Getränkte Wochenübersicht (2)

Als Opa noch ein Kind war, da gab es bei ihm daheim zum Wochenende meist die Reste der Woche als Auflauf. Das hieß dann “Getränkte Wochenübersicht” und war, Hand aufs Herz, richtig lecker. Der Begriff “Getränkte Wochenübersicht” allerdings hat sich im Laufe der Jahre verselbstständigt. Irgendwann stand er für Sammelsurien aller Art. Opas “Getränkte Wochenübersicht” wird es jetzt immer samstags geben und die besten Sprüche beinhalten, die er am Schwarzen Brett von seniorbook, einem Internetportal für Menschen ab 45 Jahren, entdeckt hat. Was soll ich sagen? Viel Spaß beim Lesen.

Gerade gefunden: Lieber Barack Obama, liebes CIA und NSA. Mir ist heute meine Festplatte kaputt gegangen. FRAGE: Könnt Ihr mir bitte eine Kopie meiner Daten schicken? Porto übernehme ich. Vielen Dank. Ise Grimm 47 aus Wärts

Rettet den Wald!!! Esst mehr Spechte… Rudolf Neldner aus Jülich

Ja, ich gebe zu: gestern habe ich Schuhe gekauft, aber ich bin unschuldig… die Schuhe haben “Mama” zu mir gesagt und bitterlich geweint… und so habe ich “die Kleinen” mit zu mir nach Hause genommen… ich habe ein Herz für… SCHUHE… mit lieben Sonntags-Grüßen: Claudia… Claudia W. aus Mindelheim

Welches ist der Monat, in dem Frauen die wenigsten Dummheiten machen? Februar, er hat die wenigsten Tage. Renate Rathmann aus Konz

Ich möchte so gern über meinen Schatten springen, aber irgend jemand knipst immer das Licht aus. Karin Verhülsdonk-Ohlenforst aus Heinsberg

Habe meinen Kaffee heute mit R E D – B U L L aufgebrüht. Später dann, auf der Autobahn habe ich erst nach 10 Min bemerkt, dass ich mein Auto vergessen hatte. Sccorpy Immerunterwegs aus Ludwigshafen am Rhein

Früher zahlte ich dem Friseur Geld für ‘s Schneiden….heute Finderlohn… Klaus Henning aus Buseck

Schon alles gesagt

Wenn Oma und ich mit einem unserer Enkel oder auch mit beiden auf dem Spielplatz sind, dann beobachten wir zunehmend, dass manche Mamas, die wir da so sehen, oft und zuweilen auch lange, mit ihren Handys beschäftigt sind und simsen, telefonieren oder auf Facebook oder sonst wo im Netz unterwegs. Einige von ihnen sind dabei in ihre Kommunikation derart vertieft, dass sie nicht einmal mehr mitbekommen, was ihr Nachwuchs so alles treibt. Selbst weinende oder schreiende Kinder sind nicht unbedingt und vor allem sofort ein Grund, einmal aufzuschauen. Irgendwer wird sich schon um die kleinen Schreihälse kümmern, sie trösten oder bändigen. Was soll ich sagen? Jetzt wissen Oma und ich auch, warum sich manche Paare, wenn sie denn abends ausgehen, in den Bars, Restaurants oder sonstigen Lokalen so konsequent anschweigen. Die haben sich während des Tages übers Handy schon alles gesagt.

“Oma, Diezie im Mund?”

Oma und unser jüngster Enkel haben einen neuen Sport kreiert: Tannenzapfen kicken, während die beiden spazieren gehen. Das Spiel ist ziemlich einfach. Oma und der kleine Mann treten abwechselnd vor den Pseudoball. Dabei kommt es nicht einmal darauf an, wer am weitesten schießt. Und Punkte gibt es schon gleich gar nicht. Alles, was zählt, ist der Spaß an der Freud’. Irgendwie hat dann Oma aber den kapitalen Fehler begangen, den Kleinen bei der Ehre zu packen und ihm weiszumachen, dass man ohne Diezie, gemeint ist sein Schnuller, viel weiter kicken kann. Also nahm er das Ding aus dem Mund, trat vor den Tannenzapfen und siehe da: Der Zapfen flog und flog, jedenfalls viel weiter als sonst. Als Oma dann dran war und das Tretobjekt gerade mal ein paar Zentimeter weit befördern konnte, schaute unser Dreikäsehoch nach oben, grinste diebisch und gluckste: “Oma, Diezie im Mund?” Was soll ich sagen? So kann’s gehen.

