Familien-Frühstück

Das war ein Tag bzw. Morgen nach Omas und Opas Geschmack. Um 10.00 Uhr hatte ich die ganze Familie zum Frühstück eingeladen –  mal nicht bei uns zu Hause, sondern in einem Lokal. Alle kamen pünktlich an. Ich hatte zwar drinnen reserviert. Aber angesichts des Wetters war das Lokal so clever gewesen, die entsprechenden Reservierungen auch auf der Terrasse vorzunehmen. Und so konnten wir bei herrlichem Spätsommerwetter und angenehmen Temperaturen das Frühstück draußen genießen. Zu alledem passte, dass alle auch gut drauf waren. Oma und Opa, die Mamas und die Papas und die beiden Buben. Da saßen wir dann zu acht an einem schönen großen Tisch und ließen es uns gut gehen. Selbst die ansonsten mittlerweile ziemlich aggressiven Wespen hatten ein Einsehen und ließen uns weitestgehend in Ruhe. Der anschließende gemeinsame Besuch des angrenzenden Spielplatzes war sozusagen der krönende Abschluss. Was soll ich sagen? Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Mal.

Kleiner Nachtrag

In meinem letzten Beitrag hatte ich ja über den Schlaf-Ausflug unseres Jüngsten zu Oma und Opa berichtet. Dazu muss ich unbedingt noch einen kleinen Nachtrag machen. Es geht um die Nacht, in der der Kleine zwar durchgeschlafen, sich aber gleichzeitig als Bewegungskünstler der ganz besonderen Art präsentiert hat. Nicht, dass ich schlechter geschlafen hätte als sonst. Auch ohne Enkel im Bett wache ich des Öfteren auf, schaue auf die Uhr, drehe mich wieder rum und schlafe weiter. Aber in dieser Nacht war es anders. Da hatte ich das eine Mal einen Fuß im Gesicht, das andere Mal einen Ellbogen und wieder eine anderes Mal eine Faust und so weiter und so weiter. Kaum ein Körperteil, mit dem ich nicht traktiert worden wäre. Und Oma? Bei der hat er sich immer ganz brav angekuschelt und liebevoll als Löffelchen eingerollt. Was soll ich sagen? Irgendwie sind da bei mir Erinnerungen an meine Kinder wach geworden. Die konnte ich seinerzeit – leider –  allzu oft nur nachts erleben bzw. deren Füße, Knie und Ellbogen. Jetzt weiß ich, warum ich in Anwesenheit meines Enkels trotz aller Attacken so gut geschlafen habe.

Schlaf-Ausflug zu Oma und Opa

Seit geraumer Zeit hat jetzt wieder einer unserer Enkel bei uns geschlafen. Es war der jüngere, der bereits am Nachmittag von seinen Eltern gebracht wurde. Als Erstes hat er  Oma in Beschlag genommen und sie ins Spielzimmer abgeschleppt: “Oma pielen”, lautete das Kommando (ohne “s”), das sie natürlich (trotzdem) sofort befolgte. Währenddessen konnte Opa die restlichen Aufräumarbeiten erledigen, die in seinem Macbook noch ausstanden. Da der Kleine, der nach eigener Aussage mittlerweile ein großer Junge ist, keinen Mittagsschlaf gemacht hatte, machte Opa sich dann gegen halb sechs daran, das Abendbrot zuzubereiten. Und da unser Gast ein echter Feinschmecker ist, hatte Opa entsprechend vorgesorgt: Ćevapčići mit Zwiebelketchup und vier verschiedene Weichkäse, die jeweils in kleinen Kokotten im Ofen bei 200 Grad geschmolzen wurden. Dem Kleinen hat’s prima geschmeckt. Jedenfalls hat er gegessen wie ein Großer und Oma anvertraut: “Lecker war’s.” Um halb acht ging’s dann ab ins Bett. Oma hat noch eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen. Dann schlief er auch schon und hat sich erst am nächsten Morgen nach neun wieder gemeldet. Nach einem ausgiebigen Frühstück und der obligatorischen Spieleinheit mit Oma neigte sich der Schlaf-Ausflug zu Oma und Opa auch schon wieder dem Ende zu. Was soll ich sagen? Schön war’s. Jetzt warten wir schon voller Sehsucht auf den Großen. Der will demnächst nämlich auch wieder einmal bei Oma und Opa schlafen.

