Doppelte Freude

Was schenkt man anderen Menschen? Normalerweise etwas, was man schön findet und auch selber gerne hätte. Unser ältester Enkel hat das jetzt perfektioniert. Als er mit seiner Mutter unterwegs war, um für seinen Vater etwas zum Geburtstag einzukaufen, hat er eine Figur aus der Star Wars-Reihe ausgesucht, die man eher in seinem Kinderzimmer verorten würde. Was soll ich sagen? Der Spruch „Geteilte Freude ist doppelte Freude“ bekommt da eine etwas andere Bedeutung.

“Bin ich alt?”

Opa ist jetzt 63 Jahre alt, da beißt keine Maus den Faden ab. Manche Kommentare von Oma sind dann auch entsprechend. Und auch unser Kinder äußern sich gerne mal ähnlich. “Mensch Papa!”, heißt es dann immer. Dass unsere Enkel auf die Frage: „Bin ich alt?“ total verständnislos reagieren, will ich an dieser Stelle gar nicht kommentieren. Um so erfreulicher ist es, wenn man jemandem begegnet, der angesichts von Opas Blog ganz erstaunt fragt: „Sie haben doch noch gar keine Enkelkinder?“ Neulich wurde es noch besser. Da riet mir eine Frau, nachdem ich ihr eröffnet hatte, ich sei 63: “Schmeiß’ Deinen Ausweis weg und lass’ Dich schätzen.“ Was soll ich sagen? Sehr sympathisch die Dame und vor allem so realitätsnah …

Sommer in Berlin

Irgendwie kann man es den Menschen nie recht machen. Entweder es ist zu nass, zu trocken, zu kalt oder – wie gerade – zu warm. Da wird gestöhnt, was das Zeug hält, statt sich einfach nur zu freuen, dass wir so ein Wetter wie aus dem Bilderbuch haben. Denn wenn man sich an ein paar Grundregeln für solche Wetterlagen hält, sind die tropischen Tage ganz erträglich. Zunächst sollte man unbedingt genug trinken, damit der Körper nicht zu viel Wasser verliert. Am besten nimmt man zimmerwarmes Mineralwasser oder Kräutertee. Vorsicht ist bei Alkohol geboten, da der wiederum wassertreibend wirkt, was bei Hitze eher kontraproduktiv ist. Empfehlenswert ist zudem leichte Kost, die den Körper nicht so sehr belastet. Auch bei der Kleidung sollte man es locker und leicht nehmen. Und der Schatten ist auch allemal besser als die pralle Sonne. Was soll ich sagen? Oma und Opa haben sich in den Schatten verzogen, Siesta gehalten und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Dabei haben wir dann vom Meer bzw. einem Schwimmbad mit kaltem Wasser geträumt und wurden schließlich von einer Amsel wieder in die warme Wirklichkeit zurück geholt, als diese in unserem Brunnen ziemlich lautstark ein ausgiebiges wie kühles Bad genoss. Das ist Sommer in Berlin …

Strand   DSC01536.JPGWährend Oma vom Meer und Opa von einem Schwimmbad geträumt haben, hat eine Amsel ein ausgiebiges wie kühles Bad in unserem Brunnen genommen.IMG_0405

PS: Und nicht vergessen: Opa fünf Sterne für das sommerliche Genuss-Konzert geben.

Wohl wahr!

Die Medien werden ja wegen ihrer Berichterstattung oft gescholten. Doch Presse, Funk und Fernsehen sind besser als ihr Ruf und liegen nur allzu oft vollkommen richtig . Der Tagesspiegel in Berlin hat das jetzt eindrucksvoll unter Beweis gestellt und mit einer Schlagzeile den Nagel auf den Kopf getroffen: “Ohne Opa geht es nicht.” Was soll ich sagen? Wohl wahr, dem ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen!

IMG_1332Tagesspiegel-Schlagzeile vom 16. Juni 2015. Dem ist aus Opas Sicht nichts hinzuzufügen.

