Der Schnupfen schafft Opa

Opa hat’s so richtig erwischt: Seit letzter Woche quält ihn eine Erkältung, die von einem der etwa 150 Typen des Rhinovirus verursacht worden sein muss. Denn, so teilte ihm sein Hausarzt noch am Freitagabend um 22.05 Uhr (!!!) per SMS mit: „Labor: Virusinfekt, kein Antibiotikum nötig.“ Abgesehen davon, dass es wohl nicht viele Ärzte gibt, die noch zu nachtschlafender Zeit mit ihrem Patieten kommunizieren, ist Opas Gott sei Dank auch noch ein äußerst zurückhaltender, was Antibiotika betrifft. So weit, so gut. Und Opa weiß auch, dass dagegen kein Kraut gewachsen ist, und eher auf Pluto eine Wellness-Oase eingerichtet wird, als dass irgendjemand einen Impfstoff gegen diesen Atemwegsinfekt entwickelt. Aber der Schnupfen schafft ihn mittlerweile trotzdem. Was soll ich sagen? Es ist halt wie immer: Eine Woche kommt er, eine Woche bleibt er und eine Woche geht er. Aber Geduld ist bei dieser Angelegnehit nicht unbedingt Opas Stärke.

SchnupfenOpa hat derzeit einen regen Verbrauch an Papiertaschentüchern – für das Foto haben wir natürlich nur frische genommen, andernfalls wären sie ja ansteckend ;-).

Men’s Health ruft bei Opa an

Also, meine Kinder haben sich ja totgelacht. Als ich ihnen erzählte, dass sich Men’s Health bei Opa gemeldet hat, schüttelten sie nur den Kopf und meinten: „Ja, ja. Nächstes Jahr fällt auch Ostern, Pfingsten und Weihnachten auf einen Tag. Die haben sicher wegen deines Sixpacks angerufen.“ Hatten sie aber nicht. Vielmehr war der stellvertretende Chefredakteur am Apparat und fragte, ob ich beim Start eines neuen Magazins mit von der Partie sein wolle. „Na klar“, sagte ich als altes Medienschlachtross und beantwortete die mir gestellte Frage: „Ab welchem Alter kann ich meinem Kind mein Handy zum Spielen geben?“ Heute nun liegt das neue Produkt auch mit meiner Antwort am Kiosk bereit: Men’s Health Dad, das erste Männermagazin für Väter. Das Magazin versteht sich dabei als Männer- und nicht als Elternmagazin. Niedliche Babyfotos sucht man vergebens. Stattdessen finden sich Artikel zu den fünf Bereichen Education, Health, Couple, Leisure und Money – und eben zu besagter Handy-Frage. Bei der Beantwortung halte ich ein flammendes Plädoyer für die „iEnkel“, auf deren Hilfe viele Großeltern angewiesen sind. Denn, so sage ich: „Nur die Unbefangenheit der ganz Jungen kann die Unsicherheit der Alten überwinden helfen, deren größte Angst es ist, ihre Kinder anrufen und beichten zu müssen: ‚Hilfe, ich habe das Internet gelöscht!‘“ Was soll ich sagen? Diesbezüglich haben unsere Kinder nun gar keine Probleme mit Opa und Oma. Zumindest auf diesem Gebiet sind wir ziemlich fit. Fit genug jedenfalls, dass Men’s Health Dad anruft.

Dad01_MH Dad Education Gewissensfrage für opas-blog.deBei dem neuen Magazin Men’s Health Dad ist auch Opa mit von der Partie (unten rechts).

„Susi sucht Süßigkeiten!“

Unser ältester Enkel ist gerade in einer schwierigen Phase: Beim Maiskolben-Essen zieht er gegen seinen Cousin derzeit immer den Kürzeren. Erfahrene Eltern bzw. Großeltern wissen jetzt, was los ist: Bei dem kleinen Mann vollzieht sich der Zahnwechsel. Aktuell ist bereits der vierte Schneidezahn raus. Dass das nicht lustig ist, haben wir Erwachsenen meist vergessen. Jedenfalls sind so Sätze wie „Sag’ doch mal: Susi sucht Süßigkeiten!“ schon ziemlich gemein. Was soll ich sagen? Eine meiner Tanten meinte bei solchen Gelegenheiten immer doch recht tröstend: Alles nur ein Übergang.

