In memoriam Heidi Hetzer

Irgendwie fühlt es sich unwirklich an: Heidi Hetzer ist tot. Dabei war die 81-Jährige bis zuletzt ein Energiebündel sondergleichen. Erst im April dieses Jahres war sie von der ersten Etappe einer Afrikareise zurückgekehrt und hatte schon Pläne für die Fortsetzung gemacht. Daraus wird nun nichts mehr. Dafür bleibt die Weltreisende und Rallyefahrerin allen, die sie kannten, unsterblich in Erinnerung. Ich selber hatte das Glück, sie einmal für ein Porträt zu treffen und mit ihr länger zu sprechen. Es war schon beeindruckend, wie die Berlinerin Menschen für sich einnehmen und begeistern konnte. Was soll ich sagen? Wenn Sie das Porträt lesen, werden sie es verstehen: In memoriam Heidi Hetzer.

Mit Vollgas durchs Leben: Heidi Hetzer und ihr 90 Jahre alter Hispano Suiza mit 135 PS im Juni 2012.

Tempi passati!? Wohl eher nicht

Unser jüngster Enkel ist tief in die Vergangenheit eingetaucht, die bis weit in die Zeit vor seiner Existenz reicht. Jedenfalls war er ganz erstaunt, was man alles mit so einer alten Schreibmaschine noch machen kann, die er bei uns in irgendeiner Ecke entdeckt hatte: Eine Olivetti Lettern 22, ein Modell längst vergangener Tage. Doch die analoge Welt scheint auch die Digital Natives noch zu faszinieren. Auf jeden Fall müssen wir jetzt unbedingt erst einmal ein neues Farbband besorgen. Weiß der liebe Herrgott, wo es so etwas noch gibt. Wie auch immer: Selbst bei Oma und Opa kamen ziemlich nostalgische Gefühle auf, war es doch ein ähnliches Exemplar, auf der Oma 1979 Opas Examenshausarbeit getippt hat. Soviel ich mich erinnere, war das sogar schon eine elektrische. Was soll ich sagen? Tempi passati!? Wohl eher nicht. Seit den Enthüllungen über neugierige Geheimdienste erlebt die erstmals in einem Henry Mill 1714 erteilten Patent beschriebene Maschine eine unerwartete Renaissance. Weltweit steigt die Nachfrage nach den Geräten, die eben ziemlich abhörsicher sind. Das freut den laut FAZ letzten großen Hersteller von Schreibmaschinen in der Welt, die Tokioter Nakajima All Co. Ltd. Und unseren Enkeln können wir erklären, dass wir mit dem alten Klapperkasten ganz schön modern sind und voll im Trend liegen. Von wegen Tempi passati!

Ich hasse es!

„Bei 1&1 zählt nur 1: Sie! 1 Anruf … und Sie sprechen mit einem Experten“, heißt es vollmundig auf der Webseite des Providers. Für 1&1 Hosting-Verträge wird versprochen: „Das 1&1 Service-Team ist rund um die Uhr gerne für Sie da. Vor und nach dem Kauf! Unser Ziel ist, Ihre Fragen sofort zu beantworten. Sollte ein Thema einmal etwas komplizierter sein, rufen wir Sie nach der weitergehenden Klärung umgehend zurück. Mehr Informationen dazu lesen Sie auf unserer Webseite. War diese Information für Sie hilfreich?“ Es mag ja Menschen geben, die da aus Versehen mal auf „Ja“ gedrückt haben. Wenn Sie allerdings die Erfahrungen gemacht haben, die Opa heute machte, dann muss die Antwort lauten: Nein! Nachdem ich im Laufe des Tages bereits mehrere Male versucht hatte, einen Experten ans Telefon zu bekommen und jedes Mal so nach 30 bis 40 Minuten vergeblichen Wartens aufgegeben habe, da ich die Dudelmusik nicht mehr hören konnte, wollte ich es zuletzt wissen. Aber irgendwie ist mein Geduldsfaden doch zu kurz. Nach über einer Stunde habe ich wieder genervt  aufgelegt. Was soll ich sagen? Dass der Service bei 1&1 – zumindest was Opa betrifft – noch nie besonders gut war und bis auf ganz wenige Ausnahmen ziemlich viel Luft nach oben hat, wissen aufmerksame Leser. Da, was man so hört, es bei anderen aber auch nicht (viel) besser sein soll, spare ich mir einen Provider-Wechsel. Irgendwie hasse ich es, so ausgeliefert zu sein. Ich hasse es!