Naturschönheit in Perfektion

Zur Zeit macht die Gartenstadt Lichterfelde in Berlin, in der Oma und Opa wohnen, ihrem Namen alle Ehre. Es ist ein wahre Freude, durch die Straßen zu schlendern und die Blütenpracht der Bäume und Sträucher zu bewundern. Dabei haben es zwei Exemplare Opa besonders angetan: Eine Zierkirsche und eine Magnolie. Beschreiben kann man das nicht, das muss man einfach sehen. Und dabei können die unten stehende Fotos nur einen schwachen Eindruck davon wiedergeben, wie es in Natura wirklich aussieht und wirkt. Was soll ich sagen? Das ist einfach Naturschönheit in Perfektion.

IMG_0724Einfach nur schön: Die Blütenpracht in der Gartenstadt Lichterfelde in Berlin.IMG_0730

Opas geliebte Sonnenkönigin

Schade: Die Sonne hat heute in Berlin kaum eine Chance. Es muss vereinzelt sogar mit Schauern gerechnet werden. Dabei feiern Oma und Opa anlässlich ihres 39. Hochzeitstages doch ihre Sonnenhochzeit – nach Feuerhochzeit und Aluminiumhochzeit im letzten und vorletzten Jahr. 39 Ehejahre, das sind 468 Monate bzw. fast 14.250 Tage, an denen die Sonne zwar immer wieder auf- und untergegangenen ist, aber doch nicht immer geschienen hat. Auch in unserer Ehe war – wie sollte es anders sein – nicht immer alles eitel Sonnenschein. Aber wie beim Wetter so war es ebenfalls in unserer Ehe: Nach einzelnen Gewittern schien wieder die Sonne. So etwas kommt natürlich nicht von ungefähr. So wie wir Menschen das Klima und damit das Wetter beeinflussen können, sind wir auch für die zwischenmenschlichen Wetterlagen und ehelichen Hochs und Tiefs verantwortlich. Bislang haben wir beide das, so glaube ich, ganz gut hingekriegt. Derzeit genießen wir jedenfalls ein ausgesprochen stabiles Ehe-Hoch, so dass auf jeden Fall in Omas und Opas Herzen die Sonne scheint. Was soll ich sagen? Für Opa ist Oma sowieso seine geliebte und strahlende Sonnenkönigin, mit der er hoffentlich noch viele gemeinsame Sonnenaufgänge erleben darf.

SonnenblumenFür Oma zur Sonnenhochzeit und zum 39. Hochzeitstag: Ein ganz großer Strauß Sonnenblumen, an die in dieser Jahreszeit gar nicht so leicht heranzukommen ist.

Ohne Oma geht gar nichts

Endlich! Endlich waren unsere beiden Enkel wieder bei uns. Normalerweise sehen wir die Buben ja jede Woche, meist mehrmals. Aber wegen diverser Wehwehchen, die uns seit unserem Barcelona-Trip plagten, haben wir uns doch lieber für eine enkelfreie Zeit entschieden. Gefühlt hat die eine Ewigkeit gedauert. Um so schöner war es, die Kinderstimmen wieder in unseren Räumen zu hören. Aber offensichtlich haben auch unsere Enkel uns vermisst – vor allem Oma. Als sie sich nämlich aus dem Spielzimmer geschlichen und kurz zu Opa und unserer ältesten Tochter gesetzt hatte, dauerte es keine zehn Sekunden, bis die Rabauken lautstark angestürmt kamen und riefen: “Oma, kannst du uns helfen.” Was soll ich sagen? Ganz klar: Ohne Oma geht eben gar nichts.

Ohne Oma geht gar nichts                                                       Ohne Oma geht gar nichts.

323 bunte Bügelperlen

Man muss nicht immer Geburtstag haben, um etwas geschenkt zu bekommen. Letztens, als wir bei unserer jüngsten Tochter auf einen Kaffee vorbei geschaut haben, bekam ich von unserem Enkel einen Untersetzer, den er selbst gebastelt hat. Der setzt sich aus 323 bunten Bügelperlen zusammen und enthält den Schriftzug OPA. Die eine fehlende Bügelperle oben links in der Ecke hat er nicht etwa vergessen, sondern absichtlich weggelassen, damit man den Untersetzer auch aufhängen kann. Was soll ich sagen? Erst einmal hat er einen festen Platz auf meinem Schreibtisch gefunden und erfreut mich jeden Tag. Also, vielen Dank kleiner Mann.