Riesen-Bärenklau: Weg damit

Der Besuch des Steglitzer Stadtparks in Berlin könnte sich in absehbarer Zeit zu einem ziemlichen Gesundheitsrisiko entwickeln. Denn in Mitten des Parks wuchert auf einer kleinen Insel der Riesen-Bärenklau, eine ebenso attraktive wie gefährliche Pflanze. Immerhin werden ihr in der naturschutzfachlichen Invasivitätsbewertung des Bundesamtes für Naturschutz ein hohes Reproduktions- und Ausbreitungspotenzial sowie ein expansiver Ausbreitungsverlauf attestiert. „Kommt die Haut damit in Kontakt und trifft dazu noch Sonnenlicht darauf, bilden sich leichte bis teilweise schwere Verbrennungen bzw. Verätzungen. Sogar bis zu drei Tage später kann der Kontakt der Stelle mit Sonneneinstrahlung noch Rötungen, Entzündungen und Blasen verursachen. Die Heilung dauert Wochen“, heißt es auf Berlin.de, dem offiziellen Hauptstadtportal.

Während das Pflanzenschutzamt Berlin schon in einem seiner Gartenbriefe aus dem Jahre 2011 empfiehlt, „die Pflanzen sollen besonders in der Nähe von Spielplätzen oder Schulen schnellstmöglich beseitigt werden“, lässt das Straßen- und Grünflächenamt (Fachbereich Grünflächen) des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf die Pflanze heute „bewusst stehen“. Zum einen komme man an die Insel schlecht heran, zum anderen wolle man den Riesen-Bärenklau als Schaupflanze darstellen“, erklärt auf Anfrage von Opas Blog die für den Steglitzer Stadtpark zuständige Grünflächen-Mitarbeiterin Hannelore Donner, zumal die Botaniker der Ansicht seien, den Wuchs beherrschen zu können.

BärenklauAttraktiv, aber ungefährlich: Der Riesen-Bärenklan im Steglitzer Stadtpark in Berlin.

Da ist allerdings der Botanische Garten in Berlin ganz anderer Meinung. Die Diplom-Biologin und Pressesprecherin Gesche Hohlstein jedenfalls lässt gegenüber Opas Blog keinen Zweifel: „Diese Pflanze kann man nicht beherrschen“ und empfiehlt ebenfalls: „Sofort entfernen!“ Auch für Heiko Schmalstieg vom Pflanzenschutzamt ist der Riesen-Bärenklau eine Pflanze, die es aufgrund des humantoxischen Potenzials „zu bekämpfen gilt“. Zudem sei die Pflanze „aggressiv invasiv“. Und rechtlich? „Eigentlich ist jeder Eigentümer verpflichtet, die Pflanze von seinem Grundstück runter zu nehmen“, so Schmalstieg, der gleichzeitig aber auch einräumt: „Wo kein Kläger, da kein Richter.“

Geklagt im juristischen Sinne hat in Steglitz zwar noch niemand. Doch vor allem Mütter mit Kindern sind in Sorge. Denn wenn der Riesen-Bärenklau seine Samen von der Insel auf die umliegenden Flächen ausstreut, dann kann sich die Pflanze auch dort ausbreiten. Und bis zum nächsten Spielplatz sind es keine 100 Meter mehr. Und so weit kann der Wind allemal die bis zu mehr als 50.000 Samen der Pflanze tragen, die zudem auch noch schwimmen und bis zu zehn Jahre in der Erde überleben können.

Im Straßen- und Grünflächenamt will man die Sache noch einmal überdenken. Hannelore Donner kündigt zumindest an, diesbezüglich an die Botaniker heranzutreten und mit ihnen zu reden. Vielleicht spielt bei dieser Unterhaltung ja dann auch eine Rolle, dass das Bundesamt für Naturschutz negative Auswirkungen sowohl in ökologischer als auch ökonomischer Hinsicht durch den Riesen-Bärenklau feststellt.

Was soll ich sagen? Weg damit! Wie so viele Übel sollte man auch dieses im wahrsten Sinne des Wortes an der Wurzel packen. Denn wie heißt es im bereits erwähnten Gartenbrief des Pflanzenschutzamtes abschließend: „Herbizideinsatz ist kaum wirksam und zudem selten möglich. Standortbesonderheiten (Pflanzenschutz-Anwendungsverbot in Gewässernähe und auf Nichtkulturland) schließen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aus. Alternative Bekämpfungsmöglichkeiten sind gefragt. Nach dem vorsichtigen Entfernen oberirdischer Pflanzenteile sind sowohl wurzeltiefes Ausgraben im Herbst als auch ggf. ein ‚Ausbrennen’ des Wurzelstockes mit einem Abflammgerät gangbare Varianten. Da nicht alle Wurzelteile hierbei erreicht werden, ist eine Nachkontrolle im nächsten Frühjahr ratsam.“

