Endlich wieder KINDER|KOCHEN

Oma und Opa waren wieder in Sachen KINDER|KOCHEN unterwegs. Der erste Kochkurs in 2018 stand auf dem Programm, in der Humboldthain-Grundschule in Berlin. Wie immer hat es allen großen Spaß gemacht. Weitere Eindrücke davon und vor allem schöne Bilder gibt auf dem Blog von KINDER|KOCHEN. Was soll ich sagen? Was wäre das Leben doch ohne Kochen … Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund!

SMS-Weltmeisterin 2000

Neujahrsempfänge sind eine Pflichtübung, die man jedes Jahr absolvieren muss. Face showing nennt man das, damit die anderen wissen, dass man noch lebt. Im Grunde genommen ist es so eine Art Volkszählung, wie zu Zeiten von Jesu Geburt. Wäre damals nicht Gottes Sohn geboren worden, würde heute auch kein Hahn mehr danach krähen. Also, am Freitagabend war Opa auch auf so einem Neujahrsempfang. Abgesehen davon, dass ich etliche Leute getroffen habe, die ich ewig nicht gesehen hatte, was auch wirklich nett war, könnte man den Abend unter der Rubrik verbuchen: Business as usal. Wenn da nicht eine Begegnung gewesen wäre, die mir wohl ewig in Erinnerung bleiben wird. Es handelt sich dabei um eine junge Dame, der ich bereits im letzten Jahr an selber Stelle begegnet war. Doch in diesem Jahr hatten wir etwas mehr Zeit, miteinander zu plaudern und so erfuhr ich, dass sie – und jetzt aufgepasst – SMS-Weltmeisterin des Jahres 2000 ist. Nachdem ich zwischenzeitlich beobachtet hatte, wie ihre Finger über ihr Smartphone flitzten, kann ich mir das in der Tat gut vorstellten. Was soll ich sagen? Titel gibt es, das glaubt man kaum. So frage ich mich auch bis heute, ob es die Forellenkönigin von Ottmarsbocholt wirklich gibt. Es wäre zu schön, um wahr zu sein. Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Ab und zu “cool”

Der Schock war groß und saß zunächst tief. Am Montag habe ich meine Rente beantragt. Dabei kam ich mir in den Räumlichkeiten der Deutschen Rentenversicherung ziemlich deplatziert vor. Jedenfalls fühlte ich mich alles andere als ein Rentner. So langsam habe ich mich erholt, weiß aber immer noch nicht so recht, wie ich damit umgehen soll, dass ich demnächst Ermäßigungen verlangen darf, wenn ich ins Kino gehe, ins Theater oder in Ausstellungen. Irgendwie sagt mir mein Kopf etwas anderes als das Geburtsdatum meines Ausweises. Der heutige Aufmacher in der Online-Ausgabe der Welt hat mich zumindest ein wenig beruhigt. Stand da doch zu lesen: „Karriere, Liebe, Spaß: Auch für Ältere lohnt es sich, Neues zu wagen.“ Allerdings geht es in dem Artikel mehr um die Generation 50 plus als um die von 65 plus. Und so Sätze wie „Der Greis bleibt mit viel Mühe heißt“ waren letztlich auch nicht dazu angetan, mich mental aufzurichten. Und wenn „50 angeblich das neue 40 ist“, ist dann 65 das neue 55? Fragen über Fragen, die auch nicht viel weiter helfen. Einen Lichtblick aber gibt es: Donald Trump. Dieser „Idiot“ bzw. „Trottel“, wie Vertraute und Berater des US-Präsidenten ihn nennen, hat sich jetzt als „stabiles Genie“ geoutet. Was soll ich sagen? Also, wenn der 71-Jährige ein „stabiles Genie“ ist, dann ist Opa … Ja, was eigentlich? Auch wenn es vermutlich die meisten am liebsten heiß mögen, bin ich schon sehr zufrieden damit, dass mich meine Enkel ab und zu „cool“ finden. Wenn das nichts ist …

