, Tassen, Holzherzen, Urkunden, Aufkleber und ansonsten auch so ziemlich alles, was bedruckt werden kann. Nur in Hannover am Neuen Theater weiß man es offensichtlich besser. Dort läuft seit November letzten Jahres und noch bis Februar die Komödie: Opa ist die beste Oma. Was soll ich (dazu) sagen? Das ehrt einen zwar als Opa, wird der Sache aber doch nicht so ganz gerecht. Denn wenn wir unsere Enkel fragen (und im Zweifel die meisten anderen auch), ist die Antwort doch vollkommen eindeutig und klar: Da kann kommen, was will – Oma ist und bleibt die Beste!

IMG_0044Für unsere Enkel ist eines vollkommen klar: Oma ist und bleibt die Beste!

Omas Veilchen

Oma werden ist nicht schwer, Oma sein dagegen sehr. Diese Erfahrung musste sie dieser Tage beim Spielen mit unserem jüngsten Enkel machen – und das auch noch ausgesprochen schmerzhaft. Die beiden waren in unserem Bad zugange, und Oma schlich sich – wie von dem kleinen Mann gefordert – als Löwin an. Und wie Löwinnen das so tun, spielte sich das ziemlich weit unten auf dem Boden ab. In dem Moment jedoch, als Oma sozusagen um die Ecke auf den Kleinen zukam, der in der zum Käfig umfunktionierten Dusche stand, öffnete dieser mit Karacho die Tür und traf, wie sollte es anders sein, Omas Kopf. Ein Gott sei Dank nur schwach leuchtendes Veilchen zeugt nun von der harten Begegnung mit der Duschtür. Nachdem ihm bewusst geworden war, was er da angerichtet hatte, versuchte es unser Bub erst einmal mit der Ausflucht: „Warum krabbelst du auch auf dem Boden herum …“, um sich dann aber doch ganz formvollendet zu entschuldigen. Was soll ich sagen? Au Backe, das Oma-Leben kann ganz schön hart sein.

Zwei echte Luxus-Kinder

Also, unsere beiden Enkelsöhne sind mehr als pflegeleicht. Beide haben letzte Nacht nicht zu Hause, sondern bei ihren Großeltern verbracht. Wir hatten unseren jüngsten, der älteste war bei den anderen Großeltern. Als ihre Eltern sie beim jeweiligen Nachtquartier abgeliefert hatten, wurden sie kurzerhand, wie die Kurzen das nennen, rausgeschmissen. Während andere Kinder ein furchtbares Theater veranstalten und den Abschied als Drama inszenieren, sind unsere bester Laune und haben Spaß mit ihren Großeltern. Die genießen das natürlich und freuen sich über so viel Zuneigung und Vertrauen. Was soll ich sagen? Dass unser Jüngster ein echtes Luxus-Kind ist, hatte ich ja schon einmal berichtet. Das muss nun endlich ergänzt werden: Wir haben zwei echte Luxus-Kinder!

Omas entgleiste Gesichtszüge

Einkaufen mit den Enkeln ist eine wahre Fundgrube für Geschichten. Die Sache mit dem winselnden Automatenauto kennen die Leser von Opas Blog ja schon. Bei beschriebenem Einkauf ist allerdings noch etwas passiert, das war noch viel besser. Nur zur Erinnerung: Wir, also Oma und ich, hatten uns mit unserem Enkel ja auf ein Eis geeinigt. Als der kleine Mann nun unbedingt zur Eistruhe und seine verdiente Belohnung haben wollte, ärgerte ich ihn ein wenig und meinte in der Art von Herrn Angelo: “Ich glaube, die haben gar kein Eis.” “Doch, doch, dahinten”, widersprach unser Jüngster energisch. Das bekam eine Kundin des Supermarktes mit und kommentierte die Szene mit den Worten: “Der Kleine kennt sich ja besser aus als der Papa!” Was soll ich sagen? Ein netteres Kompliment hätte mir die Dame gar nicht machen können, vor allem zu meinem da noch bevorstehenden 61. Geburtstag. Wer allerdings völlig fassungslos und ungläubig dreinschaute, war Oma, deren Gesichtszüge komplett entgleisten.

PS: Für die vielen Glückwünsche, die ich per E-Mail und auf sonstigen Wegen bekommen habe, danke ich auch an dieser Stelle ganz herzlich. Und um mein Versprechen bei den Lesern von grosseltern.de einzulösen, hier die Geschenke meiner Enkel: Vom Großen habe ich einen selbst gezeichneten Kalender bekommen, vom Kleinen ein selbst gemaltes Tierbild mit Chamäleon und Krokodil. Ach, die beiden sind einfach süß.