Zu klein für mein Körpergewicht

Opa hat es schon immer gewusst: Oma ist schuld – natürlich nur statistisch gesehen. Eine Untersuchung der Universität Basel, des Max-Planck-Institutes für Bildungsforschung in Berlin und der Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg, für die 4.555 Bürger in neun europäischen Ländern befragt wurden, hat ohne Wenn und Aber ergeben: Wer in einer festen Partnerschaft mit einem anderen Menschen zusammenlebt, hat einen etwas höheren Body Mass Index (BMI) als ein – in anderer Hinsicht vergleichbarer – Single. Da stellt sich doch sofort die Frage: Ist die Ehe schlecht für die Gesundheit? Gottlob kann man an dieser Stelle gleich Entwarnung geben. Zahlreiche Studien der letzten Jahre belegen ebenso, dass länger lebt, wer zusammenlebt. Was soll ich sagen? Vermutlich ist es doch so, wovon ich schon immer überzeugt war: Ich bin gar nicht zu schwer, sondern nur etwas zu klein für mein Körpergewicht.

PS: Heute ist der letzte Tag, um für Opa bei der METRO Kochherausforderung zu voten!

Sommer in Berlin

Irgendwie kann man es den Menschen nie recht machen. Entweder es ist zu nass, zu trocken, zu kalt oder – wie gerade – zu warm. Da wird gestöhnt, was das Zeug hält, statt sich einfach nur zu freuen, dass wir so ein Wetter wie aus dem Bilderbuch haben. Denn wenn man sich an ein paar Grundregeln für solche Wetterlagen hält, sind die tropischen Tage ganz erträglich. Zunächst sollte man unbedingt genug trinken, damit der Körper nicht zu viel Wasser verliert. Am besten nimmt man zimmerwarmes Mineralwasser oder Kräutertee. Vorsicht ist bei Alkohol geboten, da der wiederum wassertreibend wirkt, was bei Hitze eher kontraproduktiv ist. Empfehlenswert ist zudem leichte Kost, die den Körper nicht so sehr belastet. Auch bei der Kleidung sollte man es locker und leicht nehmen. Und der Schatten ist auch allemal besser als die pralle Sonne. Was soll ich sagen? Oma und Opa haben sich in den Schatten verzogen, Siesta gehalten und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Dabei haben wir dann vom Meer bzw. einem Schwimmbad mit kaltem Wasser geträumt und wurden schließlich von einer Amsel wieder in die warme Wirklichkeit zurück geholt, als diese in unserem Brunnen ziemlich lautstark ein ausgiebiges wie kühles Bad genoss. Das ist Sommer in Berlin …

Strand   DSC01536.JPGWährend Oma vom Meer und Opa von einem Schwimmbad geträumt haben, hat eine Amsel ein ausgiebiges wie kühles Bad in unserem Brunnen genommen.IMG_0405

PS: Und nicht vergessen: Opa fünf Sterne für das sommerliche Genuss-Konzert geben.

