Besonders gut “in time”

Oma und Opa sind dieses Jahr irgendwie besonders gut “in time”. Bereits am Freitag hatten wir alles für die Fest- und Feiertage eingekauft, so dass wir erst nach Weihnachten wieder aus dem Haus müssten. Auch der Weihnachtsbaum steht bereits und ist geschmückt. Gerade macht Oma noch ein paar Saucen für Heiligabend. Wenn sie fertig ist, übernehme ich und bereite den Wildschweinrücken zu, den wir uns für den Heiligabend vor Heiligabend gegönnt haben. Was soll ich sagen? Während andere nach dem Motto von Karl Valentin verfahren und hoffen, “wenn die stille Zeit vorbei ist, dann wird es auch wieder ruhiger”, halten wir uns an den Gebrauchsphilosphen und Kommerz-Poeten Klaus Klages alias Peter Silie, der da meint: “Halb so schlimm ist fast schon doppelt so gut.”

Auch der Weihnachtsbaum steht schon und ist geschmückt.

Die Frage aller Fragen

In der Vorweihnachtszeit ist die Frage sozusagen der Klassiker, mit dem sich Eltern und Großeltern alljährlich konfrontiert sehen. „Gibt es den Weihnachtsmann bzw. das Christkind?“, lautet die Fragen aller Fragen. Wer da nicht regelmäßiger Leser von Opas Blog an Heiligabend ist, hat da natürlich ein Problem. Aber es kann in diesem Zusammenhang auch noch Fragen geben, die ganz speziell, weil mit konkreten Erlebnissen unterfüttert sind. So wurde unser jüngster Enkel bei Oma vorstellig und berichtete von einem Gespräch mit einem Schulkameraden. Denn der hatte, man mag es kaum glauben, alle seine Wunschlisten im Bücherschrank seiner Eltern gefunden. Das untergräbt natürlich die Autorität des Weihnachtsmannes/Christkindes beachtlich. Oma rettete sich gerade so mit dem Hinweis, dass das ja nicht gegen die grundsätzliche Idee des Weihnachtsmannes/Christkindes spreche. Schwieriger war es da schon letztes Jahr, als unser ältester Enkel doch erhebliche Zweifel am Gerechtigkeitssinn des Weihnachtsmannes äußerte, und zwar vor dem Hintergrund, dass ein Kind mal mehr, ein anderes mal weniger bekomme – und in Afrika vielleicht gar nichts, wie er verständnislos mit der Bemerkung hinzufügte: „Wie ungerecht ist das denn?“ Was soll ich sagen? Ich will jetzt dem Beitrag für diesen Heiligabend nicht vorgreifen. Aber auf die Kernaussage will ich dann doch heute schon mal hinweisen: „Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen dafür, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können.“ 

Wieder ein Peperoni-Care-Paket

In Sachen Quitten und Peperoni ist sozusagen alles beim Alten. Während bei den scharfen Sachen wieder totale Flaute geherrscht hat, sind die gelben Monsterfrüchte wieder in Hülle und Fülle an unserem Bäumchen gewachsen. Ich hatte schon Angst um die Zweige, die doch beachtlich durchhingen, aber immerhin durchgehalten haben. Damit wir gewürztechnisch in diesem Winter auch durchhalten können, hat uns Menzeline wieder einmal unter die Arme gegriffen und mit einem Peperoni-Care-Paket versorgt. Was soll ich sagen? Irgendwie hat es schon Tradition, dass den Berlinern geholfen wird. Auf gute Freunde ist halt immer Verlass.

Vom Care-Paket in die Gewürzmühle: Peperoni von Menzeline.

Vorweihnachtlicher Glanz

Während man in Berlin Unter den Linden noch nicht weiß, ob es in diesem Jahr überhaupt eine Weihnachtsbeleuchtung gibt, verwandelt sich ab morgen zumindest der Kurfürstendamm in ein weihnachtliches Lichtermeer – wenn auch vorerst vielleicht zum letzten Mal, da der bisherige Sponsor, der Berliner Stadtmöblierer und Außenwerber Wall AG, angekündigt hat, dass ab 2019 Schluss ist. Bei Oma und Opa sieht das gänzlich anders aus. Denn hier erstrahlt bereits seit heute Abend die Terrasse in vorweihnachtlichem Glanz – zu Weihnachten wird noch ein wenig nachgelegt. Und Oma hat bereits angekündigt, dass das auch im nächsten Jahr der Fall sein wird. Was soll ich sagen? Wohl dem, der so einen Sponsor hat … Unsere (Kinder und) Enkel werden sich freuen.