Hände hoch

Abgesehen einmal davon, dass unser jüngster Enkel ein absoluter Clown ist, verblüfft er Oma und Opa ebenso wie seine Eltern immer wieder mit Einlagen der ganz besonderen Art. Treue Leser erinnern sich, dass der kleine Mann vor geraumer Zeit eine ziemliche Bruchlandung hingelegt hat und seine Mutter mit ihm und seiner riesigen Beule sogar ins Krankenhaus gefahren ist. Das hat er zwar alles prima ertragen und sich ganz hart im Nehmen gezeigt. Aber irgendwie will er eine solche Erfahrung offensichtlich nicht mehr machen. Als er sich beinahe wieder einmal hingelegt hatte, erklärte ihm seine Mutter, dass er zumindest seine Hände hoch nehmen solle, um einen sich anbahnenden Sturz wenigstens etwas abzufedern und seinen kleinen Kopf so bestmöglich zu schützen. Jetzt hat er seine Händchen, wenn er läuft, nur noch oben in der Nähe seines Kopfes, was nicht unbedingt zu sicherem Laufen beiträgt. Was soll ich sagen? Hände hoch! Kinder nehmen alles wörtlich, und unser Jüngster ganz besonders.

Hände hoch

Ganz schön auf Zack

Oma und Opa saßen bei dem schönen Wetter wieder einmal im Garten und genossen die Sonne. Da Urlaubszeit ist, war auch nicht viel los auf den Straßen. Eine himmlische Ruhe herrschte, bis plötzlich ein Vater mit seinen Kindern mit viel Getöse an unserem Grundstück vorbeiradelte. Nicht, dass uns das gestört hätte. Aber irgendwie schien es diesem Papa nicht zu gefallen, wie sich eines seiner Kinder fortbewegte. “Nun mach mal”, dröhnte seine Kritik durch die Straße, “Du hast ja gar kein Tempo.” Der Kleine mag ja vielleicht nicht so auf Zack gewesen sein, wie sich sein Vater das in Bezug auf das Radeln vorgestellt hat. Aber was die Schlagfertigkeit angeht, kann er von seinem Filius vermutlich noch etwas lernen.” Denn der konterte nur lapidar: “Ich habe doch ein Tempo, mein Tempo!” Was soll ich sagen? Ganz schön auf Zack.

Wenn die Arbeit zu mühselig ist

Es ist schon erstaunlich, was Kinder so alles mitbekommen. Irgendwie muss unser ältester Enkel gehört haben, dass die Bienen vom Aussterben bedroht sind. Jedenfalls überraschte er Oma, Opa und seine Mutter, als er die vielen Hummeln in irgendeinem Strauch in unserem Garten dahingehend kommentierte, dass die Bienen die Hummeln gefragt hätten, ob sie denn ihre Arbeit übernehmen würden, weil sie ja bald tot seien. Okay, haben wir uns da alle gedacht, dann wird das wohl so sein. Am Abend allerdings korrigierte er sich und meinte vor dem Schlafengehen zu seiner Mutter, er habe sich bei Oma und Opa denn doch vertan. “Wieso?”, wollte sie wissen. “Na ja”, sagte er, “die Hummeln haben gemerkt, wie mühselig die Arbeit ist, und haben sie den Bienen wieder zurückgegeben.” Was soll ich sagen? Wenn das immer so einfach wäre.

Neue Rezepte

Wer noch nicht weiß, wie der Sonntagsbraten aussehen soll, wird, so der Kühlschrank das hergibt, vielleicht in Opas Kochbuch fündig: Edlich wieder neue Rezept. Ob Vorspeisen, Zwischen- und Hauptgerichte, Nachtische, Salate sowie Soßen, Crèmes und Butter – in jeder Rubrik hat Opa etwas eingestellt. Was soll ich sagen? Guten Appetit, ganz nach dem Motto: Fertig und lecker.

ZanderDas Rezept für Zander auf Fenchel-Orangen-Gemüse gibt es unter Hauptgerichte.

