Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Rotwein.

Ein Gläschen in Ehren, kann niemand verwehren. Wer kennt diesen Spruch nicht und beruft sich gerne auf ihn, vor allem wenn es um ein Gläschen Rotwein geht. Und nachdem französische Wissenschaftler Ende der siebziger Jahre auch noch festgestellt haben, dass ihre Landsleute, obwohl sie sich fett- und kalorienreich ernähren und zudem gerne zur Zigarette greifen, länger leben als Bewohner anderer Industrienationen, und dafür unter anderem das tägliche Glas Rotwein verantwortlich sein soll, waren die Weinfreunde weltweit aus dem Häuschen und prosteten sich kräftig zu. Der Europäische Gerichtshof betätigte sich dann allerdings letztes Jahr als ziemliche Spaßbremse, kippte Essig in den Wein und untersagte pfälzischen Winzern, ihren Wein als “bekömmlich” anzupreisen. Untersuchungen, ob Wein nun eine gesundheitsfördernde Wirkung hat, gibt es mittlerweile viele. Und alle kommen irgendwie zu dem Ergebnis: Kann sein, muss es aber nicht. Was man aber sicher weiß, ist, dass zuviel Wein schadet und die Leber angreift. Was soll ich sagen? Ich kann mich nur wiederholen: Ein Gläschen in Ehren, kann niemand verwehren.

Rotwein             Ein Gläschen in Ehren, kann niemand verwehren.

Die Gewinner haben es verdient

Die Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs Die schönen Seiten des Internets war eine informative und kurzweilige Angelegenheit. Auch für Opas Blog, der zu den Nominierten zählte und am Ende als Trostpreis einen Technikgutschein in Höhe von immerhin noch 300 Euro bekam, waren viele wertvolle Anregungen dabei. Und die Gewinner, das will ich an dieser Stelle ausdrücklich betonen, haben ihre Preise mehr als verdient. In der Kategorie 1 wurden jeweils zwei erste und zwei zweite Preise vergeben, in der Kategorie 2 drei gleichwertige. Im Einzelnen waren dies:

Gewinnerinnen der Kategorie 1 (Einsteiger und versierte Internetnutzer):

1. Preis Marlit Pfefferle, Freiburg
Aus der Idee, für die Kinder und Enkelkinder Rezepte für Plätzchen online zu stellen, ist im Ergebnis das eBook Eine Prise Advent aus Omas Küche geworden, das sogar bei Amazon angeboten wird. Die Jury ist beeindruckt von der Gestaltung und Umsetzung sowie dem mitreißenden Erfahrungsbericht.

1. Preis Marianne Bednorz, Kassel
Die Website Erinnerungen im Netz ist voller persönlicher Geschichten in Fotos, Filmen, Texten und Interviews. Die beispielhafte Verbindung zwischen Offline- und Online-Welt ist eine wegweisende Nutzung digitaler Medien, um Heimatgeschichte gemeinsam gestaltbar zu machen.

2. Preis Antonie Dell, Siegen
Der Senec@fe Treffpunkt Neue Medien vermittelt nützliche Tipps zum Umgang mit PC, Smartphone und Tablet. Der Blog ist sehr gut verständlich und wirkt motivierend, er verbindet die schönen Seiten des Internets mit hilfreichen Tipps für Senioren.

2. Preis Barbara Leisner, Lutzhorn (bei Hamburg)
Beim Kunstsurfen tauscht sich Barbara Leisner mit Kunstinteressierten per Videochat zu Kunstwerken aus und vermittelt Kenntnisse zu Epochen, Genres und Stilen. Zudem gibt sie in einem Kunstblog nebenbei auch Tipps zum Umgang mit dem Internet.

Gewinnerinnen und Gewinner der Kategorie 2 (Multiplikatoren):

Gisela Rößler, Leipzig
Das Kurskonzept von Gisela Rößler beschreibt sehr erfahrungsreich die Arbeit mit ihrer AG „Senioren gemeinsam sicher ins Internet“. Die Kursgruppen richten sich auch an Hörgeschädigte. So wirkt sich die Beschäftigung mit dem Computer positiv auf die soziale Teilhabe aus. Beeindruckend ist die Begeisterung für Bildbearbeitung, Mailen und Surfen, die hier vermittelt wird.

Robert Roseeu, Gröbenzell/München
Mit seinem USB-Stick hat Robert Roseeu eine innovative und nutzerfreundliche Möglichkeit für ein Selbstlernprogramm für PC und Internet geschaffen. Die Jury ist begeistert von dieser Idee, aber auch von dem langjährigen und intensiven Bemühen als Computertrainer für Ältere.

Helga Schwab, Rheinzabern (bei Karlsruhe)
Helga Schwab zeigt in ihrem hilfreichen Blog ganz konkrete Anwendungen im Internet und erklärt, wie dies alles funktioniert. Sie bietet Online-Stammtische an, darunter auch einen Radio-Stammtisch, der über Skype stattfindet.

