Opa trägt Kippa

Opa ist wahrlich kein Berufsdemonstrant. Wenn überhaupt war ich bislang vielleicht bei drei Demonstrationen dabei, die heutige mit eingeschlossen. Allerdings war die die wichtigste von allen. “Berlin trägt Kippa”, lautete das Motto, unter dem rund 2.500 Berliner vor der jüdischen Gemeinde in Berlin ihre Soilidarität mit den in Deutschland lebenden Juden dokumentierten. Auch in anderen Städten des Landes gingen Menschen auf die Straße, um ein entsprechendes Zeichen zu setzen. Anlass für die Demonstrationen waren antisemitische Ausfälle, denen Juden in Deutschland vermehrt ausgesetzt sind. Lertzter trauriger Vorfall war der Angriff auf einen 21-jährigen Israeli und seinen Freund vor gut einer Woche in Berlin. Drei arabisch sprechende Männer hatten am 17. April den Israeli, der eine Kippa trug, antisemitisch beschimpft. Einer der Männer hatte den 21-Jährigen sogar mit einem Gürtel geschlagen. Was soll ich sagen? Es war sicherlich ein starkes Zeichen, das die Menschen vor allem in Berlin gesetzt haben, wenngleich ich mir deutlich mehr Teilnehmer gewünscht hätte. Insgesamt waren es deutschlandweit nicht einmal 10.000, die sich offen und deutlich sichtbar vor ihre jüdischen Mitrbürger gestellt haben. Dabei will ich gar nicht einmal geschichtliche Argumente bemühen, die eine Teilnahme eigentlich zur Pflicht gemacht hätten. Aber jeder religiös oder politisch motivierte Angriff auf einen Juden, einen Muslimen, einen Christen oder wen auch immer, ist ein Angriff auf uns alle und jeden Einzelnen von uns. Wer das nicht versteht, hat keine Ahnung, was Demokratie wirklich bedeutet und wie hart man sie täglich verteidigen muss. Für mich war selbstverständlich: Opa trägt Kippa – heute und auch in Zukunft. Wir solidarisieren uns mit Terroropfern auf der ganzen Welt, dann doch sicher aber auch mit denjenigen, die in unserem Land angegriffen werden.

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Das ZDF hat Opa vor der jüdischen Gemeinde in Berlin interviewt und das  im Rahmen eines Berichtes über die Demonstrationen in Deutschland im heutejournal gesendet.

Mobbing ist feige

Die Zahl ist erschrecken: 30 Prozent aller Schüler weltweit werden jährlich gemobbt. Das sind auf jeden Fall 30 Prozent zu viel. Denn mobben steht für ärgern, intrigieren, quälen, schikanieren, triezen, tyrannisieren, verheizen, zwiebeln und und und. Dabei trifft es meist und vor allem diejenigen, die sich ohnehin nicht wehren können. Und noch ein Phänomen ist leider zu beobachten: Nicht nur die Täter sind ausgesprochen feige, sondern auch diejenigen, die bloß tatenlos zusehen. Ein Experiment von Burger King hat das jetzt eindrucksvoll bewiesen. Die Fastfood-Kette hat ihren Kunden gemobbte, sprich zermatschte Hamburger aufgetischt. 95 Prozent der Kunden beschwerten sich. Aber nur 12 Prozent schritten ein, als am Nachbartisch – von Schauspielern dargestellt – ein Schüler gemobbt wurde. Was soll ich sagen? Auch wenn das von Burger King inszenierte Experiment sicherlich eine gelungene Marketing-Aktion darstellt, zeigt es doch eindringlich ein gesellschaftliches Problem auf, dem Einhalt zu gebieten ist. In Deutschland sind die Zahlen mit 16 Prozent gemobbten Schülern noch nicht so dramatisch wie in anderen Ländern. Es handelt sich aber immerhin auch noch um 1,5 Millionen Kinder, denen dringend geholfen werden muss. Insofern muss man Burger King dankbar sein, dass es dieses Video gedreht hat.

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Fahrrad-Selbstmord-Attentäter

