Opa ist ein Genie!

Jetzt ist es sozusagen amtlich: Opa ist ein Genie! Ich habe es ja schon immer gewusst, aber irgendwie wollte mir niemand glauben. Doch nun gibt es keine Zweifel mehr, denn die Wissenschaft kann nicht irren. Und die hat jetzt Folgendes festgestellt: Besonders Intelligente Menschen bleiben lange wach, sind unordentlich und fluchen. So fanden Forscher heraus, dass Menschen, die innerhalb von einer Minute die meisten Schimpfwörter nennen konnten, in Intelligenztests auch besser abschnitten. So lautet das Fazit, dass ein „reiches Vokabular an Schimpfwörtern ein Zeichen für gesunde verbale Fähigkeiten“ sei und nicht der Versuch, verbale Defizite zu vertuschen. Weiter ergaben Untersuchungen, dass Menschen, die nachts länger wach bleiben, die intelligenteren Menschen sind. Und last but not least förderte eine Studie der University of Minnesota Zu tage, dass die unordentlichen Schreibtische der Genies tatsächlich ein Zeichen für Intelligenz sind. Denn wer sich nicht damit beschäftigt, Ordnung zu halten, der hat offensichtlich größere Dinge im Kopf. Was soll ich sagen? Jetzt ratet doch mal, ob Opa fluchen kann, spät ins Bett geht und sein Schreibtisch aufgeräumt ist? Ja Himmel, Arsch und Wolkenbruch! Bin ich müde und finden kann ich auf meinem Schreibtisch auch nichts!

IMG_3480Eindeutig der Schreibtisch eines Genies – oder will da etwa jemand Zweifel anmelden?

Eine Alternative nur mit der FDP

Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus rückt näher. Am 18. September dieses Jahres sind die rund 2,5 Millionen wahlberechtigten Berliner aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Derzeit sind im Abgeordnetenhaus fünf Parteien vertreten: SPD, CDU, Grüne, Linkspartei und Piraten. Letztere werden aller Voraussicht nach den Wiedereinzug ins Parlament nicht mehr schaffen. Dafür schickt sich aber die FDP, die bei der letzten Wahl an der 5-Prozent-Hürde gescheitert war, wieder an, Sitze im Abgeordnetenhaus zu belegen. Jedenfalls haben die letzten beiden Umfragen von Forsa und INSA den Liberalen attestiert, dass sie gute Chancen auf einen Wiedereinzug haben.

Spannend bleibt der Wahlausgang allemal, da nach den bisherigen Umfragen ein Zweierbündnis wohl mangels Masse nicht mehr in Frage kommt. Allerdings sind auch die Koalitions-Möglichkeiten für die Zeit nach der Wahl relativ überschaubar geworden, nachdem jetzt der SPD-Vorsitzende und Regierende Bürgermeister Michael Müller die Katze aus dem Sack gelassen und aus seiner Präferenz für ein rot-rot-grünes Bündnis mit Linkspartei und Grünen keinen Hehl gemacht hat.

Damit läuft es in Berlin auf einen Richtungswahlkampf hinaus, bei dem der FDP eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Wäre sie nicht im Parlament vertreten, kommt nur noch eine Koalition in Frage: Rot-Rot-Grün. Denn mit den Rechtspopulisten von der AfD kann sich wohl niemand eine Koalition vorstellen, ebenso wie CDU und Linke nicht in eine wie auch immer gearteten Koalition miteinander gehen würden. Und da SPD und Grüne gleichermaßen auf Distanz zur CDU gegangen sind, scheidet ein schwarz-rot-grünes Bündnis ebenfalls aus. Um also überhaupt eine theoretische Alternative zu Rot-Rot-Grün zu haben, bedarf es der FDP. Für ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP würde es zwar voraussichtlich nicht reichen. Auch eine Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP wäre rein rechnerisch nicht sicher. Aber es bliebe immerhin noch die Ampel aus SPD, FDP und Grünen – als einzige Alternative. Aber wie gesagt: Dafür müssten sich bei der Abgeordnetenhauswahl mehr als fünf Prozent für die Liberalen entscheiden.

IhrTicketfürTegelSetzen im Berliner Wahlkampf voll und ganz auf die Trumpf-Karte “Tegel”: Die FDP und ihr Spitzenkandidat Sebastian Czaja.                                             Motiv: Wahlplakat der FDP

Unwahrscheinlich ist das nicht. Denn die FDP hat einen Trumpf im Ärmel, der ihr die erforderlichen Stimmen bringen könnte: Der Flughafen Tegel. Während nämlich alle Parteien im Abgeordnetenhaus nach einer – wann auch immer stattfindenden – Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER an einer Schließung Tegels festhalten wollen, kämpfen die Liberalen für den Weiterbetrieb. Die Begründung dafür ist recht einfach: Berlin braucht Tegel, weil der BER schon jetzt zu klein ist. Ausgelegt ist er auf eine Kapazität von 27 Millionen Fluggästen. Bereits im vergangenen Jahr aber starteten und landeten schon 29,53 Millionen Passagiere an den beiden Flughäfen Schönefeld und Tegel. Und jährlich kommen rund zwei bis drei Millionen hinzu. Das heißt, wenn der Flughafen 2018 eröffnen würde, was noch in den Sternen steht, wären es schon knapp 36,5 Millionen. Für 2030 werden gar 60 Millionen Fluggäste prognostiziert. Mit seinen zwei Start-und Landebahnen kann der BER aber nur maximal 45 Millionen Passagiere befördern. Eine Erweiterung dort, wenn sie überhaupt machbar wäre, würde Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern. Die Realisierung der Startbahn-West am Frankfurter Flughafen hat sage und schreibe 22 Jahre in Anspruch genommen.