Die Terrasse bei Oma und Opa erstrahlt bereits in vorweihnachtlichem Glanz.

Diesmal: Vatertag vor Muttertag

Wer sich heute verwundert die Augen reibt, weil Vatertag ist und die Mütter noch ein paar Tage auf ihre Blumen warten müssen, kann beruhigt sein: Alles im grünen Bereich. Denn hin und wieder kann es tatsächlich vorkommen, dass der Vatertag vor dem Muttertag liegt. Das hängt damit zusammen, dass der Vatertag mit einem christlichen Feiertag verknüpft ist und der Muttertag einen festen Termin hat. Letzterer ist immer der zweite Sonntag im Mai. Vatertag fällt dagegen konstant auf Christi Himmelfahrt, die stets 39. Tage nach Ostersonntag gefeiert wird. Da der Termin von Ostern jedoch vom Mond abhängt, ist das früheste Datum der 21. März, sofern der Sonntag einen Vollmond aufweist. Der späteste Termin ist der 20. April. Damit kann Vatertag frühestens am 30. April, spätestens am 3. Juni stattfinden. Damit liegt der Vatertag auch schon mal vor dem Muttertag, wie das zuletzt 2008 der Fall war. Insofern sind also heute die Väter dran. Was soll ich sagen? Hoffentlich sind die vernünftig und trinken nicht so viel. Stattdessen könnten sie sich ja mit ihrem Nachwuchs beschäftigen. Und der dankt es ihnen. Unser jüngster Enkel beispielsweise hat für seinen Vater ein Auto gebastelt, über das sich auch Opa freuen würde. Alles ist aus natürlichem Material – bis auf das Lenkrad, was ihn ein wenig ärgert, der Sache aber keinen Abbruch tut. Es ist und bleibt ein wahres Kunstwerk.

Gebastelt für Vatertag: Ein wahres Kunstwerk.

Illusion der Illusion

Die Frage, ob es das Christkind bzw. den Weihnachtsmann gibt, wird hier ja morgen wieder beantwortet. Dennoch soll das Thema auch schon heute eine Rolle spielen. Unser ältester Enkel hat nämlich der Beantwortung der Fragen aller Fragen eine völlig neue Dimension verliehen, indem er die Frage sozusagen weiträumig umgeht. Ganz nach dem Motto: Wenn ich die Frage nicht stelle, kann ich auch keine Antwort erhalten, die ich gar nicht hören will. Wenn man so will, erhält er sich die Illusion der Illusion. Was soll ich sagen? Wie klug können Kinder s doch ein …

Morgen, Kinder, wird’s was geben …

Die schönste Zeit des Jahres

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt … Am Sonntag ist es wieder soweit: Für Oma und Opa beginnt die schönste Zeit des Jahres. Ein erster Vorbote und untrügliches Zeichen ist unsere Minitaurbude des Nürnberger Christkindlesmarkt, die immer schon in der Woche vor dem ersten Advent aufgebaut wird. Die Bude hat noch der Großvater von Opa selbst gezimmert und wird seitdem Jahr für Jahr aufgebaut und geschmückt. Im Laufe der Zeit wurde zwar die Lichttechnik erneuert. Aber der Charme dieser Bude ist immer gleich geblieben. Jedenfalls stehen alle Kinder, die bei uns zu Besuch sind, immer mit glänzenden Augen davor und würden am liebsten damit spielen. Das können sie allerdings nur mit Opas Krippe tun, die er eigens dafür gebaut hat. Auch sie steht schon wieder am angestammten Platz. Was soll ich sagen? … erst ein, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür. Unsere Enkel würden jetzt ergänzen: Und wenn die fünfte Kerze brennt, dann hast du Weihnachten verpennt! Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Nur zum Anschauen: Die Chrsitkindlesmarkt-Bude (oben), die noch von Opas Großvater stammt. Mit Opas Krippe, die dieser eigens dafür gebaut hat, dürfen die Kinder spielen.

