Trick 17

„Trick 17“, so heißt es bei Wikipedia, „wird im Sprachgebrauch als Beschreibung eines Lösungsweges bei Problemen verwendet. Einerseits werden damit Lösungswege bezeichnet, die originell oder ungewöhnlich sind. Eine solche Lösung kann jedoch nur bei Erfolg Trick 17 genannt werden, da ein Trick 17 immer und sofort auf Anhieb funktionieren muss. Andererseits werden mit Trick 17 aber auch solche Lösungswege bezeichnet, die offensichtlich sind und auf der Hand liegen. Die ironische Wendung „Trick 17 mit Selbstüberlistung“ bezeichnet jedoch als spöttischer Kommentar einen (meist vermeintlich raffinierten) Lösungsansatz, der auf mehr oder minder komische Weise scheitert.“ Mit letzterer Definition haben die Bücher aus der Buchreihe „Trick 17“ der frechverlag GmbH, die mittlerweile auf elf Bücher angewachsen ist, nichts zum tun. In zwei davon habe ich mal reingeschaut und muss feststellen: Nicht schlecht, Herr Specht! Ob die 365 Alltagstipps oder die 22 Lifhacks und Rezepte in Sachen Küche haben mich echt beeindruckt. Zwei Beispiele, erstens: Als Ersatz für Geschenkpapier wird aus altem Zeitungspapier eine Tüte gebastelt, in die dann das Geschenk hineinkommt – was ich als alter Zeitungsmann natürlich sofort ausprobiert und für meinen jüngsten Enkel, der gerade da war, eine solche Tüte gemacht habe. Und zweitens: Für einen Hamburger mit Ei formt man einen Ring aus Hackfleisch, brät ihn von einer Seite an, wendet ihn, gibt in die Öffnung ein Ei und brät das Ganze solange, bis Hamburger und Ei gar sind. Als begeisterter Hobbykoch habe ich auch das sofort ausprobiert, mit Rinderhack und Wachtelei. Unser Jüngster war begeistert und hat mir für die Hamburger, von denen der zweite mit einem Champignon in der Mitte gefüllt war, neun von zehn Punkten gegeben. Was soll ich sagen? Die Punkte geben ich gerne an Trick 17 weiter.

Trick 17 – 365 geniale Alltagstipps                                                                        frechverlag GmbH, Stuttgart, 11. Auflage 2017, 400 Seiten, 17,00 Euro, ISBN: 978-3-7724-7514-6

Trick 17 – Küche                                                                                                  frechverlag GmbH, Stuttgart, 5. Auflage 2017, 320 Seiten, 17,00 Euro, ISBN: 978-3-7724-7468-2

Unnützes Wissen

Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von schönen Tagen. Egal, von wem die Erkenntnis stammt – zugeschrieben wird sie u.a. Goethe, Luther und Tucholsky -, spätestens das bevorstehende Weihnachtsfest und der sich anschließende Jahreswechsel werden sie wieder bestätigen und viele Familien vor große Herausforderungen stellen. Doch es besteht noch Hoffnung. Denn in jeder Familie gibt es Redensarten, die dazu geeignet sind, jede Eskalation im Keim zu ersticken. Bei Oma und Opa hat sich die Frage bewährt: „Habt Ihr schon einen Weihnachtsbaum?“ Vor allem, wenn dessen Kerzen das Wohnzimmer erleuchten, bringt besagte Frage alle aus dem Konzept. Wer so einen Satz nun nicht kennt, wird in „Unnützes Wissen Deutschland“ aus dem Dudenverlag fündig, das 888 „spannende, aufschlussreiche, kuriose, absurde, verrückte“ Dinge auflistet, die es „zwischen deutschem Himmel und deutscher Erde“ gibt. Jahreszeitbedingt dürften die Nummern 246 und 377 gut angekommen, die da lauten: „Eine durchschnittliche Nordmanntanne in deutschen Wohnzimmern ist 1,64 Meter groß.“ und „Für 50 Prozent der Deutschen sind Gutscheine oder Geld die liebsten Weihnachtsgeschenke.“ Interessant und diskutabel ist auch Nummer 308: „Der Alkoholkonsum der Deutschen steigt im Dezember um durchschnittlich 36 Prozent.“ Um Platz- und Zeitprobleme geht es bei den Nummern 509 und 844: „Der Schuhschrank der deutschen Durchschnittsfrau enthält 13 Paar Schuhe.“ und „Durchschnittlich 35 Stunden verbrachten deutsche Autofahrer 2013 im Stau.“ Wer mit hellseherischen Fähigkeiten trumpfen will, kann das mit den Nummern 606 und 828 tun: „Die Trefferquote von Wahrsagungen liegt einer deutschen Studie zufolge bei vier Prozent.“ und „Der Buchstabe Q kommt in deutschen Texten mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,02 Prozent vor.“ Wem das alles nicht zusagt, kann ja auf Nummer 839 zurückgreifen: „Die Angst vor langen Wörtern heißt Hippopotomonstrosesquippedaliophobie.“ Was soll ich sagen? Wenn Sie keine Diskussion abwürgen, sondern eine erst so richtig anfachen wollen, dann sollten Sie zu Nummer 799 greifen, die dem über 80 Jahre alten Klassiker „Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn“ grundsätzlich widerspricht – von wegen „Ich legte jeden Tag ein Ei. Und sonntags auch mal zwei“: „Eine deutsche Hochleistungshenne legt etwa 300 Eier im Jahr.“