Kohlröschen – ein neues Gemüse

Opa ist wieder voll im Arbeitsmodus. Das heißt, heute habe ich weitestgehend am Schreibtisch verbracht. Schlimm war das nicht, zumal an einem Sonntag, der so Grau in Grau daherschlich. Was soll ich sagen? Als Belohnung gab’s eine kulinarische Überraschung. Opa hat nämlich ein neues Gemüse entdeckt: Kohlröschen – eine britische Kreuzung aus Grün- und Rosenkohl. Schmeckt fantastisch, einfach nur in Butter gebraten, dazu Fleischpflanzerl in Rotweinsauce. Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

                Fleischpflanzerl in Rotweinsauce mit Kohlröschen, einfach nur lecker.

Unglaubliches unnützes Wissen

Sachen gibt es, die sind unglaublich. Fangen wir mal an. In Berlin gibt es, nein, das werden Sie jetzt wirklich nicht glauben, einen verganen Sexshop, der auch noch damit wirbt: „Bring deine Mutter mit.“ Wenn Sie glauben, Aldi sei eine Billigmarke, sind Sie ebenfalls falsch gewickelt. So gibt es in Potsdam beispielsweise eine Aldi-Filiale, die einen Bootssteg hat. Sie halten das alles für unnützes Wissen? Dann werden Sie vermutlich auch nicht glauben, dass es einen Tag des unnützen Wissens gibt – und der ist auch noch heute. Was soll ich sagen? Wenn Sie sich jetzt doch für skurrile Fakten begeistern, die man nicht mehr vergisst, obwohl man sie überhaupt nicht braucht, dann kann ich Ihnen nur eines der zahllosen Bücher empfehlen, die es über unnützes Wissen gibt. Und das werden Sie jetzt erst recht nicht glauben: Selbst der Duden beschäftigt sich mit unnützem Wissen – über Deutschland und, und das setzt dem Ganzen noch die Krone auf, mit unnützem Sprachwissen. Wie gesagt: Sachen gibt es, die sind unglaublich.

                                                        Duden – Unnützes Sprachwissen: Gibt es tatsächlich auch sowie bald eine Rezension.

Ein Shopping-Erlebnis

Eigentlich hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen, mich nicht mehr so schnell und so viel aufzuregen. Die ersten beiden Tage hatte das eigentlich schon ganz gut geklappt – fast. Denn als ich mich am Nachmittag des gestrigen Tages entschlossen hatte, mit Oma ein paar Einkäufe zu tätigen, hat sich Peek & Cloppenburg offensichtlich gedacht: Das wollen wir doch mal sehen! Ganz kurz zur Vorgeschichte: Umstände bedingt hatte ich etwas, so um die 20 Kilogramm, abgenommen. Dabei war zwangsläufig auch meine Garderobe etwas geschrumpft. Und ich musste endlich mal für Nachschub sorgen. Also landeten wir bei besagtem Bekleidungsgeschäft, bei dem ich auch fündig wurde: Ein Anzug plus Ersatzhose, zwei Chinos und eine Jeans. Wie gut, dass fast alles von der Marke „Sale“ war. Jedenfalls summierten sich die sechs Teile auf 589,40 Euro – zugegeben auch noch ein stolzer Preis, wobei ich das jetzt nicht in D-Mark umrechnen will. Die Kassiererin, die gleichzeitig auch noch alles akkurat zusammenpackte, guckte entsprechend glücklich und lächelte mich an. Doch dann öffnete sie ihre Lippen und wisperte mir zu: „Haben Sie etwas zum Einpacken dabei oder möchten Sie ein Plastiktüte für 20 Cent?“ Wie vom Donner gerührt war ich kurz davor, zu sagen: „Behalten Sie Ihr Zeug und …“ Aber immerhin hatte ich jetzt schon fast zwei Stunden investiert, um meinen Garderobenschrank wenigsten einigermaßen wieder zu komplettieren. Also machte ich aus meinem Herzen erst einmal keine Mördergrube, sondern meinem Ärger Luft – wobei zugegebener Maßen die arme Frau am wenigsten dafür kann. Aber es kann doch wohl nicht sein, dass ich in einem Geschäft Sachen in einem Wert kaufe, für den eine alte Frau schon ziemlich lange stricken muss, und dann soll ich als Dank dafür auch noch einen Plastikwerbeträger kaufen, für den es noch nicht einmal eine Alternative gab – lediglich den Hinweis, dass die 20 Cent in ein Sozialprojekt fließen. Was soll ich sagen? Auf der Webseite des Hauses fand ich dafür zwar keinen eindeutigen Hinweis. Aber mir hätte es auch schon gereicht, wenn die Marke, zu der ich in Jugendzeiten wirklich treu gestanden habe, sich dem Teil der Textilhändler angeschlossen hätte, die schon seit geraumer Zeit auf Papiertüten umgestellt hat. Denn dass Plastiktüten – um es ganz vorsichtig auszudrücken – wahrlich nicht der Weisheit letzter Schluss sind, habe ich durchaus verstanden. Aber so geht es bei einem Einkaufsvolumen dieser Art nun wirklich nicht. Ich habe aber schon eine Lösung für den nächsten Einkauf bei P & C: Da nehme ich die hochqualitative Papiertüte von Hirmer GROSSE GRÖSSEN, die ich dort bei unserem anschließenden Besuch und Kauf von zwei reduzierten Pullovern bekommen habe, mit und lasse mir alles sorgfältig einpacken. Das finden die da sicher dann genau so lustig wie ich die Frage, ob ich bei einem Fast-600-Euro-Einkauf gerne eine Plastiktüte für 20 Cent kaufen möchte. Einfach unglaublich dieses Shopping-Erlebnis!

