Ein Großelterntag muss her

Es gibt Gedenktage für alles und jeden. Dass es einen Tag des deutschen Apfels (11. Januar) und einen Tag der gesunden Ernährung (7. März) gibt, ist sicherlich sinnvoll. Auch der Tag des deutschen Butterbrotes (letzter Freitag im September) mag ja noch angehen. Bedenklich mutet aber schon der Internationale Weltkiffertag (20. April) an. Zumindest nicht aufregen muss man sich über den Pi-Tag (14. März), den die Freunde der Zahl Pi ins Leben gerufen haben. Und sicher hat auch niemand etwas gegen den Weltdufttag (27. Juni), denn wer mag es schon, wenn es stinkt. Mittlerweile selbstverständlich sind ganz sicher Muttertag (2. Sontag im Mai) und Vatertag (Christihimmelfahrt). Völlig unverständlich aber ist, dass es nach wie vor keinen Großelterntag gibt. Zwar wird in der christlichen Welt am Annentag (26. Juli) der Mutter der Gottesmutter Maria, also der Großmutter Jesu, gedacht. Und irgendwie hat man dann neben Anna auch noch Joachim, ihren Mann, in das Gedenken miteinbezogen, so dass der 26. Juli als Gedenktag der Großeltern Jesu in der Welt war. Darauf haben sich dann das Institut für neue soziale Antworten (INSA) und in dessen Gefolge der Verband kinderreicher Familien Deutschlands (KFRD) gestürzt und diesen Tag als Großelterntag ausgerufen bzw. gefordert. Der Erfolg war ebenso ernüchternd wie der der Kasseler Lebensabendbewegung, die am ersten Mittwoch im April den Tag der älteren Generation proklamierte. Was soll ich sagen? Mit Hilfe der Freunde von Opas Blog muss jetzt ein Großelterntag her – und zwar länderübergreifend für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dafür bietet sich jeweils der Sonntag an, der am nächsten am 26. Juli liegt. 2013 wäre das der 28. Juli. Wer diese Forderung unterstützen will, schickt einfach eine E-Mail mit “Großelterntag: Ja” im Betreff an grosselterntag@opas-blog.de. Es wäre doch gelacht, wenn wir wir das bis zum 28. Juli nicht hinbekämen.

PS: Die E-Mail-Adresse mit dem Anliegen an möglichst viele Freunde weiterleiten. Kommentare und “Gefällt mir”-Bekenntnisse sind natürlich auch willkommen. Und das Ganze läuft selbstverständlich zusätzlich als Blogparade. Alle, die die Forderung nach einem Großelterntag unterstützen möchten, sind herzlich eingeladen, auf ihrem Blog bis zum 27. Juli einen entsprechenden Beitrag zu verfassen und ihn hierher zu verlinken. Über den weiteren Gang der Dinge werde ich regelmäßig berichten.

Sieben Jahre länger

Oma hatte mir vor geraumer Zeit einmal erzählt, dass positiv gestimmte Senioren nicht so schnell krank würden. Darauf hätten die Politiker Jens Spahn (CDU) und Daniel Bahr (FDP) hingewiesen. Das wollte ich jetzt genauer wissen und recherchierte. Doch leider kam ich selbst bei Google nicht weiter. Irgendwie schien die Nachricht im Internet abhanden gekommen zu sein. Doch dann stieß ich auf eine Untersuchung, die allerdings schon aus dem Jahr 2009 stammt. Forscher der Universität Yale hatten in einer Langzeitstudie 660 Menschen ab 50 Jahren untersucht und dabei festgestellt, dass eine positive Einstellung zum Alter das Leben verlängert. Personen, die sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters glücklich, gebraucht und vital fühlten, würden im Schnitt sieben Jahre länger leben, als diejenigen, die im Alter nur Nachteile sehen. Was soll ich sagen? Dann wird es, so Gott will, Oma und Opa so um die sieben Jahre länger geben, und Opas Blog auch.

Opa ante Portas?

Opas Zeilen in diesem Blog erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das macht sich auf der einen Seite durch konstant steigende Zugriffszahlen bemerkbar. Auf der anderen Seite erhalte ich immer neue Anregungen meiner Leser, wie ich meine Texte weiter verwerten soll. Ein Vorschlag beispielsweise lautete: Lesungen halten. Da musste ich – zumindest innerlich – herzhaft lachen. Denn wenn ich an Lesungen nur denke, fällt mir sofort eine der wohl bekanntesten Lesungen der Filmgeschichte ein: “Melusine! Kraweel, Kraweel! Taubtrüber Ginst am Musenhain! Trübtauber Hain am Musenginst! Kraweel, Kraweel!” Da vergießt Oma vor Lachen auch heute noch immer wieder viele Tränen. Dabei reicht es schon, wenn sie nur hört, wie sensationell Loriot die Rolle des Lothar Frohwein ausfüllt. Was soll ich sagen? Bei mir würde die ganze Sache bereits an der fehlenden Lederjacke scheitern, die in besagter Szene von “Pappa ante Portas” so wunderbar knarzt. Das lispelnde “s” würde ich ja vielleicht noch hinkriegen. Was denn Schluckauf betrifft, … ach lassen wir das.

