So Großeltern muss man finden

So Großeltern muss man auch erst einmal finden: Oma und Opa haben sich an diesem verlängerten Wochenende mit ihrer ältesten Tochter und deren Sohn getroffen, um über die Steglitzer Festwoche zu schlendern. Dabei war es alleine mit Schlendern über dieses jährlich rund um Pfingsten stattfindende Volksfest in Berlin nicht getan. Gleich am Eingang lauerte das „ultraschnelle Magic“, von dem sich unserer Ältester unbedingt durch die Lüfte katapultieren lassen wollte. Also musste sich erst einmal Opa erbarmen, damit der Kleine zu seinem Recht kam. Der anschließende Besuch der Autoscooter glich da fast einer Erholung, sieht man einmal von den Karambolagen ab, denen wir vier gleichermaßen und ziemlich häufig ausgesetzt waren. Beim „Fun House Happy Family“ war es dann an Oma, sich mit dem jungen Mann die drei Stockwerke zu erarbeiten, um dann von oben via Rutsche wieder auf den Boden des Alltags zu gelangen.  Was soll ich sagen? Spaß hat es gemacht und Erinnerungen von Oma und Opa geweckt. Mit unseren Kindern haben wir das auch gemacht – und unsere Eltern mit uns. Volksfeste üben doch nach wie vor eine große Faszination auf Kinder wie Erwachsene aus. Allerdings kostet das Ganze mittlerweile fast ein Vermögen, wenn man als Familie so einen Rummel besucht.

 Opa mit seinem ältesten Enkel auf der Steglitzer Festwoche in Berlin.

Stars in der Manege

Das war ein aufregendes Wochenende – für Oma und Opa, vor allem aber für unseren ältesten Enkel! Denn der hatte am Samstag gemeinsam mit weiteren Schülern seiner Grundschule einen wahrhaft großen Auftritt in einer Berliner Zirkus-Manege. Circus Mondeo heißt der Zirkus, der gemeinsam mit dem ErlebnisCircus e.V. ein Projekt ins Leben gerufen hat, das einfach genial ist und bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Seinen Anfang nahm der „MitMachZirkus“, wie der Projektname lautet, in Neukölln und bietet heute  Schulen in der ganzen Stadt Projektwochen an, in denen die Schüler zu Stars in der Manege werden. Tausende von Kindern sind bereits dort aufgetreten und haben eine Erfahrung gemacht, die für ihr weiteres Leben besonders wichtig ist, nämlich dass jedes Kind Fähigkeiten hat, die in dem Projekt zum Tragen kommen, sprich, dass jeder gebraucht wird. Spiritus Rector ist sicher Gerhard Richter, der mit seiner Familie das Prinzip „MitMachZirkus“ über 20 Jahre lang aufgebaut und weiterentwickelt hat. Was soll ich sagen? Wenn es den „MitMachZirkus“ noch nicht gäbe, müsste er schnellstens erfunden werden. Unser Enkel jedenfalls war begeistert. Und nach den anderen Kinderaugen zu urteilen, die ebenfalls. Von den vielen stolzen Geschwistern, Eltern und Großeltern will ich erst gar nicht reden.

 Gerhard Richter, der Spiritus Rector des MitMachZirkus. Leuchtende Tuch-Jonglage – und mit dabei: Unser ältester Enkel.       Fotos: Stephan Mock Jonglieren mit Keulen: Beeindruckende Leistung.

PS: Dass sich die frühere niederländische Königin Beatrix, also die Monarchin von Oma, unseren Kindern und Enkelkindern, mit ihrem Sohn Willem Alexander und seiner Frau Maxima, dem heutigen Königspaar, in dem Zirkus auch schon die Ehre gegeben hat, sei nur am Rande erwähnt.

Vorweihnachtliche Angriffe

Seniorenheime haben auf ältere Menschen irgendwie eine abschreckende Wirkung. Ein jetzt aufgetauchter Bericht aus dem Seniorenstift am Höcklager Industrieweg zeigt in der Tat erschütternde Bilder. Die stammen aus dem Jahre 1998, dem zweiten Adventssonntag. Das ist zwar schon einige Zeit her, aber es dürfte sich nicht viel geändert haben. Lediglich die Bewohner des Seniorenstifts sind mit Sicherheit älter und klappriger geworden. Insofern könnten die Erfahrungen von Opa aus seiner Zeit als Reserveoffizier vielleicht von Nutzen sein, um auch künftig dort die vorweihnachtlichen Angriffe abzuwehren. Was soll ich sagen? Das Leben kann wirklich grausam sein.

Jagd auf die Jäger

Mittlerweile ist auch in unserer Familie das Pokémon-Fieber ausgebrochen, zumindest in Teilen. So findet sich die derzeit wohl angesagteste App auf den Handys der Eltern unseres jüngsten Enkels, der damit auf die Jagd geht. Sogar in unserer Küche soll schon ein Pokémon gefangen worden sein, aber so ganz genau weiß ich das nun auch nicht. Und mehr noch: Unser Kurzer hat kurzerhand seinen eigenen Pokémon modelliert, der allerdings mit dem Handy nicht so wirklich zu fangen ist. Im schweizerischen Basel geht es sogar noch weiter. Da schlagen die Pokémons sogar schon zurück und machen ihrerseits Jagd auf die Jäger, wie das unten platzierte Video eindrucksvoll beweist. Was soll ich sagen? Wie gut, dass die Welt noch Zeit für so einen Unsinn hat.