 

Getränkte Wochenübersicht (1)

Als Opa noch ein Kind war, da gab es bei ihm daheim zum Wochenende meist die Reste der Woche als Auflauf. Das hieß dann “Getränkte Wochenübersicht” und war, Hand aufs Herz, richtig lecker. Der Begriff “Getränkte Wochenübersicht” allerdings hat sich im Laufe der Jahre verselbstständigt. Irgendwann stand er für Sammelsurien aller Art. Opas “Getränkte Wochenübersicht” wird es jetzt immer samstags geben und die besten Sprüche beinhalten, die er am Schwarzen Brett von seniorbook, einem Internetportal für Menschen ab 45 Jahren, entdeckt hat. Was soll ich sagen? Viel Spaß beim Lesen.

Letze Woche hatten wir Stromausfall. PC war sofort aus. Dafür habe ich mich zwei Stunden mit meiner Familie unterhalten. Scheinen echt nette Leute zu sein! Willi Küsters aus Rheine

Hatte heute morgen wieder Stress mit dem Wecker…bin jetzt gespannt, ob er einen Wurm mitbringt…schön geflogen ist er ja. GUTEN MORGEN ihr alle 🙂 Jörg Pinkenburg aus Ritterhude

Urlaubsplanung? Habe ich nicht gemacht und werde es auch nicht machen. Meine Frau sagt mir, wo es hin geht, mein Chef sagt mir, wann es los geht, und meine Bank sagt mir, wie lange ich bleiben darf. Bernd Graf von Wilhelmsburg aus Linsengericht

95% der Computerprobleme liegen zwischen Tastatur und Stuhl 🙂 Christiane Weller aus Gießen

Eigentlich wollte ich heute die Welt retten – aber es regnet! Pe. Es. aus Berlin

Werd’ mir demnächst hübsche altmodische Taschentücher kaufen… zum Knoten reinmachen… ich werd’ älter… oder macht man das heute nicht mehr..? Evelyn Schlipps aus Bad Rothenfelde

Eine neue Glühbirne leuchtet bedeutend heller, wenn man sie vor dem Einschrauben aus der Verpackung nimmt. Sccorpy Immerunterwegs aus Ludwigshafen am Rhein

Sieben Wochen schlechtes Wetter?? Nicht mit mir!! Egal was die Tierschützer dazu sagen, heute wird er gegrillt, der Siebenschläfer. Wilhelm Meyer aus Hagen

 

Lizenz zum Kochen

Omas haben ja eigentlich die Lizenz zum Kochen. Früher jedenfalls war es gang und gäbe, dass Töchter bei ihren Müttern nachfragten, wie denn dieses oder jenes Gericht zubereitet wird. Und so wurden Rezepte, Tricks und Tipps aus der Küche weitergegeben, die sich schon seit Generationen im Familienbesitz befanden. Doch die Zeiten haben sich geändert. Die Männer konnten sich nicht zuletzt durch die vielen Kochsendungen im Fernsehen am Herd emanzipieren und die Ceranfelder übernehmen. Ganz nach dem Vorbild der Profis wird jetzt gekocht, was die Lebensmittel hergeben. Was soll ich sagen? Auch wenn es mittlerweile ziemlich normal ist, dass Männer durchaus als kompetent in der Küche gelten, ist es für Opa doch jedes Mal wieder ein besonderes Gefühl, wenn eine der Töchter anruft und sich mit der säuselnden Frage “Du, Papa, wie ging das nochmal?”  nach einem Rezept erkundigt.

PS: Versprochen, demnächst gibt es auch wieder neue Rezepte in Opas Kochbuch.

Schweigen ist Gold

Das weiß ein jeder: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Und viele richten sich danach, zumindest viele ältere Menschen. Während junge Paare Probleme gerne ausdiskutieren, versuchen ältere eher, Konflikten aus dem Wege zu gehen. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer empirischen Studie, für die die Psychologie-Professorin Sarah Holley von der San Francisco State University und ihre Kollegen über 13 Jahre hinweg 127 Paare befragt haben. Dabei nahm die Streitlust der Testpersonen mit den Jahren ab. Daraus folgerte die Wissenschaftlerin, dass sich ältere Menschen lieber auf erfreuliche Erlebnisse konzentrieren statt ihre Aufmerksamkeit auf die oft altbekannten Konfliktbereiche zu lenken. Als Grund vermutet sie, dass ältere Ehepartner ihre verbleibende Lebenszeit bestmöglich nutzen wollen. Was soll ich sagen? Altersweisheit, Altersmilde und dann vielleicht noch Enkelkinder – warum in aller Welt sollte man da noch streiten.