KINDER | KOCHEN auf 5 Seiten

Obwohl Schulferien sind, hat Opa Post von der Humboldthain-Grundschule in Berlin erhalten. Das ist die Schule, bei der Oma und Opa im Rahmen von KINDER | KOCHEN Kochkurse für die sechsten Klassen abhalten. Unser letzter Einsatz dort, den wir gemeinsam mit Sternekoch Tim Raue, dem Schirmherrn von KINDER | KOCHEN, bestritten haben, hat nun in der aktuellen Ausgabe der Kiezwelt, der Schülerzeitschrift der Schule, seinen Niederschlag gefunden. Gleich auf fünf Seiten wurde der Projekttag gewürdigt und mit ausgesprochen netten Fotos illustriert. Was soll ich sagen? Die „Kiezwelt“ ist nicht ohne Grund bereits ausgezeichnet worden. Das ist der Anfang von Qualitätsjournalismus.

  KINDER | KOCHEN auf 5 Seiten  in der „Kiezwelt“.

Wenn’s der Schule reicht …

Es ist nicht zu fassen, wie die Zeit vergeht: Gerade noch war Einschulung und jetzt hat unser ältester Enkel schon sein erstes Zeugnis bekommen. Damit gehört er zu fast 700.000 Schülern in Berlin und Brandenburg, die nunmehr Sommerferien haben. Passend dazu schien die Sonne und machte Lust auf mehr. Allerdings herrschte nicht für alle eitel Sonnenschein. Denn so manches Zeugnis ließ dunkle Wolken am Elternhimmel aufziehen. Während unser Großer sein erstes Jahr mit Bravour gemeistert hat, gibt es aber auch Kinder, deren Noten für Ärger vor allem bei den Eltern sorgen. Was soll ich sagen? Denen möchte ich die Weisheit einer alten Dame mit auf den Weg geben, die sie mir gegenüber immer hat gelten lassen und die ich später gerne bei meinen Kindern übernommen habe: Wenn’s der Schule reicht, reicht’s mir schon lange. Das ist ziemlich cool und relaxed und nimmt eine Menge Druck vom Kessel. So Sie betroffen sind, denken Sie darüber nach. Es macht das Leben, dessen Ernst schnell genug kommt, etwas leichter.

PS: Unser jüngster Enkel ist dann nächstes Schuljahr auch dran. Doch jetzt sind erst einmal Ferien.

Stars in der Manege

Das war ein aufregendes Wochenende – für Oma und Opa, vor allem aber für unseren ältesten Enkel! Denn der hatte am Samstag gemeinsam mit weiteren Schülern seiner Grundschule einen wahrhaft großen Auftritt in einer Berliner Zirkus-Manege. Circus Mondeo heißt der Zirkus, der gemeinsam mit dem ErlebnisCircus e.V. ein Projekt ins Leben gerufen hat, das einfach genial ist und bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Seinen Anfang nahm der „MitMachZirkus“, wie der Projektname lautet, in Neukölln und bietet heute  Schulen in der ganzen Stadt Projektwochen an, in denen die Schüler zu Stars in der Manege werden. Tausende von Kindern sind bereits dort aufgetreten und haben eine Erfahrung gemacht, die für ihr weiteres Leben besonders wichtig ist, nämlich dass jedes Kind Fähigkeiten hat, die in dem Projekt zum Tragen kommen, sprich, dass jeder gebraucht wird. Spiritus Rector ist sicher Gerhard Richter, der mit seiner Familie das Prinzip „MitMachZirkus“ über 20 Jahre lang aufgebaut und weiterentwickelt hat. Was soll ich sagen? Wenn es den „MitMachZirkus“ noch nicht gäbe, müsste er schnellstens erfunden werden. Unser Enkel jedenfalls war begeistert. Und nach den anderen Kinderaugen zu urteilen, die ebenfalls. Von den vielen stolzen Geschwistern, Eltern und Großeltern will ich erst gar nicht reden.

 Gerhard Richter, der Spiritus Rector des MitMachZirkus. Leuchtende Tuch-Jonglage – und mit dabei: Unser ältester Enkel.       Fotos: Stephan Mock Jonglieren mit Keulen: Beeindruckende Leistung.

PS: Dass sich die frühere niederländische Königin Beatrix, also die Monarchin von Oma, unseren Kindern und Enkelkindern, mit ihrem Sohn Willem Alexander und seiner Frau Maxima, dem heutigen Königspaar, in dem Zirkus auch schon die Ehre gegeben hat, sei nur am Rande erwähnt.

