Blass um die Nase

Bei unseren Kindern und Enkelkindern hat sich eine Gastroenteritis, zu Deutsch Magen-Darm-Grippe, breit gemacht. Erst fing der ganz Kleine an, der sich damit in die Krankenliste seines Kindergartens einreihte. Dass seine Mutter folgte, war eigentlich zwangsläufig. Die beiden waren noch nicht ganz genesen und sahen noch ziemlich blass um die Nase herum aus, da begann es auch schon bei unserer Ältesten und ihrem Kleinen zu rumoren. Die Einzigen, die bislang verschont blieben, sind die Männer sowie Oma und Opa. Was soll ich sagen? Bis Weihnachten ist diese leidige Sache hoffentlich ausgestanden. Für die armen Betroffenen gilt derweil: Hygiene, Ruhe und viel trinken.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Die Hochsaison für Husten, Schnupfen und Heiserkeit hat begonnen. Mit Beginn der kalten und nassen Jahreszeit können sich die diversen Krankheitserreger nach Herzens Lust austoben. Unsere beiden Kleinen hat es auch schon erwischt. Der ganz Kleine hat sich dazu noch eine schwere Mittelohrentzündung eingefangen, der große Kleine wartete dafür mit Fieber von fast 40 Grad auf. Antibiotika war insofern unvermeidlich. Und die beiden taten einem richtig leid. Sahen sie doch zum Teil ziemlich angegriffen aus. Oma haben sie dann nebenbei auch noch angesteckt. Aber so ist das eben. Sechs bis acht Erkältungen pro Jahr sind ganz normal bei Kindern, die dauernd mit anderen Kindern zusammen sind. Das Einzige, was wirklich wirkungsvoll gegen Ansteckung hilft, ist Händewaschen. Hat man sich dennoch infiziert, heißt es Geduld haben. Kein Mittel ändert etwas daran, dass eine Erkältung in aller Regel drei Tage kommt, drei Tage bleibt und drei Tage geht. Was soll ich sagen? Auch das Vitamin C können Sie sich sparen. Studien haben bewiesen, dass entsprechende Vitaminpräparate, denen landauf landab vorbeugende bis heulende Kräfte bei Erkältungskrankheiten nachgesagt werden, nur in ganz wenigen Fällen etwas bringen – und insofern allenfalls dem Hersteller helfen.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Milch:

Milch ist gesund. Daran besteht kein Zweifel. Was aber viele (Eltern und auch Kinder) vergessen, ist, dass Milch kein Getränk, sondern ein Nahrungsmittel ist. Immerhin enthält frische Kuhmilch 87 Prozent Wasser, 4,2 Prozent Fett, 3,4 Prozent Eiweiß, 4,7 Prozent Milchzucker, 0,7 Prozent Mineralstoffe und zahlreiche Vitamine – Power pur also. Und so sollen Mädchen und Jungen im Alter von zwei bis zehn Jahren nach einer Empfehlung des Forschungsinstitutes für Kinderernährung (FKE) täglich nur rund 0,3 bis 0,4 Liter Milch zu sich nehmen. Das reicht schon, damit sich Zähne und Knochen gesund entwickeln können. Was Milch nun überhaupt nicht ist, ist ein wirksames Hausmittel bei Vergiftungen. Milch entgiftet nämlich nicht, wie nach wie vor irrtümlich angenommen wird, sondern erleichtert eher noch die Aufnahme von Giften im Darm. Dies liegt am Fett in der Milch, das die Löslichkeit vieler Giftstoffe erhöht. Nur in einem Fall ist Milch als Gegenmittel geeignet: Wenn ein Kind zu viele Fluoridtabletten, die als Kariesprophylaxe verordnet werden, geschluckt hat, bindet das Calcium das Fluorid und macht es damit unschädlich. Was soll ich sagen? Ein Glas Milch immer schön genießen.

Milch                                                                                       Milch: Power pur.

Goldener Oktober

Das dürften jetzt wohl die letzten wirklich schönen Herbst-Tage gewesen sein. Jedenfalls sagt der Wetterbericht schlechteres Wetter voraus. Insofern war es gut, dass Oma Opa überredet hat, noch einmal einen ausgiebigen Spaziergang zu unternehmen. Und so sind wir los und richtig lange – im wahrsten Sinne des Wortes – um die Häuser gezogen. Hat gut getan und sicher unserer Gesundheit genutzt. Dabei haben sich auch viele herrliche Fotomotive ergeben, die allerdings eher an eine Waldwanderung erinnern. Und die Farben …!!! Da kann man nachvollziehen, wie der Begriff Goldener Oktober entstanden ist – und das schon vor Hunderten von Jahren. Was soll ich sagen? Einfach nur schön.

IMG_0729   IMG_0737   IMG_0734   IMG_0731                    Bilder eines Spaziergangs im Goldenen Oktober.