Duden – Unnützes Wissen Deutschland                                                           Dudenverlag, Berlin, 2015, 128 Seiten, 8,99 Euro, ISBN: 978-3-411-74835-8

PS: Das Büchlein gibt es leider nur noch vereinzelt im Onlinehandel.

Die Frage aller Fragen

In der Vorweihnachtszeit ist die Frage sozusagen der Klassiker, mit dem sich Eltern und Großeltern alljährlich konfrontiert sehen. „Gibt es den Weihnachtsmann bzw. das Christkind?“, lautet die Fragen aller Fragen. Wer da nicht regelmäßiger Leser von Opas Blog an Heiligabend ist, hat da natürlich ein Problem. Aber es kann in diesem Zusammenhang auch noch Fragen geben, die ganz speziell, weil mit konkreten Erlebnissen unterfüttert sind. So wurde unser jüngster Enkel bei Oma vorstellig und berichtete von einem Gespräch mit einem Schulkameraden. Denn der hatte, man mag es kaum glauben, alle seine Wunschlisten im Bücherschrank seiner Eltern gefunden. Das untergräbt natürlich die Autorität des Weihnachtsmannes/Christkindes beachtlich. Oma rettete sich gerade so mit dem Hinweis, dass das ja nicht gegen die grundsätzliche Idee des Weihnachtsmannes/Christkindes spreche. Schwieriger war es da schon letztes Jahr, als unser ältester Enkel doch erhebliche Zweifel am Gerechtigkeitssinn des Weihnachtsmannes äußerte, und zwar vor dem Hintergrund, dass ein Kind mal mehr, ein anderes mal weniger bekomme – und in Afrika vielleicht gar nichts, wie er verständnislos mit der Bemerkung hinzufügte: „Wie ungerecht ist das denn?“ Was soll ich sagen? Ich will jetzt dem Beitrag für diesen Heiligabend nicht vorgreifen. Aber auf die Kernaussage will ich dann doch heute schon mal hinweisen: „Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen dafür, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können.“ 

Wieder ein Peperoni-Care-Paket

In Sachen Quitten und Peperoni ist sozusagen alles beim Alten. Während bei den scharfen Sachen wieder totale Flaute geherrscht hat, sind die gelben Monsterfrüchte wieder in Hülle und Fülle an unserem Bäumchen gewachsen. Ich hatte schon Angst um die Zweige, die doch beachtlich durchhingen, aber immerhin durchgehalten haben. Damit wir gewürztechnisch in diesem Winter auch durchhalten können, hat uns Menzeline wieder einmal unter die Arme gegriffen und mit einem Peperoni-Care-Paket versorgt. Was soll ich sagen? Irgendwie hat es schon Tradition, dass den Berlinern geholfen wird. Auf gute Freunde ist halt immer Verlass.

Vom Care-Paket in die Gewürzmühle: Peperoni von Menzeline.

Keine leidenschaftliche Bäckerin

Eigentlich gehört Zucker zu Plätzchen wie die Luft zum Atmen. Oma allerdings hat jetzt versucht, sozusagen einen Tomatensalat ohne Tomaten bzw. einen Kartoffelsalat ohne Kartoffeln zu machen. Jedenfalls wunderte sie sich, dass ihr Teig überhaupt nicht süß schmeckte. Als sie da ihr Missgeschick bemerkte, war es fast schon zu spät, aber eben nur fast. Der Zucker wurde noch irgendwie in den Teig gemogelt und die Plätzchen erneut ausgestochen und dann gebacken. Was soll ich sagen? Man merkt halt doch, dass Oma keine leidenschaftliche Bäckerin ist. Schmecken tun die Plätzchen aber trotzdem – wenn auch nicht so süß wie die, die man sonst so zum Naschen bekommt. Aber was soll’s.   Wie sagt doch ein chinesisches Sprichwort: Misserfolg ist die Mutter des Erfolgs.