Ich hoffe ja nicht, dass das fortan zum Dauerzustand wird und ich jeden Tag erst spät am Abend kurz vor Mitternacht dazu komme, meinen  täglichen Post auf Opas Blog abzusetzen. Aber wie schon gestern schaffe ich es erst jetzt, mich an mein MacBook zu setzen und ein paar Zeilen zu Papier bzw. auf den Bildschirm zu bringen. Dabei geht mir nicht aus dem Kopf, was ich gerade erlebt habe. Auf dem Heimweg stand ich an einer roten Ampel, an der auch auch eine junge Fahrradfahrerin neben mir angehalten hatte – was in der Tat schon bemerkenswert war. Sie wie ich staunten dann jedoch nicht schlecht, als plötzlich, wie aus dem Nichts, ein Fahrradfahrer von hinten angeschossen kam und ohne rechts und links zu schauen über die Kreuzung raste. Dass sein Licht – vorne wie hinten – nicht funktionierte, versteht sich von selbst. Was soll ich sagen? Der Begriff Fahrrad-Terrorist ist jedem geläufig, der hier in Berlin lebt. Für den Zeitgenossen von heute Nacht muss allerdings noch ein neuer Begriff eingeführt werden: Selbstmord-Fahrrad-Attentäter. Denn dass das jedes Mal gut geht, kann man nicht erwarten. Und ganz ehrlich: Mir tut schon jetzt der Autofahrer leid, dem dieser Amokfahrer in die Quere kommt. Da kann man nur hoffen, dass die arme Seele dann auf einen Richter trifft, der das richtig einordnet und nicht Ursache und Wirkung verwechselt. Denn kein Autofahrer hätte an dieser nächtlichen Kreuzung auch nur den Hauch einer Chance gehabt. Von dem Fahrradfahrer will ich für diesen Fall gar nicht reden.

“Niemand darf uns wehtun!”

Die Kinder lieben sie: Die Pixi-Bücher, die im Carlsen-Verlag erscheinen und schon vielen Generationen die Welt erklärt haben. Seit dem ersten Pixi-Buch mit dem Titel “Miezekatzen” im Jahr 1954 sind bis heute in Deutschland über 460 Millionen Exemplare an Pixi-Büchern verkauft worden. 1.700 verschiedene Titel gibt es, in 200 Serien. Der Preis für ein Pixi-Buch betrug anfänglich 0,50 DM. Heute, sechzig Jahre später, kostet ein Pixi-Buch 0,99 €. Jetzt ist ein ganz besonderes und auch noch kostenloses Pixi-Buch erschienen: “Niemand darf und wehtun!”, mit dem das Deutsche Kinderhilfswerk Kinder im Kita-Alter und Eltern auf Kinderrechte aufmerksam machen will. Der Inhalt: Jakob und sein Papa haben Stress beim Frühstück. Jacob bekommt einen Klaps auf die Hand, weil er das Milchglas umgekippt hat. Was die Kleinen schon verstehen: der Papa darf den Jakob nicht hauen, und der Jakob den Papa auch nicht. Das Buch, das mit Unterstützung des Bundesfamilienministeriums hergestellt wurde, kam so gut an, dass die erste Auflage in einer Höhe von 54.000 Stück bereits vergriffen ist. Oma und Opa haben noch Glück gehabt und eines ergattern können. Was soll ich sagen? Hoffentlich gibt es das Buch bald wieder. Denn das Thema “Kinderrechte” ist so wichtig, dass man diese Geschichte gar nicht oft genug unters Volk bringen kann. Die auch auf diesem Blog immer wieder beklagten Missbrauchszahlen sprechen da eine tieftraurige wie deutliche Sprache.

pixi-niemand-darf-uns-wehtun                       Mit diesem kostenlosen Pixi-Buch will das Deutsche Kinderhilfswerk                          Kinder im Kita-Alter und Eltern auf Kinderrechte aufmerksam zu machen.

Schuhe aus oder nicht?

An dieser Glaubensfrage scheiden sich die Geister. “Die Regel besagt, dass die Straßenschuhe beim Besuch nicht ausgezogen werden”, sagt Donata Gräfin Fugger. Und sie muss es wissen. Schließlich ist sie Knigge-Expertin. “Der Gast trägt die Schuhe, die er/sie zu seiner/ihrer Kleidung passend ausgewählt hat. In Deutschland gehören die Schuhe zum Outfit dazu. Bitte stellen Sie Ihren Gast nicht vor die unangenehme Wahl, mit kalten Füßen dazusitzen oder abgetragene Filzpantoffeln anzuziehen.” Allerdings, so sagt die Expertin weiter: “Bittet der Gastgeber nachdrücklich darum, die Schuhe auszuziehen, ist seinem Wunsch Folge zu leisten.” Was soll ich sagen? Bei Oma und Opa kann den Gästen das nicht passieren. Jedenfalls kämen wir beide nie darauf, jemanden zu bitten, seine Schuhe auszuziehen. Und ich kann mich nicht erinnern, dass mich das je jemand gefragt hätte. Ich hätte wahrscheinlich auch so entgeistert geschaut, dass die Frage schnell obsolet geworden wäre.

