Der Knoten, der nicht aufgeht

Sie sind in der Tat ein Ärgernis: Schnürsenkel, die immer aufgehen. Nun haben sich Wissenschaftler des Problems angenommen und wollen herausgefunden haben: Es gibt Schleifen, deren Knoten besser halten. Jedenfalls haben Christopher Daily-Diamond und seine Mitarbeiter von der University of California in Berkeley dies in den „Proceedings A“ der britischen Royal Society so veröffentlicht. Allerdings geben sie auch zu Protokoll: Das Problem sei alles andere als abschließend erforscht, viele Fragen zu den mechanischen Grundlagen noch offen. Was soll ich sagen? Vielleicht hätten die Forscher vor ihrer Veröffentlichung Opa fragen sollen. Der kennt nämlich einen Knoten, der definitiv nicht aufgeht, den man aber ganz einfach aufziehen kann. Wenn ich ihn unseren beiden Enkeln beigebracht habe, werden die sich jedenfalls freuen. Allerdings haben auch diese Schleifen ihren Haken. Wenn man nämlich nicht aufpasst und sich ein loses Ende in einer der Schleifen verhäddert hat, kann es einem passieren, dass man beim Aufziehen des Knoten ihn so fest zuzieht, dass er kaum noch aufgeht. Wie der Knoten geht? Sehen Sie selbst:

PS: Den Knoten habe ich von meiner Tante Greten gelernt. Deshalb heißt er bei uns auch Tante-Greten-Knoten.

Auf Otto Lilienthals Spuren

Es kann kein Zufall sein: Unsere Töchter sind hier in Berlin auf das Lilienthal-Gymnasium gegangen. Was für ein Name: Lilienthal, Otto Lilienthal! In Wikipedia heißt es zu ihm u.a.: „Er war wohl der erste Mensch, der erfolgreich und wiederholbar Gleitflüge mit einem Flugzeug (Gleitflugzeug) absolvierte und dem Flugprinzip „schwerer als Luft“ damit zum Durchbruch verhalf.“ Insofern verwundert es mich nicht, dass unser jüngster Enkel jetzt auf Lilienthals Spuren wandelt und uns seine erste Konstruktion für ein Fluggerät vorgestellt hat. Und die ist beeindruckend, nicht zuletzt weil sie bereits schon auch ausgesprochen futuristisch wirkt. Dass sich unser ältester Enkel derzeit schon mit dem Modell eines Space Shuttles und dessen Startrampe beschäftigt, ist vermutlich altersbedingt und insofern auch nicht überraschend. Was soll ich sagen? Oma und Opa sind gespannt, was daraus noch werden wird. Wahrscheinlich muss die Geschichte der Luftfahrt bald neu (fort)geschrieben werden.

Die Konstruktion eines Fluggerätes von unserem jüngsten Enkel: Beeindruckend!

Tatar mit meiner Handschrift

Ich habe lange überlegt, welches Gericht wäre wohl mein „signature dish“, wie es heute so schön heißt. Jetzt weiß ich es: Das Wafu Tatar ist das Gericht, in dem ich mich am meisten wiederfinde und das meine Handschrift trägt. Denn ich liebe Fleisch und ich liebe die asiatischen Küchen. So ist denn der Hauptbestandteil Fleisch, reines, rohes, kräftiges Rindfilet. Die weiteren Zutaten sind eher japanisch und kommen ausgesprochen aromatisch daher. Dabei ist die Wasabi-Mayonnaise noch recht mild und besitzt nur einen Hauch von Schärfe. Die eigentliche Würze erhält dieses Gericht durch den Ingwer, den Knoblauch und die Sojasauce, abgerundet durch (Ghoa-)Kresse, Sansho und Meersalz. Was soll ich sagen? Ich kann dieses Tatar nur empfehlen. Das Rezept findet sich hier. Und vielleicht hat ja noch jemand noch Lust, sein „signature dish“ zu verraten. Ich bin gespannt.

PS: Wafu bedeutet so viel wie „auf japanische Art“ bzw. „in japanischem Stil“.