Hiobsbotschaften reißen nicht ab

Bei Oma und Opa reißen die Hiobsbotschaften derzeit nicht ab. Nahezu täglich erfahren wir von den unglaublichsten Begebenheiten, die sich in unserem unmittelbaren Umfeld zutragen – nicht selten mit tödlichem Ausgang. Die letzte Nachricht allerdings hat uns richtig umgehauen, obwohl die Geschichte ein noch viel, viel schlimmeres Ende hätte nehmen können. Einer unserer guten Freunde aus alten Zeiten in Bayern also will seine Frau von der S-Bahn abholen und ist – wie so oft – zu früh dran. Statt sich auf irgendeine Bank zu setzen, nutzte er die Zeit und ging schnellen Schrittes den Bahnsteig auf und ab. Da wurde ihm plötzlich schwarz vor Augen, und an das Nächste, an das er sich erinnern kann, ist, wie er (mutmaßlich das zweite Mal) auf den Schienen im Gleisbett aufschlägt – mit dem Brustkorb. Das an sich wäre ja schon Albtraum genug gewesen. Aber zu allem Überfluss befand sich die S-Bahn, in dem ja seine Frau saß, bereits kurz vor dem Bahnhof. Und was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste und erst später im Krankenhaus erfuhr, war, dass er sich bei seinem (ersten) Aufprall einen katastrophalen Trümmerbruch der rechten Schulter zugezogen hatte. Insofern grenzt es an ein Wunder, dass er es ohne fremde Hilfe – der Bahnhof war zu diesem Zeitpunkt menschenleer – überhaupt geschafft hat, sich trotz des Schulterbruchs, einer Lungen- sowie diverser Rippenprellungen die zirka 1,50 Meter hoch auf den Bahnsteig zu ziehen – bevor, man muss es so hart formulieren, die S-Bahn ihn überrollt hätte. Vermutlich verdankt er seine Rettung dem Adrenalin, das der Körper in solch gefährlichen Situationen zur Sicherung des Überlebens in Unmengen ausschüttet. Denn erst die aussteigenden Passagiere des Zuges konnte er jetzt um Hilfe bitten, die sich dann in Form von Rettungshubschrauber, Krankenwagen und weiteren Einsatzkräften an der Unfallstelle einfand. Inzwischen geht es unserem Freund auch schon wieder ganz gut, obwohl die Schulter trotz stundenlanger Operation wohl nicht wieder so werden wird, wie sie es einmal war. Aber seinen Humor hat er zumindest nicht verloren: „Das wäre ja ’ne einmalige Überschrift geworden: Frau überrollt eigenen Mann mit S-Bahn“, witzelte er bei unserem jüngsten Telefonat schon wieder. Was soll ich sagen? Ich hab’s gegoogelt: Diese Überschrift hat es tatsächlich noch nicht gegeben …

PS: Oma und Opa sowie die restliche Familie wünschen weiter gute Besserung.

Unser armes krankes Huhn

Oma hat es so richtig erwischt und der Hals-, Nasen-, Ohrenarzt eine schwere Mittelohrentzündung diagnostiziert. Dabei hat sie noch Glück im Unglück gehabt. Denn es hätte noch viel schlimmer kommen und beim Rückflug von Barcelona ihr Trommelfell beschädigt werden können. Das ist Gott sei Dank nicht passiert. Aber die Arme hat auch so schon genug zu leiden. Wer schon einmal Ohrenschmerzen gehabt hat, kann ein Lied davon singen. Was soll ich sagen? Jetzt soll sich unser armes krankes Huhn erst einmal richtig auskurieren und gesund werden. Opa jedenfalls hegt und pflegt sie, so gut er kann. Und am Wochenende sieht die Welt dann hoffentlich schon viel besser aus.

Die beste Krankheit taugt nichts

Jetzt hat es also auch Opa erwischt. Nachdem so ziemlich alle und jeder in der Familie in der letzten Zeit irgendwie krank waren, zeigten sich auch bei mir plötzlich eigenartige Symptome: Müdigkeit, Abgeschlagenheit und ein übel juckender Hautausschlag vor allem auf Bauch und Armen. Als dann noch der Hals begann, weh zu tun, bin ich vorsichtshalber mal zum Arzt. Der hatte jedoch nichts Besseres zu tun, als bei mir Scharlach zu diagnostizieren und mir Antibiotika zu verordneten. Wobei das irgendwie naheliegend war, nachdem bereits mindestens zwei Scharlachfälle in der Familie aufgetreten waren. Aber das war es dann auch mit meinen diversen Terminen in dieser Woche, ist aber nicht zu ändern. Überhaupt hatten alle, denen ich meine Absage übermitteln musste, größtes Verständnis – na ja, wer will sich auch schon gerne mit Scharlach anstecken. Was soll ich sagen? Die beste Krankheit taugt eben doch nichts.

Opas Storchenbiss

Als Oma dieser Tage unsere beiden Enkel vom Kindergarten abgeholt hat, haben diese, als sie an unserer Haustüre angekommen waren, wieder einmal das getan, was sie eigentlich immer tun: Die Klingel abgerissen! Normalerweise reagiere ich darauf nicht (mehr), sondern lasse es bzw. sie einfach klingeln. Da das mit dem Klingeln aber nicht aufhörte, bin ich dann doch zur Tür gegangen und habe das Trio im Hausflur begrüßt. Dort schaute mich unser Jüngster ganz fasziniert an und fragte mich: „Warum hast du so eine rote Stirn?“ „Das ist doch sein Storchenbiss“, antwortete Oma, nachdem ich den kleinen Mann wohl ziemlich ungläubig angeschaut haben muss. Denn diesen Storchenbiss sieht man eigentlich immer – mal mehr, mal weniger. Was soll ich sagen? Irgendwie bin ich ganz erstaunt, dass unserem Jüngsten das erst jetzt aufgefallen ist.