Lost in Translation

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen, ließ schon Matthias Claudius seinen Herrn Urian singen. Oma und Opa können dazu jetzt auch ein paar Strophen beitragen. Letztens waren wir nämlich in Holland bei Omas Mutter. Auf der Rückreise passierte uns dann das, was alle Reisende fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Mitten auf der Autobahn gab nämlich unser Wagen seinen Geist auf, rollte noch ein paar hundert Meter, um dann auf dem mit Schnee bedeckten Standstreifen zum Stehen zu kommen. Und es ist schon ein komisches Gefühl, wenn in nicht einmal fünf Metern Abstand die Fahrzeuge mit fast 200 Stundenkilometern an einem vorbeidonnern. Ruhig bleiben, ist da das Beste, was man machen kann. Denn unüberlegte Reaktionen können ziemlich verhängnisvoll sein. Also haben wir erst einmal durchgeatmet und sind dann ziemlich überlegt zu Werke gegangen. Nachdem wir den ADAC, in dem wir Gott sei Dank seit ewigen Zeiten Mitglied sind, informiert hatten, haben wir unsere Warnwesten angelegt, das Warndreieck aufgestellt und uns mit Decke und Frostschutzfolie ausgestattet hinter der Leitplanke in Sicherheit gebracht. Gut eine viertel Stunde später bereits war der Abschleppwagen da, der uns nach Mariental-Dorf brachte, wo es tatsächlich eine Werkstatt gab. Die vermutete dann aufgrund der Hinweise von Opa, dass die Benzinpumpe defekt sei. Damit stand fest: Lost in Translation – jedenfalls im ehemaligen Zonenrandgebiet. Dort hat sich der Inhaber des Autohauses immerhin als guter Geschäftsmann erwiesen. Denn in Mariental-Horst hat er die „Alte Wache“ der ehemaligen Kaserne als Gaststätte und Hotel erworben, in dem wir nun – zumindest auf Kosten des ADAC – übernachten konnten. Die nötige Bettschwere haben wir uns mit einigen Gläsern Primitivo hart erarbeitet. Davon allerdings kam der Kater, der uns am nächsten Morgen voll erwischte, nicht, sondern vielmehr von der Nachricht des Autohauses, das uns mitteilte: „Vor 14.00 Uhr wissen wir noch gar nichts.“ Wenn überhaupt könne es frühestens zwischen 16.00 und 17.00 Uhr weitergehen. Also hatten wir erst einmal Zeit, uns mit Land und Leuten vertraut zu machen. So dauerte es auch nicht lange, bis wir erste Hinweise auf Eigentumswohnungen erhielten, die wir für 1.700 Euro pro Quadratmeter erwerben könnten. Für einen Ort, an dem nach Aussage von Einheimischen „der Hund begraben ist“, kein schlechter Preis. Da wir aber nicht länger als unbedingt nötig bleiben wollten, sind wir nicht näher auf das Angebot eingegangen. Gegen Mittag dann heiterten das Wetter und unsere Laune wieder auf. Denn bei einem neuerlichen Anruf bei der Autowerkstatt hieß es: „Ihr Fahrzeug kommt gerade von der Probefahrt zurück. Es kann also weitergehen.“ Was soll ich sagen? Nachdem sich die Rechnung einigermaßen in Grenzen hielt und wir ansonsten wohlbehalten wieder daheim angekommen sind, können wir sagen: Nochmal mit dem Schrecken davongekommen. Der hat allerdings – mit einigen anderen Hiobsbotschaften kombiniert – so lange angehalten, dass ich erst heute wieder schreibfähig war. Aber: Ende gut, alles gut.

Dumm gelaufen: Da standen wir und steckten fest – die Ausfahrt Helmstedt in Sichtweite.

Von Mercédès inspiriert

Auch Großes fängt erst klein an. Der sechsjährige Enkel einer Bekannten von Oma jedenfalls hat schon Pläne, die in die beschriebene Kategorie passen könnten. So hat er jetzt seiner Großmutter eröffnet, dass er später einmal ein Auto konstruieren und bauen will, das den Namen seiner kleinen Schwester Lotti tragen soll. Vorbild für seine Idee war für ihn die Marke Mercedes, bei der sich der Geschäftsmann Emil Jellinek seinerzeit vom Vornamen seiner Tochter Mercédès inspirieren ließ. Was soll ich sagen? Deren Stern leuchtete noch heute. Mal sehen, welche Strahlkraft Lotti entfalten wird.