Die Familie lebt

Es war eine Hochzeit, die einmal mehr bewies: Die so oft totgesagte Familie lebt. Nicht nur, dass die beiden Brautleute vor aller Welt bekundeten, künftig Verantwortung füreinander übernehmen und ihr Kind nach christlichen Grundsätzen erziehen zu wollen. Auch die Hochzeitsgesellschaft insgesamt machte deutlich, dass das Vater-Mutter-Kind-Modell nicht aus der Mode gekommen ist. Rund 30 Kinder bevölkerten mit ihren Eltern die Kirche, in der sich Braut und Bräutigam das Jawort gaben, und unterstrichen nachdrücklich, dass Kinderlaute eben doch das Tedeum sind. Auch unsere Kinder und Enkel waren dabei, nachdem die Braut doch die Tochter unserer ehemaligen Vermieter ist, denen wir nach wie vor freundschaftlich verbunden sind. Und das Paar lebt heute sozusagen in “unserer” Wohnung, da wir damals, als die beiden sich kennen und lieben lernten, gekündigt haben und umgezogen sind. Das hatte zwar ganz andere Gründe, gefiel anfangs unseren Vermietern überhaupt nicht und passte dann aber doch ganz gut, so dass in dem Haus nunmehr drei Generationen unter einem Dach sind und sich, was man so hört und sieht, auch ausgesprochen gut verstehen. Was soll ich sagen? Es hat so sollen sein. Alles hat seinen Sinn.

Der Radnachwuchs

Während die 100. Tour de France schon wieder Geschichte ist und das Thema Doping kein Ende nimmt, wächst – zwar unbeobachtet von der Weltöffentlichkeit, aber unter den zufriedenen Augen von Opa – der Radnachwuchs heran. Unser ältester Enkel ist ja, wie treue Leser wissen, schon seit geraumer Zeit mit einem richtigen Fahrrad ohne Stützräder unterwegs. Und nun hat auch sein Cousin nachgezogen und macht seine ersten Erfahrungen mit einem Laufrad. Dabei ist es herrlich zu beobachten, wie die Welt des Kleinen und sein Bewegungsradius immer größer werden. Jedenfalls ist er mit seinem Rad schon so flink unterwegs, dass sein Vater mit ihm am Wochenende per Rad morgens Brötchen holt. Da der Weg bei Oma und Opa vorbei führt und wir bei diesem Wetter meistens schon auf der Terrasse sitzen und frühstücken, hören wir die beiden schon von Weitem: “Hallo Oma und Opa”, hallt die unverkennbare Stimme unseres jüngsten Enkels durch die Straße. Was soll ich sagen? Schöner kann ein Tag am Wochenende nicht beginnen. Oma und Opa freuen sich schon auf morgen.

IMG_0460                                       Ganz schön flott unterwegs der Kleine.

 

Hochzeit, was war das nochmal?

Kinder wissen ja eigentlich schon alles, vergessen bloß hin und wieder mal was. (Geht Opas übrigens auch nicht anders.) Und so wollte unser ältester Enkel neulich, als die Erwachsenen über heiraten, Hochzeit und Ehe redeten, von seiner Mutter wissen: “Hochzeit, was war das nochmal?” Unsere Tochter dachte kurz nach und ließ hiernach hören: “Na ja, wenn ein Mann und eine Frau sich ganz toll lieb haben und beschließen, den Rest ihres Lebens miteinander zu verbringen, dann sagen sie: Okay, dann können wir auch heiraten und Hochzeit feiern.” Ihr Kleiner dachte ebenfalls kurz nach und gab dann zum Besten: “Ach ja, und dann kommen die Babys.” Was soll ich sagen? Kann so sein, muss es aber nicht und ist leider ziemlich oft ganz anders, wenn man beide Antworten zusammen nimmt. Aber unser junger Freund ist ja Gott sei Dank, was diese Thematik betrifft, noch ziemlich unbefangen. Und ganz sicher hat er noch nie davon gehört, dass Zyniker die Ehe gemeinhin als den Versuch definieren, gemeinsam Probleme zu lösen, die man alleine nicht gehabt hätte.