Zuversichtlich ins neue Jahr

Irgendwie ist ein zünftiger Spaziergang ein Muss am Neujahrstag. Während manche immer noch in den Betten lagen, haben sich Oma und Opa aufgerafft und einen der Berliner Seen ausgesucht, um dort frische Luft zu tanken. Gefallen ist die Wahl auf die Krumme Lanke, die zur Grunewaldseenkette gehört. Rund 2,5 Kilometer sind wir um sie herum gelaufen und haben uns danach richtig gut gefühlt. Was soll ich sagen? So gestärkt gehen wir zuversichtlich ins neue Jahr und wünschen auch allen Lesern ein glückliches und vor allem gesundes 2018.

Ein stimmungsvoller Auftakt ins neue Jahr mit einem Spaziergang um die Krumme Lanke.

Mit Demut ins neue Jahr

Wieder geht ein Jahr zur Neige. Schaut man zurück, so stellt man fest, dass nicht alles so gekommen ist, wie man sich das so vorgestellt und erhofft hatte. Dennoch: Es gibt viele, sehr viele Menschen, die gerne mit einem tauschen würden. Vor allem in Europa, zumal in Deutschland, befindet man sich auf der Sonnenseite des Lebens. Jede Nachrichtensendung führt uns das eindrucksvoll wie erschreckend vor Augen. Angesichts des Elends in der Welt erscheinen da manche Klagen schon fast lächerlich. Insofern ist ein wenig Demut und Dankbarkeit angebracht, wenn man auch nur halbwegs gesund seine Tage verbringen kann.”Betrachte jeden Tag, als könnte er der letzte sein”, wusste schon Lucius Annaeus Seneca. Dass man dabei seine Mitmenschen nicht vergessen sollte, versteht sich von selbst. Was soll ich sagen? Ich zitiere da mal Friedrich Nietzsche, der es so formuliert hat: “Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen, ist beim Erwachen daran zu denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tage eine Freude machen könne.” In diesem Sinne wünschen Oma und Opa allen einen erbaulichen Jahresausklang und alles erdenklich Gute für das neue Jahr.