Classic Day: Besuch lohnt sich

Oma und Opa dürften wohl zu den älteren Modellen gezählt haben, die heute auf dem Kurfürstendamm in Berlin zu sehen waren. Dort finden gerade die Classic Days Berlin 2017 statt, während der zwischen Olivaer Platz und Joachimsthaler Straße bis morgen Abend noch rund 2.000 Oldtimer zu sehen sind. Unser Enkel war mit seiner Mutter mit von der Partie, kam aber nicht so zum Zuge, wie er sich das erhofft hatte. Der kleine Mann wollte unbedingt einen Lamborghini sehen und im Idealfall einmal hinterm Steuer sitzen. Doch daraus wurde leider nichts – mangels Lamborghini. Dennoch gab es viele schöne Autos zu sehen. Opa war besonders angetan vom einem BMW 507, der zwischen 1956 und 1959 in einer Stückzahl von 252 gebaut wurde. Vor lauter Begeisterung habe ich vergessen, den immerhin noch zugelassenen Wagen zu fotografieren. Was soll ich sagen? Wenn Sie morgen nichts Besseres vorhaben und in der Nähe des Kurfürstendammes in Berlin sind, lohnt sich ein Besuch ganz sicher. Ansonsten: Ein schönes Wochenende noch und bleiben Sie gesund …

Auch wenn er keinen Lamborghini zu Gesicht bekam, war unser Enkel doch beeindruckt. 

Der Knoten, der nicht aufgeht

Sie sind in der Tat ein Ärgernis: Schnürsenkel, die immer aufgehen. Nun haben sich Wissenschaftler des Problems angenommen und wollen herausgefunden haben: Es gibt Schleifen, deren Knoten besser halten. Jedenfalls haben Christopher Daily-Diamond und seine Mitarbeiter von der University of California in Berkeley dies in den Proceedings A der britischen Royal Society so veröffentlicht. Allerdings geben sie auch zu Protokoll: Das Problem sei alles andere als abschließend erforscht, viele Fragen zu den mechanischen Grundlagen noch offen. Was soll ich sagen? Vielleicht hätten die Forscher vor ihrer Veröffentlichung Opa fragen sollen. Der kennt nämlich einen Knoten, der definitiv nicht aufgeht, den man aber ganz einfach aufziehen kann. Wenn ich ihn unseren beiden Enkeln beigebracht habe, werden die sich jedenfalls freuen. Allerdings haben auch diese Schleifen ihren Haken. Wenn man nämlich nicht aufpasst und sich ein loses Ende in einer der Schleifen verhäddert hat, kann es einem passieren, dass man beim Aufziehen des Knoten ihn so fest zuzieht, dass er kaum noch aufgeht. Wie der Knoten geht? Sehen Sie selbst:

PS: Den Knoten habe ich von meiner Tante Greten gelernt. Deshalb heißt er bei uns auch Tante-Greten-Knoten.

Auf Otto Lilienthals Spuren

Es kann kein Zufall sein: Unsere Töchter sind hier in Berlin auf das Lilienthal-Gymnasium gegangen. Was für ein Name: Lilienthal, Otto Lilienthal! In Wikipedia heißt es zu ihm u.a.: “Er war wohl der erste Mensch, der erfolgreich und wiederholbar Gleitflüge mit einem Flugzeug (Gleitflugzeug) absolvierte und dem Flugprinzip „schwerer als Luft“ damit zum Durchbruch verhalf.” Insofern verwundert es mich nicht, dass unser jüngster Enkel jetzt auf Lilienthals Spuren wandelt und uns seine erste Konstruktion für ein Fluggerät vorgestellt hat. Und die ist beeindruckend, nicht zuletzt weil sie bereits schon auch ausgesprochen futuristisch wirkt. Dass sich unser ältester Enkel derzeit schon mit dem Modell eines Space Shuttles und dessen Startrampe beschäftigt, ist vermutlich altersbedingt und insofern auch nicht überraschend. Was soll ich sagen? Oma und Opa sind gespannt, was daraus noch werden wird. Wahrscheinlich muss die Geschichte der Luftfahrt bald neu (fort)geschrieben werden.

Die Konstruktion eines Fluggerätes von unserem jüngsten Enkel: Beeindruckend!

Wieder ziemliche Probleme

Es ist mal wieder soweit: Mein Provider 1&1 hat wieder ziemliche Probleme, was dazu führt, dass man – bis auf die Startseite – keine Seiten mehr bei Opas Blog aufrufen kann. Als ich gestern den Platinservice angerufen und das Problem beschrieben habe, hieß es am Ende nur lapidar: “Das Problem ist bekannt.” Ach so, dann ist ja alles gut. Statt das den Kunden schon mal vorab mitzuteilen, wird man in die Warteschlange geschickt und wieder vertröstet. Denn bis jetzt ist das Problem nicht gelöst, was für den Kunden viel interessanter wäre. Was soll ich sagen? Wenn es das erste Mal wäre, würde ich ja nichts sagen. Aber das Kommunikationsverhalten von 1&1 hat System. Davon war auch Opas Blog schon betroffen und hat darüber berichtet. Wenn die anderen Seiten irgendwann wieder erreichbar sind, werde ich auf die entsprechenden Stellen verlinken.

PS: 24 Stunden hat es gedauert. Dann ging die Seite wieder. Immerhin, aber eine Information gab’s nicht. Und was den oben angekündigten Link betrifft: Here we are.

Obwohl Opas Blog nicht mehr richtig erreicht werden kann, ist der 1und1-Check recht gut ausgefallen. Für den Provider ist die Schnelligkeit dabei das größte Problem. Ach so!