Für eine Lösung des Problems scheint man an Tegel nicht vorbeizukommen – zumal es rechtlich auch möglich ist. Das räumt mittlerweile sogar der Senat ein, in dessen politische Zielsetzungen der Weiterbetrieb nicht passt. Dabei reicht es, wenn die Senatsverwaltung den Beschluss zur Aufhebung der Planfeststellung und den Beschluss zur Aufhebung der Betriebsgenehmigung zurückzuzieht. Das sind zwei einfache Verwaltungsakte, die man nur politisch wollen muss.

Offensichtlich greifen die Argumente der FDP. Die erste Phase des von ihr initiierten Volksbegehrens konnte sie jedenfalls mit weit über 20.000 Unterschriften bereits erfolgreich abschließen. Da der Senat dem Abgeordnetenhaus bereits seine ablehnenden Haltung mitgeteilt hat und nicht damit zu rechnen ist, dass die noch amtierenden Abgeordneten anders entscheiden, wird es nach der Abgeordnetenhauswahl wohl in die zweite Phase gehen. Darin müssen sich dann 174.000 Wahlberechtigte für den Weiterbetrieb aussprechen. Sollten allerdings bereits am 18. September so viele für die FDP stimmen und die Partei mit umgerechnet 7 Prozent ins Parlament platzieren, dann wäre das wie eine vorgezogene Volksabstimmung, an der die anderen Parteien politisch nur schwer vorbei könnten. So gesehen ist jede Stimme für die FDP auch eine Stimme für Tegel und gleichzeitig eine gegen Rot-Rot-Grün.

Was soll ich sagen? Wie heißt es schön im Fernsehmoderatoren-Deutsch: Es ist angerichtet. Man darf gespannt sein, für welches Gericht sich die Berliner entscheiden. Wenn sie am Morgen danach mit einem Kater aufwachen, dürfte es nicht am Wein gelegen haben.

Eindeutig das falsche Wetter

Heute in der Früh war es hier in Berlin kälter als am ersten Weihnachtsfeiertag des letzten Jahres. Und anders als im Winter hat sich, zumindest was ich beobachtet habe, niemand eine Daunenjacke oder Winterstiefel angezogen. Irgendwie ist man halt auf Sommer programmiert. Was soll ich sagen? Eigentlich heißt es ja, dass es nicht das falsche Wetter gibt, sondern nur die falsche Kleidung. Im aktuellen Fall allerdings kann man schon auf die Idee kommen, dass das eindeutig das falsche Wetter ist.

IMG_3435Der heutige Himmel über Berlin: Eindeutig das falsche Wetter.

Ganz besonderer Pfannkuchen

Unser Enkel ist fast schon beleidigt. Warum? Weil Opa die neueste Erfindung des Kleinen immer noch nicht auf Opas Blog vorgestellt hat. Dann also mal los, damit ich nicht völlig unten durch bin: Es ist sein Mini-Schokostreusel-Superpfannkuchen, den er, wenn ich ihn richtig verstanden habe, möglichst vielen Menschen angedeihen lassen will. Und in der Tat ist dieser kleine Pfannkuchen etwas ganz Besonderes. Der Teig an sich besteht  wie bei jedem ganz normalen Pfannkuchen zwar nur aus einer Tasse Mehl, einer Tasse Milch, einem Ei und einem Schuss Mineralwasser mit Kohlensäure. Seinen Kick aber erhält der Pfannkuchen erst durch den Schokoladenstreusel, der eine halbe Stunde vor dem Backen in den Teig kommt. Und der muss ein ganz bestimmter holländischer sein, nämlich: Venz chocolade hagelslag puur! Alles andere genügt den Ansprüchen unseres Enkels nicht. Was soll ich sagen? Recht hat er, der kleine Mann. Beim Kochen sollte das Beste gerade gut genug sein. Und man muss ihm auch recht geben: Seine Mini-Schokostreusel-Superpfannküchlein schmecken einfach lecker. Probieren Sie es einfach aus. Denn an den “hagelslag” zu kommen, ist in Zeiten des Internets nun wirklich keine große Sache mehr.