Die Zutaten und das Endprodukt: Das Wafu Tatar.              

Neues Kräuterbeet entsteht

Eigentlich hätte das Ganze schon fertig sein sollen. Aber irgendwie hat das Wetter Opa einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Sache buchstäblich verhagelt. Und so muss das neue Kräuterbeet, das in dem Holzbänkchen entsteht, noch ein wenig warten. Der alte Kräuterturm jedenfalls hat ausgedient. Wenn ihn jemand haben will, soll er sich bitte melden. Die Kräuter übrigens, die nach dem Plan nächstes Wochenende eingepflanzt werden sollen. werden aus Münster kommen. Dort haben wir bei unserem letzten Besuch nämlich einen Kräuterhof entdeckt, der Kräuter vom Feinsten hat: Eine Qualität – sagenhaft! Was soll ich sagen? Vom Wetter nicht ärgern lassen. Ein schönes Restwochenende noch und bleiben Sie gesund …

Der alte Kräuterturm hat ausgedient. Wenn ihn jemand haben will, bitte melden!

Unterstützung von Tim Raue

Oma und Opa waren heute wieder im Einsatz für KINDER | KOCHEN. Unterstützung haben wir dabei von unserem Schirmherrn Tim Raue erhalten, der sich trotz seiner zahlreichen Verpflichtungen im In- und Ausland die Zeit genommen hat, um den Kindern in der Humboldthain-Grundschule in Berlin das Thema Kochen schmackhaft zu machen. Wenn man dabei war und gesehen hat, wie Kinder und Lehrer an den Lippen des Sternekochs gehangen haben, dann weiß man: Das ist ein Motivator par excellence. Was soll ich sagen? Einen besseren Schirmherrn hätten wir für dieses Thema und für die Kinder nicht finden.

Unterstützt Oma und Opa bei KINDER | KOCHEN: Berlins Sternekoch Tim Raue.

PS: Wer Interesse an KINDER | KOCHEN hat, ob als Kochpate oder Schule, soll sich bitte melden. Zu erreichen ist KINDER | KOCHEN per Telefon unter 030 – 84312129 oder per E-Mail unter kontakt@kinder-kochen.org.

Unser All soll schöner werden

Im Esa-Satelliten-Kontrollzentrum in Darmstadt findet gerade eine viertägige Konferenz statt, die es in sich hat. Das Thema lautet: Schrott im Weltraum. Denn der wird immer mehr und immer gefährlicher. Die Konferenz gilt als weltweit größte und wichtigste Veranstaltung zum Thema und findet seit 1993 alle vier Jahre statt. Was soll ich sagen? Opa hätte da einen Vorschlag: In Anlehnung an den Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ könnte man ja den intergalaktischen Wettbewerb „Unser All soll schöner werden“ ausrufen. Wenn jeder mit anpackt, kriegen wir das schon wieder hin.

Wie groß das Problem mittlerweile ist, zeigt dieser ESA-Film ausgesprochen anschaulich.

Frohe Ostern

Während aufmerksame Zeitgenossen in diesen Tagen in ihren Gärten den Osterhasen entdecken, der dort fleißig Ostereier für die Kinder versteckt, haben es Oma und Opa in diesem Jahr mit der Ostermaus zu tun. Die bringt allerdings nichts, sondern ist mit ihrem Partner offensichtlich gerade dabei, irgendwo ihr Nest zu bauen und sammelt alles ein, was nicht niet- und nagelfest ist. Und für Futter knabbert sie aber auch alles an, was sie zwischen ihre Zähne kriegt. Was soll ich sagen? Oma und Opa sind auf die Maus gekommen – und das ganz ohne Sendung. Dennoch: Frohe Ostern und bleiben Sie gesund!

Oma und Opa sind auf die Maus gekommen – und das ganz ohne Sendung: Frohe Ostern!

