Wenn’s der Schule reicht …

Es ist nicht zu fassen, wie die Zeit vergeht: Gerade noch war Einschulung und jetzt hat unser ältester Enkel schon sein erstes Zeugnis bekommen. Damit gehört er zu fast 700.000 Schülern in Berlin und Brandenburg, die nunmehr Sommerferien haben. Passend dazu schien die Sonne und machte Lust auf mehr. Allerdings herrschte nicht für alle eitel Sonnenschein. Denn so manches Zeugnis ließ dunkle Wolken am Elternhimmel aufziehen. Während unser Großer sein erstes Jahr mit Bravour gemeistert hat, gibt es aber auch Kinder, deren Noten für Ärger vor allem bei den Eltern sorgen. Was soll ich sagen? Denen möchte ich die Weisheit einer alten Dame mit auf den Weg geben, die sie mir gegenüber immer hat gelten lassen und die ich später gerne bei meinen Kindern übernommen habe: Wenn’s der Schule reicht, reicht’s mir schon lange. Das ist ziemlich cool und relaxed und nimmt eine Menge Druck vom Kessel. So Sie betroffen sind, denken Sie darüber nach. Es macht das Leben, dessen Ernst schnell genug kommt, etwas leichter.

PS: Unser jüngster Enkel ist dann nächstes Schuljahr auch dran. Doch jetzt sind erst einmal Ferien.

Wenn nicht bei den Großeltern …

Ich lebe noch. Nur hatte ich diese Woche so viel zu tun, dass ich nicht dazu gekommen bin, hier irgendetwas zu schreiben. Dabei warten so viele schöne Geschichten auf Veröffentlichung. Deshalb heute nur auf die Schnelle ein kurzer Bericht vom Wochenende. Da waren nämlich unsere beiden Kurzen bei uns zum Essen und wurden mit ihrem Lieblingsnachtisch überrascht: Frisch vom Tisch! Auch wenn nicht alle Eltern vollends begeistert waren, die beiden Buben hatten ihren Spaß. Was soll ich sagen? Wenn nicht bei den Großeltern, wo dann? Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Der Lieblingsnachtisch wird vorbereitet: Frisch vom Tisch!

Wer Ordnung hält …

Abgesehen von ein paar dürftigen Sonnenstrahlen waren die vergangenen Tage nicht gerade der Sommer-Brüller. Immer wieder haben dunkle Wolken den Himmel verdunkelt und Regengüsse zumindest das in dieser Jahreszeit obligatorische Sprengen obsolet gemacht. Wenigstens Rasen und Sträucher haben sich gefreut. Aber was soll’s, Opas Schreibtisch hat ohnehin unüberhörbar gefordert: Räum‘ mich auf! Was soll ich sagen? Da fällt mir nur ein: Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen. In diesem Sinne ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Opas Schreibtisch hat unüberhörbar gefordert: räum‘ mich auf!

… wo der Hammer hängt

Jeder hat ja so seine Lieblinge. Bei unserem jüngsten Enkel ist das aktuell der Ankylosaurus. Kennen Sie nicht? Besagtes Tier ist eine Gattung aus der Gruppe der Vogelbeckendinosaurier, also kurz ein Dino. Dass sich unser Kurzer genau diesen zu seinem Favoriten auserkoren hat, kommt nicht von ungefähr. Immerhin brachte der Ankylosaurus bis zu neun Tonnen auf die Waage und konnte sich mit einer verknöcherten Keule an seiner Schwanzspitze bestens verteidigen und sogar gegen fleischfressende Räuber wie Tyrannosaurier zur Wehr setzen. Selbst war der Ankylosaurus Pflanzenfresser und somit keine (große) Gefahr für andere Tiere. Was soll ich sagen? Vielleicht kommt ja von der Wehrhaftigkeit dieses Sauriers der Spruch: Jemandem zeigen, wo der Hammer hängt.

Liebling unseres jüngsten Enkels: Der Ankylosaurus aus der Gruppe der Vogelbeckendinos.

Ein Leben wie Pandas in Berlin

Opas Chinesisch ist etwas eingestaubt. Jedenfalls musste er beim heutigen Staatsakt für die beiden Panda-Bären im Zoo Berlin den Simultandolmetscher in Anspruch nehmen, als der chinesische Staatspräsident Xi Jinping seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, dass die beiden Bären die Beziehungen zwischen China und Deutschland noch weiter vertiefen und Botschafter der Freundschaft sein mögen. Bundeskanzlerin Angela Merkel stieß ins gleiche Horn und erklärte, dass Jiao Qing (Schätzchen) und Meng Meng (Träumchen) zwei sehr sympathische Botschafter seien. Wie auch immer, die beiden Bären sind derzeit die einzigen Riesenpandas in Deutschland. Für die breite Öffentlichkeit zu sehen sind die Tiere ab dem morgigen Tag. Dafür muss der Zoo Berlin übrigens 1 Million US-Dollar jährlich auf den Tisch blättern. Denn Schätzchen und Träumchen sind kostenpflichtige Leihgaben Chinas, und das zunächst für die nächsten 15 Jahre. Was soll ich sagen? Opa würde gerne mit den Pandas tauschen. Denn die fressen und schlafen jeweils zwölf Stunden am Tag und liegen dabei auch noch faul herum. Was ist da schon ein Leben wie Gott in Frankreich. Ab jetzt heißt es: Ein Leben wie Pandas in Berlin.

