Eher Sommer denn Herbst

Die Welt ist aus den Fugen, zumal nicht nur in Bayern, sondern auch in Berlin die Uhren offensichtlich anders gehen. Jedenfalls haben wir gegenwärtig einen Wetterbericht, der eher nach Sommer denn nach Herbst aussieht. Heute, morgen und übermorgen 24 Grad, Sonnenschein pur und kein Tropfen Regen. Und danach wird es auch nicht viel schlechter.

So ganz passt das allerdings nicht zur Vegetation, die denn doch eher herbstlich ausschaut, wie unser diesjähriger Quittenertrag nachdrücklich unter Beweis stellt.

   

So viel Quitte war noch nie. Was soll ich sagen? Da scheint die alte Bauernregel ja recht zu haben, die da besagt: Oktobersonne kocht den Wein und füllt auch große Körbe ein. Und wenn diese Regel stimmt, stimmen ja vielleicht auch die: Ist der Oktober freundlich und mild, ist der März dafür rau und wild bzw. Warmer Oktober bringt fürwahr stets einen kalten Januar.

Kampf ums Überleben

Oma und ich staunten nicht schlecht. Als wir heute mit dem Auto unterwegs waren, entdeckten wir auf der Drakestraße in Lichterfelde-West eine Kastanie, die – obwohl mit unzähligen welken Blättern behangen – an einigen Stellen in voller Blüte stand. “Die muss sich wohl vertan haben”, war unser erster Gedanke. Als ich dann aber das Phänomen im Internet recherchierte, stieß ich auf beunruhigende Informationen. Denn die Kastanie ist offensichtlich nicht mit den Jahreszeiten durcheinander geraten, sondern kämpft ums nackte Überleben. Gründe sind die große Hitze und vor allem die Miniermotte. Weil die Mottenlarven die Blätter aufgefressen haben, versucht die Kastanie, sozusagen als Notreaktion, eine zweite Vegetationsperiode nachzuschieben. So kommen jetzt die Knospen, die der Baum eigentlich für das kommende Frühjahr bereitgehalten hatte. Das aber wiederum hat zur Folge, dass der Baum immer schwächer wird. Bedenklich dabei ist vor allem, dass das Phänomen Jahr für Jahr früher und jetzt schon im August auftritt. Denn, so Experten, wenn die Fraßschäden erst im Herbst auftreten, sind die Auswirkungen auf den Baum noch verkraftbar. So aber dreht sich der Teufelskreis immer schneller. Was soll ich sagen? Es ist befürchten, dass Hitzeperioden wie in diesem Sommer eher die Regel als die Ausnahme sein werden. Zudem gibt es gegen die Miniermotte, die bislang auch kaum Feinde hatte, bis auf das Vernichten der welken Blätter kaum wirksame Maßnahmen. Einziger Hoffnungsschimmer ist, dass immer mehr Vögel den Schädling als Delikatesse entdeckt und auf ihren Speiseplan gesetzt haben. Vielleicht kann man ja auch noch anderen wie Fledermäusen oder Wespen die Motten schmackhaft machen. Die Kastanien würden sich freuen.

Zwei Jahreszeiten in einem Baum: Was nett aussieht, ist aber ziemlich bedrohlich.

Wenn der Hahn kräht …

Dieser Frühling ist eindeutig ein Sommer. Ich sitze gerade (12.28 Uhr) auf der Terrasse im Schatten und das Thermometer zeigt bereits 21 Grad an. Dabei hat die Sonne noch keinen einzigen Strahl auf dieses Stückchen in unserem Garten geworfen. Insofern stellt sich auch nicht die Uralt-Frage von Rudi Carell, Gott hab ihn selig: Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? Die Frage ist vielmehr: Wo ist der Frühling geblieben? Dies um so mehr, als die Frage bereits in den vergangenen Jahren immer mal wieder aufgetaucht ist. Was soll ich sagen? Ich weiß es auch nicht – zumal das Wetter ohnehin machen kann, was es will. Recht ist es im Zweifel nie. Und wie wird das Wetter nun in der nächsten Zeit? Ist doch klar: Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich’s Wetter oder es bleibt, wie’s ist! In diesem Sinne noch ein schönes Wochenende und bleiben Sie gesund …

Schöne Aussichten auf Omas und Opas Terrasse: Tulpen (vielleicht ja) aus Amsterdam.

Quitten-Produktion verdoppelt

Irgendwie scheint der grüne Daumen bei uns wieder zu funktionieren, nachdem er sich in Sachen Peperoni ja fast gänzlich verabschiedet hatte. Jedenfalls sind in diesem Jahr unsere Quitten derart gewachsen, dass wir ganz stolz vermelden können: Produktion verdoppelt. Waren es 2016 noch 15 Früchte, die unser damals gerade einmal drei Jahre alter Baum trug, glänzte er heuer mit über 30 Quitten – und einige davon über ein Pfund schwer. Apropos glänzen: Omas älteste Schwester hat uns einen Zeitungsartikel aus Holland zukommen lassen, in dem sich eine wunderbare Beschreibung eines Quittenbaumes findet: Er erinnert an einen geschmückten Weihnachtsbaum, in dem die Früchte sorgsam aufgehangen wurden. Und noch eine interessante Information gab’s gleich noch dazu: Das Holz der Quitte ist so elastisch, dass es selbst unter der schwersten Last kaum bricht. Was soll ich sagen? Omas Quittenverwertung läuft auf vollen Touren: Quitten-Chuttney, Quitten-Gelée, Quittenbrot – Oma ist so richtig in ihrem Element.