Lang lebe d(ies)er König

Die Niederlande haben einen neuen König. Selbst für eingefleischte Demokraten und überzeugte Republikaner hatte die Amtseinführung von Willem-Alexander etwas Bewegendes. Da ging im Hause Oranje würdevoll ein Generationswechsel vonstatten, der vielen Familien als Vorbild dienen könnte. Die in alle Welt übertragenen Fernsehbilder haben eine sichtbar erleichterte Oma, eine auf ihren Mann merklich stolze Ehefrau sowie einen auf das Wohl seiner Kinder bedachten Vater und an seine Mutter respektvoll denkenden Sohn gezeigt. Um es noch präziser zu sagen: Beatrix, die nach 33 Jahren Regentschaft die Bürde ihres Amtes abgelegt hatte, kümmerte sich liebevoll um ihre Enkeltöchter. Máxima, immerhin jetzt Königin im Oranje-Reich, strahlte den Stolz einer liebenden Ehefrau aus. Und Willem-Alexander, der nunmehr die Nummer 1 seines Landes ist, hatte schon vorher kundgetan, seine Kinder, insbesondere seine älteste Tochter Kronprinzessin Amalia, soweit überhaupt machbar, vor der neugierigen (Medien-)Öffent-lichkeit zu schützen und ihnen eine normale Jugend zu ermöglichen. Dass er zudem noch in diesem wohl wichtigsten Moment seines Lebens auch die Verdienste von Beatrix sowohl als Königin als auch als Mutter in seiner Antrittsrede anerkennend ansprach, war bemerkenswert und bescherte ihr noch einmal eine große Bühne. Auch bei uns in der Familie war dieses Ereignis Thema. “Warum geht die alte (Königin)”, wollte unser Ältester im Vorfeld wissen. Was soll ich sagen? Weil sie offenbar ein besseres Gespür für den richtigen Moment hat(te) als ihre Kollegin in London. So heißt es eben zunächst einmal nur bei unseren Nachbarn: Lang lebe d(ies)er König.

Nunmehr ein ganz Großer

Es gibt bei der Entwicklung von Kindern Schritte, die sind gewaltig. Bei unserem ältesten Enkel hat es jetzt so einen Meilenstein gegeben. Unsere Tochter rief uns an und berichtete, dass ihr Mann und sie für den Kleinen das erste (richtige) Fahrrad gekauft hätten – ohne Stützräder. Da unser Enkel mit seinem Laufrad beste Erfahrungen gemacht hatte, bestieg er laut unserer Tochter ohne Zögern das neue Fortbewegungsmittel und düste los. Das konnte natürlich nicht sofort zu einhundert Prozent gutgehen. Die eine oder andere Bruchlandung soll es gegeben haben. Aber Dank eines Helmes und dicker Kleidung hielten sich die Blessuren offensichtlich in Grenzen, so dass unser kleiner Mann nach einigen Versuchen nunmehr zu den ganz Großen gehört. Was soll ich sagen? Da wären Oma und ich auch gerne dabei gewesen. So bleibt uns vorerst nur die Erinnerung an unsere Töchter, als diese das erste Mal ganz alleine mit ihren Fahrrädern gefahren sind. Aber ganz so lange wird es wohl nicht dauern, bis unser Großer uns sein neues Können demonstriert.

“Opa, ich hab dich lieb”

Sie erinnern sich, wie Schnee in der Märzsonne dahinschmilzt? Nein, sicher nicht. In diesem Jahr lag ja noch im April der Schnee in der Gegend herum. Ich konnte mich auch nicht mehr so recht daran erinnern, wie dies vor sich geht. Das änderte sich aber bei der letzten Übernachtung unseres jüngsten Enkels. Da hatten wir ausreichend Zeit, miteinander zu spielen, Unsinn zu machen, herumzutollen, Bücher zu lesen, Hubschrauber fliegen zu lassen und alles das zu tun, was ein Kinderherz so begehrt. So ein Wochenende ist für Jung und Alt ein Quell der Freude und Vertrautheit. Das macht sich vor allem darin bemerkbar, dass man immer weniger Worte braucht, um sich zu verständigen. Als wir dann alle gemeinsam am Tisch saßen, kreuzten sich einmal unsere Blicke, wir lächelten uns an und in seinen Augen stand leise, aber unüberhörbar der Satz: “Opa, ich hab dich lieb.” Was soll ich sagen? Da wusste ich wieder, wie es ist, wenn der Schnee in der Märzsonne  dahinschmilzt.