 Nicht besonders, aber trotzdem lecker.

Zum Fall Knabe

Heute muss es mal wieder politisch werden, obwohl ich mich eigentlich zum Fall Knabe überhaupt nicht äußern wollte. Für all diejenige, die nicht sofort im Bilde sind: Hubertus Knabe war Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der nach einem ziemlich verworrenem Vorspiel am vergangenen Sonntag vom Stiftungsrat mit sofortiger Wirkung abberufen worden war. Hintergrund des juristischen und politischen Hickhacks sind Vorwürfe sexueller Belästigung in der Gedenkstätte, denen Knabe nicht hinreichend genug nachgegangen sein soll. Soweit die Kurzfassung. Wer mehr wissen will, wird im Internet schnell fündig. Nun kann und will ich kein Urteil in dieser Angelegenheit fällen. Dazu fehlen mir einfach ausreichend Informationen. Bemerkenswert aber ist ganz sicherlich, wie sich zuletzt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Arnold Vaatz, dazu eingelassen hat. Auf sechs Seiten nimmt er eindeutig Stellung zu Gunsten Knabes und gleichzeitig Berlins Kultursenator Klaus Lederer von der Links-Partei gleichermaßen aufs Korn wie seine CDU-Parteifreunde, Kulturstaatsministerin Monika Grütters und den Vizepräsidenten des brandenburgischen Landtages, Dieter Dombrowski. Was soll ich sagen? Ich weiß zwar nicht, wie die ganze Sache am Ende juristisch ausgeht. Politisch indes, das ist heute schon so sicher wie das Amen in der Kirche, kommt keiner der Beteiligten ohne Blessuren davon. Die Frage ist nur noch, wer zu guter Letzt noch im Amt ist und wer nicht. Wetten würde ich da auf niemanden mehr.

PS: Arnold Vaatz hat am Tag darauf noch einmal nachgelegt und in einem offenen Brief an Dieter Dombrowski weitere schwere Vorwürfe gegen seinen Parteikollegen erhoben.

Vorweihnachtlicher Glanz

Während man in Berlin Unter den Linden noch nicht weiß, ob es in diesem Jahr überhaupt eine Weihnachtsbeleuchtung gibt, verwandelt sich ab morgen zumindest der Kurfürstendamm in ein weihnachtliches Lichtermeer – wenn auch vorerst vielleicht zum letzten Mal, da der bisherige Sponsor, der Berliner Stadtmöblierer und Außenwerber Wall AG, angekündigt hat, dass ab 2019 Schluss ist. Bei Oma und Opa sieht das gänzlich anders aus. Denn hier erstrahlt bereits seit heute Abend die Terrasse in vorweihnachtlichem Glanz – zu Weihnachten wird noch ein wenig nachgelegt. Und Oma hat bereits angekündigt, dass das auch im nächsten Jahr der Fall sein wird. Was soll ich sagen? Wohl dem, der so einen Sponsor hat … Unsere (Kinder und) Enkel werden sich freuen.

Die Terrasse bei Oma und Opa erstrahlt bereits in vorweihnachtlichem Glanz.