Im Supermarkt an der Kasse

Wer regelmäßig im Supermarkt einkauft, kennt das Bild: Man steht an der Kasse und vor oder hinter einem nimmt jemand einen kräftigen Schluck aus einer Flasche, die er kurz zuvor aus dem Regal oder einem Kühlschrank genommen hat. Wahlweise kann es auch ein Eis sein, das ausgepackt und vertilgt wird. Es mag ja sein, dass man es in diesen heißen Tagen kaum abwarten kann, etwas Kaltes zu sich zu nehmen. Aber dass man das schon vor dem Bezahlen tut, ist zumindest grenzwertig und gehört sich einfach nicht. Strafrechtlich, so meinen Anwälte, sei die Sache jedoch unbedenklich, da es am Vorsatz zur Sachbeschädigung oder zum Diebstahl fehlt. Aber wie dem auch sei: Wenn man dies als Erwachsener tut oder seinen Kindern durchgehen lässt, ist das kein gutes Vorbild. Was soll ich sagen? Ein gutes Beispiel ist es übrigens auch nicht, wenn vorzugsweise Senioren am Obststand völlig ungeniert ein paar Trauben, Pflaumen, Kirsche oder was auch immer „probieren“. Mehr noch: Hierbei handelt es sich tatsächlich um Diebstahl, da es erkennbar am Willen fehlt, das verzehrte Obst später an der Kasse auch zu bezahlen.

Berlin macht sich gerne nackig

Die sommerlichen Temperaturen fördern in Berlin ein Thema zu Tage, das die französische Journalistin Pascale Hugues im Tagesspiegel so beschreibt: „Eine ganze Stadt präsentiert Ihnen einen kollektiven Striptease. Die Berliner legen ihre Kleidung ab, sobald das Thermometer mehr als 25 Grad zeigt. Hosen, Hemden, Schlüpfer fliegen durch die Gegend wie die ausgerissenen Margeritenblätter des Liebesorakels.“ Und in der Tat: Berlin macht sich gerne nackig. Dabei hat sich auch Oma schon gefragt, warum manche Männer ausgerechnet an den frequentiertesten Plätzen nackt und mit gespreizten Beinen völlig ungeniert ihre Pracht zur Schau stellen. Die Französin meint dazu: „In diesem Land hat FKK eine lange Tradition. Und Schamgefühl, auf Französisch la pudeur, ein so zartes Wort, gehört nicht zu den typisch deutschen Eigenschaften“, und liegt damit in etwa auf der Linie von Oma, die ein derartiges Verhalten aus ihrer niederländischen Heimat ebenfalls nicht kennt. Doch auch in Deutschland ist das nicht überall so wie in Berlin. In meiner bayerischen Heimat im Allgäu beispielsweise wären Nackte in der beschriebenen Form undenkbar. Und selbst in München, das die Liberalitas Bavariae wie eine Monstranz vor sich herträgt, „gehen die Nackerten aus“, wie die Augsburger Allgemeine bereits 2002 berichtete. Was soll ich sagen? Da ich es nicht besser als Pascale Hugues ausdrücken kann, lasse ich sie noch einmal zu Wort kommen: „Alles ablegen, sich in der Öffentlichkeit nackt wie ein Wurm zeigen, das ist nicht unbedingt ein Beweis für die körperliche Befreiung. Im Gegenteil, dieses gewissermaßen hygienische und ungenierte Zeigen der Nacktheit verleugnet die Grundlage der Erotik: das Spiel von Zeigen und Verbergen, der subtile Wechsel von Verschleiern und Entschleiern. Ja, der für einen Sekundenbruchteil wahrgenommene Knöchel ist so viel erregender als der allen Blicken dargebotene Pimmel. Wenn es gestattet ist, alles zu zeigen, verliert die Frivolität ihre subversive und großartige Fähigkeit, Grenzen zu überschreiten.“

Gemeinsam etwas Gutes tun

Charity, Welfare oder wie auch immer man es heutzutage nennen mag: In Zeiten, in denen der Staat seinen originären Versorgungsaufgaben nicht mehr vollumfänglich nachkommen kann und die Armut auch in unserer Gesellschaft angekommen ist, ist bürgerschaftliches Engagement für Arme, Schwache und Kranke wichtiger denn je. Doch viele scheuen vor solcher Arbeit zurück, aus welchen Gründen auch immer, und flüchten sich in Ausreden wie: Das lohnt sich doch nicht! oder Was kann ich alleine schon ausrichten? Doch es ist mehr, als die meisten denken. Darum will ich heute einmal auf ein Engagement hinweisen, mit dem Oma und sieben ihrer Freundinnen in 14 Stunden an zwei Sonntagen insgesamt 1.451,50 Euro für ein Sozialprojekt eingenommen haben, und zwar durch den Verkauf von Kleidung auf Flohmärkten. Dabei waren die acht Damen nicht einmal allesamt die ganzen 14 Stunden im Einsatz, sondern haben in Teams gearbeitet und sich abgewechselt. Insofern ist das ein stolzer Betrag, der nun für eine Kinderwohngruppe eingesetzt werden kann, für die sich die Damen seit einiger Zeit engagieren. Sicher war da auch im Vorfeld noch eine Menge zu tun. Aber das Ergebnis sowie das gemeinschaftliche Erlebnis, zusammen etwas Gutes zu tun, entschädigt um ein Vielfaches. Was soll ich sagen? Jeder kann etwas tun. Man muss nur damit anfangen. Wie wusste schon der chinesische Philosoph Laotse (im 64. Kapitel des Tao Te King): Eine Reise, tausend Meilen lang, mit einem ersten Schritt fing sie an! Also, laufen Sie einfach los!