Irgendwie kein Anschluss (an einen Experten) unter dieser Nummer.

SMS-Weltmeisterin 2000

Neujahrsempfänge sind eine Pflichtübung, die man jedes Jahr absolvieren muss. Face showing nennt man das, damit die anderen wissen, dass man noch lebt. Im Grunde genommen ist es so eine Art Volkszählung, wie zu Zeiten von Jesu Geburt. Wäre damals nicht Gottes Sohn geboren worden, würde heute auch kein Hahn mehr danach krähen. Also, am Freitagabend war Opa auch auf so einem Neujahrsempfang. Abgesehen davon, dass ich etliche Leute getroffen habe, die ich ewig nicht gesehen hatte, was auch wirklich nett war, könnte man den Abend unter der Rubrik verbuchen: Business as usal. Wenn da nicht eine Begegnung gewesen wäre, die mir wohl ewig in Erinnerung bleiben wird. Es handelt sich dabei um eine junge Dame, der ich bereits im letzten Jahr an selber Stelle begegnet war. Doch in diesem Jahr hatten wir etwas mehr Zeit, miteinander zu plaudern und so erfuhr ich, dass sie – und jetzt aufgepasst – SMS-Weltmeisterin des Jahres 2000 ist. Nachdem ich zwischenzeitlich beobachtet hatte, wie ihre Finger über ihr Smartphone flitzten, kann ich mir das in der Tat gut vorstellten. Was soll ich sagen? Titel gibt es, das glaubt man kaum. So frage ich mich auch bis heute, ob es die Forellenkönigin von Ottmarsbocholt wirklich gibt. Es wäre zu schön, um wahr zu sein. Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Lost in Translation

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen, ließ schon Matthias Claudius seinen Herrn Urian singen. Oma und Opa können dazu jetzt auch ein paar Strophen beitragen. Letztens waren wir nämlich in Holland bei Omas Mutter. Auf der Rückreise passierte uns dann das, was alle Reisende fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Mitten auf der Autobahn gab nämlich unser Wagen seinen Geist auf, rollte noch ein paar hundert Meter, um dann auf dem mit Schnee bedeckten Standstreifen zum Stehen zu kommen. Und es ist schon ein komisches Gefühl, wenn in nicht einmal fünf Metern Abstand die Fahrzeuge mit fast 200 Stundenkilometern an einem vorbeidonnern. Ruhig bleiben, ist da das Beste, was man machen kann. Denn unüberlegte Reaktionen können ziemlich verhängnisvoll sein. Also haben wir erst einmal durchgeatmet und sind dann ziemlich überlegt zu Werke gegangen. Nachdem wir den ADAC, in dem wir Gott sei Dank seit ewigen Zeiten Mitglied sind, informiert hatten, haben wir unsere Warnwesten angelegt, das Warndreieck aufgestellt und uns mit Decke und Frostschutzfolie ausgestattet hinter der Leitplanke in Sicherheit gebracht. Gut eine viertel Stunde später bereits war der Abschleppwagen da, der uns nach Mariental-Dorf brachte, wo es tatsächlich eine Werkstatt gab. Die vermutete dann aufgrund der Hinweise von Opa, dass die Benzinpumpe defekt sei. Damit stand fest: Lost in Translation – jedenfalls im ehemaligen Zonenrandgebiet. Dort hat sich der Inhaber des Autohauses immerhin als guter Geschäftsmann erwiesen. Denn in Mariental-Horst hat er die „Alte Wache“ der ehemaligen Kaserne als Gaststätte und Hotel erworben, in dem wir nun – zumindest auf Kosten des ADAC – übernachten konnten. Die nötige Bettschwere haben wir uns mit einigen Gläsern Primitivo hart erarbeitet. Davon allerdings kam der Kater, der uns am nächsten Morgen voll erwischte, nicht, sondern vielmehr von der Nachricht des Autohauses, das uns mitteilte: „Vor 14.00 Uhr wissen wir noch gar nichts.“ Wenn überhaupt könne es frühestens zwischen 16.00 und 17.00 Uhr weitergehen. Also hatten wir erst einmal Zeit, uns mit Land und Leuten vertraut zu machen. So dauerte es auch nicht lange, bis wir erste Hinweise auf Eigentumswohnungen erhielten, die wir für 1.700 Euro pro Quadratmeter erwerben könnten. Für einen Ort, an dem nach Aussage von Einheimischen „der Hund begraben ist“, kein schlechter Preis. Da wir aber nicht länger als unbedingt nötig bleiben wollten, sind wir nicht näher auf das Angebot eingegangen. Gegen Mittag dann heiterten das Wetter und unsere Laune wieder auf. Denn bei einem neuerlichen Anruf bei der Autowerkstatt hieß es: „Ihr Fahrzeug kommt gerade von der Probefahrt zurück. Es kann also weitergehen.“ Was soll ich sagen? Nachdem sich die Rechnung einigermaßen in Grenzen hielt und wir ansonsten wohlbehalten wieder daheim angekommen sind, können wir sagen: Nochmal mit dem Schrecken davongekommen. Der hat allerdings – mit einigen anderen Hiobsbotschaften kombiniert – so lange angehalten, dass ich erst heute wieder schreibfähig war. Aber: Ende gut, alles gut.

