“Mund zu, Biene!”

Was tun bei einem Bienenstich? “Essen”, lautet ein immer wieder beliebter Ratschlag, der allerdings bei einem echten Stich einer Biene nicht wirklich weiterhilft. Da kann man besser auf alte Hausmittel zurückgreifen, wie sie beispielsweise auf der Webseite bienenstiche.com beschrieben sind. Das fängt bei Wärme über 40 Grad an, geht über Salmiakgeist, Weinessig und Zwiebeln und hört auf bei Kälte und Salben. Wichtig ist vor allem, so schnell wie möglich den Stachel zu entfernen. Noch wichtiger ist aber, bei auch nur dem geringsten Verdacht auf einen allergischen Schock sofort einen Arzt hinzuziehen. Nicht minder interessant ist natürlich die Frage, was man zur Vorbeugung gegen einen Bienenstich tun kann. Um vor allem zu verhindern, dass ihre Buben eine Biene in den Mund bekommen und dort dann gestochen werden, haben sich meine beiden Mädels eine besondere Strategie ausgedacht: “Mund zu, Biene!”, heißt das Kommando, das im Bedarfsfall ihre Jungs sofort ihre Lippen aufeinander pressen lässt, die zusätzlich noch mit den kleinen Fingern verschlossen werden. Was soll ich sagen? Dieses Manöver hilft übrigens auch ganz gut, um zumindest vorübergehend eine über den Grenzwerten liegende Lautstärke beim Spielen zu reduzieren. Allerdings werden sich die beiden Jungs nicht mehr allzu lange foppen lassen. Dazu sind sie viel zu clever.

PS: Warum der Bienenstich übrigens Bienenstich heißt, erzähle ich ein anderes Mal.

Sieben Jahre länger

Oma hatte mir vor geraumer Zeit einmal erzählt, dass positiv gestimmte Senioren nicht so schnell krank würden. Darauf hätten die Politiker Jens Spahn (CDU) und Daniel Bahr (FDP) hingewiesen. Das wollte ich jetzt genauer wissen und recherchierte. Doch leider kam ich selbst bei Google nicht weiter. Irgendwie schien die Nachricht im Internet abhanden gekommen zu sein. Doch dann stieß ich auf eine Untersuchung, die allerdings schon aus dem Jahr 2009 stammt. Forscher der Universität Yale hatten in einer Langzeitstudie 660 Menschen ab 50 Jahren untersucht und dabei festgestellt, dass eine positive Einstellung zum Alter das Leben verlängert. Personen, die sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters glücklich, gebraucht und vital fühlten, würden im Schnitt sieben Jahre länger leben, als diejenigen, die im Alter nur Nachteile sehen. Was soll ich sagen? Dann wird es, so Gott will, Oma und Opa so um die sieben Jahre länger geben, und Opas Blog auch.

Da war Opa einmal sprachlos

Neulich habe ich etwas gesehen, da war ich wirklich sprachlos. Und das will bei Opa schon etwas heißen. Ich kam gerade aus dem Supermarkt, als ein Auto auf einer immerhin ziemlich befahrenen Hauptstraße wendete, und das nicht einmal besonders geschickt, sondern ausgesprochen umständlich. Das Ganze geschah so gegen 18.00 Uhr – also im ohnehin immer stressiger werdenden Berufsverkehr. Das an sich war ja schon ein starkes Stück. Aber was ich dann sah, setzte dem Ganzen die Krone auf. Auf seinem Schoß saß ein kleines Kind, sicher nicht älter als ein Jahr. Ich traute meinen Augen nicht, aber es war wahr. Ich war so konsterniert, dass ich mir nicht einmal das Kennzeichen gemerkt habe. Denn anzeigen hätte man den Mann eigentlich schon müssen. Wobei, geholfen hätte es vermutlich auch nichts. Denn, zumindest nach Ansicht des ADAC, sind das größte Risiko für Kinder im Auto die Eltern, weil sie den Nachwuchs falsch angurten – oder gar nicht. Was soll ich sagen? Ein einfaches Beispiel: Wenn man mit Tempo 50 einen Auffahrunfall hat, wird ein nicht angeschnalltes Kind mit dem bis zu 25-Fachen des eigenen Körpergewichts nach vorne geschleudert. Das entspricht einem Sturz aus dem vierten Stock. Und dann werden Kinder nicht richtig oder gar nicht angeschnallt? Unglaublich!

