Pfützenspringen

Unsere älteste Tochter hat ihren Sohn nach dem letzten großen Regenguss, der ihn immerhin geraume Zeit an die Wohnung gefesselt hatte, so richtig entschädigt. Jedenfalls unterbreitete sie dem kleinen Mann einen Vorschlag, den wohl viele Kinder gerne von ihren Müttern hören würden: Ab nach draußen und rein in die Pfützen. Die Ausrüstung dafür bestand aus Gummistiefeln, Regenhose und -jacke sowie einem wärmenden Schal. Und dann ging es auch schon los: Ohne Rücksicht auf Verluste ab durchs Wasser und rein ins Verfügen. Das Ganze hat übrigens auch einen Namen: Pfützenspringen. Was soll ich sagen? Ein ausgesprochen preiswertes Vergnügen, bei dem man nur aufpassen muss, dass es einem nicht so ergeht, wie dem Jungen in dem verlinkten Video.

Pfütze         Ohne Rücksicht auf Verluste ab durchs Wasser und rein ins Verfügen.

Zum Ritter schlachten

Mit kleinen Kindern zu spielen, ist nicht ganz ungefährlich. Und mit Jungs schon gar nicht. Während Mädchen in aller Regel – ungeachtet aller Emanzipationsbemühungen – eher doch mit Puppen spielen, geht es bei dem männlichen Nachwuchs meistens ums Kämpfen und dabei dann ziemlich zur Sache. Und ganz beliebt wiederum ist “Ritter spielen”. Dass ein Ritter aber nicht so einfach vom Himmel fällt, ist ja allseits und damit auch bei unseren Enkeln bekannt. Unser ältester wollte dabei jetzt sogar schon selbst zu Werke schreiten. Um Oma, damit sie auch auf Augenhöhe mitspielen konnte, in den Ritterstand zu erheben, wurde sie letztens aufgefordert, sich hinzuknien mit der Ankündigung: “Ich werde dich jetzt zum Ritter schlachten.” Was soll ich sagen? Wie schon erwähnt: Mit kleinen Kindern zu spielen, ist in der Tat nicht ganz ungefährlich.

Gottlob war alles nur aus Plastik

Eigentlich ist ja Oma bei uns fürs Spielen zuständig. Aber hin und wieder muss auch mal Opa herhalten, so wie neulich, als ein Patient für einen Notarzteinsatz gesucht wurde. Der Mediziner war in diesem Fall unser ältester Enkel, von dessen Mutter ich zu eben dieser Rolle mit dem Hinweis überredet wurde, ich könne mich ja auch aufs Bett fallen lassen. Das klang verlockend, und so machte ich es mir auf dem Bett bequem in dem Irrglauben, ich sei dort in etwa auf der sicheren Seite. Weit gefehlt. Plötzlich kam mit lautem “Tüta, Tüta” der Notarztwagen mit einer Belegschaft daher, die wiederum mit sehr eigentümlichen Instrumenten ausgestattet war. Der Notarzt, also unser Enkel, hatte eine Bohrmaschine in der Hand und zielte schnurstracks auf meinen Bauch, die Sanitäterinnen, also Oma und unsere älteste Tochter, waren mit Zange und Säge ausgerüstet. Als dann noch der Hammer ins Spiel kam, hörte ich nur noch etwas von Anästhesist und … Was soll ich sagen? Am Ende konnte sich niemand mehr erinnern, wer auf die Idee mit diesem Handwerkszeug gekommen ist. Gottlob war alles nur aus Plastik.

“Oma, warum redest du so viel?”

Dass unsere beiden Enkel ausgesprochen gerne mit Oma spielen, wissen die Leser von Opas Blog. Was sie allerdings nicht wissen, ist, dass die kleinen (Quäl-)Geister es gar nicht gerne sehen, wenn Oma dabei irgendeiner Nebentätigkeit nachgeht. Dazu gehört auch und vor allem, mit Opa oder gar der (noch anwesenden) Mutter zu reden. So ermahnte unser ältester Enkel Oma bei seinem letzten Besuch, als diese immer wieder mit ihrer Tochter, also seiner Mutter, sprach. “Oma, wir wollten doch spielen!”, sagte er ihr sicherlich ein gutes Dutzend Mal. Als die beiden Frauen aber nicht aufhörten, sich über dies und jenes zu unterhalten, reichte es dem großen kleinen Mann offenbar und er fragte Oma ziemlich genervt: “Oma, warum redest du so viel?” Was soll ich sagen? Wenn er den Spruch “Ein Mann, ein Wort – eine Frau, ein Wörterbuch” gekannt hätte, dann … Hat er aber Gott sei Dank nicht.