Dumm gelaufen: Da standen wir und steckten fest – die Ausfahrt Helmstedt in Sichtweite.

Von Mercédès inspiriert

Auch Großes fängt erst klein an. Der sechsjährige Enkel einer Bekannten von Oma jedenfalls hat schon Pläne, die in die beschriebene Kategorie passen könnten. So hat er jetzt seiner Großmutter eröffnet, dass er später einmal ein Auto konstruieren und bauen will, das den Namen seiner kleinen Schwester Lotti tragen soll. Vorbild für seine Idee war für ihn die Marke Mercedes, bei der sich der Geschäftsmann Emil Jellinek seinerzeit vom Vornamen seiner Tochter Mercédès inspirieren ließ. Was soll ich sagen? Deren Stern leuchtete noch heute. Mal sehen, welche Strahlkraft Lotti entfalten wird.

Classic Day: Besuch lohnt sich

Oma und Opa dürften wohl zu den älteren Modellen gezählt haben, die heute auf dem Kurfürstendamm in Berlin zu sehen waren. Dort finden gerade die Classic Days Berlin 2017 statt, während der zwischen Olivaer Platz und Joachimsthaler Straße bis morgen Abend noch rund 2.000 Oldtimer zu sehen sind. Unser Enkel war mit seiner Mutter mit von der Partie, kam aber nicht so zum Zuge, wie er sich das erhofft hatte. Der kleine Mann wollte unbedingt einen Lamborghini sehen und im Idealfall einmal hinterm Steuer sitzen. Doch daraus wurde leider nichts – mangels Lamborghini. Dennoch gab es viele schöne Autos zu sehen. Opa war besonders angetan vom einem BMW 507, der zwischen 1956 und 1959 in einer Stückzahl von 252 gebaut wurde. Vor lauter Begeisterung habe ich vergessen, den immerhin noch zugelassenen Wagen zu fotografieren. Was soll ich sagen? Wenn Sie morgen nichts Besseres vorhaben und in der Nähe des Kurfürstendammes in Berlin sind, lohnt sich ein Besuch ganz sicher. Ansonsten: Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Auch wenn er keinen Lamborghini zu Gesicht bekam, war unser Enkel doch beeindruckt. 