Opas von heute

Ich muss noch einmal auf das Opa-Bild unserer Gesellschaft zu sprechen kommen. Während die große Mehrheit Großväter nach wie vor, wie ich es immer formuliere, als Männer mit vom Leben gezeichneten und von Falten zerfurchten Gesichtern betrachtet, die gebrechlich und unbeweglich allenfalls noch im Schaukel- oder Rollstuhl dem Treiben ihrer Enkel ziemlich teilnahmslos beiwohnen, kommen diese im wirklichen Leben ziemlich aktiv, vital und modern daher und finden sich mit der ihr zugedachten Rolle nicht mehr ab. Über ein weiteres Beispiel berichtete jetzt eine gute Bekannte, die letztens ihre Freundin besucht hatte. Deren 6-jährige Tochter lag leidend und ziemlich blass um die Nase auf der Couch. Unsere Bekannte fragte sie, was denn los sei. Die Antwort: “Mir ist schlecht.” Auf ihr mitfühlendes “Bist du krank?” antwortete sie: “Nein, ich bin mit Opa Porsche gefahren.” Was unsere Bekannte mit der Bemerkung bedachte: “Ohne Worte, ich habe Tränen gelacht.” Was soll ich sagen? Opas von heute eben. Da müssen sich offenbar selbst die Jüngsten noch dran gewöhnen.

Diagnose: Wackelkontakt

Ärzte wissen, wie schwierig manchmal Diagnosen sein können. Da mutmaßt man in die eine Richtung, dann in die andere und am Ende kommt etwas ganz anderes heraus. Auch Mütter, obwohl sie ihre Kinder ja am besten kennen, tun sich zuweilen schwer, festzustellen, was dem Nachwuchs tatsächlich fehlt. So (er-)ging es auch unserer ältesten Tochter mit ihrem Sohn, der über Schmerzen im Fuß klagte. Äußerlich war nichts zu sehen. Abtasten half ebenso wenig weiter wie vorsichtiges Drehen besagten Fußes nach rechts und links. Da stand sie nun und wusste nicht mehr weiter. Doch Gott sei Dank gab es ja noch ihren Sohn, der eine ganz einfache Erklärung hatte: “Vielleicht habe ich ja nur einen Wackelkontakt …” Was soll ich sagen? Interessante Diagnose. Nicht gerade aus dem Handbuch der Schulmedizin. Aber zur (Selbst-)Beruhigung eines so tapferen Patienten, wie das nun mal unser ältester Enkel ist, reicht es allemal.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen, sozusagen als Ersatz für die Getränkte Wochenübersicht. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Spinat:

Also, ich esse ja gerne Spinat. Ob ich das als Kind schon getan habe, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Was ich aber weiß, ist, dass Generationen von Kindern das grüne Gemüse überhaupt nicht mochten und zum Teil auch heute noch nicht mögen. Selbst der Comic-Seemann Popeye, der seit 1929 Spinat zur Gewinnung übernatürlicher Kräfte gleich dosenweise konsumiert, konnte den Nachwuchs bislang nicht umstimmen – ganz zum Verdruss von Eltern oder Großeltern. Denn viele von ihnen glauben nach wie vor, dass Spinat sehr eisenhaltig und damit besonders gesund sei. Dabei ist das eine Mär, die sich ungeachtet ihres Wahrheitsgehaltes hartnäckig hält. Denn Ende des 19. Jahrhunderts soll ein Lebensmittelanalytiker beim Notieren der Untersuchungswerte des Spinats aus Versehen das Komma um eine Stelle nach rechts verrückt und ihm damit einen zehnfachen Eisengehalt bescheinigt haben. Ein englischer Arzt, der diese Geschichte so erzählt, wird von der Wochenzeitung DIE ZEIT mit den Worten zitiert: “Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehrt.” Jedenfalls wurde in Deutschlands bereits in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts der Messfehler bereinigt und der Eisengehalt von Spinat zwischen 2,5 und 3,5 Milligramm pro 100 Gramm angegeben. Auch wenn sich der Eisengehalt in Grenzen hält, ist Spinat mit seinen großen Mengen an Vitaminen und Beta-Karotin aber dennoch sehr gesund. Was soll ich sagen? Nicht dass das Drama und das Quälen von Kindern deswegen weitergeht: Broccoli oder Möhren sind auch gesund.

PS: Es wird auch behauptet: Spinat soll man nicht aufwärmen. Grundsätzlich ist auch das nicht richtig, insbesondere heute in einer Zeit, in der wohl jeder Haushalt einen Kühlschrank hat. Wenn man also den Spinat über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt und ihn am nächsten Tag auf über 70 Grad wieder erwärmt, sollte der Verzehr für einen Erwachsenen kein Problem darstellen. Bei Babys sollte grundsätzlich auf Spinat wegen des hohen Nitratgehaltes verzichtet werden.