Was soll ich sagen? Allen Gewinnern gratuliert Opa von ganzem Herzen. Wenn ich in der Jury gesessen hätte, hätte ich auch so entschieden.

GruppenfotoWettbewerbAlle Preisträger und Nominierte des Wettbewerbs. Opa ist der Dritte von rechts.

Daumen drücken!

Opa ist schon ganz aufgeregt. Nachher ist nämlich die Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs Die schönen Seiten des Internets. Für einen Preis ist Opas Blog, wie treue Leser ja wissen, in die engere Auswahl gekommen. Wer und wie viele darüber hinaus nominiert wurden, ist nicht bekannt. Insgesamt haben aber über 90 Einzelpersonen und Gruppen teilgenommen und Erfahrungsberichte, Internetseiten, Filme, Präsentationen und Podcasts eingereicht. Es dürfte also spannend werden. Teilnehmen durften ausschließlich “Silver Surfer”, nach der Definition der Veranstalter Seniorinnen und Senioren über 60 Jahre. Getragen wird der Wettbewerb von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), Deutschland sicher im Netz (DsiN), der Stiftung Digitale Chancen sowie Google Deutschland und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministeriums. Was soll ich sagen? Jetzt heißt es Daumen drücken.

Update: Für Opas Blog ist “nur” ein Trostpreis rausgesprungen, über den sich Opa aber freut wie ein Schneekönig. Wenn ich in der Jury gesessen hätte, hätte ich auch so entschieden. Morgen gibt es einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung und alle Preisträger.

Schnulleraffe statt Schnullerfee?

Die Schnullerfee hat jetzt Konkurrenz bekommen. Eine Bekannte von uns war jüngst mit ihrer Tochter bei ihrer Schwester in Stuttgart. Bei einem Besuch des dortigen Zoos, der Wilhelma, mahnte sie noch ihre kleine Tochter, auf ihren Schnuller achtzugeben und ihn nicht zu verlieren. Bei den Affen wiederholte sie diesen Hinweis und meinte explizit: “Pass auf, dass er nicht ins Gehege fällt.” Dass muss die Kleine irgendwie missverstanden haben, nahm ihren Schnuller aus dem Mund und warf ihn in die Affenbehausung. Als sich der nächstbeste Affe den Schnuller schnappte und sogleich in den Mund steckte, staunten sie und ihre Mutter nicht schlecht. Nur hatte Letztere jetzt ein Problem: Ihr fehlte nämlich ein Ersatzschnuller. Als dann hiernach das erste Mal der Ruf nach dem beruhigenden Nuckelteil ertönte, fiel ihr nichts Besseres ein, als ihre Tochter darauf hinzuweisen, dass das Objekt der Begierde nunmehr bei dem Affen sei. Und zu ihrem Erstaunen wurde das sogar akzeptiert. Seitdem reicht, wenn die Kleine wieder nach dem Schnuller verlangt, der Hinweis, dass sie den doch dem Affen geschenkt habe. Was soll ich sagen? Wenn das Schule machen sollte, wird bald nicht mehr von der Schnullerfee die Rede sein, sondern vom Schnulleraffen. Hört sich aber irgendwie komisch an – oder?

Kuchen-Lokomotive

Unser jüngster Enkel hat jetzt den Kindergarten gewechselt. So sehr er sich auf den neuen gefreut hat, so traurig war er aber auch, von vielen bekannten Gesichtern Abschied zu nehmen. Wobei es ja schon erstaunlich ist, wie gut die Kleinen solche Veränderungen wegstecken. Um jedoch ganz sicher zu gehen, dass der Abschiedsschmerz nicht zu groß wird, hatte seine Mutter dem kleinen Mann versprochen, etwas Ausgefallenes zu backen. Dabei durfte er sogar mit auswählen. Als richtiger Junge hat er sich natürlich für eine Kuchen-Lokomotive entschieden. Was soll ich sagen? Da hätte Opa nicht schlecht gestaunt und erst einmal gedacht: Wie soll ich das bloß hinkriegen? Unsere jüngste Tochter allerdings hat nicht lange gefackelt und losgelegt. Das Ergebnis: Einfach überwältigend und unten zu begutachten. Da war der Sohnemann stolz und beeindruckt. Und nicht nur er  …

KuchenlokEinfach überwältigend: Die Kuchen-Lokomotive, gebacken von unserer jüngsten Tochter.

