Zitat der Woche

„Nach dem heutigen Stand kann ich nicht mehr ausschließen, dass wir mit der Eröffnung im Jahr 2018 landen.“

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), zu den Aussichten, dass der BER wie zuletzt geplant in 2017 eröffnet.

Was soll ich sagen? Schönen Sonntag noch …

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Kochen mit Opa.

So, heute ist Premiere. Erstmals findet ein Abend unter dem Motto „Kochen mit Opa – Essen mit Freunden“ statt. Auf die Idee kam eine Bekannte von uns, die vor einiger Zeit mit ein paar anderen Gästen bei uns eingeladen war. Seinerzeit fragte sie anfangs, als ich mich Richtung Küche bewegte, Oma noch ziemlich ungläubig: „Kocht er?“ Am Ende des Abends sah das dann gänzlich anders aus, als sie nämlich wissen wollte: „Kann man den auch mieten?“ „Kann man“, ließ Oma sie wissen. Und siehe da: Wenig später kam sie auf mich zu und erkundigte sich, wie wir denn ins Geschäft kommen könnten. Da ich verständlicherweise kein Honorar haben wollte – unter Freunden geht das meiner Meinung nach nicht -, kamen wir zu folgender Übereinkunft: Oma und ich kümmern uns um alles und sie zahlt die Rechnungen. Und so geht’s denn heute Abend los. Für die zehn Personen steht ein Vier-Gänge-Menü auf dem Programm, plus Gruß aus der Küche versteht sich. Los geht’s mit einem Hähnchen-Saltimbocca vom Innenbrustfilet. Nach dieser „Gaumenfreude“ – auch Amuse Gueule  bzw. Amuse Bouche genannt – gibt es mangels Pastinaken, die ich nicht bekommen habe, ein Selleriesüppchen mit Schwarzwälder Schinken-Croûtons und frischer Brunnenkresse, gefolgt von einem Dreierlei aus dem Meer: Jakobsmuschel-Ceviche, Lachs-Sashimi und gebratene Garnele, begleitet von einer Wasabi-Soja-Sauce und frischer Aioli. Beim Hauptgang dürfen sich die Gäste auf rückwärts gegrilltes Entrecôte freuen, das mit Dollases Kohlrabi-Creme mit Rosmarin-Infusion serviert wird. Und zum Abschluss wartet Opas Nachtisch-Hamburger auf die Runde, die damit hoffentlich zufrieden ist. Was soll ich sagen? Das Gute ist, dass ich, wenn’s den Gästen nicht schmeckt, sagen kann: Selber schuld, ihr habt ja schließlich gekocht. Allerdings halte ich das für ziemlich unwahrscheinlich und bin mir sicher: Das wird bestimmt ein riesiger Spaß.

IMG_2169Und zum Abschluss wartet Opas Nachtisch-Hamburger auf die Runde.

Der Schmetterlingseffekt

Sitzen zwei Schmetterlinge an einer Bar irgendwo in Braslien. Sagt der eine zum anderen: „Erinnerst Du Dich an den Tornado letzten Monat in Texas? Das war ich!“ Dieser Witz ist eine Anspielung auf den sogenannten Schmetterlingseffekt (butterfly effect), wonach laut Edward N. Lorenz, einem US-amerikanischen Mathematiker und Meteorologen, der Schlag eines Schmetterlingsflügels in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen kann. Dieser Schmetterlingseffekt ist Bestandteil der Chaostheorie, wonach kleinste Änderungen der Anfangsbedingungen große Auswirkungen auf das gesamte System haben können. Oder mit anderen Worten: Alles hängt mit allem zusammen. Eine solche Verkettung von Ereignissen werden „nicht-lineare Phänomen“ genannt. Was soll ich sagen? Auf dieses Thema bin ich wieder gestoßen, als ich diese Woche abends bei einer Veranstaltung war. Dort gab ich meinem Tischnachbarn meine Visitenkarte und stellte mich als Inhaber meiner Kommunikationsagentur butterfly communications | vor, bei der der Schmetterlingseffekt als Namenspate fungiert hatte. Er wiederum erinnerte sich an eine Karrikatur im New Yorker, die genau oben beschriebenen Witz wiedergibt. Und einen Film mit dem Titel „Butterfly Effect“ gibt es auch noch. Der ist allerdings ganz schön gruselig. Aber wenn Sie unbedingt wollen, können Sie sich ja schon mal den Trailer anschauen. Viel Vergnügen!