Irgendwie ernüchternd

Ein Generationenspielplatz war hier ja schon einmal Thema. Nachdem Oma jetzt aber einen Mehrgenerationenspielplatz quasi in unserer Nachbarschaft ausgemacht hat, haben wir diesen einem echten Härtetest unterzogen, gemeinsam mit unserem jüngsten Enkel. Das Ergebnis, so viel sei schon verraten, war irgendwie ernüchternd. Als wir dort ankamen, waren wir die einzigen Vertreter der Großelterngeneration. Daran sollte sich auch nicht viel ändern, abgesehen von einem etwas älteren Paar, das allerdings nach nicht einmal einer Minute mit ihrem vermutlichen Enkelkind wieder das Weite suchte. Ansonsten dominierten die Mütter, die es jedoch – bis auf wenige Ausnahmen – eher vorzogen, auf der Bank sitzend ein Pläuschchen zu halten, statt das vielfältige Angebot für Mamas und Papas sowie Omas und Opas zu nutzen. So gingen wir denn mit gutem Beispiel voran, wie die beigefügte Bilddokumentation eindrucksvoll beweist. Drei wesentliche Erkenntnisse konnten wir nach unserem intensiven Besuch auf dem Mehrgenerationenspielplatz ziehen: Erstens: Die Erwachsenen-Geräte finden die Kinder nicht so toll. Zweitens: Während die Kinder auf den Kinder-Geräten herumturnen, können sich die Erwachsenen nicht gleichzeitig auf den Erwachsenen-Geräten austoben. Und drittens: Das Spielen ohne die diversen Gerätschaften machte zumindest unserem Enkel am meisten Spaß. Der malte nämliche stundenlang und mit wachsender Begeisterung mit irgendwelchen herumliegenden Stöcken Figuren in den Sand und amüsierte sich köstlich. Was soll ich sagen? Der Spielplatz ist ganz nett. Es muss aber nicht immer teures Spielgerät sein, damit sich Kinder sinnvoll beschäftigen.

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“Alles gut?”

Rollenspiele sind für Kinder, da sind sich die Fachleute einig, äußerst wichtig. Dass sie erst ab einem Alter von drei Jahren einsetzen und es sich zunächst nur um ganz einfache Geschichten handelt, wie es auf einer Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung heißt, kann ich allerdings mit Blick auf unsere Enkel nicht bestätigen. Beide haben sicherlich schon mit zwei Jahren, wenn nicht sogar früher, damit angefangen, in die eine oder andere Rolle zu schlüpfen. Mittlerweile decken sie das gesamte Spektrum dessen, was denkbar ist, ab. Von Vater, Mutter, Kind über Müllmann, Handwerker oder Verkäufer bis hin zu Pilot, Feuerwehrmann, Polizist oder Arzt – in all diese Rollen wird nach Herzenslust hinein- und wieder hinausgeschlüpft, dass es eine wahre Freude ist. Aber im wahrsten Sinne des Wortes weggepackt habe ich mich, als unser Jüngster mit Oma folgende Situation nachgespielt hat: Sie ist vor einen Baum gefahren und liegt (schwer?) verletzt in ihrem Auto. Der Kleine kommt mit großem “Tüta, Tüta” angebraust, ist offensichtlich der Arzt oder Sanitäter, begutachtet die Situation und sagt kurz und trocken: “Da können wir leider nichts machen.” Sprach’s und verschwand. Was soll ich sagen? Dumm gelaufen für Oma. Aber irgendwie schien das den kleinen Mann dann doch nicht in Ruhe zu lassen. Denn irgendwann drehte er sich plötzlich wieder zu Oma um und fragte besorgt: “Alles gut?”.

