Tre Torri hilft KINDER | KOCHEN

Opa ist mal wieder richtig happy, denn er konnte nach der METRO und Tim Raue einen neuen Partner an Bord von KINDER | KOCHEN holen. Tre Torri heißt der Verlag, bei dem es sich ausschließlich um Essen, Trinken und Genuss dreht und der seit seiner Gründung im Jahr 2004 über 10 Millionen Bücher verkauft hat. Die Zusammenarbeit besteht nun darin, dass der Verlag jeder Schule, die von KINDER | KOCHEN betreut wird, das Buch abc Die Küchenbibel, eine 1.248 Seiten starke Enzyklopädie der Kulinaristik, kostenlos zur Verfügung und in die Schulbibliothek stellt. Damit bekommt jede Schule ein Nachschlagewerk, das in dieser Form seinesgleichen sucht. Eine Rezension findet sich hier. Was soll ich sagen? Die Erfolgsgeschichte von KINDER | KOCHEN geht weiter. Neben den Kochkursen, mit denen die Kochpaten nach und nach an Berliner Schulen beginnen, ist Opa bereits mit einem weiteren potentiellen Partner im Gespräch. Da aber noch nichts in trockenen Tüchern ist, kann ich noch nicht mehr sagen.

                                                                          abc Die Küchenbibel steht bald in jeder Schule, die von KINDER | KOCHEN betreut wird.

Ein gutes Beispiel

Er ist einer der besten Köche der Welt. An ihm orientieren sich quer über den Globus unzählige Profi- und Hobbyköche. Dabei war es ihm nicht unbedingt in die Wiege gelegt, in den Olymp der Sterneköche aufzusteigen. Im Chalet Swiss, in dem er eine Lehrstelle fand, war er „froh, einen Job zu haben, der mir das Überleben und eine eigene Wohnung sicherte.“ Wenig später, Raue hatte gerade seine Ausbildung abgeschlossen und war über das Auerbach ins Schloss Glienicke gekommen, erkannte er: „Man muss die Dinge nicht so machen, wie man sie in der Kochausbildung lernt, man muss den Erwartungen der Gäste nicht entsprechen. Man kann andere Wege gehen, man muss es sogar.“ Und, Gott sei Dank, tat er das dann auch. Was soll ich sagen? Nicht nur weil Raue Schirmherr von KINDER | KOCHEN ist, das Opas Blog von Anfang an unterstützt hat, sondern weil die Lebensgeschichte dieses Kreuzberger Jungen für viele jungen Menschen hier in Berlin und anderswo ein gutes Beispiel ist, wie man sein Leben in die eigene Hand nehmen und mit Disziplin und Fleiß etwas daraus machen kann, sollte Raues neues autobiografisches Kochbuch My Way zur Pflichtlektüre in den Schulen gemacht werden. Es braucht nicht immer den American Dream, ein deutscher Traum tut’s auch.

Sollte Pflichtlektüre in Schulen sein: Tim Raues neues autobiografisches Kochbuch My Way.

Opas Blog feiert 4. Geburtstag

Die Treueste der Treuen werden es (vielleicht) wissen. Die anderen werden es kaum glauben. Aber auf den Tag genau vier Jahre alt ist heute Opas Blog. Über 1.400 Beiträge habe ich seit dem ersten Tag am 12. Februar 2013 geschrieben. Und es werden nicht die letzten gewesen sein. Es macht mir nach wie vor riesigen Spaß, die vielen kleinen und großen Geschichten und Themen aufzugreifen und Sie, liebe Leser, an den Gedanken eines Großvaters teilhaben zu lassen. Dass ich, so viel ich weiß, nach wie vor der einzige bloggende Großv@ter Deutschlands bin, betrübt mich ein wenig. Denn auch andere Opas erleben ja die tollsten Geschichten mir ihren Enkeln, machen sich Gedanken über Gott und die Welt und könnten das auch ganz sicher zu Papier bzw. auf den Bildschirm bringen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Was soll ich sagen? Bis dahin müssen Sie halt mit mir Vorlieb nehmen. Ein schönes Rest-Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

So eine Geburtstagstorte hätte sich Opa zum 4. Geburtstag seines Blogs auch gewünscht.

Alles im grünen Bereich

Opa ist nach seinem Krankenhausaufenthalt wieder daheim und weiß jetzt, dass seine künstliche Herzklappe nach wie vor einwandfrei funktioniert, seine Herzkranzgefäße völlig in Ordnung sind, auch seine übrigen Blutbahnen keinen Anlass zur Sorge geben und altersgerecht durchlaufen werden. Insofern also alles im grünen Bereich. Was mir nach dem Krankenhausaufenthalt jedoch richtig Kopfzerbrechen bereitet, sind die Zustände im Krankenhaus selbst. Da ist in all den Jahren, die ich immer wieder mal Gast dort war, nichts besser, sondern nur noch schlimmer geworden. Das Pflegepersonal, das sich wirklich alle Mühe gibt, pfeift wegen Unterbesetzung auf dem letzten Loch. Auch die Ärzte, die ebenfalls hoch motiviert ihren täglichen Dienst versehen, können nicht gegen die zum Teil himmelschreienden Rahmenbedingungen anarbeiten. Während die Ärzte ihre Patienten in deren Betten selbst zu Untersuchungen schieben (müssen), kann die Apotheke ein benötigtes Medikament nicht einmal  innerhalb von zwei Werktagen beschaffen. Von Kommunikationsdefiziten im abteilungsübergreifenden Ablauf will ich gar nicht reden. Was soll ich sagen? Wer heute ins Krankenhaus kommt, sollte ein aufgeklärter und mündiger Patient sein. Hilflose Personen sind dem Ganzen ziemlich hoffnungslos ausgeliefert und können nur beten, unbeschadet wieder entlassen zu werden. Dass es nach wie vor kein kostenloses WLAN-Netz für Patienten gibt, ist angesichts der anderen Probleme schon fast nebensächlich.