Omas „Piepsekleine-Männchen“

Oma kann Geschichten erzählen, die sind spannender als jeder Tatort. Besonders unsere beiden Enkel sind immer wieder hin und weg, wenn sie von den Erlebnissen des „Piepsekleine-Männchens“ berichtet. Dieser kleine Kerl, nicht größer als der kleine Finger einer Hand, lebt bei einem Mädchen, das einfach Mädchen heißt. Nur ihre Eltern wissen von seiner Existenz, denn vor ihnen will sie keine Geheimnisse haben. Überall, wo das Mädchen hinkommt, kommt auch der kleine Mann hin, der sich immer gut in ihrer Hosentasche versteckt. Dort lernt er die ganze Welt kennen und erlebt aufregende Abenteuer. Natürlich vertraut das Mädchen ihm alle ihre Geheimnisse an und erklärt ihm, was und warum so alles passiert. Was soll ich sagen? Ganz schön raffiniert von Oma, auf diese Art und Weise so mal nebenbei auch die täglichen Erlebnisse der beiden Buben aufzuarbeiten. Das hat sie auch schon mit unseren Kindern getan. Eigentlich schade, dass sie die Geschichten nicht aufgenommen bzw. aufgeschrieben hat. Das wäre ganz sicher ein tolles Kinderbuch – vielleicht sogar noch mit Illustrationen von ihr selbst.

Fahrrad-Selbstmord-Attentäter

Ich hoffe ja nicht, dass das fortan zum Dauerzustand wird und ich jeden Tag erst spät am Abend kurz vor Mitternacht dazu komme, meinen  täglichen Post auf Opas Blog abzusetzen. Aber wie schon gestern schaffe ich es erst jetzt, mich an mein MacBook zu setzen und ein paar Zeilen zu Papier bzw. auf den Bildschirm zu bringen. Dabei geht mir nicht aus dem Kopf, was ich gerade erlebt habe. Auf dem Heimweg stand ich an einer roten Ampel, an der auch auch eine junge Fahrradfahrerin neben mir angehalten hatte – was in der Tat schon bemerkenswert war. Sie wie ich staunten dann jedoch nicht schlecht, als plötzlich, wie aus dem Nichts, ein Fahrradfahrer von hinten angeschossen kam und ohne rechts und links zu schauen über die Kreuzung raste. Dass sein Licht – vorne wie hinten – nicht funktionierte, versteht sich von selbst. Was soll ich sagen? Der Begriff Fahrrad-Terrorist ist jedem geläufig, der hier in Berlin lebt. Für den Zeitgenossen von heute Nacht muss allerdings noch ein neuer Begriff eingeführt werden: Selbstmord-Fahrrad-Attentäter. Denn dass das jedes Mal gut geht, kann man nicht erwarten. Und ganz ehrlich: Mir tut schon jetzt der Autofahrer leid, dem dieser Amokfahrer in die Quere kommt. Da kann man nur hoffen, dass die arme Seele dann auf einen Richter trifft, der das richtig einordnet und nicht Ursache und Wirkung verwechselt. Denn kein Autofahrer hätte an dieser nächtlichen Kreuzung auch nur den Hauch einer Chance gehabt. Von dem Fahrradfahrer will ich für diesen Fall gar nicht reden.

Zurück und ab in die Zukunft

Jetzt habe ich es gerade noch geschafft. Nachdem ich heute den ganzen Tag über von morgens in der Früh bis spät in die Nacht in Berlin unterwegs war, komme ich jetzt erst dazu, meinen täglichen Post zu schreiben. Und damit das nicht noch ausufert, will ich nur ein Bild wiedergeben, dass sich mir im Verlauf dieser Stadtrundfahrt förmlich aufgedrängt hat: Eine Elektroauto mit einem Trabbi im Schlepptau. Was soll ich sagen? Zurück und ab in die Zukunft: Dit is Berlin!

E-Force-OneE-Force One: Elektroauto mit Trabbi im Schlepptau.