Lust auf die Zukunft

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es noch einmal um Küchengerüchte zum Thema Urban Gardening.

Irgendwie war es aus der Mode gekommen. Doch jetzt erfreut es sich wieder wachsender Beliebtheit: Urban Gardening oder auf Deutsch urbaner Gartenbau. Noch bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war es völlig normal, dass in Städten schnell verderbliche Lebensmittel hergestellt bzw. angebaut wurden. Zuverlässige Kühlung und immer modernerer Transport haben den städtischen Gartenbau zeitweise in den Hintergrund gedrängt. Doch in jüngster Zeit steht Urban Gardening wieder ganz hoch im Kurs. Vor allem der immer stärker werdende Wunsch nach regionalen Produkten sowie ökologische Überlegungen befördern den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern in den Städten. An der Humboldt-Universität in Berlin wurde im Januar 2003 sogar die erste Professur für Urbanen Gartenbau (seit 2009 Urbane Ökophysiologie der Pflanzen) in Deutschland eingerichtet. Überhaupt scheint Berlin ein gutes Pflaster dafür zu sein. So hat sich in der Stadt das Start-Up INFARM gegründet, dessen Schwerpunkt in der Entwicklung von hydroponischen Anbausystemen liegt, in denen Obst, Gemüse und Kräuter vertikal angepflanzt werden. Für die METRO hat das Start-up eine Gemüseanbau-Station entwickelt, die als METRO Kräutergarten im Markt in Berlin-Friedrichshain steht und ungeheures Entwicklungspotenzial für Urban Gardening beinhaltet. Was soll ich sagen? Wenn man erfährt, an was die INFARM-Leute so alles arbeiten und forschen, hat man so richtig Lust auf die Zukunft – zumindest kulinarisch.

KräutergartenDieser Kräutergarten wurde von INFARM eigens für die METRO entwickelt und steht aktuell in dem Markt in Berlin-Friedrichshain, in dem Produktmanagerin Shani Leiderman und Finanzvorstand Martin Weber die Innovation des Berliner Start-ups präsentierten.IMG_3170

Herzerweichende Telekom

Letztens habe ich mich ja positiv über die Telekom geäußert. Während ich befürchtet hatte, dass ein Shitstorm über Opas Blog hereinbricht und auch ich Opfer des weit verbreiteten Telekom-Bashings werde, blieb dieser jedoch aus. Stattdessen gab es einen herzerweichenden Kommentar der Telekom. “Telekom hilft” twitterte: “ schön, sowas zu lesen! Vor allem, dass Sie uns schon so lange die Treue halten. Vielen Dank dafür! 💝 ^is.” Dazu gab es eine wunderbare GIF-Animation, die man gesehen haben muss. Ein kleinen Eindruck gibt der unten abgebildete Screenshot. Damit aber nicht genug: Michael Hagsphil, Geschäftsführer Privatkunden der Telekom, hat  den Tweet von Opa “Wir sind mit der Telekom zufrieden” höchstpersönlich geliked. Wenn das nichts ist. Was soll ich sagen? Wie schön kann doch die Welt sein.

Thankyou

Never change a winning team

Heute bin ich wieder etwas später dran. Grund dafür ist, dass wir am Vormittag sozusagen offline waren. Was mich ansonsten in den Wahnsinn getrieben hätte, war nunmehr eine willkommene Auszeit. Meine Gelassenheit resultierte daher, dass ein Techniker der Telekom damit beschäftigt war, unsere regelmäßig auftretenden Störungen bei Telefon und Internet nach der Umstellung auf Voice over IP – kurz: Internet-Telefonie – zu beseitigen, und das erfolgreich. Das Internet läuft jetzt wieder wie geschmiert, und auch beim Telefon gibt es keine Probleme mehr. Was soll ich sagen? Es hat schon seinen Grund, warum unsere Kundenbeziehung mit der Telekom (und ihrer Vorgängerin) ebenso lange gehalten hat, wie Oma und ich verheiratet sind. Das sind nun über 40 Jahre, in denen wir nur ganz selten Grund zur Klage hatten und immer bestens betreut wurden. Insofern waren wir auch gut beraten, nie den Anbieter zu wechseln, wie das viele immer mal wieder getan haben. Uns ist da, wenn man all den Geschichten glauben darf, viel erspart geblieben. Nicht umsonst heißt es ja: Never change a winning team.

Zurück und ab in die Zukunft

Jetzt habe ich es gerade noch geschafft. Nachdem ich heute den ganzen Tag über von morgens in der Früh bis spät in die Nacht in Berlin unterwegs war, komme ich jetzt erst dazu, meinen täglichen Post zu schreiben. Und damit das nicht noch ausufert, will ich nur ein Bild wiedergeben, dass sich mir im Verlauf dieser Stadtrundfahrt förmlich aufgedrängt hat: Eine Elektroauto mit einem Trabbi im Schlepptau. Was soll ich sagen? Zurück und ab in die Zukunft: Dit is Berlin!

E-Force-OneE-Force One: Elektroauto mit Trabbi im Schlepptau.