Opa „gut“ – Oma „goed“

Nachdem Oma und Opa die wegen des Ferienbeginns ausgelassenen Kinderstimmen auf dem benachbarten Schulhof vernommen haben, haben wir in unseren Archiven gestöbert und unsere alten Zeugnisse zu Tage gefördert. Während bei mir das „gut“ dominiert, sieht es bei Oma ähnlich „goed“ aus. Dabei fällt auf, dass in den Niederlanden das Notensystem von 10 bis 1 geht, was in Deutschland 1 bis 6 entspricht. Was soll ich sagen? Wie heißt es bei Wilhelm Busch:

Also lautet ein Beschluss,
Dass der Mensch was lernen muss. –
Nicht allein das Abc
Bringt den Menschen in die Höh‘;
Nicht allein in Schreiben, Lesen
Übt sich ein vernünftig Wesen;
Nicht allein in Rechnungssachen
Soll der Mensch sich Mühe machen,
Sondern auch der Weisheit Lehren
Muss man mit Vergnügen hören.

IMG_3355 Die Zeugnisse von Opa und Oma aus der ersten Schulklasse.IMG_3358

Kleingeld des Glücks

Der Pfadfinder-Wölfling verspricht, jeden Tag eine gute Tat zu tun. Dabei sollte sich das eigentlich jeder Mensch vornehmen. Oma schafft es übrigens fast täglich, irgendetwas zu tun, was anderen Menschen hilft oder sie glücklich macht. Insofern war es für sie auch selbstverständlich, bei der Projektwoche, die die Schulklasse unseres Nachbarjungen durchführte, mitzumachen und sich kräftig zu „bedienen“. Denn die Kinder hatten bei uns in der Straße Zettel aufgehangen, bei denen man sich ein Lächeln zum Mitnehmen herunterreißen oder sich mitnehmen konnte, was man so braucht: Ein Herz, ein Kleeblatt oder einfach nur Freude. Was soll ich sagen? Ganz sicher ein sinnvolles Projekt, denn: Die Welt wäre ganz sicher ein freundlicherer Ort, wenn jeder jeden Tag seinem Nächsten ein Lächeln entlocken könnte. Denn Lächeln ist bekanntlich das Kleingeld des Glücks.

LächelnEine Projektwoche, um andere glücklich zu machen oder eine kleine Freude zu bereiten.Glück

Mensch größter Risikofaktor

Nachdem unser ältester Enkel in diesem Jahr in die Schule kommt, haben für mich die Tempo 30-Schilder an den daran vorbei führenden Straßen noch einen ganz anderen Stellenwert. Wie groß der Unterschied zwischen Tempo 30 und 50 ist, habe ich vor Jahren bei einem Fahrsicherheitstraining im wahrsten Doppelsinn des Wortes selbst erfahren können. Aufgefrischt wurde die Erinnerung an mein damaliges Aha-Erlebnis, die im Laufe der Jahre ja immer mal wieder verfliegt, jetzt zuletzt bei der Vorstellung des diesjährigen DEKRA Verkehrssicherheitsreports mit dem Thema Personenverkehr. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass der Mensch am Steuer der größte Risikofaktor und Aufmerksamkeit die beste Sicherheitsstrategie ist – zumal ein seit Jahren stark zunehmendes Problem mit hohem Unfallrisiko die Ablenkung am Steuer darstellt. So fand die DEKRA heraus: Jeder zweite Autofahrer (52 Prozent) nutzt während der Fahrt das Telefon, knapp fünf Prozent ohne die vorgeschriebene Freisprecheinrichtung. Mehr als jeder fünfte Fahrer (22 Prozent) programmiert das Navigationsgerät während der Fahrt, und acht Prozent beschäftigen sich unterwegs mit ihrem Smartphone. Wenn das Handy eine neue SMS oder Chat-Nachricht meldet, schreiben zwei Prozent der Fahrer noch beim Fahren eine Antwort, sieben Prozent bei Stop-and-go oder an der nächsten Ampel. Jeder Zweite (52 Prozent) isst und trinkt am Steuer, zudem stellen 79 Prozent Radiosender ein oder schieben eine CD in den Player. Drei Prozent der Frauen schminken und kämmen sich am Steuer. Nur fünf Prozent der Autofahrer verzichten ganz auf solche Nebenaktivitäten. Und wie gefährlich die beschriebenen Aktivitäten sind, macht eine einfache Rechnung deutlich: Bereits eine Sekunde Unaufmerksamkeit bedeutet bei Tempo 30 einen Blindflug von sage und schreibe 8,3 Metern bzw. bei 50 Kilometern in der Stunde von 13,9 Metern. Letztere Strecke entspricht im übrigen dem Reaktionsweg, wenn man bei Tempo 50 eine Vollbremsung machen muss. Das heißt, dass man an der Stelle, an der man bei Tempo 30 zum Stehen gekommen wäre, immer noch mit 50 Kilometern pro Stunde unterwegs ist. Was soll ich sagen? Mein eindringlicher Appell: Fahren Sie bitte vor- und umsichtig. Und denken Sie, wenn Sie an einer Schule vorbeifahren, daran, es könnte mein Enkel oder der eines anderen Großvaters sein, der da vielleicht plötzlich auf die Straße rennt.

VSR16 Der DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2016.