PS: Oma hat natürlich auch so einen Untersetzer bekommen.

Untersetzer                                                            Dieser Untersetzer besteht aus 323 Bügelperlen.

Ein Kruzifix zum Geburtstag

Jetzt ist unser jüngster Enkel schon vier Jahre alt. Gestern hatte er Geburtstag. Und wir waren natürlich eingeladen. Gewünscht hatte er sich von uns, man höre und staune, unter anderem ein Kruzifix. Schon vor geraumer Zeit ließ er uns wissen, dass er am liebsten das Kreuz habe wolle, das bei uns im Wohnzimmer im Herrgottswinkel hängt. Als ich ihm nun versuchte klar zu machen, dass ich dieses Kruzifix nur ungern hergeben und ihm stattdessen lieber ein anderes anbieten würde, insistierte er: „Das muss aber genau so alt sein wie dieses.“ Als ich ihm zusichern konnte, dass das von mir in Aussicht genommene vielleicht nicht ganz so alt, aber auch schon recht betagt ist, gab er sich zufrieden. Was er nicht wissen konnte, war, dass bei diesem Kreuz allerdings (noch) kein Eimerchen für Buchsbaum-Zweiglein dabei war. Das habe ich ihm natürlich nicht gesagt, sondern auf die Schnelle im Internet recherchiert und ein recht gut passendes Gefäß gefunden. Nachdem das gute Stück – der Verkäuferin sei auch an dieser Stelle ganz herzlich gedankt – rechtzeitig eingetroffen war, zeigte sich der kleine Mann sichtlich zufrieden, als wir ihm das Kruzifix mit Eimerchen und Buchsbaum-Zweigen überreichten. Was soll ich sagen? Der Herrgott wird seine helle Freude gehabt haben.

Kruzifix2  Kruzifix1Jetzt hat unser jüngster Enkel auch so ein Kruzifix (rechts), wie wir es haben (links).

Ein Familiennachmittag

Die Einladung kam von unserem ältesten Enkel: “Bei uns gibt es Kaffee und Kuchen. Habt ihr Lust zu kommen?”, sprach’s und stieß auf offene Ohren, zumal Opa ein ganz Süßer und für Kuchen eigentlich immer zu haben ist. Also machten wir uns am Sonntag auf den Weg, zu einem klassischen Familiennachmittag. Als wir dann so am Kaffeetisch saßen, fragte ich den kleinen Mann: “Na, hast du denn den Kuchen selbst gebacken?” “Nein, Mama”, ließ seine Antwort meine Tochter in meiner Achtung gleich eine Stufe nach oben klettern, da mich auf dem Tisch eine himmlisch schmeckende Schokoladentorte anlachte. Während wir Erwachsenen uns dann über dies und das unterhielten, begann unser Enkel – mit seinen gerade mal fünf Jahren – Beschriftungen für alle Tassen und Gläser, die auf dem Tisch standen, zu schreiben. Als dann die zwangsläufige Frage auftauchte, wie man die Bapperl denn am besten an den diversen Gefäßen befestigt, kam Omas großer Auftritt: “Mit Milch!”, sagte sie und erntete zunächst ungläubiges Staunen. Doch siehe da: Es funktionierte. Es dauerte nicht lange, da waren alle Bapperl aufgeklebt – und hielten. Als ich dann meiner Tochter zu verstehen gab, dass es vermutlich nur eine Frage der Zeit sei, bis der kleine Mann – gegebenenfalls mit meiner Hilfe – entdeckt, dass man Papier mit Milch auch auf Fenster, Türen und was weiß ich kleben kann, drohte sie mir gewissermaßen mit einem Shitstorm auf meinem Blog und raunzte – gespielt genervt – als Mutter ihre Mutter an: “Danke, Mama!” Was soll ich sagen? Sind doch herrlich, diese Familiennachmittage.

IMG_0470 KopieHalten perfekt mit Milch: Bapperl. Funktioniert auch bei Etiketten von Marmeladegläsern.