Ein Fall zum Fremdschämen

Es ist schon traurig, dass es immer wieder Zeirtgenossen gibt, die unter den Deckmantel der Anonymität schlüpfen und ihr Unwesen treiben. Das passiert in der realen analogen Welt und ist noch viel einfacher in der realen digitalen Welt. Ein besonders krasses Beispiel hat jetzt die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali erlebt und einen unfassbaren Brief erhalten. Der ist mit „Lawrence von Arabien“ unterzeichnet und strotzt nur so von übelsten Beleidigungen und unflätigsten Aussagen. Und nicht nur das, er ist auch noch gespickt mit einer Fülle von Rechtsschreib- und Grammatikfehlern. Da die Journalistin dem Briefeschreiber mangels einer zustellbaren Adresse nicht antworten konnte, hat sie sich entschlossen, dies öffentlich zu tun und den Brief, den sie auch noch fein säuberlich mit rotem Stift korrigiert hat, auf Facebook ins Netz gestellt. Dabei schrieb sie abschließend: „Dass Sie ‚gesetzestreu‘ und ‚hochqualifiziert‘ sind, würde ich jetzt mal ganz vorsichtig anzweifeln. Mit allem anderen haben Sie natürlich recht. Grüße aus dem Großstadtdschungel, Nofretete“. Was soll ich sagen? Eigentlich fehlen einem die Worte. Insofern ist es bewundernswert, wie souverän Hayali reagiert hat. Das Einzige, was einen bei diesem Fall besänftigt, ist, dass die Reaktionen auf die Veröffentlichung vorwiegend positiv ausgefallen sind. Ansonsten ist das mal wieder so ein klassischer Fall zum Fremdschämen.

Hayali            Ein klassischer Fall zum Fremdschämen.

Zitat der Woche

„Wenn die Polizei am Kotti oder auf dem RAW-Gelände plötzlich damit anfängt,die Kotbeutel der Gassigeher zu kontrollieren, dann würde jeder sagen: Jetzt sind sie in Berlin endgültig bello-bello.“

Harald Martenstein in seiner heutigen Kolumne im Tagesspiegel zum geplanten Hundegesetz in der deutschen Hauptstadt.

Was soll ich sagen? Schönen Sonntag noch …

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Hollandse Nieuwe.

Oma kann es kaum abwarten. Denn langsam aber sich nähert sich die Zeit von Hollandse Nieuwe. Das ist der Hering, auf den unsere Nachbarn ganz verrückt sind. Offizieller Startschuss für die Saison ist Vlaggetjesdag*, an dem der erste Hollandse Nieuwe an Land gebracht wird und der in diesem Jahr auf den 18. Juni fällt. Gefangen werden darf der Fisch zwischen Mai und Juli, da er in dieser Zeit den besten Fettgehalt – mindestens 16 Prozent – aufweist. Er wird noch an Bord traditionell filetiert und gesalzen. Das erste Fass mit dieser Delikatesse wird dann am Vlaggetjesdag für einen guten Zweck versteigert und hat in der Vergangenheit Preise zwischen 18.000 und 96.000 Euro erzielt. Und wie es sich für eine gute Monarchie gehört, bekommt den allerersten Hollandse Nieuwe, so erzählt es zumindest Oma – der König. Nicht verbürgt ist allerdings, ob er ihn auch so verzehrt, wie es seine Landsleute tun. Denn das geht so: Man fasst den Fisch am Schwanz, zieht ihn durch kleingeschnittene Zwiebeln, legt den Kopf in den Nacken, lässt den Fisch langsam in den Mund gleiten und beißt kräftig zu. Als ausgewiesene Experten gelten dann die Zeitgenossen, denen es gelingt, keine Zwiebeln in das Hemd bzw. den Ausschnitt fallen zu lassen. Was soll ich sagen? Oma kann das perfekt. Aber sie muss noch ein wenig warten. Dann jedoch gibt es kein Halten mehr.

PS: Den Hering gibt es mittlerweile das ganze Jahr. Am leckersten, weil am zartesten, ist er aber nur in den Tagen und Wochen nach Vlaggetjesdag.

*Vlaggetjesdag war ursprünglich der Tag, an dem die Fischerboote geflaggt wurden, um zu zeigen, dass sie nunmehr auf Heringsfang gingen. Heute gibt es allerdings andere Fangmethoden, so dass die Boote an Vlaggetjesdag nur noch geflaggt im Hafen liegen.

Zeit für das Wichtigste

Wissen Sie, wie viel Zeit Sie in Ihrem Leben damit verbringen, E-Mails in den Papierkorb zu schieben, oder wie viel Zeit Sie verschlafen? Nein!?!? Dann habe ich etwas für Sie. Es ist zwar das Werbefilmchen einer Vermögensberatung, aber trotzdem witzig gemacht. Vor allem aber regt es zum Nachdenken an, was man so alles mit seiner eigenen Zeit anstellt. Was soll ich sagen? Für Oma und Opa ist ganz klar: Die Zeit mit unseren Enkeln und Kindern ist uns am wichtigsten und durch nichts zu ersetzen.

PS: Auf dem Blog Z wie Zeit gibt es zu dem Thema noch mehr …