 

“Opa ‘mal”

Kinder haben eine Vorstellungskraft, die wir Erwachsenen im Laufe unseres Reifeprozesses wahrscheinlich schon relativ früh verloren haben. Die Phantasie der Kleinen ist dabei so verblüffend wie einfach, so dass wir zuweilen Schwierigkeiten haben, ihr zu folgen. Als unsere Enkel jüngst wieder einmal bei uns waren, haben diese sich in unserer offenen Küche hinter einer Anrichte versteckt. Opa wurde daraufhin von Oma aufgefordert, nunmehr die Beiden zu suchen. Ich faselte etwas von Schlafzimmer, in dem ich zunächst einmal nachschauen wollte, und schlich mich langsam und leise an die zwei Buben heran, die mich aus ihrer Position nicht sehen konnten. Mit lautem Löwengebrüll sprang ich dann um die Ecke, was wiederum zu lautem und begeistertem Kindergebrüll führte. “Opa ‘mal”, juchzte der ganz Kleine vor Freude, was im Klartext bedeutete, ich solle das Spektakel doch bitte wiederholen. Das tat ich natürlich – und zwar vollkommen identisch. Was wiederum zu der Bitte führte: “Opa ‘mal.” Was soll ich sagen? Das Ganze wiederholte sich unzählige Male, mit immer wachsender Begeisterung bei den Kindern. Und die konnten sich jedes Mal aufs Neue vorstellen, dass ich zunächst ins Schlafzimmer gehen würde, und sich dann zu Tode erschrecken. Da kann man richtig neidisch werden.

Ein echtes Luxus-Kind

Unser jüngster Enkel ist, wie seine Tante es formuliert, ein echtes Luxus-Kind. In der letzten Zeit hat er ein ums andere Mal bei Oma und Opa übernachtet, was immer völlig problemlos war. Unsere Jüngste lieferte ihn ab, wurde ohne jede Träne verabschiedet und war, spätestens wenn Oma mit ihm im Spielzimmer verschwand, zwar nicht vergessen, aber doch aus (den Augen, aus) dem Sinn. Abendbrot, waschen und Zähne putzen, ins Bett gehen, nicht eine Szene hat es gegeben. Auch das Einschlafen passierte zumeist in Rekordgeschwindigkeit. Aber all das ist es nicht, was dieses Luxus-Kind ausmacht. Das ergibt sich erst dann, wenn der Kleine eingeschlafen ist. Oma und Opa können dann etwas fernsehen oder vielleicht über das eine oder andere in Ruhe reden, gar noch ein Gläschen Wein trinken und schließlich ganz geruhsam schlafen gehen. Das tolle dabei ist, wir können bis zum nächsten Morgen durchschlafen. In aller Regel bis sieben Uhr. Als Zugabe gibt’s noch eine Stunde kuscheln und schmusen oben drauf. Was soll ich sagen? Wenn das kein Luxus ist.

 

Der erste Cabrio-Ausflug

Das Wetter ist jetzt endlich soweit, dass Besitzer von Cabrios ihre Fahrzeuge wieder guten Gewissens auf die Straße lassen können. Das hat auch unser ältester Enkel mitbekommen, der sofort die ihm eigentlich schon im vergangenen Jahr versprochene Cabrio-Premiere bei Oma und Opa einforderte. Da half keine noch so attraktive Ablenkung, selbst der Hinweis auf die nunmehr erforderlichen Umrüstarbeiten beeindruckte ihn in keinster Weise. Also machte sich Opa daran, dass Kinderstühlchen aus dem einen Auto aus- und in das andere einzumontieren. Dann war es soweit: Der Kleine nahm in seinem Stühlchen Platz, wurde dort vorschriftsmäßig angeschnallt, zog die Mütze über den Kopf und los ging die Fahrt. Der Wind weckte nicht nur bei unserem Enkel das Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Auch Oma und Opa sowie unsere Tochter genossen die Fahrt. Als nach einiger Zeit der Ausflug beendet und Tochter und Sohn wieder zu Hause abgeliefert worden waren, standen die beiden noch am Straßenrand, um die Großeltern zu verabschieden. Da plötzlich schaute der kleine Mann völlig entgeistert auf die Frontpartie des Cabrios und fragte seine Mutter: “Wieso sieht das Auto aus wie unseres?” Der Hinweis darauf, dass ihr Kombi von derselben Marke und aus derselben Modellreihe seien, konnte unseren Enkel nicht befriedigen. Was soll ich sagen? Woher soll der kleine Mann auch wissen, was eine Marke und eine Modellreihe sind. Das Leben ist manchmal ganz schön schwierig.

Opas Blog auf Platz 20

Es ist unglaublich, aber wahr: Opas Blog hat es in nur zwei Monaten geschafft, über 15.000 Besuche und über 45.000 Seitenzugriffe zu erzielen und sowie beim SeitTest-Website-Ranking auf Platz 20 der TOP-100 der besten deutschen Blogs und auf Platz 60 der TOP-100 der besten Webseiten über alle Themen zu kommen. SeitTest analysiert und bewertet Webseiten, wie ein Mensch es tun würde: Inhalt, Qualität und Usability zählen mehr als Backlinks und Keyword Densitiy. Bei diesem Test erhielt Opas Blog die Note “sehr gut”. Das ist eine sehr schöne Anerkennung für die viele Arbeit, die in diesem Blog steckt. Was soll ich sagen? Gleichzeitig ist es aber auch Ansporn dafür, so wie bisher weiterzumachen. Denn es ist schon eine große Herausforderung, jeden Tag einen Beitrag zu Posten und dabei ein hohes Niveau zu halten. Also versprochen, Opa bleibt dran.

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