Nunmehr ein ganz Großer

Es gibt bei der Entwicklung von Kindern Schritte, die sind gewaltig. Bei unserem ältesten Enkel hat es jetzt so einen Meilenstein gegeben. Unsere Tochter rief uns an und berichtete, dass ihr Mann und sie für den Kleinen das erste (richtige) Fahrrad gekauft hätten – ohne Stützräder. Da unser Enkel mit seinem Laufrad beste Erfahrungen gemacht hatte, bestieg er laut unserer Tochter ohne Zögern das neue Fortbewegungsmittel und düste los. Das konnte natürlich nicht sofort zu einhundert Prozent gutgehen. Die eine oder andere Bruchlandung soll es gegeben haben. Aber Dank eines Helmes und dicker Kleidung hielten sich die Blessuren offensichtlich in Grenzen, so dass unser kleiner Mann nach einigen Versuchen nunmehr zu den ganz Großen gehört. Was soll ich sagen? Da wären Oma und ich auch gerne dabei gewesen. So bleibt uns vorerst nur die Erinnerung an unsere Töchter, als diese das erste Mal ganz alleine mit ihren Fahrrädern gefahren sind. Aber ganz so lange wird es wohl nicht dauern, bis unser Großer uns sein neues Können demonstriert.

Lasst die Kinder ruhig naschen

Kinder lieben Süßigkeiten – überall auf der Welt. Und natürlich sind auch unsere beiden Enkel hinter Naschsachen her. Unsere Jüngste versucht dabei das Verlangen ihres Sohnes vor allem nach Schokolade dadurch ein wenig einzuschränken, indem sie ihn immer wieder fragt: “Was passiert, wenn man zu viel Schokolade ist?” Der Kleine grinst dann und sagt (mit Unterstützung seiner Mutter): “(Dann wird man) dick und dumm.” Als sich dieses Spielchen letztens bei uns zutrug, prustete unsere Älteste heraus: “Das stimmt doch gar nicht!” Woraufhin ihre Schwester und ihr Kleiner ganz schön bedröppelt aus der Wäsche schauten. Dabei war der Einwand durchaus berechtigt. Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass Heißhunger auf Schleckereien biologisch bedingt ist. “Wir wissen, dass die Vorliebe für Süßes mit dem körperlichen Wachstum einhergeht”, sagen die Forscher der “University of Washington”, die eine entsprechende Untersuchung durchgeführt haben. Jetzt wollen sie den Wachstumsfaktor identifizieren, der dem Gehirn signalisiert, die Vorlieben anzupassen. Was soll ich sagen? Lasst die Kinder ruhig naschen.

“Ich hab’ Bauchaua”

Unsere Enkelkinder sind, wie sollte es anders sein, des Öfteren auch zum Essen bei uns – alleine und ohne Eltern. Das funktioniert eigentlich immer recht gut, zumal unsere Enkel so ziemlich alles mögen. Der Kleine hat dabei seine ganz eigenen Strategien, wenn einmal etwas auf den Tisch kommt, was ihm nicht so mundet. Die Frage “Schmeckt’s?” beantwortete er bis vor geraumer Zeit noch mit einem überzeugenden “Ja”, die Zusatzfrage “Noch etwas?” mit einem ebenso klaren “Nein”. Irgendwie muss ihm aufgefallen sein, dass hiernach der jeweilige Küchenverantwortliche nicht unbedingt den glücklichsten Eindruck gemacht hat. Seit Neuestem umschifft er diese Klippe ganz gekonnt, indem er sich an den Bauch fasst und mit leidender Miene erklärt: “Ich hab’ Bauchaua.” Da das offensichtlich immer ganz gut funktioniert hat, behilft er sich mit dieser Aussage nunmehr auch dann, wenn ihm irgendetwas grundsätzlich nicht gefällt. Was soll ich sagen? Ganz schön ausgebufft, der Kleine, und wesentlich diplomatischer als Opa dazu.

… doch lieber ins Allgäu

Familien-Wellness mit Kindern liegt im Trend, melden verschiedene Medien und berichten darüber, dass es mittlerweile sogar spezielle Wellness-Anwendungen für Kinder gibt. Gesichtsmasken und Schoko-Massagen für Fünfjährige sollen der letzte Schrei auf dem (Hotel-)Markt sein. Gott sei Dank gibt es noch vernünftige Menschen, die halten davon “gar nichts” und bezeichnen solche Angebote als “furchtbar”, “fragwürdig” und nicht “kindgerecht”. Darüber hinaus warnen Experten davor, Kinder vor dem dritten Lebensjahr überhaupt mit in die Sauna zu nehmen. Die grundsätzliche Frage, die sich Eltern stellen sollten, sei, ob sie besser in einem Wellnesshotel mit Familienbereich oder einem Familienhotel mit Wellnessbereich aufgehoben sind. Was soll ich sagen? Ich glaube, ich nehme meine Enkel, wenn Sie denn einigermaßen gut zu Fuß sind, doch lieber zum Wandern mit ins Allgäu, in dem schon mein Großvater mit mir durch die wunderschöne Landschaft gezogen ist.