Bödes “L”

Es ist doch immer wieder verblüffend, für bzw. von was sich Kinder begeistern lassen. Dabei muss es nicht immer teures Spielzeug sein, das die kleinen Äuglein zum Funkeln bringt. Nur allzu oft sind es die kleinen Dinge des Lebens, die für Freude sorgen. So haben beispielsweise unsere beiden Enkel – unterstützt von Oma – mit immer weiter wachsender Begeisterung Seifenblasen produziert und sind diesen hinterhergerannt, um sie platzen zu lassen. Das ging fast eine ganze Stunde so, bis – Oma mag “endlich” gedacht haben – Wind aufkam, der die Seifenblasen ziemlich schnell und unberechenbar wegwehte. Unserem jüngsten Enkel gefiel das gar nicht. Als er ein paar Mal vergeblich versucht hatte, die Seifenblasen einzufangen, blieb er genervt stehen und machte seinem Ärger Luft: “Diese böden Dinger”, sprach’s – und verschwand nach drinnen. Was soll ich sagen? Bödes “L”.

Ein-Meter-Klasse: Genial

Dass Opa die Seenotretter in Bremen am Herzen liegen, dürfte den treuen Lesern von Opas Blog mittlerweile bekannt sein. Und so wird es sie auch nicht verwundern, wenn er heute einmal mehr kräftig die Werbetrommel rührt – in diesem Fall für die Ein-Meter-Klasse, die zu den beliebtesten Produkten im offiziellen Seenotretter-Shop avanciert ist. Und in der Tat: Das Teil ist einfach genial. Jedenfalls hat es den Härtetest unserer Enkel mit Bravour bestanden – zumindest was den Landeinsatz betrifft. Der Wassertest steht noch aus. Eigentlich wollte ich ja beide gleichzeitig auf den aufblasbaren Seenotkreuzer loslassen. Aber irgendwie haben Oma und ich das mit unseren Enkeln nicht hinbekommen. So hat sich denn einer nach dem anderen über diesen Mini-Kreuzer hergemacht, der laut Shop-Beschreibung vom Mast übers Hubschrauberarbeitsdeck über alles verfügt, was auch die großen Vorbilder an Bord haben. Auf jeden Fall sind unsere Enkel nun auch große Seenotretterfans und kleine Seenotretter. Was soll ich sagen? Gut so.

IMG_8368                                       Und wer rettet jetzt den kleinen Seenotretter?

Kinder sind im Prinzip alle gleich

Kinder sind im Prinzip alle gleich, so verschieden sie ansonsten auch sein mögen. Bei unseren beiden Enkeln ist das wunderbar zu beobachten. Spielte unser Ältester schon immer gerne im Bad an Bidet und Waschbecken mit Wasser, tut es unser Jüngster nun ebenso. War es für unseren Ältesten das Größte, wenn Oma mit ihm auf dem Boden herum krabbelte, ist es das für den Jüngsten jetzt auch. Konnte unser Ältester beim Kochen gar nicht genug mithelfen, macht es der Kleine ihm nunmehr nach. Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen, soll aber nur eine Begebenheit ergänzt werden, weil ich zufällig das dazu passende Foto gefunden haben: Unsere Vorhänge üben auf unsere beiden Enkel gleichermaßen eine so große Faszination aus, dass man sie kaum davon fernhalten kann. Da wird sich darin eingewickelt oder Geist gespielt, die Bandbreite der Möglichkeiten scheint da offenbar keine Grenzen zu kennen. Was soll sagen? Gott sei Dank ist die Vorhangschiene fest genug angebracht.

Geist Wer ist denn dieser kleine Geist?

Eine echte Wasserratte

Bei diesem Wetter – wir haben ein Omegahoch – ist es nicht leicht, im Büro aus- und durchzuhalten. Aber Oma und Opa sind da hart im Nehmen. Zumal wir hin und wieder das in der Nähe liegende Schwimmbad nutzen, um uns nach einem arbeitsreichen Tag im am Ende ziemlich aufgeheizten Büro wieder etwas abzukühlen. Das ist schon fast wie Urlaub. Und dass wir dort eine unserer Töchter mit ihrem Sohn treffen, ist natürlich kein Zufall. Der kleine Mann freut sich dann wie ein Kullerkeks, wenn er mit Oma und Opa ins Wasser kann. Da entpuppt sich unser Jüngster als echte Wasserratte, die von dem kühlen Nass gar nicht genug bekommen kann. Und mit seinen knapp zweieinhalb Jahren springt er in allen möglichen Eintauch-Varianten vom Beckenrand ins Wasser, als wäre das gar nichts. Was soll ich sagen? Wie der Vater, so der Sohn. Von Opa ganz zu schweigen …