Omnibus oder Omabus?

Ein Elfjähriger Bub hat die Polizei in Ingolstadt in Atem gehalten. Der Dreikäsehoch ist nämlich mit einem Omnibus durch die Stadt gekurvt, allerdings so, dass einigen aufmerksamen Mitbürgern die unsichere Fahrweise und der kindliche Fahrer aufgefallen war. Die verständigten die Polizei, die wiederum den Jungen in Obhut nahmen und dann der Mutter übergaben. Und die freute sich vermutlich nicht nur darüber, dass sie ihren Filius wieder wohlbehalten in Empfang nehmen konnte, sondern auch darüber, dass die Spritztour lediglich einen Sachschaden von nicht mehr als 1.000 Euro versucht hatte. Da hätte mehr zusammen kommen können. Was soll ich sagen? Also, unsere Kinder sind Gott sei Dank nie auf so eine Schnapsidee gekommen. Vielleicht lag das ja daran, dass die Fahrzeuge bei ihnen Omabus hießen, weil sie daraus immer nur alte Frauen aussteigen sahen. Glück gehabt …

Faul rumliegen und dicker werden

Ich glaube, wenn jemand eine Idee hat, dann hat sie auch noch ein anderer. Jedenfalls kam mir vor einiger Zeit in den Sinn, dass es doch ziemlich vorteilhaft wäre, ein Pandabär zu sein – zumal mit meiner Figur, die sich ohnehin schon ganz leicht in diese Richtung entwickelt (hat). Ganz sicher habe ich nicht so viel Fell wie ein Panda, aber meine Haarpracht kann sich für mein Alter noch sehen lassen. Wie dem auch sei: Ich dachte zumindest, dass das eine ziemlich einmalige Idee gewesen wäre. Heute nun, als ich so den einen oder anderen Link im Netz verfolgte, kam mir doch folgender Spruch unter: „Ich lasse mich zum Pandabären umschulen. Wenn ich faul rumliege und immer dicker werde, finden mich trotzdem alle niedlich.“ Was soll ich sagen? Wenn die Bundeskanzlerin und der Direktor des Berliner Zoos nicht zu Potte kommen und das Panda-Pärchen aus China ausbleibt, kann Opa ja noch einspringen. Auch kein schlechter Job.

Erste Planungen Panda-Anlage im Zoo Berlin_2015So sehen die ersten Planungen des Berliner Zoos für das erwartete Pandabären-Pärchen aus. Wenn’s doch nicht klappen sollte, kann Opa ja den Platz des Pandas auf der rechten Seite einnehmen.                                                                                     Grafik: Zoo Berlin

Wenn der Hahn kräht …

Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich’s Wetter oder es bleibt, wie’s ist. Ungeachtet dieser Wetterweisheit muss man heute feststellen: Das Wetter ist totaler Mist! Jedenfalls legt der Sommer eine ziemlich lange Pause ein. Statt Sonne gibt es Regen satt, so dass der Urlaub auf Terrassien mehr oder weniger ins Wasser fällt. Was soll ich sagen? Einen Vorteil hat das Ganze ja: Man muss nicht so viel sprengen – und der Schreibtisch wird auch noch leerer.

SommerpauseWasser gibt es in dieser Woche genug von oben. Wo hat sich der Sommer versteckt?

Das Leben ist eine Partie Schach

Unsere Enkelsöhne verblüffen uns immer wieder. Nur durch Zufall erfuhren wir, dass die beiden Buben – der eine fünf, der andere sechs Jahre alt – schon Schach spielen. Vielleicht sind sie noch keine Großmeister, aber die Regeln beherrschen sie schon so gut, dass unser jüngster Spross schon das Schäfermatt kennt, was im Russischen auch Kindermatt heißt – nämlich seinen Gegner in vier Zügen matt zu setzen. Doch damit nicht genug: Mittlerweile hat er gemeinsam mit Oma ein eigenes Schachbrett und eigene Regeln entwickelt, die auch noch funktionieren. Dem König aber sozusagen die Krone aufgesetzt hat er damit, dass er, nachdem er die Schachfiguren meines Opas gesehen hatte, mit Fimo eigene Figuren gemacht hat. Was soll ich sagen? Ich halte es da mit Don Quijote-Schöpfer Miguel de Cervantes Saavedra: Das Leben ist eine Partie Schach.