GeburtstagKunstwerke meiner Enkel – unbezahlbar.

Enkel müsste man sein

Um erst einmal alle zu beruhigen: Bislang ist bei uns noch kein Team der Special Forces eingeritten und hat alle Computer wegen der Enthüllungen zur NSA unschädlich gemacht. Ansonsten könnte Opa ja auch seinen Blog nicht mehr betreiben. Heute soll es aber wieder um die Enkel gehen. Die sind nämlich, so unterschiedlich sie auch sein mögen, sich dann doch wieder ziemlich ähnlich. Jedenfalls hat Oma festgestellt, dass bestimmte Redensarten offensichtlich angeboren sein müssen. Jedenfalls in unserer Familie. “Wollen wir …”, gehört gerade zum Standardrepertoire unseres jüngsten Enkels und erinnert stark an das, was unser ältester in diesem Alter immer zum Besten gegeben hat. Was soll ich sagen? Manchmal beneide ich meine Enkel. Wenn ich mal zu Oma sage “Wollen wir …”, kommt das nicht immer so gut an, wie es das bei unseren Enkeln tut. Selbst wenn es nur heißt: “Wollen wir jetzt ein Eis essen?” Enkel müsste man eben sein.

Wenn man zuviel trinkt

Oma hatte neulich einen echt charmanten Begleiter. Wir beide waren bei einer Bekannten eingeladen, mit der Opa noch ein paar Dinge besprechen musste. Diese Zeit überbrückte der kleine Mann mit seinen sechs Jahren nahezu formvollendet. Den Small Talk begann er erst einmal ziemlich souverän mit Bemerkungen über die Getränke. “Das ist Alkohol”, sagte er ganz bestimmt, um erst gar keinen Zweifel daran aufkommen zu lassen, aus was sein (Kinder-)Getränk bestand. “Und davon trinke ich fünf”, setzte er gleich nach, wie man das so macht, wenn man Eindruck schinden will. Auf die sorgenvolle Frage von Oma, ob das nicht ein wenig viel sei, kam die vielsagende Antwort: “Wir werden sehen, was passiert.” So ging es dann weiter, über dies und über das. Bis er plötzlich aufstand und nur noch schnell meinte: “Ich muss jetzt auf Toilette.” Was soll ich sagen? Das passiert, wenn man zuviel trinkt.

Blogvirus: 20 facts about me

Es gibt ja kaum noch einen Blog, der nicht mit “20 facts about me” aufwartet. Jetzt hat der Blogvirus auch Opa erwischt. Was soll ich sagen? Also, hier sind dann meine “20 facts about me”:

1. Ich bin ein in Bayern geborener, in Nordrhein-Westfalen geschulter, in Holland gedienter, wiederum in Nordrhein-Westfalen studierter und ausgebildeter, erneut in Bayern und Berlin berufserfahrener Europäer und mit einer anderen Europäerin verheiratet.

2. Ich höre zwar gerne Musik, bin aber total unmusikalisch. Im Kindergarten sollte ich beim Abschlussfest den Kapellmeister machen. Da ich es bei jeder Probe schaffte, die Truppe aus dem Takt zu bringen, und der, der eigentlich der Prinz sein sollte, total musikalisch war, wurden die beiden Rollen einfach getauscht. So schnell kann man auch wegen Unvermögens Prinz werden – und in die Prinzessin war ich auch noch verliebt. So ein Zufall. 😉 War allerdings nicht Oma, die habe ich erst später kennengelernt.

3. Ich bin Fan der Beach Boys. Oma steht auf andere Musik und ging früher als Techno-Mama durch.

4. Ich bin eigentlich richtig sportlich, auch wenn es heute in der Regel nur noch samstags zur Sportschau reicht. Es bleibt noch Spazierengehen und Fahrradfahren sowie Schwimmen – leider eröffnet das Schwimmbad um die Ecke erst nächstes Jahr – und Bergwandern – leider nur einmal im Jahr. Oma macht das übrigens alles mit, einschließlich Sportschau.

5. Ich bin ein absoluter Hundeliebhaber. Nach zwei Prachtexemplaren – einem Beagle und einem Golden Retriever – hat Oma gesagt, sie sei nun zu alt und habe keine Lust mehr, um auf dem Boden herumzukrabbeln und den Thölen (wage es bloß kein anderer, meine Hunde so zu nennen) den Dreck aus dem Fell zu waschen und zu bürsten. Kann man ja verstehen.