Alt-Opa im Ällgau

Nachtrag: Mit diesem Beitrag nehme ich an der Eltern-Kind-Blogparade: April 2013 teil.

Oma hat “Mütter-Knie”

Oma hat ein Problem: “Ich habe Hornhaut auf den Knien”, klagte sie mir ihr Leid. Als ich offensichtlich ziemlich dumm nachgefragt habe, woher das denn wohl käme, meinte sie nur lakonisch: “Du krabbelst ja auch nicht mit unseren Enkeln auf dem Boden herum.” Das saß, obwohl ich mich durchaus auch mal in die Niederungen unserer Bodenbeläge begebe. Aber ich wollte nicht so sein und begann im Netz, mich sachkundig zu machen. Und siehe da: Oma ist offenbar nicht alleine. “Meine Knie sehen aus wie Schmirgelpapier”, gibt da eine Frau auf dem Blog “Eins kann jeder …” zum Besten. Allerdings ist sie keine Großmutter, sondern Mutter von mehreren Kindern. Deshalb heißen derart geschundene Knie vermutlich auch “Mütter-Knie”, wie eine andere Leidensgenossin zu berichten weiß. Ein Patentrezept gegen Hornhaut auf den Knien indes hat keine der Damen parat, aber den Hinweis: “Nun, es wird besser, wenn sie aus dem Krabbelalter rauskommen …” Was soll ich sagen? Arme Oma. Da wird sie noch ein wenig durchhalten müssen …

Warzen: Das Geheimnis

Warzen sind eine weit verbreitete Plage, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Unsere Enkel sind bislang von diesen lästigen Gebilden verschont geblieben. Noch, muss man wohl hinzufügen. Denn die Medizin kennt mittlerweile mehr als 100 verschiedene Subtypen an Human Papilloma Viren, die für die Warzen verantwortlich und eben hoch ansteckend sind. Die Inkubationszeit beträgt vier Wochen bis acht Monate. Jeder, der in seinem Leben schon einmal eine Warze gehabt hat, weiß, wie lästig und belastend derartige Hautveränderungen sein können. Die Behandlungsmethoden, die die Ärzte so alle in Petto haben, sind so vielfältig wie die verschiedenen Warzentypen, die es gibt. Flachwarzen, Stachelwarzen, Dornwarzen, Feigwarzen und noch einige mehr werden aufgezählt. Die Wirksamkeit der verschiedenen Heilmethoden kann dabei durchaus umstritten sein. Jedenfalls scheinen die Ärzte nicht immer genau zu wissen, ob ihre Methode für eine Heilung tatsächlich ursächlich war. Was soll ich sagen? Ich traue mich kaum, es hier niederzuschreiben. Aber, bis auf einen, war jeder meiner Versuche, Warzen zu beseitigen, erfolgreich. Ich bin kein Arzt, nur ein einfacher Opa. Aber, wer wirklich Not hat, dem verrate ich gerne mein Geheimnis – ohne Gewähr selbstverständlich.

Hat Opa Wackersteine im Bauch?

Einer meiner Enkel ist fasziniert vom Märchen “Der Wolf und die sieben Geißlein”. Er kann gar nicht genug davon bekommen. Seine Mutter und Oma kommen aus dem Vorlesen gar nicht mehr heraus. Vor allem beschäftigt ihn dabei, dass der böse Wolf ja nun Wackersteine in seinem Bauch hat und wie die da hineingekommen sind. Als er sich dann daran erinnerte, dass Opa (ja auch) so eine große und lange Narbe auf Brustkorb und Bauch hat, kam zwangsläufig die Frage auf: “Hat Opa auch Wackersteine im Bauch?” Da konnte ich ihn beruhigen und ihm erklären, dass sich dort stattdessen “nur” eine künstliche Herzklappe befindet. Das hat er zwar nicht verstanden, fand es aber ganz lustig, dass das Ding tickt wie ein etwas zu laut geratener Wecker. Was soll ich sagen? Der Running Gag ließ nicht lange auf sich warten. Wenn die Enkel irgendwie abgelenkt werden müssen, bedienen sich mittlerweile alle der ziemlich gemeinen Aufforderung: “Geht mal hören, ob Opa noch richtig tickt …”