Machten den beiden Panda-Bären heute ihre Aufwartung: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping beim Staatsakt im Zoo Berlin.

Jahrhundertregen in Berlin

Opa hat es diese Woche die Sprache verschlagen. Ein Grund dafür war der Regen, der sich am Donnerstag über Berlin ergossen hat. Die Berliner Wasserbetriebe sprachen von einem „Jahrhundertregen“. Und der hat der Hauptstadt mehr als doppelt so viel Niederschlag beschert wie sonst im ganzen Juni. Wie auch immer: Es gab Szenen auf den Straßen, die man so noch nie gesehen hatte. Da haben sich ganze Straßenzüge in reißen Fluten verwandelt. Autos muteten wie Boote an. Und Fußgänger versanken plötzlich in den Wassermassen, weil sie in offenen Gullis getreten waren. Auch Oma und Opa mussten sich durch die Stadt quälen, was sich allerdings, wenn man so aus dem Fenster schaute, wie eine Bootsfahrt anfühlte. Was soll ich sagen? Da ist in der Tat so manches ins Wasser gefallen.

Wenn die Eltern komisch werden

Oma und Opa haben das längst hinter sich. Ihren Kindern aber steht es noch bevor: Die Zeit, wenn der eigene Nachwuchs in die Pubertät kommt. Es ist zwar noch ein bisschen hin, denn die beiden Buben sind ja erst sechs bzw. sieben Jahre alt. Aber diese Phase kommt gemeinhin schneller, als man denkt. „Pubertät ist, wenn die Eltern komisch werden“, heißt einer der vielen Ratgeber, die den geplagten Eltern Hilfe suggerieren. Doch außer dem, was man ohnehin schon mal gehört hat und insofern zu wissen glaubt, gibt es in den meisten Fällen nicht wirklich Hilfreiches. Vielmehr ist man selbst gefordert, die eigenen Emotionen etwas herunterzufahren und den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Denn wenn ein freundliches „Guten Morgen“ von den eigenen Kindern schon als Beleidigung empfunden wird, ist Ruhe erste Elternpflicht. Was soll ich sagen? Das wirkliche Leben ist ja bekannterweise der beste Ratgeber. So las ich jetzt gerade ein Interview mit der deutschen Schauspielerin Maria Simon, deren Sohn, als er in der Pubertät war, einmal zu ihr sagte: „Mama, das geht so nicht. Du musst dich mit mir verändern.“ Wohl wahr. Besser hätte ich das jetzt auch nicht ausdrücken können.

Herr K. hat es nicht leicht!

Opa war in der abgelaufenen Woche teilweise etwas indisponiert. Eine der Hauptbeschäftigungen war insofern Lesen, wobei Opas jüngste Tochter dazu ein geniales Büchlein beigesteuert hat: Der Moderne Mann von Thomas Tuma, ein Journalisten-Kollege, der beim Handelsblatt arbeitet. Dort hat er auch seinen Herrn K. zum Leben erweckt und präsentiert ihn nach wie vor in einer Kolumne. Und Herr K. hat es in der Tat nicht leicht! Ich will ja nicht zu viel verraten. Aber, so steht geschrieben: „Die moderne Lebenswelt bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich, denen man(n) sich heute stellen muss. Ein wenig Verständnis von seiner Familie wünscht er sich durchaus, doch seine Frau weiß nicht einmal, womit er sich im Job den lieben langen Tag beschäftigt: Als „Senior-Consultant-Key-Account-Irgendwas“ hat sie ihn einmal im Gespräch mit einer wildfremden Frau angeschickert bei einer Party bezeichnet.“ Dabei will ich es denn auch schon bewenden lassen. Denn: Man muss es selber lesen. Was soll ich sagen? Herr K. wirkt wie ein Spiegel, ein Spiegel unserer Zeit, der auch noch ausgesprochen unterhaltsam  (geschrieben) ist. Wenn es Herrn K. noch nicht gäbe, müsste man ihn erfinden. Insofern: Danke, Herr Kollege. Und meinen Lesern wünsche ich noch ein schönes Wochenende, und bleiben Sie gesund …

                                                                           Thomas Tuma, Der Moderne Mann                                                                               GABAL Verlag, Offenbach, 2016, 120 Seite, 15,00 Euro, ISBN 978-3-86936-728-6

Ein Paket von IN FORM

KINDER | KOCHEN, das Herzensprojekt von Oma und Opa, hat erneut Post von IN FORM bekommen. Die Initiative der Bundesregierung für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, die KINDER | KOCHEN ausgezeichnet hatte, hat jetzt noch ein großes Paket geschickt. „Zur Begrüßung und als Dankeschön für Ihr bisheriges Engagement“ gab es alles das, was auf dem Bild zu sehen ist. Was soll ich sagen? Für das Schild, das unsere Auszeichnung dokumentiert, werden wir noch ein ganz spezielles Plätzchen finden, und das Informationsmaterial noch genau studieren. Vor allem gefreut aber haben wir uns über den Kochlöffel und das Seil fürs Seilchenspringen. Allerdings müssen wir auf einer Sache bestehen: Oma und Opa lassen sich ja gerne beim Kochen zuschauen, aber beim Seilchenspringen auf gar keinen Fall.

Dankeschön für das Engagement von KINDER | KOCHEN: Ein Paket von IN FORM.