6. Ich bin eine bekennende fleischfressende Pflanze. Mein Lieblingsgericht ist aber Semmelplatz mit Schwarzwurzeln. Dafür lasse ich jedes Filet stehen. Oma übrigens auch. Da fällt mir ein, dass ich das Rezept noch gar nicht in Opas Kochbuch geschrieben habe. Muss ich unbedingt mal nachholen.

7. Ich schaue gerne Filme. Mein Lieblingsfilm ist “Lawrence von Arabien”, den ich sicherlich schon 30 Mal gesehen habe. Jedenfalls kann ich die Dialoge (fast) auswendig. Oma glaubt allerdings, dass ich “Jagd auf Roter Oktober” noch öfter gesehen habe. Stimmt aber nicht.

8. Ich lese auch gerne Bücher. Mein Lieblingsbuch ist “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand” von Jonas Jonasson. Wem das zu profan ist: “Die Glut” von Sándor Márai steht bei mir gleich an zweiter Stelle. Bei Oma weiß ich es nicht so genau. Die liest so viele Bücher, dass ich manchmal glaube, sie bekommt Geld dafür.

9. Ich bin im Gegensatz zu unseren Enkeln ein digital immigrant, der sich aber ganz wacker hält. An apple a day keeps the doctor away. Hm?!? Wie komme ich jetzt darauf? Oma weiß es.

10. Ich hasse Leute, die mir erklären wollen: Das geht nicht. Das geht nicht, gibt’s nicht. Mein Lieblingszitat in diesem Zusammenhang stammt von dem ermordeten Alfred Herrhausen: Der Fleißige hat immer Zeit. Oma steht mehr auf: Reg’ dich nicht so auf. Es ist alles nur ein Übergang.

11. Ich bin normalerweise ziemlich tolerant: Bei mir kann jeder machen, was ich will. Darüber kann Oma gar nicht (mehr) lachen.

12. Ich liebe Cordula Stratmann. Warum, wissen treue Leser ja. Wer es nicht weiß, muss es halt nachlesen. Oma ist, nur am Rande bemerkt, nicht eifersüchtig. Muss sie ja auch nicht.

13. Ich liebe Blumen. Wenn es nach mir ginge, würde ich fast jeden Tag frische Blumen kaufen. Oma sieht das mehr unter ökonomischen Gesichtspunkten, freut sich dann aber doch immer, wenn ich welche mitbringe.

14. Ich habe unseren Hochzeitstag noch nie vergessen. Wenn ich das sage, lächelt Oma nur und meint, sie erinnere mich ja auch immer rechtzeitig daran.

15. Ich bin früher gerne Auto gefahren und geflogen. Heute bewege ich mich am liebsten mit den Öffentlichen bzw. der Bahn durch die Gegend – und werde gerne von Oma gefahren.

16. Ich fliege Hubschrauber, also keine echten, sondern “nur” Modellhubschrauber. Das macht riesigen Spaß, vor allem, wenn man die Ceran-Kochfelder zu Hubschrauberlandeplätzen umfunktioniert. Während Oma über so viel männliche Kindlichkeit nur milde lächeln kann, finden es die beiden Enkelsöhne toll. Wehe, wenn ich vergessen habe, die Akkus aufzuladen.

17. Ich bin handwerklich ganz geschickt. Jedenfalls kann ich bei uns im Haushalt die meisten Dinge ohne fremde Hilfe bewerkstelligen. Allerdings bin ich nichts gegen Oma. Die gilt bei uns als der MacGyver.

18. Ich hätte nie gedacht, dass mir – und Oma – diese Bloggerei so viel Spaß macht. Nachdem mittlerweile auch der Tagesspiegel über Opas Blog berichtet hat, wird das, was von Einigen zuvor noch belächelt wurde, selbst von diesen inzwischen sogar ernst genommen.

19. Ich muss jedoch gestehen, dass es mir ziemlich schwergefallen ist, jeden “fact” mit “ich” anzufangen. Aber es sollte ja um mich gehen – und um Oma, denn ohne die geht gar nichts.

20. Ich muss jetzt aber eines klarstellen: Die 19 bisherigen “facts” sind im Grunde vollkommen unwichtig. Das Wichtigste in Omas und Opas Leben sind unsere Kinder und Enkelkinder, die wir über alles in der Welt lieben.