Und es gibt ihn doch …

Die Fragen “Gibt es das Christkind? oder “Gibt es einen Weihnachtsmann?” sind vermutlich so alt wie das Christkind bzw. der Weihnachtsmann selber. Eine der wohl bewegendsten und anrührendsten Antworten hat im Jahre 1897 Francis P. Church in der New York Sun gegeben, der im Auftrag seines Chefredakteurs folgende Leserzuschrift beantwortete: “Lieber Redakteur: Ich bin 8 Jahre alt. Einige meiner kleinen Freunde sagen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Papa sagt: ‚Was in der Sun steht, stimmt.‘ Bitte sagen Sie mir die Wahrheit: Gibt es einen Weihnachtsmann? Virginia O’Hanlon. 115 West Ninety-fifth Street.”

“Virginia”, beginnt der Text von Church, der bis zur Einstellung der “Sun” 1950 alle Jahre zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der Zeitung abgedruckt wurde und nunmehr jedes Jahr an Heilig Abend auf Opas Blog erscheint, “deine kleinen Freunde haben unrecht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Alters. Sie glauben an nichts, das sie nicht sehen. Sie glauben, dass nichts sein kann, was ihr kleiner Verstand nicht fassen kann. Der Verstand, Virginia, sei er nun von Erwachsenen oder Kindern, ist immer klein. In unserem großen Universum ist der Mensch vom Intellekt her ein bloßes Insekt, eine Ameise, verglichen mit der grenzenlosen Welt über ihm, gemessen an der Intelligenz, die zum Begreifen der Gesamtheit von Wahrheit und Wissen fähig ist.

Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen, und du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie öde wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe. Sie wäre so öde, als wenn es dort keine Virginias gäbe. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen. Wir hätten keine Freude außer durch die Sinne und den Anblick. Das ewige Licht, mit dem die Kindheit die Welt erfüllt, wäre ausgelöscht. Nicht an den Weihnachtsmann glauben! Du könntest ebenso gut nicht an Elfen glauben! Du könntest deinen Papa veranlassen, Menschen anzustellen, die am Weihnachtsabend auf alle Kamine aufpassen, um den Weihnachtsmann zu fangen; aber selbst wenn sie den Weihnachtsmann nicht herunterkommen sähen, was würde das beweisen? Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen dafür, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können. Sahst du jemals Elfen auf dem Rasen tanzen? Selbstverständlich nicht, aber das ist kein Beweis dafür, dass sie nicht dort sind. Niemand kann die ungesehenen und unsichtbaren Wunder der Welt begreifen oder sie sich vorstellen.

Du kannst die Babyrassel auseinander reißen und nachsehen, was darin die Geräusche erzeugt; aber die unsichtbare Welt ist von einem Schleier bedeckt, den nicht der stärkste Mann, noch nicht einmal die gemeinsame Stärke aller stärksten Männer aller Zeiten, auseinander reißen könnte. Nur Glaube, Phantasie, Poesie, Liebe, Romantik können diesen Vorhang beiseite schieben und die übernatürliche Schönheit und den Glanz dahinter betrachten und beschreiben. Ist das alles wahr? Ach, Virginia, in der ganzen Welt ist nichts sonst wahrer und beständiger.

Kein Weihnachtsmann! Gott sei Dank lebt er, und er lebt auf ewig. Noch in tausend Jahren, Virginia, nein, noch in zehn mal zehntausend Jahren wird er fortfahren, das Herz der Kindheit glücklich zu machen.”

Was soll ich sagen?

Recht hat Church, und schöner kann man es auch nicht sagen. In diesem Sinne wünschen Oma und Opa allen Lesern frohe und gesegnete Weihnachten.

Illusion der Illusion

Die Frage, ob es das Christkind bzw. den Weihnachtsmann gibt, wird hier ja morgen wieder beantwortet. Dennoch soll das Thema auch schon heute eine Rolle spielen. Unser ältester Enkel hat nämlich der Beantwortung der Fragen aller Fragen eine völlig neue Dimension verliehen, indem er die Frage sozusagen weiträumig umgeht. Ganz nach dem Motto: Wenn ich die Frage nicht stelle, kann ich auch keine Antwort erhalten, die ich gar nicht hören will. Wenn man so will, erhält er sich die Illusion der Illusion. Was soll ich sagen? Wie klug können Kinder s doch ein …

Morgen, Kinder, wird’s was geben …