Opa leidet: Sozialer Jetlag

Heute ist mir einiges klar geworden. Da berichtet der Tagesspiegel in Berlin darüber, dass an einer Schule in Alsdorf bei Aachen die Oberstufenschüler wählen können, „ob sie direkt zur ersten Stunde um 8 Uhr kommen – oder doch erst zur zweiten gegen 9 Uhr.“ Die Zeitung zitiert dabei einen Chronobiologen aus München, der die Schule lobt, weil sie mit ihrer Maßnahme auf die innere Uhr von Jugendlichen eingeht. Und die tickt nach Aussage von Till Roenneberg eben anders als bei Erwachsenen. Auf den Punkt gebracht: Die innere Uhr der meisten Jugendlichen geht etwa bis zum 20. Lebensjahr nach. Da sie hormonbedingt  erst später einschlafen, entsteht, wenn sie entgegen ihrer biologischen Uhr schon um acht in der Schule sein müssen, ein „sozialer Jetlag“. Drei Viertel der Jugendlichen haben laut Roenneberg damit zu kämpfen. Die Folge: Die Schüler sitzen dann halb schlafend im Unterricht. Was soll ich sagen? Abgesehen einmal davon, dass ich die Aktion der Alsdorfer Schule super finde, scheine ich irgendwie in der Pupertät stecken geblieben zu sein. Denn diesen „sozialen Jetlag“ hatte und habe ich eigentlich jeden Morgen. Deshalb mache ich auch, wenn’s denn eben geht, keine Termine vor zehn Uhr. Wäre ja auch ziemlich unhöflich, wenn ich meinem Gesprächspartner halb schlafend gegenübersitzen würde.

Als „Grüßauguste“ verspottet

Oma und Opa sind ganz stolz: Unser ältester Enkel wird in diesem Jahr eingeschult. Seinen Schulrucksack, in dem er seine Bücher verstauen und mit sich herumschleppen kann, hat er schon. Was jetzt noch fehlt, sind – man mag es ja gar nicht laut sagen – die Lehrer. Denn in diesem Jahr müssen rund 1.000 Lehrerstellen in den Grundschulen besetzt werden, für die es aber nur 175 Referendare gibt, die adäquat ausgebildet sind. Und bis 2017/18 werden 3.750 neue Grundschullehrer benötigt. Das wusste man in der Schulverwaltung schon 2013, wie aus der Antwort des SPD-Bildungsstaatssekretärs Mark Rackels auf eine entsprechende Anfrage hervorgeht. Doch getan wurde nichts. Dabei hatte sich die Große Koalition viel vorgenommen, wie ein Blick in den Koalitionsvertrag zeigt: „Frei werdende Lehrerstellen werden im Rahmen der 100-prozentigen Ausstattung weiterhin in vollem Umfang umgehend nachbesetzt. … Die wichtigste Voraussetzung für guten Unterricht sind gut und in ausreichender Anzahl ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer“, heißt es da unter anderem. Gelesen scheint das die zuständige Senatorin allerdings nicht zu haben. Denn reagiert auf die Warnung hat Sandra Scheeres nicht. Was soll ich sagen? Kinder sind die Zukunft einer Gesellschaft. Doch die wird in Berlin gerade – nicht nur fahrlässig, sondern vorsätzlich – verspielt. Vor diesem Hintergrund ist Scheeres noch gut bedient, wenn sie in der Presse nur als „Grüßauguste“ verspottet wird.

KINDER | KOCHEN ausgezeichnet

KINDER | KOCHEN, die Kochkurs-Initiative von Oma und Opa, hat die erste Auszeichnung erfahren. Der Verein Unternehmen für die Region e.V. hat butterfly communications |, das ist die Firma von Opa, im Zusammenhang mit der Initiative KINDER | KOCHEN als „regional engagiertes“ Unternehmen ausgewählt und für das „vorbildliche regionale Engagement“ ausgezeichnet. Sichtbarer Ausdruck der Auszeichnung ist das Logo

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das nunmehr auch auf den Startseiten von KINDER | KOCHEN und butterfly communications | eingebunden ist. Was soll ich sagen? Oma und Opa bedanken sich ganz herzlich und nehmen die Auszeichnung als Ansporn, die Initiative KINDER | KOCHEN weiter voranzutreiben.

„Die sind aber schön!“

Schön ist, was gefällt. Insofern scheint das Logo, das sich Oma und ich für unsere Initiative KINDER | KOCHEN ausgedacht haben, sogar sehr schön zu sein. Immerhin hat unser jüngster Enkel, als er Opas neue KINDER | KOCHEN-Visitenkarten sah, ganz spontan gesagt: „Die sind aber schön!“, und sofort gefragt: „Darf ich eine mitnehmen?“ Durfte er natürlich. Was soll ich sagen? Der Junge hat eindeutig einen guten Geschmack.

IMG_2144Die neuen Visitenkarten von Opa für KINDER | KOCHEN.