Der Knoten, der nicht aufgeht

Sie sind in der Tat ein Ärgernis: Schnürsenkel, die immer aufgehen. Nun haben sich Wissenschaftler des Problems angenommen und wollen herausgefunden haben: Es gibt Schleifen, deren Knoten besser halten. Jedenfalls haben Christopher Daily-Diamond und seine Mitarbeiter von der University of California in Berkeley dies in den Proceedings A der britischen Royal Society so veröffentlicht. Allerdings geben sie auch zu Protokoll: Das Problem sei alles andere als abschließend erforscht, viele Fragen zu den mechanischen Grundlagen noch offen. Was soll ich sagen? Vielleicht hätten die Forscher vor ihrer Veröffentlichung Opa fragen sollen. Der kennt nämlich einen Knoten, der definitiv nicht aufgeht, den man aber ganz einfach aufziehen kann. Wenn ich ihn unseren beiden Enkeln beigebracht habe, werden die sich jedenfalls freuen. Allerdings haben auch diese Schleifen ihren Haken. Wenn man nämlich nicht aufpasst und sich ein loses Ende in einer der Schleifen verhäddert hat, kann es einem passieren, dass man beim Aufziehen des Knoten ihn so fest zuzieht, dass er kaum noch aufgeht. Wie der Knoten geht? Sehen Sie selbst:

PS: Den Knoten habe ich von meiner Tante Greten gelernt. Deshalb heißt er bei uns auch Tante-Greten-Knoten.

Auf Otto Lilienthals Spuren

Es kann kein Zufall sein: Unsere Töchter sind hier in Berlin auf das Lilienthal-Gymnasium gegangen. Was für ein Name: Lilienthal, Otto Lilienthal! In Wikipedia heißt es zu ihm u.a.: “Er war wohl der erste Mensch, der erfolgreich und wiederholbar Gleitflüge mit einem Flugzeug (Gleitflugzeug) absolvierte und dem Flugprinzip „schwerer als Luft“ damit zum Durchbruch verhalf.” Insofern verwundert es mich nicht, dass unser jüngster Enkel jetzt auf Lilienthals Spuren wandelt und uns seine erste Konstruktion für ein Fluggerät vorgestellt hat. Und die ist beeindruckend, nicht zuletzt weil sie bereits schon auch ausgesprochen futuristisch wirkt. Dass sich unser ältester Enkel derzeit schon mit dem Modell eines Space Shuttles und dessen Startrampe beschäftigt, ist vermutlich altersbedingt und insofern auch nicht überraschend. Was soll ich sagen? Oma und Opa sind gespannt, was daraus noch werden wird. Wahrscheinlich muss die Geschichte der Luftfahrt bald neu (fort)geschrieben werden.

Die Konstruktion eines Fluggerätes von unserem jüngsten Enkel: Beeindruckend!

Wieder ziemliche Probleme

Es ist mal wieder soweit: Mein Provider 1&1 hat wieder ziemliche Probleme, was dazu führt, dass man – bis auf die Startseite – keine Seiten mehr bei Opas Blog aufrufen kann. Als ich gestern den Platinservice angerufen und das Problem beschrieben habe, hieß es am Ende nur lapidar: “Das Problem ist bekannt.” Ach so, dann ist ja alles gut. Statt das den Kunden schon mal vorab mitzuteilen, wird man in die Warteschlange geschickt und wieder vertröstet. Denn bis jetzt ist das Problem nicht gelöst, was für den Kunden viel interessanter wäre. Was soll ich sagen? Wenn es das erste Mal wäre, würde ich ja nichts sagen. Aber das Kommunikationsverhalten von 1&1 hat System. Davon war auch Opas Blog schon betroffen und hat darüber berichtet. Wenn die anderen Seiten irgendwann wieder erreichbar sind, werde ich auf die entsprechenden Stellen verlinken.

PS: 24 Stunden hat es gedauert. Dann ging die Seite wieder. Immerhin, aber eine Information gab’s nicht. Und was den oben angekündigten Link betrifft: Here we are.

Obwohl Opas Blog nicht mehr richtig erreicht werden kann, ist der 1und1-Check recht gut ausgefallen. Für den Provider ist die Schnelligkeit dabei das größte Problem. Ach so!