Nachhaltige Spuren

Bei unserem jüngsten Besuch in Münster hatte Opa ein richtiges Aha-Erlebnis. Als unsere Freunde uns einer ihrer Bekannten vorstellte, sagte diese zu mir: „Sie kenne ich doch!“ Ich guckte etwas verdutzt, zumal ich die gute Frau gedanklich überhaupt nicht unterbringen konnte. Beim Versuch, eine Antwort auf diese offene Frage zu finden, kam relativ schnell zur Sprache, dass ich in der westfälischen Universitätsstadt einmal bei der örtlichen Zeitung, den Westfälischen Nachrichten, gearbeitet hatte, während sie Europaabgeordnete gewesen war. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich verantwortete nämlich dort damals eine einmal wöchentlich erscheinende Europa-Seite, was in der Bundesrepublik zu diesem Zeitpunkt einmalig war. Vor allem aber muss das bei Gabriele Peus-Bispinck, wie die ehemalige Abgeordenete heißt, so viel Eindruck gemacht haben, dass sie sich so gut an mich erinnern konnte. Was soll ich sagen? So etwas tut richtig gut. Jedenfalls scheint eine Zeitung von gestern nicht nur zum Fischeeinwickeln zu taugen, sondern hinterlässt zuweilen auch nachhaltige Spuren.

Omas Urteil etwas milder

Dieser Tage ist mir ein Buch auf den Tisch geflattert, das gerade erschienen und für Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren gedacht ist: Mein Berlin-Buch lautet der Titel und soll ein, wie es heißt, „Wissensspaß für schlaue Kinder“ sein. Da ich altersbedingt ganz sicher nicht zur Zielgruppe zähle, soll ich die 128 Seiten wohl besprechen. Nun denn, fangen wir an: Gegliedert ist der Inhalt durchaus kindgerecht und umfasst neun Kapitel: Landschaft – Bevölkerung – Essen und Trinken – Wohnen – Schule und Arbeit – Feste, Spiele, Mode – Musik und Kultur – Sport – Anhang, mit durchaus interessanten Einzelheiten. Gespickt ist das Buch mit Tipps des Kindermagazins ZEIT LEO sowie Ausflugtipps wie „Auf ins Museumsdorf Düppel!“ oder „Ab ins Deutsche Technikmuseum Berlin“. Sicherlich keine schlechte Wahl für Kinder in der anvisierten Altersgruppe, die aber vermutlich auch interessiert hätte, wie man dort auch noch hinkommen könnte. Aber von dem öffentlichen Nahverkehr in Berlin, der europaweit seinesgleichen sucht, keine Spur. Berliner Verkehrsbetriebe und S-Bahn, über die man ganz gewiss auch trefflich schimpfen könnte, finden nicht statt. Dafür aber haben es Peek & Cloppenburg sowie die Modemacher Guido Maria Kretschmer und Michael Michalsky geschafft, mit dem Thema Mode sage und schreibe vier Seiten zu füllen. Ob das die Kids in dem Alter wirklich interessiert? Das Kapitel Feste, Spiele, Mode hat es überhaupt in sich. Da wird beispielsweise die Frage „Wie ist Weihnachten in Berlin?“ wie folgt beantwortet: „Weihnachten ist das Fest der Christen. In der Weihnachtszeit verändert sich die Stadt: Es glitzert und glänzt überall. Berlin hat mit mehr als 80 Weihnachtsmärkten die meisten in ganz Europa. Kurz bevor die ersten Türen des Adventskalenders geöffnet werden dürfen, sind die Marktstände schon bereit. Diese Tradition gibt es seit dem späten Mittelalter. Damals deckten sich die Menschen vor dem Winter mit allen notwendigen Waren ein, um über die kalte Jahreszeit zu kommen. Später kamen Verkaufsstände mit Weihnachtsgeschenken hinzu. Die Tradition des Schenkens begann bereits vor 2.000 Jahren bei den Römern und wurde von den Christen fortgesetzt. Weihnachten als Familienfest entstand erst nach 1900.“ Über die Qualität der Antwort mag jeder für sich urteilen. Aber mit Weihnachten war’s das dann auch schon, kein einziges Wort von Jesu Geburt. Und auch auf die beiden anderen großen Feste der immerhin über eine Million Christen in der Stadt, Ostern und Pfingsten, fehlt jeder Hinweis. Da haben es die rund 11.000 Mitglieder der jüdischen Gemeinde und die zirka 250.000 Menschen muslimischen Glaubens es besser getroffen. Ihre Religionen werden immerhin auf drei Seiten dargestellt und beschrieben, was in keinster Weise gegen Juden oder Muslime spricht, sondern in diesem Kontext nur irgendwie nicht ins Verhältnis passt. Zumindest erfahren wissbegierige Jungen und Mädchen, was es mit den Hugenotten auf sich hat und was Protestanten sind. Ich will das Buch wirklich nicht schlecht machen. Gemeinsam mit Eltern oder Großeltern werden einige Kinder sicher Honig aus den Zeilen saugen können. Auch die eine oder andere Lehrkraft wird vielleicht für den Unterricht inspieriert. Aber ob Aufmachung und Layout die heute doch medial verwöhnten Kinder ansprechen werden, darf zumindest hinterfragt werden. Und was die inhaltlichen Schwachstellen betrifft, ist hier beileibe nicht alles erwähnt. Dabei ist es schon eine Leistung, in einem Buch über Berlin ohne das Wort Kiez auszukommen. Was soll ich sagen? Vielleicht bin ich ja mal wieder zu anspruchsvoll. Omas Urteil zumindest ist etwas milder: „Im Großen und Ganzen ist das Buch schon okay.“