Warum sich zur Schule quälen?

In Würzburg ist die Hölle los. Lehrer, Eltern und Schüler eines ortsansässigen Gymnasiums sehen sich einem Sturm der Entrüstung ausgesetzt, den ein Dresscode ausgelöst hat, auf den sie sich gemeinsam und einvernehmlich geeinigt haben. Und der Sturm tobt heftig, bundesweit in den Medien und weltweit im Netz. Auf Facebook gibt es sogar eine eigens für dieses Thema eingerichtete Seite: Der Dresscode muss weg. Dort wird sogar das Grundgesetz bemüht und zitiert: „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit.“ Ergo: „Wer bauchfrei tragen will, darf bauchfrei tragen.“ Es gibt allerdings auch viel banalere Gründe, um gegen den Dresscode zu sein: „Mal davon abgesehen, dass Hotpants der Hauptgrund waren, warum ich mich im Sommer überhaupt noch zur Schule gequält habe, geht dieser ‚Dresscode’ einfach gar nicht“, schreibt ein männlicher Facebook-Nutzer, von dem wir nun aber auch wissen, warum er sich demnächst im Sommer wieder zur Schule quält. Denn der gute Mann studiert, wie er selber schreibt, Lehramt im dritten Semester an der Uni Greifswald. Bis dahin hat es sich also offensichtlich noch nicht herumgesprochen, dass es seit Anfang 2013 auf Twitter einen Hashtag #aufschrei gibt, unter dem eine leidenschaftliche Sexismus-Debatte geführt wird. Was soll ich sagen? Um bei den Worten unseres angehenden Lehrers zu bleiben: Diese Bemerkung geht einfach gar nicht – findet übrigens auch Oma, die bei diesem Thema ansonsten einen bemerkenswerten Gleichmut beweist.

Public Viewing

Ich weiß, es geht noch schlimmer. Schließlich funktioniert mein Kurzzeitgedächtnis noch ganz gut und ich kann mich an meinen Post aus dem vergangenen Jahr erinnern. Doch das, was sich unser Bundestrainer am Samstag zu später Stunde in der zweiten Halbzeit des Fußball-Länderspiels gegen Gibraltar geleistet hat, war auch nicht von schlechten Eltern. Deutschland hatte gerade sein 4. Tor geschossen, die Uhr zeigte die 57. Minute an und die Fernsehkamera schwenkte auf einen Jogi Löw, der sich vor den Augen von 7.464 Zuschauern im Stadion und 9,51 Millionen vor dem Fernseher – bitte jetzt festhalten – mit einer Nagelfeile die Nägel feilte und saubermachte – ganz nach dem Motto: “Wenn Du denkst du bist allein, mach dir deine Nägel rein!” Es dauerte auch nicht lange, da brach  unter dem Hashtag #feile auf Twitter zwar kein Shitstorm los, es ergoss sich aber, was in der Langzeitwirkung vermutlich noch viel schlimmer ist, Spot und Häme über den Bundestrainer. Ein Nutzer wusste zu berichten: “Löw feilt an einer neuen Taktik”, ein anderer spekulierte: “Gegen Polen sitzt er dann mit Trockenhaube da…” Und auch das gab es: “Solange er feilt, kann er nicht popeln. Lasst den Löw”, schrieb ein weiterer und brachte damit vermutlich SPIEGEL ONLINE auf die Idee zu der Geschichte Joachim Löw und seine Fingernägel: Der Feiler der Nationalmannschaft, in der ausgesprochen bildreich beschrieben wird, was Löw sonst noch so alles am Spielfeldrand treibt. Was soll ich sagen? Wie gut, dass unsere Enkel um die Uhrzeit schon geschlafen und nicht mehr vor dem Fernseher mit der deutschen Mannschaft mitgefiebert haben. Denn wie bitte schön hätte ich ihnen dieses Public Viewing Löwscher Maniküre erklären sollen?