PS: Und hier noch 20 weitere “20 facts about me” in zufälliger Reihenfolge ohne jede Wertung:

http://www.liebling-nicht-jetzt.de/20-facts-about-me/#comments   http://www.berlinfreckles.de/allgemein/20factsaboutme/2013/10/04/    http://ronjasakata.com/2013/10/07/der-20-facts-about-me-blog-virus-geht-um/ http://junaimnetz.wordpress.com/2013/10/08/20-dinge-uber-mich/                 http://mama-arbeitet.de/fundstucke/20-facts-about-me             http://www.piaziefle.de/20-dinge-ueber-mich/                              http://dasnuf.de/zeug/20-facts-about-me/ http://berlinerluftinhamburg.blogspot.de/2013/10/20-10-facts-about-me.html http://hundertherz.blogspot.de/2013_10_10_archive.html                                http://koenig-haunstetten.de/?p=4168 http://wordpress.martiningenhoven.de/archives/677         http://blog.bullenscheisse.de/20-dinge/ http://puddingteilchenn.blogsport.de/2013/10/06/20-facts-about-me/ http://diemissingwords.wordpress.com/2013/10/07/20-fakten-uber-die-signora/ http://www.schoenerblog.de/2013/10/08/20-fakten-ueber-mich/ http://missmenke.de/der-20-facts-about-me-virus/ http://vomwerdenzumsein.wordpress.com/2013/10/05/20-facts-about-me/ http://muttermensch.wordpress.com/2013/10/05/20-facts-about-me/ http://perlenmama.wordpress.com/2013/10/05/20-facts-about-me/ http://www.woerterfall.de/blog/2013/10/06/20-facts-about-me-6-bonus-facts/

Update

Diese “20 facts about me” müssen unbedingt noch erwähnt werden:

http://dieliebenessy.wordpress.com/2013/10/16/20-dinge/

http://bruellen.blogspot.de/2013/10/20-facts-about-me.html

http://blogolade.wordpress.com/2013/10/17/blogvirus-20-facts-about-me/

http://muttis.wordpress.com/2013/10/16/20-facts-about-me/

http://www.luciemarshall.com/de/?p=2965

Auf ein Neues: Großelterntag

Heute ist also Omatag. Um eines gleich am Anfang klarzustellen: Verdient haben die Großmütter einen solchen Tag allemal. Warum es aber einmal mehr der Blumenindustrie vorbehalten war, diesen Tag der allgemeinen Wahrnehmung zuzuführen, ist ziemlich offensichtlich: Ein Tor, der Böses dabei denkt. Oma selbst hält vom Omatag, ebenso wie vom Muttertag, nicht viel. Analog zu ihrer Aussage zum Muttertag sagt sie: “Ich habe das ganze Jahr über Omatag.” Und so ist sie mit mir einer Meinung, dass, wenn’s denn schon ein (neuer) Gedenktag sein soll, die beste Lösung ein Großelterntag wäre. Den hat Opa dieses Jahr leider vergeblich versucht zu etablieren. Vielleicht gelingt ein neuer Anlauf für das nächste Jahr. Zeit genug wäre ja, da der Großelterntag nach Opas Vorschlag auf den 27. Juli fiele. Was soll ich sagen? Es wäre schön, wenn es dieses Mal klappen würde.

Auf die Richtung kommt es an

Unser jüngster Enkel ist ganz schön pfiffig, und nicht nur für sein Alter. Wenn er bei uns im Auto mitfährt, wird er natürlich immer ganz vorschriftsmäßig in seinem Stühlchen angeschnallt. Und um besser hantieren zu können, fährt Oma dann den Beifahrersitz ein Stück nach vorne. Wenn der kleine Mann dann wieder ausgestiegen ist und keine neuerliche Fahrt mehr mit ihm ansteht, lässt er selbst den Sitz wieder nach hinten fahren. Dass er weiß, mit welchem Schalter dies zu bewerkstelligen ist, versteht sich von selbst. Einmal jedoch war Oma etwas schneller als er und betätigte eben diesen Schalter – allerdings in die verkehrte Richtung, so dass die beiden vorderen Sitze nicht wie sonst in etwa auf einer Linie standen. Daraufhin fragte der Kleine irritiert: “Warum ist der eine Sitz jetzt vorne und der andere hinten?” Was soll ich sagen? Das hat sich Oma dann auch gefragt. Den Schalter in die richtige Richtung betätigt hat letztlich aber wieder unser Jüngster – sicher ist sicher.