Pokémon Der Pokémon unseres jüngsten Enkels.

Beeindruckt in luftiger Höhe

Das war ein toller Tag, für unsere Enkel sowie für Oma und Opa. Denn heute haben wir einen gemeinsamen Ausflug unternommen, der es in sich hatte. Ziel war der Baumkronenpfad in Beeltiz-Heilstätten, zirka eine halbe Stunde von Berlin entfernt. Dort erschließt man sich dann in 23 Metern Höhe – sozusagen auf Augenhöhe mit den Baumkronen – eine völlig neue Perspektive auf das Gelände der ehemaligen Lungenheilstätte und die von Bäumen und Schlingpflanzen überwucherten Ruinen. Wenn das Adjektiv verwunschen passt, dann an diesem Ort. Die beiden kleinen Männer jedenfalls waren tief beeindruckt, während wir den 320 Meter langen Weg in luftiger Höhe beschritten. Selbst den 40 Meter hohen Turm mit Aussichtsplattform, von der wir selbst unseren Heimatstadtteil Lichterfelde sehen konnten, haben sie locker bezwungen. Was soll ich sagen? So ein Tag mit den Enkeln ist etwas Wunderbares, allerdings auch anstrengend. Denn nach dem heimischenPfannkuchen-Essen ging’s noch auf den Bolzplatz zum Kicken, so dass Oma und ich uns fühlen wie nach einem 90-Minuten-Match, plus Verlängerung und Elfmeterschießen. Heute Nacht, da bin ich mir sicher, werden wir alle Vier selig schlafen.

IMG_3268 IMG_3458Ganz schön mutig unseren beiden kleinen Männer, dort oben auf Höhe der Baumkronen.IMG_3275 IMG_3442

 

Wer heißt Mánuelór Peterson?

Wissen Sie, wer Mánuelór Peterson heißt? Nein!?! Macht nichts. Denn das Ganze ist ohnehin ziemlich hypothetisch. Also, Mánuelór Peterson wäre Manuel Neuer, unser Nationaltorhüter, wenn er Isländer wäre. Wie ich darauf komme? Die norwegische Zeitung „Verdens Gang“ hat zur Fußball-Europameisterschaft einen Namensgenerator ins Netz gestellt, bei dem man seinen Namen und den Namen seines Vaters eintragen kann. Ein Klick später weiß man, wie man in Island heißen würde. Was soll ich sagen? Tolle Idee. Und die Namensfindung geht sogar für Mädchen. Probieren Sie’s doch einfach mal aus.

DeinNameScreenshot von dem Namensgenerator der norwegischen Zeitung „Verdens Gang“.

Lachen ist gesund

Schadenfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Das bleibt übrigens so bis ins hohe Alter, auch wenn Oma und Opa das altersbedingt (noch) nicht beurteilen können – was unsere Töchter vermutlich bestreiten würden, das mit unserem Alter. Aber zurück zur Schadenfreude. In dieser Woche konnte man im MDR beobachten, dass Nachrichtensprecher auch nur Menschen sind. Daniel Baumbach verlas da im Thüringen-Journal die Meldung über ein Ehepaar, welches der Polizei unangenehm aufgefallen war. Worum es ging und was der Sprecher schließlich zum Besten gab, erfahren Sie hier:

Wer daran Spaß hatte, für den habe ich noch ein Schmankerl, sozusagen das Best of Tagesschau, das viele Szenen enthält, an die man sich gerne erinnert:

Was soll ich sagen? Wie gut, dass Lachen gesund ist.

BER nicht einmal Science-Fiction

Auch wenn gestern der Aufsichtsrat getagt und über zahlreiche neue Verspätungen beim Bau diskutiert hat, eine neuerliche Verschiebung der zuletzt für 2017 geplanten Eröffnung des Flughafens BER wurde noch nicht verkündet. Aber sie kommt ganz gewiss. Denn kaum waren Einsteins Gravitationswellen letzte Woche bewiesen, wurde Opas Blog am Wochenende das unten eingebettete Video aus der Zukunft zugespielt, das in erschreckender Weise belegt: Auch im Jahr 3745 ist der BER immer noch nicht fertig. Was soll ich sagen? Es ist traurig, aber wahr: Den BER gibt es nicht einmal als Science-Fiction.

PS: Geht man von den rund 1,3 Millionen Euro aus, die der nicht fertiggestellte BER täglich kostet, würden sich die Gesamtkosten im Jahr 3745 auf rund 900.000.000.000 Euro aufaddieren. Da haben wir ja noch mal Glück gehabt. Ich dachte, wir knacken die Billion.

Man(n) trägt wieder Helm!

Unser jüngster Enkel ist mit seinen nicht einmal fünf Jahren ganz schön kreativ. Diese Woche kam er aus dem Kindergarten mit einer ganz besonderen Konstruktion auf seinem Kopf zu uns, die er ganz alleine und ohne jede Hilfe selbst gemacht hatte. Der „Helm“, auch mal „Krone“ genannt, war zwar aus Papier und hatte insofern keine besondere Widerstandskraft. Aber die mit der Schere fabrizierten Verzierungen sowie die Stabilität konnten sich schon sehen lassen. Was soll ich sagen? Ganz offensichtlich: Man(n) trägt wieder Helm!

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