Beachtlicher Einfallsreichtum

Dass Oma gut zeichnen und malen kann, wissen die Leser von Opas Blog. Kostenproben ihres Könnens hat es schon einige gegeben. Und auch darüber, dass unsere Enkel ganz offensichtlich von Omas Kreativität eine ganze Menge mitbekommen haben und künstlerisch begabt sind, habe ich bereits berichtet. Unser ältester hat jetzt aber nicht nur künstlerisches Talent bewiesen, sondern auch beachtlichen Einfallsreichtum. So hat er Sankt Martin zu Papier gebracht, in zwei Versionen, jeweils gut erkennbar der Bettler und das Schwert, mit dem er seinen Mantel teilt. So weit, so gut. Da er aber noch gewisse Probleme hat, das dazu gehörende Pferd des heiligen Mannes ebenfalls abzubilden, schob er eines der Bilder seinem Vater hin mit der Bitte, es doch in diesem Sinne zu vervollständigen. Was soll ich sagen? Man muss nicht alles wissen oder können, aber jemanden kennen, der es tut.

Bilder Ältester        Sankt Martin, ohne und mit Pferd. Ganz schön clever, der kleinen Mann.

Zwei echte Luxus-Kinder

Also, unsere beiden Enkelsöhne sind mehr als pflegeleicht. Beide haben letzte Nacht nicht zu Hause, sondern bei ihren Großeltern verbracht. Wir hatten unseren jüngsten, der älteste war bei den anderen Großeltern. Als ihre Eltern sie beim jeweiligen Nachtquartier abgeliefert hatten, wurden sie kurzerhand, wie die Kurzen das nennen, rausgeschmissen. Während andere Kinder ein furchtbares Theater veranstalten und den Abschied als Drama inszenieren, sind unsere bester Laune und haben Spaß mit ihren Großeltern. Die genießen das natürlich und freuen sich über so viel Zuneigung und Vertrauen. Was soll ich sagen? Dass unser Jüngster ein echtes Luxus-Kind ist, hatte ich ja schon einmal berichtet. Das muss nun endlich ergänzt werden: Wir haben zwei echte Luxus-Kinder!

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Kohl:

November, auch wenn er fast schon wieder vorbei ist, ist Kohl-Monat. Vor allem die Liebhaber von Grünkohl kommen auf ihre Kosten. Aber auch diejenigen, die mit diesem Gemüse nichts anfangen können – auch das soll es ja geben -, müssen kohltechnisch nicht leer ausgehen: Die Marktstände und -regale bieten Weiß-, Rot-, Rosen-, Spitz- und Chinakohl sowie Wirsing als Alternativen. Gesund sind sie allemal, kalorien- und fettarm dazu frei von Cholesterin und sonstigen Risikostoffen, dafür aber mit viel Vitamin C, Beta-Carotin und Calcium im Gepäck. Gewürzt werden sollte Kohl immer (nicht bei Kropf und Unterfunktion der Schilddrüse) mit jodiertem Kochsalz, da er Stoffe beinhaltet, die die Aufnahme von Jod verhindern. Reichlich vorhanden sind auch Glucosinulate, die vor Krebs erregenden Substanzen schützen, sowie Ballaststoffe, die eine gesunde Darmflora fördern. Dem obligatorische Rumoren im Bauch, das die die Ballaststoffe abbauenden Bakterien verursachen, begegnet man am besten mit etwas Kümmel. Was soll ich sagen? Wohl bekomms!

Wirsing                                   Wirsing – gemalt von Oma.

In Sorge

Oma und ich haben jüngst darüber diskutiert, ob Mütter oder Väter Briefe an ihre Kinder, wie das früher gang und gäbe war, mit “In Sorge” abschließen und unterzeichnen sollten. Oma meinte, das klinge viel zu bedrohlich. Auf meinen Einwand hin, dass Eltern aber doch immer und ständig in Sorge um ihre Kinder seien, fragte mich Oma: “Was meinst du denn genau mit ‘in Sorge’?” “Na ja”, antwortete ich, “in Sorge heißt: Ich denke an dich und hoffe, dass es dir gut geht.” “Dann schreib das doch”, konterte Oma, woraufhin ich anmerkte, dass im Zeitalter von Facebook und Twitter mehr denn je der Grundsatz gelte: In der Kürze liegt die Würze. Was soll ich sagen? Auch Goethe hätte Twitter geliebt. Der beendete nämlich einmal einen Brief an einen Freund mit folgendem Postskriptum: „Entschuldige die Länge des Briefes, ich hatte keine Zeit, mich kurz zu fassen.“

Die Goldene Regel

“Ein Volk, das die Großeltern nicht achtet, ist ohne Gedächtnis und daher auch ohne Zukunft.” Diesen Satz, über den es sich nachzudenken lohnt, hat jetzt Papst Franziskus in einer Predigt gesagt und dazu eine Geschichte erzählt, die er als Junge gehört habe. Laut Radio Vatikan geht die Geschichte so: Die ganze Familie ist beim Essen, und der Opa bekleckert sich dabei mit Suppe. Daraufhin setzt der Vater den Opa an einen extra Tisch. Sein kleiner Sohn fängt dann an, einen Tisch aus Holzstücken zu bauen. Seinem Vater erklärt er: „Das wird der Tisch für dich, wenn du alt bist.“ Was soll ich sagen? Es geht doch nichts über die Goldene Regel: „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.“