Schach1 Die Schachfiguren unseres Jüngsten – eine Ähnlichkeit mit denen von Opas Opa ist da.Schach2

Ein trauriger Befund

Es ist schon ein trauriger Befund: Jedes fünfte Elternpaar würde sich nicht noch einmal für Kinder entscheiden. Und mehr als die Hälfte der Eltern kann das Gefühl der Reue verstehen. Das fand eine Online-Studie der Internet-Gemeinschaft „YouGov“ heraus. Dafür wurden über 1200 Eltern befragt, insgesamt über 2000 Personen. Insofern ist das Ergebnis durchaus repräsentativ – aber auch nicht neu. 2015 tauchte das Thema „Regretting Motherhood“ – die Mutterschaft bereuen – erstmals in der deutschen Öffentlichkeit auf, nachdem eine gleichnamige Studie von der israelischen Soziologin Orna Donath veröffentlich worden war. Was soll ich sagen? Ich will jetzt nicht den Stab über diese Eltern brechen. Aber irgendetwas muss doch in unserer Gesellschaft ziemlich schiefgelaufen sein, wenn ein so großer Prozentsatz an Eltern mit dem Glück Kinder offenbar nichts mehr anfangen kann. Vor allem wenn als Grund für die elterliche Reue wenig Zeit für die persönliche Entfaltung sowie die Karriere genannt wird, macht das zumindest Oma und Opa betroffen. Denn das scheint ja Egoismus pur zu sein, der da zu Tage tritt. Dabei ist evolutionsbiologisch gesehen Altruismus offenbar sinnvoller als Egoismus. Jedenfalls haben mehrere Studien nachgewiesen, dass eher kooperatives Verhalten das langfristige Überleben der Menschen gesichert hat. Schweizer Wissenschaftler haben jetzt sogar das Areal im Gehirn gefunden, in dem die egoistischen Impulse kontrolliert werden: der vordere Stirnlappen. Da fällt mir ein: Wie wurde nochmal geistiger Horizont definiert? Ach ja: Durch den Abstand zwischen Stirn und Brett.

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Das geht zu weit

Die Nummer mit Frauen und Störchen ist ja hinlänglich bekannt. Offensichtlich funktioniert die Sache aber auch noch ganz anders. Jedenfalls hat einer unserer Bekannten eine erstaunlich Feststellung gemacht: Jedes Mal, wenn er sich Störche über Webcams angeschaut hat, ist eines seiner Kinder bzw. dessen Partnerin schwanger geworden. Zudem hat er angekündigt, sich nochmal im Internet nach Störchen umzuschauen, da er unbedingt noch ein Enkelkind haben möchte. Was soll ich sagen? Ich finde, dass das zu weit geht. Großväter sollten nicht in die Familienplanung ihrer Kinder eingreifen. Wo kommen wir dahin … ?

PS: Wer sich Storchennester anschauen will, der sollte mal auf diese Seite gehen.

“Hier arbeitet ja nur einer …”

Diese Woche ist Enkelwoche. Unser Jüngster ist jeden Tag bei uns, da der Kindergarten Ferien macht. Wohl dem, der eine Oma hat, die – wie bei uns – einspringen kann. Gestern waren beide ob der Temperaturen zumindest kurzzeitig auf dem Bolzplatz. Auf dem Rückweg, wusste Oma zu berichten, kamen sie an einer Baustelle vorbei, bei der ein Bagger Steine bewegte – unter der gestrengen Beobachtung von fünf Bauleuten, von denen sich wiederum einer ins Gespräch mit Oma vertiefte. Das war allerdings ziemlich schnell beendet, als unser Jüngster zielgenau feststelle: “Hier arbeitet ja nur einer, nämlich der Bagger.” Was soll ich sagen? Ziemlich gute Beobachtungsgabe, die er demnächst auch andernorts unter Beweis stellen kann. Denn dieses Phänomen begegnet einem ja fast an jeder Ecke.

Multicastingfähig!?!

Die Emanzipation ist noch nicht in Sack und Tüten. Nach wie vor kämpfen Frauen hartnäckig an der Gleichberechtigung ihrer Geschlechtsgenossinnen und versuchen auch noch, dass diese sogar die Nase vorn haben. Manchmal allerdings enden diese Versuche als ziemliche Rohrkrepierer. Ein Beispiel haben Oma und Opa sozusagen live miterlebt. Als wir am Samstag in unserem Supermarkt einkaufen waren, wurden wir Zeugen, wie eine der Kassiererinnen vehement die Werbetrommel für Frauen rührte. Ihre Berliner Eloquenz gipfelte in der völlig selbstverständlichen Aussage: “Schließlich sind wir Frauen ja auch multicastingfähig!” Was soll ich sagen? Bei dem, was Frauen alles können, kann man da auch schon mal durcheinander kommen …. Gelacht haben wir erst draußen!