Es ist wieder passiert: Gestern fiel einmal mehr mein täglicher Post den vielen To-dos und Terminen zum Opfer. Aber so ist das nun mal, wenn man als einziger bloggender Großv@ter dieses Landes auch noch voll berufstätig ist. Irgendwann stößt man an seine Grenzen – zumal der Tag auch nur 24 Stunden und die Nacht hat. Aber egal. Der abendliche Termin war übrigens das Sommerfest der Universität der Künste Berlin, mit dem der traditionelle Rundgang, bei dem die Universität für drei Tage ihre Pforten öffnet, alljährlich beginnt. Für Oma und mich als Mitglieder des Freundeskreises der Universität natürlich ein Pflichttermin. Der Andrang der Besucher war wieder gigantisch. Dabei haben wir festgestellt, dass diese immer jünger werden. Vielleicht war es aber auch nur eine verzerrte Wahrnehmung, und wir werden immer älter. Apropo älter: Ein 55-Jähriger, den wir dort kennenlernten, erzählte, dass das jüngste seiner fünf Kinder ein sechsjähriger Junge ist. So alt ist übrigens auch unser ältester Enkel, der im September ebenfalls mit der Schule beginnt. Seine Anmerkung dazu: Wenn ich schon keine Enkel kriege, dann mach’ ich sie halt selber. Was soll ich sagen? So kann man das natürlich auch sehen.
Archiv des Autors: Opa
Opa “gut” – Oma “goed”
Nachdem Oma und Opa die wegen des Ferienbeginns ausgelassenen Kinderstimmen auf dem benachbarten Schulhof vernommen haben, haben wir in unseren Archiven gestöbert und unsere alten Zeugnisse zu Tage gefördert. Während bei mir das “gut” dominiert, sieht es bei Oma ähnlich “goed” aus. Dabei fällt auf, dass in den Niederlanden das Notensystem von 10 bis 1 geht, was in Deutschland 1 bis 6 entspricht. Was soll ich sagen? Wie heißt es bei Wilhelm Busch:
Also lautet ein Beschluss,
Dass der Mensch was lernen muss. –
Nicht allein das Abc
Bringt den Menschen in die Höh’;
Nicht allein in Schreiben, Lesen
Übt sich ein vernünftig Wesen;
Nicht allein in Rechnungssachen
Soll der Mensch sich Mühe machen,
Sondern auch der Weisheit Lehren
Muss man mit Vergnügen hören.
Die Zeugnisse von Opa und Oma aus der ersten Schulklasse.
Von wegen trautes Heim
Trautes Heim, Glück allein – von wegen. Die meisten Unfälle passieren zu Hause. Dem fallen jährlich mit rund 9.000 Toten weit mehr als doppelt so viele zum Opfer wie im Straßenverkehr mit etwa 3.500 Unfalltoten. Bei den Verletzten ist das Verhältnis noch krasser. Da stehen knapp 400.000 Opfer im Straßenverkehr 2,8 Millionen im häuslichen Bereich gegenüber. In beiden Fällen sind die Opfer im Freizeitbereich noch nicht einmal eingerechnet. Die Ursache ist relativ eindeutig: “Es ist der Faktor Mensch, der die Sicherheit zu Hause bestimmt. Das beginnt beim Bau, reicht über die Ausstattung mit geprüften Elektrogeräten, Spielzeug und Möbelstücken bis zum Gefahrenbewusstsein der Bewohner”, heißt es in einem Bericht in der jüngsten Ausgabe des Magazins DEKRA solutions. Besonders gefährdet seien Senioren. “Die Gefahr, sich zu Hause zu verletzen, ist bei ihnen drei Mal größer als die Wahrscheinlichkeit eines Autounfalls”, schreibt Autorin Regina Weinrich. Was soll ich sagen? Es ist denn wohl so, wie es der deutsche Immunbiologe und Aphoristiker Gerhard Uhlenbruck formuliert hat: Der Blauäugige kommt selten mit einem blauen Auge davon. Seien Sie also vorsichtig!
Die meisten Unfälle passieren zu Hause. Infografik: Niko Wilkesmann/Dekra solutions
Keine Kluft mehr
Oma und Opa haben am Wochenende mit unserer ältesten Tochter und ihrem Filius eine unsere Ziehtöchter getroffen. Dabei ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen: Die Kluft zwischen den Generationen ist beileibe nicht mehr so groß wie zu Zeiten meiner Mutter. Am deutlichsten konnte man das an der Kleidung von mir und meinem Enkel sehen. Beide trugen wir das Polo einer bekannten Marke, in Blau und mit dem Logo an der gleichen Stelle. Nur die Innenseite des Kragens unterschied sich farblich in geringfügigem Maße. Was soll ich sagen? Als Kind wäre ich nicht Traum darauf gekommen, ein Kleidungsstück zu tragen, das auch nur im Ansatz so aussah wie das von einem Erwachsenen. Heute sind die Kleinen stolz wie Oskar, dass sie so aussehen wie die Alten. Und die Alten freuen sich darüber umso mehr …
Es ist zum Weinen!