Wahre Prachtexemplare hat in diesem Jahr unser Quittenbaum hervorgebracht.

Ausgesprochen genügsam

Während unsere Versuche, eine Peperoni-Aufzucht anzulegen, nach wie vor ziemlich bescheiden verlaufen, gedeihen an anderer Stelle Steinpflanzen, die wir vor Jahren von einer Bekannten bekommen haben. Jedenfalls blühen die Hauswurze, wie sie genannt werden, prächtig. Das liegt vor allem daran, dass sie ausgesprochen genügsam sind. Die robusten Dickblattgewächse wachsen auch dort, wo andere Pflanzen schon längst aufgegeben haben. Was soll ich sagen? Einen schönen Sonntag noch, und bleiben Sie gesund …

Ziemlich genügsam: Der Hauswurz oder Sempervivum, wie der Lateiner sagt.

So kann’s bleiben!

Endlich mal wieder ein Wochenende wie aus dem Bilderbuch. Sonne satt und ausgesprochen angenehme Temperaturen, so dass man das Leben nach draußen verlagern konnte. Oma und Opa haben das weidlich ausgenutzt und kleinere Fahrradtouren unternommen, im Garten gewerkelt und unsere Sitzgelegenheit an der Hecke frequentiert. Dabei konnten wir feststellen, dass sich sowohl unsere Peperoni als auch unsere Quitte recht vielversprechend entwickeln. Insofern sind wir guter Hoffnung, im Herbst passable Ernten einzufahren. Was soll ich sagen? So kann’s bleiben. Früher, in einem Anflug von jugendlichem Übermut, hätte ich hinzugefügt: Bis Weihnachten und dann langsam wärmer werden. Jetzt im Alter wird man bescheidener und genügsamer und genießt das Leben, so wie es ist. Viele Menschen wären jedenfalls froh, wenn es ihnen so gut ginge wie Oma und Opa. In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

 Lassen auf eine gute Ernte hoffen: Peperoni und Quitte.

Genießen Sie das schöne Wetter

Die Woche ist wie im Fluge vergangen. Ehe ich mich versehen hatte, war schon wieder Samstag. Das lag natürlich nicht zuletzt an Christi Himmelfahrt, der am Donnerstag allen einen Feiertag und den Vätern den Vatertag beschert hat. Opa hat von seinen Töchtern eine tolle Kletterpflanze namens Fuchsienbegonie bekommen, die nun unsere Terrasse ziert. Vor allem aber konnte ich sie in den letzten Tagen genießen, da die Temperaturen nach draußen lockten. Was soll ich sagen? Genießen auch Sie das schöne Wetter. Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Ein tolles Vatertagsgeschenk: Eine Fuchsiebegonie, die das ganze Jahr blühen soll.

Auf die Kräuter, fertig, los

Kräutertechnisch gesehen kann der Sommer kommen. Die Kräuterbank, die Oma und Opa jetzt angelegt haben, ist fertig. Es fehlen nur noch Peperoni, an denen sich Oma – trotz aller Aufzucht-Desaster – noch einmal versuchen will. Nicht nur ich bin da gespannt. Auch unsere diesbezüglichen Blog-Freunde in Langen und Leipzig werden das mit Interesse verfolgen. Wie dem auch sei: Die Vielfalt der Kräuteraromen ist jetzt schon beachtlich: Estragon, Kaffir Limette, Koriander, Lorbeer, Majoran, Oregano, Prickelknöpfe, Petersilie, Pimpinelle, Rosmarin, Salbei, Schnittknoblauch, Schnittlauch (normal und breitblättrig), Thymian und Zitronenthymian. Was soll ich sagen? Auf die Kräuter, fertig, los. Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Unsere neue Kräuterbank: Auf die Kräuter, fertig, los!

Neues Kräuterbeet entsteht

Eigentlich hätte das Ganze schon fertig sein sollen. Aber irgendwie hat das Wetter Opa einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Sache buchstäblich verhagelt. Und so muss das neue Kräuterbeet, das in dem Holzbänkchen entsteht, noch ein wenig warten. Der alte Kräuterturm jedenfalls hat ausgedient. Wenn ihn jemand haben will, soll er sich bitte melden. Die Kräuter übrigens, die nach dem Plan nächstes Wochenende eingepflanzt werden sollen. werden aus Münster kommen. Dort haben wir bei unserem letzten Besuch nämlich einen Kräuterhof entdeckt, der Kräuter vom Feinsten hat: Eine Qualität – sagenhaft! Was soll ich sagen? Vom Wetter nicht ärgern lassen. Ein schönes Restwochenende noch und bleiben Sie gesund …

Der alte Kräuterturm hat ausgedient. Wenn ihn jemand haben will, bitte melden!