Glückliche Kinder

Wenn unser Jüngster zu uns kommt, lautet seine erste Frage: “Opa nicht Hause?” Das liegt daran, dass ich relativ selten direkt hinter der Wohnungstüre sitze. Also sieht er mich nicht, was ihn ein wenig irritiert, da Omas und Opas ja eigentlich immer allgegenwärtig sind. Er selbst kündigt sich allerdings immer recht lautstark an. Jedenfalls wird so oft geklingelt, dass selbst das letzte Silberfischchen in unserer Wohnung weiß: Der Jüngste kommt. Insofern bin auch ich informiert und passe dann immer den richtigen Moment ab, um mich mit einem lauten wie fröhlichen “Hallo” bemerkbar zu machen. Dann, und das weiß ich leider nur von Oma, strahlt der kleine Mann vor Freude übers ganze Gesicht und gluckst: “Opa, wir kommen.” Was soll ich sagen? Es gibt nichts Schöneres als glückliche Kinder.

Ein großes Fest

Oma und ich waren bei Freunden zur Konfirmation deren Tochter eingeladen. Ein großes Fest. Ging es für das Mädchen doch um nichts Geringes als die persönliche Bestätigung der Taufe – verbunden mit dem Abschluss des kirchlichen Unterrichtes und der Zulassung zum Abendmahl. Die Großeltern waren von weit her angereist, Paten und Freunde gekommen. Viele Geschenke gab es. Wie gesagt, ein großes Fest. Am Tag selbst sind sich die Beteiligten in aller Regel der ganzen Tragweite dessen, was da passiert (ist), gar nicht bewusst. Beim Konfirmanden ist das nicht erstaunlich, weil er bzw. sie ja im Normalfall noch relativ jung ist. Die Gäste wissen zwar, was der Tag bedeutet, sind aber erst einmal mit Essen und Trinken beschäftigt. Und die Eltern? Nun ja, die wissen im Grunde auch worum es geht, haben aber vorrangig mit der Organisation des Festes zu tun und diesbezüglich erst einmal andere Sorgen. Was soll ich sagen? Für die Eltern kommt die Erkenntnis allerdings schneller, als ihnen lieb ist. Spätestens beim nächsten Mal, wenn die Tochter ausgehen und später nach Hause kommen möchte, wird sie ihnen die wohl (zumindest für sie) wichtigste Bedeutung der Konfirmation vor Augen führen und sagen: “Ich bin jetzt erwachsen.” Und kirchenrechtlich gesehen hat sie recht.

Nachtrag zum Muttertag

Der eine oder andere wird sich vielleicht fragen, warum Opa heute nichts zum Muttertag weiß. Wüßte ich schon. Aber Oma sagt immer: “Der Muttertag ist für mich nicht so wichtig. Ich habe das ganze Jahr über Muttertag.” Was soll ich sagen? In diesem Jahr hat mich das irgendwie dazu verleitet, den Muttertag auf diesem Blog außen vor zu lassen. Im nächsten Jahr – versprochen – wird dazu etwas zu lesen sein.

PS: Unabhängig davon: Bitte den Großelterntag nicht vergessen!

Vatertag

Heute ist also Vatertag. Den Papas wünsche ich viel Spaß, wenn sie mit ihren Bollerwagen durch die Gegend ziehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man es nicht übertreiben sollte – mit dem Spazierengehen. Als Opa kann ich mich derweil ganz geruhsam auf irgendeine Terrasse setzen und dem munteren Treiben zuschauen. Dabei habe ich dann genug Zeit, darüber nachzudenken, warum man als Opa dem Vatersein so entrückt ist – zumindest geht es mir so. Irgendwie habe ich nur noch meine Enkel im Kopf. Eine meiner Töchter hat sich bereits – und das zu Recht – beschwert, dass immer nur ihr Sohn sofort begrüßt wird und sie wie eine Statistin mehr oder weniger dumm daneben steht. Ich gelobe Besserung. Aber es ist schon merkwürdig, in welchen Lebensabschnitten sich doch ziemlich gravierende Prioritätsverschiebungen ergeben. Hinzu kommt, dass ich nach dem Tod meiner Mutter in unserem Familienstrang sozusagen die letzte Instanz geworden bin, was irgendwie schon ein komisches Gefühl ist. Aber was soll ich sagen? Das ist eben der Lauf der Dinge. Und neben meinen Enkeln, meinen Kindern und Oma bleibt mir ja noch Opas Blog, der sich noch einiges vorgenommen hat. Vorrang hat dabei erst einmal der Großelterntag, den es zu etablieren gilt.