Ein Lächeln schenken

Der Verein Schenk doch mal ein Lächeln e.V. macht’s möglich: Seit mehreren Jahren besteht die Möglichkeit, einer Vielzahl von Kindern zu Weihnachten ein Lächeln zu schenken, indem Geschenkpaten ihnen einen Wunsch erfüllen. Die Zusammenarbeit erfolgt mit verschiedenen Berliner Rathäusern und sozialen Einrichtungen, wie Kindertagesstätten, der Deutschen Krebsgesellschaft und einem Kinderhospiz. Von den Bezirken sind in diesem Jahr mit von der Partie: Treptow-Köpenick, Steglitz-Zehlendorf, Neukölln, Spandau, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg, Mitte und Pankow. Kinder basteln oder malen ihre Wünsche auf Wunschsterne. Mit diesen wird dann der Weihnachtsbaum geschmückt und die Geschenkepaten können sich anonym einen Geschenkewunsch vom Baum pflücken. Bis zu einem festen Termin können die Geschenke im jeweiligen Rathaus abgegeben werden. Gemeinsam werden die Geschenke dann verpackt und den Eltern der Kinder überreicht. Die Wünsche dürfen maximal 25 Euro kosten. So sollen auch Kinder aus sozial schwachen Familien ein Geschenk zu Weihnachten bekommen. Neben den Wunschpaten wird die Aktion von Firmen unterstützt. Amazon fördert mit einer Spende und tatkräftiger Unterstützung beim Verpacken, MyToys übernimmt eine große Anzahl von Patenschaften und das Bauhaus am Nahmitzer Damm spendet seit Jahren die Weihnachtsbäume. Was soll ich sagen? Es bewahrheitet sich doch immer wieder, was der deutsche Kinderbuchautor Erich Kästner 1950 in dem Epigramm mit der Überschrift „Moral“ auf den Punkt gebracht hat: Es gibt nicht Gutes – außer: Man tut es.

Farbenmeer auf dem Kopf

Irgendwie ist in diesem Jahr Halloween an unserem jüngsten Enkel ziemlich spurlos vorbei gegangen, obwohl wir eine Woche zuvor mit ihm noch in der österreichischen Hauptstadt waren und er sozusagen persönlich sagen konnte: “Hallo Wien!” Aber Spaß beiseite, am 31. Oktober war er noch mit seinem Vater unterwegs und zwar dort, wo Halloween nicht unbedingt ganz oben auf der Prioritätenliste steht. Und unser Enkel wäre nicht unser Enkel, wenn er Verpasstes nicht irgendwie noch nachholen würde. So überredete er denn auch seine Mutter, ihm ein paar geeignete Farben zu besorgen, mit denen sein Haarschopf in ein Farbenmeer verwandelt werden konnte. Was soll ich sagen? Der Kleine war wenigstens so clever, auswaschbare Farbe zu verwenden. Oder war es seine Mutter? Denn die hatte in jungen Jahren auch mal die Idee gehabt, ihre Haare farblich anders zu gestalten – und zwar in Blau, was bei ihrer blonden Mähne allerdings ziemlich grün daherkam und auch noch auswachsen musste. Opa war begeistert …

Ziemlich bunt: Der Haarschopf unseres jüngsten Enkels – Gott sei dank auswaschbar.

Großeltern-Enkel-Kochkurs 

Das war ein Spaß: Oma und ich haben – außerhalb einer Schule – unseren ersten Kochkurs gegeben und wurden dabei von unserem jüngsten Enkel unterstützt. Großeltern-Enkel-Kochkurs nannte sich das Ganze. 16 Teilnehmer hatten sich angemeldet und waren allem Anschein nach begeistert. Nun hatte ich mir auch dazu einiges einfallen lassen, das zwar bodenständig, aber eben doch mit Pfiff und vor allem kindgerecht war. Als Gruß aus der Küche gab es einen Fliegenpilz, der aus Wachtelei und Tomate bestand, mit selbst gemachter Mayonnaise auf einem Toast-Gurken-Taler angerichtet und mit schwarzem Knoblauch und Kresse dekoriert wurde. Bei der Vorspeise konnten die Teilnehmer wählen zwischen einem Pfannkuchen, der entweder mit einer Speck-Pilz-Kräuter-Mischung oder karamellisiertem Herbstgemüse gefüllt war. Als Hauptspeise kamen dann jeweils zwei Fleischpflanzerl-Schiffchen auf einer Kartoffelstampf-Welle daher, bevor es als krönenden Abschluss einen Schokoladenkuchen gab, der immer in der Form kleben bleibt und deshalb auch in selbiger serviert wird. Was soll ich sagen? Es ist toll, dass wir mit Biolüske  bei dem der Kochkurs standgefunden hat, einen Kooperationspartner gefunden haben, der dieselbe Philosophie wie KINDER | KOCHEN verfolgt und den Verein zudem tatkräftig unterstützt. Denn nur mit Liebe und Respekt zu den Lebensmitteln gelingt es, den Menschen die Vorzüge frischer Produkte näher zu bringen und sie fürs Kochen zu begeistern. Insofern versteht es sich von selbst, dass wir kein Honorar haben wollten. Die schönste Belohnung waren vielmehr die zufriedenen Teilnehmer, die nun die besten Botschafter für Tischkultur und einen respekt- wie verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln sowie eine ausgewogene Ernährung und damit eben für KINDER | KOCHEN sind.