                                                                                   Eva Boos, Dorothee Fleischmann, Anne Bernhardi, Mein Berlin-Buch                        emons:, Köln, 128 Seiten, 2017, 16,95 Euro, ISBN 978-3-7408-0098-7

Keine gute Werbung

Opa war eigentlich ganz happy mit seiner Uhr, die er sich im Februar gekauft hatte. Denn, so verspricht Lilienthal Berlin ja auch auf seiner Homepage, „dass die L1 nicht nur stets verlässlich die Zeiten deutet – sondern auch, dass sie mit einem guten Gefühl getragen werden kann.“ Das war auch so, bis heute. Denn letzte Woche kam eine E-Mail von dem Uhrenhersteller mit der Bitte, doch an einer Umfrage teilzunehmen. „25-Euro-Gutschein und Gewinnchance für deine Meinung“, hieß es dazu im Betreff, was Opa insofern entgegenkam, als er sich ohnehin noch ein schwarzes Armband zulegen wollte. Das hatte er nämlich damals beim Kauf irgendwie verpennt, obwohl es auch da einen Gutschein gegeben hatte. Als Opa nun zum Kauf schreiten wollte, wurde er insofern überrascht, als es plötzlich hieß: „Der Mindestumsatz für diesen Gutschein beträgt 90 €.“ Das scheint offensichtlich auch anderen Teilnehmern der Umfrage übel aufgestoßen zu sein. Denn bei einem Anruf bei Lilienthal Berlin bestätigte eine freundliche Dame, dass Opa nicht der erste Anrufer in dieser Sache sei. Statt aber das Thema jetzt kurzfristig und so schnell wie möglich zu beenden und den Teilnehmern den versprochenen Gutschein zuzugestehen, versucht Lilienthal Berlin sich nunmehr herauszumogeln und bietet ganz großzügig einen Gutschein in Höhe von 15 Euro an. Was soll ich sagen? Es geht wirklich nicht um zehn Euro. Aber das ist genau die Bauernfängerei, die den Menschen so fürchterlich auf die Nerven geht. Wenn diese Uhr so sein soll wie Berlin, ist das keine gute Werbung für die Stadt – und für die Uhrmarke schon gleich gar nicht. Otto Lilienthal, der Namenspate der Marke ist, dürfte sich im Grabe umdrehen.

Keine gute Werbung: Erst Gutschein versprechen, dann Mindestumsatz fordern.

PS: Lilienthal Berlin hat übrigens bei Opa angerufen und angekündigt, man werde noch auf die Kunden zukommen und sich entschuldigen. Man darf gespannt sein, der erste Schritt jedenfalls ging erst mal in die falsche Richtung.