… bis dass der Tod Euch scheidet

Am Wochenende waren Oma und Opa zu einer Hochzeit eingeladen, zu einer kirchlichen wohlgemerkt. Das Brautpaar schwor sich ewige Treue, bis dass der Tod sie scheide, wie es in der Trauformel heißt. Ist das noch zeitgemäß, werden einige fragen, zumal die Realität ja etwas anders aussieht und jede dritte Ehe geschieden wird. Hans Jellouschek, Autor und Paartherapeut, hat auf diese Frage einmal geantwortet: “Ob zeitgemäß oder nicht: Tatsache ist jedenfalls, dass so gut wie alle Paare den Wunsch haben, dass die Liebe ein Leben lang halten möge. Wir suchen in der Paarbeziehung einen Ort, wo wir geborgen und zu Hause sind, wo wir Wurzeln schlagen können. Die Tatsache, dass wir das nicht immer finden oder es mehrmals versuchen müssen, spricht nicht dagegen. Wir suchen es trotzdem, auch wenn es nicht immer gelingt.” Bei Oma und Opa hat es mittlerweile über 40 Jahre geklappt. Im nächsten Jahr feiern wir 42. Hochzeitstag. Das ist eine Menge Holz. Viele haben uns schon gefragt: Wie habt ihr das gemacht. Wir sagen dann immer: Reden, reden, reden. Was soll ich sagen? Man muss vielleicht noch etwas anfügen. Jan Fleischhauer, Autor und Kolumnist beim “Spiegel”, hat das in einem Interview mit der “Welt” jetzt auf den Punkt gebracht: “Nörgeln ist nicht reden.” Gemeint ist damit, dass wenn Beziehungskritik zur Gewohnheit wird, man diese nicht mehr wahrnimmt. Ich glaube, das stimmt. Deshalb sollte man sich Zeit nehmen, um wirklich miteinander zu reden – auch wenn dabei die Nächte ein ums andere Mal dabei draufgehen. Es lohnt sich. Einen schönen Sonntag noch und bleiben Sie gesund …

 … bis dass der Tod Euch scheidet

Mutter aller Opa-Blogs

Morgen ist Muttertag. Wer also noch eine Aufmerksamkeit für seine Mama besorgen will, sollte sich sputen. Denn ungeachtet der Diskussion um diesen Tag gilt nach wie vor: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Um besagter Diskussion aber einmal eine völlig neue Richtung zu geben, verweise ich auf einen Artikel in der heutigen Ausgabe der “Welt”, in dem es um die Mutter aller “Mutter aller”-Listen geht. Was soll ich sagen? Eine “Mutter aller” fehlt dort allerdings. Denn Opas Blog ist ganz sicherlich die Mutter aller Opa-Blogs und derzeit immer noch der einzigste. In diesem Sinne wünscht Opa allen Müttern auf der Welt alles Gute zum Muttertag. Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

 Muttertag 2017: Allen Müttern alles Gute.

Lang lebe Willem Alexander …

Heute war wieder einmal Feiertag – kein deutscher, aber ein niederländischer. Denn der 27. April ist der Geburtstag des Königs. Wir Deutschen haben zwar keinen mehr, aber Oma, unsere Kinder und Enkelkinder: Willem Alexander ist 50 Jahre alt geworden. Da waren Oma und Opa natürlich bei der Geburtstagsfeier der Holländer hier in Berlin. Und Opa ging fast als Double durch. Eine von Omas Schwestern hat den König sogar live erlebt, und zwar in Tilburg, wo der seinen Geburtstag mit seinen Untertanen gefeiert hat. Was soll ich sagen? Man braucht zwar nicht unbedingt einen König, aber wie sagen wir Bayern: Schön wär’s schon. Die Niederländer jedenfalls lieben ihren König und ihre Königin – mit allen ihren Fehlern. Lang lebe Willem Alexander …

                                                      Der König in Tilburg (oben) und sein “Double” in Berlin (unten).