Blick aus Opas Krankenzimmer: Der Rettungshubschrauber Christoph 31 startet gerade.

Sorgenfresser Gewehr bei Fuß

Es ist mal wieder soweit: Opa liegt im Krankenhaus. Am Sonntag spielte mein Magen derart verrückt, dass Oma und ich es angesichts meiner Vorgeschichte in Sachen Herz doch besser fanden, der Sache auf den Grund zu gehen und die Kardiologen vom Charité Campus Benjamin Franklin mal ran zu lassen. Die untersuchen jetzt, was meinen Magen – und auch meinen Blutdruck – so auf 180 gebracht hat. Gefunden haben sie aber noch nichts. Da sind meine Enkel schon wesentlich weiter. Während unser Ältester mich in seine Nachtgedanken fest mit eingeschlossen hat, hat unser Jüngster sofort in seine Sorgenkiste gegriffen und mir einen seiner Sorgenfresser zukommen lassen. Der steht nun bei mit im Krankenhaus Gewehr bei Fuß und vertilgt alle Sorgen, die sich bei mir breit machen könnten. Was soll ich sagen? Ach, die Welt kann mit Kinderaugen so einfach sein.

Steht für Opa Gewehr bei Fuß: Der Sorgenfresser von unserem jüngsten Enkel.

Trump eint die ganze Welt

Es gibt eine neue Bewegung – nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt. Ihr Name: Who wants to be socond. Auf der Webseite everysecondcounts.eu sammelt die Redaktion des NEO MAGAZINS Royale von Jan Böhmermann Videos von Late-Night-Shows aus aller Herren Länder ein, die sich nach dem niederländischen Vorbild um den zweiten Platz nach America first bewerben. In den Videos wird möglichst primitiv und anbiedernd US-Präsident Donald Trump das eigene Heimatland schmackhaft gemacht. Und auf dem gemeinsamen Twitter-Account @ItsGreatEU schreiben die Late-Night-Teams abwechselnd und machen sich mehr oder weniger über den Herrn im Weißen Haus lustig. Was soll ich sagen? Noch nie hat es ein Staatschef in so kurzer Zeit geschafft, die ganze Welt zu einen. Also, wenn einer den Nobelpreis verdient hat, dann … It’s unbelievable. It must be fake. It is fake. It’s fake news.

Kardamom-Bratwürste

Mea culpa! Ich weiß, ich habe in letzter Zeit Opas Kochbuch ziemlich vernachlässigt. Aber ich gelobe Besserung. In nächster Zeit werde ich mit einigen neuen Rezepten aufwarten, die ich entweder selbst entwickelt oder in Anlehnung an andere Rezepte abgewandelt habe. Den Anfang macht heute ein Bratwurst-Gericht, das ich bei Diana Henry entdeckt und ein wenig ausgebaut habe. Aus den Würsten aus dem Ofen mit Äpfeln, Rosinen und Cidre sind Opas Kardamom-Bratwürste aus dem Ofen à la Diana Henry geworden. Was soll ich sagen? Einfach nachkochen und probieren. Das Ganze ist verdammt lecker.

Rustikal und doch raffiniert: Kardamom-Bratwürste aus dem Ofen à la Diana Henry.

„Wenn Du jünger wärst …“

Das Leben von Großeltern ist manchmal wirklich nicht leicht. Vor allem wenn der Kindermund mit voller Brutalität zuschlägt, wird es hart. Das jedenfalls mussten dieser Tage die anderen Großeltern unseres ältesten Enkels erfahren. Die Situation an sich war ganz harmlos – zunächst jedenfalls. Die andere Oma hatte sich eine Bluse gekauft und daheim noch einmal anprobiert. Als dabei der andere Opa mit unserem Großen um die Ecke kam, wollte sie wissen, ob und wie denn die Bluse gefalle. Der kleine Mann überlegte kurz und dann – ja, wie soll ich es formulieren – donnerte das Fallbeil krachend danieder: „Ja“, erwiderte er, „aber wenn Du jünger wärst, würde es noch besser aussehen.“ Damit war der Tag, zumindest für diese Oma, gelaufen. Was soll ich sagen? Wer viel fragt, bekommt viel Antwort, sagt der Volksmund. Recht hat er.

Anders als bei Yoko und John

Da sind wir wieder. Oma und Opa waren die letzten Tage sozusagen auf Tauchstation, besser gesagt in der Krankenstation. Irgendetwas hat uns regelrecht dahingerafft. Und so sind wir ein paar Tage im Bett geblieben. Aber anders als beim legendären „Bed-in“ von Yoko Ono und John Lennon, die ab 24. März 1969 in einem Amsterdamer Hotelzimmer statt Flitterwochen ziemlich sittsam und dennoch publikumswirksam für den Weltfrieden gekuschelt haben, haben wir beiden kranken Mäuse uns einfach nur unter die Bettdecke verkrochen und tapfer vor uns geröchelt. Jetzt bekommen wir wieder Luft und können uns einigermaßen schmerzfrei bewegen. Was soll ich sagen? Gut, dass bei uns keine Presse dabei war. Denn bei uns hätte es wirklich nicht so entspannt ausgesehen wie bei Yoko und John.