Was soll ich sagen? Armes Frankreich. Es ist zum Weinen! Wann hört das endlich auf?
Die Sekunde eines Klebers
Unsere Begehung des Baumkronenpfades war jetzt noch einmal Gesprächsthema zwischen Oma und unseren Enkeln. Der Kleine, so seine Aussage, fand die Exkursion ganz spannend. Und der Große hätte, wie er sagte, es noch spannender gefunden, wenn kein Geländer da gewesen wäre. Abgesehen davon, dass Opa dann wohl nicht in die luftigen Höhen gestiegen wäre, meinte Oma, dass das aber nicht erlaubt sei, weil man dann ja herunterfallen könnte. Dem wollten die beiden Buben mit Sekundenkleber vorbeugen, was Oma keine so richtig gute Idee fand, weil man dann ja sofort festklebe und nicht mehr weitergehen könne. “Wieso?”, fragten beide übereinstimmend, “der klebt doch nur eine Sekunde!?!” Was soll ich sagen? Kinder nehmen eben alles wörtlich. Aber sie machen das nicht absichtlich. Wie Psychologen der Ohio State University herausgefunden haben, ist es geradezu ein Kennzeichen kindlicher Sprachentwicklung, zunächst alles wörtlich aufzufassen.
Der Baumkronenpfad in Beelitz-Heilstätten: Gott sei Dank ist da ein Geländer!
Wirklich nicht lustig …
Kann man Kindern böse sein? Die Frage stellt sich vor allem, wenn die Kleinen etwas ausgefressen haben. In solch einer Situation tritt allerdings zuweilen auch noch eine ganz andere Schwierigkeit zutage: Man muss ernst bleiben. Dass das nicht immer so einfach ist, beweist das beigefügte Video. Was soll ich sagen? Es ist wirklich nicht lustig …
Opa wäre gerne dabei gewesen
Heute war ein ziemlich stressiger Tag für Opa: Termine über Termine, erst Potsdam, dann Berlin, bei Kunden, im Büro, und zwischendurch Telefonate über Telefonate. Da blieb kaum Zeit zum Luftholen. Das Einzige, was mich ein wenig ablenken konnte, waren meine Enkel, die Oma vom Kindergarten abgeholt hatte. Dienstag ist eben Tag der Enkel. Und die hatten ein richtiges Erfolgserlebnis: Sie konnten nämlich ihre erste Ernte einfahren, von dem, was sie im April gesät hatten: Möhren. Unser Jüngster konnte es denn auch nicht abwarten und hat gleich hineingebissen und festgestellt: „Boah, sind die lecker!!!“ Was soll ich sagen? Ganz ehrlich: Ich wäre gerne dabei gewesen.
Pur Natur und total bio: Die von unseren Enkeln selbst gezogenen Möhren.
Seniorlife – auch für Jüngere
Youngdata, das Jugendportal der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder mit Informationen rund um das Internet, habe ich ja schon vorgestellt. Heute nun soll es Seniorlife sein, das Magazin für Lebensfreude im Alter mit Informationen, Unterhaltsamem und Neuem für Menschen in der dritten Lebenshälfte. Dort schreiben Experten, Gastautoren und eine Redaktion, die nach eigener Aussage “für das beste Alter lebt.” Darauf gestoßen bin ich dadurch, dass die Seite Opas Blog in einem Artikel mit der Überschrift Alt werde ich später! – 40, 50 und 60plus Blogger vorgestellt hat – neben elf anderen interessanten Blogs. Was soll ich sagen? Es lohnt sich, hin und wieder mal auf der Seite vorbei zu schauen – übrigens auch für jüngere Semester.
PS: Richtig gut ist die Facebookseite von Seniorlife, vor allem die Sprüche sind klasse.
Die besten Reisen …
Das Zitat zum Sonntag: “Die besten Reisen, das steht fest, sind die oft, die man unterlässt.”
Eugen Roth, deutscher Lyriker und populärer Dichter, der 1976 in München verstarb.
Was soll ich sagen? Schönen Sonntag noch …