Lachen ist gesund

Unsere beiden Enkel können sich manchmal schlapp lachen. Dafür braucht es normalerweise nicht viel. Selbst geringste Anlässe enden zuweilen in unendlichen Lachsalven. Und das ist auch gut so. Denn lachen ist gesund. Darin sind sich Gelotologen, so heißen die Lachforscher, sicher und einig. Opa hat zu dem Phänomen Lachen mal ein paar Zahlen herausgesucht, die er richtig interessant findet: Sechs bis acht Wochen nach dem errechneten Geburtstermin entwickeln Säuglinge die Fähigkeit zu lachen. – Während ein Kindermund zirka 400 Mal am Tag lacht, schaffen es Erwachsene nur noch auf 15 lachende Momente am Tag. – 17 Gesichtsmuskeln und 80 weitere Körpermuskeln werden während des Lachens ordentlich durchgeschüttelt. – Zehn Minuten Lachen sollen den Effekt von 30 Minuten Entspannungstraining haben. – Laut einer US-Studie soll Lachen sogar gut für die Figur sein: Zehn Minuten Lachen verbrennen 50 Kalorien. – Verhaltensforscher unterscheiden 18 verschiedene Arten des Lachens. – 80 Prozent unserer Lacher haben aber nichts mit Humor oder Witzen zu tun. – Zehn Minuten eines gewöhnlichen Gesprächs enthalten im Durchschnitt sechs kurze Lacher, die aus ein bis drei Lachsilben bestehen. Was soll ich sagen? Da fallen mir gleich zwei Zitate ein: “Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag” (Charlie Chaplin) und “Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen” (Immanuel Kant). Kluge Männer …

Generationenspielplatz ohne WC?

Kennen Sie Ganderkesee? Nein!?! Dann geht es Ihnen wie Opa. Der musste auch erst nachschauen: Ganderkesee ist laut Wikipedia eine selbständige Gemeinde im Landkreis Oldenburg in Niedersachsen. So weit, so gut. Aber dann kennen Sie vermutlich auch nicht die Freien Wähler der Gemeinde und schon gar nicht deren Fraktionsvorsitzenden Arnold Hansen. Müssen Sie auch nicht. Obwohl – immerhin hat es der gute Mann geschafft, sich aus dem Sommerloch heraus in die Schlagzeilen der Medien zu katapultieren. Der Medien ist jetzt vielleicht etwas übertrieben. Aber immerhin hat der WESER-KURIER von ihm Notiz genommen, oder besser gesagt von seiner Idee eines Generationenspielplatzes. Und das ist mehr als berechtigt. Denn die Idee ist so bahnbrechend, dass selbst der Duden davon bzw. von diesem Wort noch nichts gehört hat. “Oft sitzen Eltern und Großeltern teilnahmslos auf den Spielplatzbänken am Rand, während ihre Kinder und Enkelkinder sich auf den Spielgeräten austoben. Ein Generationenspielplatz gestaltet die Freizeit für beide Seiten viel aktiver – Kinder klettern, Eltern und Großeltern stärken ihre Muskulatur auf Fitnessgeräten”, erläutert Hansen der Zeitung: “Jeder darf herkommen, egal ob minderjährig oder schon lange in Rente.” Was soll ich sagen? Ich weiß ja nicht, ob es wirklich so klug ist, auf die ursprünglich auf dem Areal geplante öffentliche Toilette ganz zu verzichten. Denn die ganz Kleinen und die ganz Alten haben da ein gewisses Problem gemein. Da hat mal wieder keiner dran gedacht.

Da bleibt einem die Spucke weg

Also, Opa ist zwar auch ein Sauberkeitsfanatiker. Aber was zu weit geht, geht zu weit. Da habe ich doch neulich eine Mutter auf der Straße gesehen, die ihrem kleinen Jungen irgendwelchen Dreck aus dem Gesicht gewischt hat. An sich war das ja nichts Schlimmes, wäre da nicht der Umstand gewesen, dass die Mutter zuvor das Taschentuch mit ihrer Spucke angefeuchtet hatte. Schrecklich. Das erinnerte mich an meine Mutter, Gott hab sie selig, die konnte das auch. Doch wer mag das schon, wenn ihm oder ihr fremder Sabber quer durchs Gesicht geschmiert wird. Zumal der menschliche Speichel ein wahrer Tummelplatz von Lebewesen ist. Über 500 Spezies haben Wissenschaftler bislang dort entdeckt. Was soll ich sagen? Bei so viel Bakterien kann einem schon die Spucke wegbleiben. Und ich möchte fast wetten, dass besagte Mutter sich tierisch aufregt, wenn ihr Filius von einem Hund abgeschleckt wird.