SchokoküchleinDer Mini-Schokostreusel-Superpfannkuchen in echt und wie ihn unser Enkel sieht.Schokostreusel

Die Zukunft unserer Kinder

Irgendwie ist es erschreckend: Seit gestern leben wir auf unserer Erde sozusagen auf Pump, denn wir haben in diesem Jahr bereits mehr an Ressourcen für Nahrung, Wasser oder Energie verbraucht, als die Erde im ganzen Jahr regenerieren kann. Erdüberlastungstag heißt der Tag, der im Kalender im weiter nach vorne rückt. Im Jahr 2000 war es noch der 1. Oktober, vergangenes Jahr der 13. August, jetzt ist es der 8. August. Läuft es weiter wie bisher, sind die Ressourcen im Jahr 2030 schon am 28. Juni aufgebraucht. Das bedeutet, dass dann zwei Planeten nötig wären, um unseren Bedarf nachhaltig zu decken, 2050 wären es sogar schon fast drei. Was soll ich sagen? Früher hieß es noch: Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen. Heute sieht es eher danach aus: Wir verfrühstücken die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder. Dabei brauchen wir in Deutschland gar nicht auf andere zu zeigen. Unser ökologisches Länderkonto haben wir bereits am 28. April überzogen. So häufen wir Jahr für Jahr neue Schulden an. Wenn es uns nicht bald gelingt, einen echten Kurswechsel einzuleiten, dann werden unsere Kinder und deren Kinder eine ziemlich üble Zeche zu zahlen haben. Eigentlich müssten wir uns alle schämen.

globe_east_2048Wir haben in diesem Jahr bereits mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde im ganzen Jahr regenerieren kann.                                                                               Foto: NASA

Kein gutes Beispiel

Der Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl am 18. September 2016 hat begonnen. Seit einer Woche dürfen die Parteien ihre Wahlwerbung im Berliner Straßenbild unterbringen und Wahlplakate aufhängen. Und sie tun es, die eine Partei mehr, die andere weniger – je nach Wahlkampfbudget. Der Wahlwerbung sind allerdings auch Grenzen gesetzt. „An Lichtmasten mit Verkehrszeichen, an Lichtsignalanlagen, an Verkehrsschutzgittern sowie an Bäumen ist das Anbringen von Wahlwerbung nicht gestattet“, informiert das Service-Portal von berlin.de. Weiter heißt es, dass nur jeder zweite Lichtmast genutzt werden sollte, um allen Wahlwerbern eine Chance zu geben. Anderweitige vertraglich genehmigte Werbung an den Lichtmasten dürfe nicht beeinträchtigt werden. Daran halten sich nicht alle, wie man unschwer feststellen kann, wenn man durch die Stadt fährt. Ein besonderes Aha-Erlebnis hat man allerdings, wenn man den Hindenburgdamm in Steglitz-Zehlendorf befährt. In diesem Bezirk war man, was die Einschränkungen bei der Wahlwerbung betrifft, zwar immer schon etwas großzügiger, kam aber im Dezember 2014 in der Bezirksverordnetenversammlung immerhin überein, “dass Wahlplakate ebenfalls nicht an Straßenbäumen aufgehängt werden sollten, um so indirekt zu einer Reduzierung der Plakate und Schutz der Bäume beizutragen.” Darauf jedenfalls sollte das Bezirksamt die Parteien hinweisen. Irgendwie scheint das aber nicht bei allen angekommen zu sein. Denn zwischen dem Klinikum und der Klingsorstraße lächelt einen der CDU-Spitzenkandidat des Bezirks an, von fünf aufeinander folgenden Bäumen aus. Bemerkenswert ist das vor allem deswegen, weil dieser Kandidat Thomas Heilmann heißt und seines Zeichens der aktuelle Justizsenator des Landes Berlin ist. Was soll ich sagen? Wenn sich nicht einmal der Justizsenator um solche Beschlüsse schert und mit gutem Beispiel vorangeht, muss man sich nicht wundern, wenn Werte und das Recht in dieser Stadt immer mehr verkommen. Dass dies vor allem von Senatoren der CDU, die sich ja gerne als Law-and-Order-Partei darstellt, zu verantworten ist, ist mehr als bedenklich. So lässt vor kurzem noch CDU-Innensenator Frank Henkel, der für die innere Sicherheit in dieser Stadt verantwortlich zeichnet, eine Immobilie von der Polizei räumen, ohne dass das rechtlich gedeckt gewesen wäre, wie ein Gericht später feststellte. Und jetzt Heilmann, der mit seiner Plakat-Aktion dokumentiert, dass ihn Parlamentsbeschlüsse und der Umweltschutz ebenfalls relativ wenig interessieren. Armes Berlin.

IMG_3407Parlamentsbeschlüsse oder Umweltschutz – egal: Justizsenator Thomas Heilmann von der CDU – hier auf dem Hindenburgdamm in Steglitz-Zehlendorf an fünf aufeinander folgenden Bäumen – geht nicht gerade mit gutem Beispiel voran.

Jagd auf die Jäger

Mittlerweile ist auch in unserer Familie das Pokémon-Fieber ausgebrochen, zumindest in Teilen. So findet sich die derzeit wohl angesagteste App auf den Handys der Eltern unseres jüngsten Enkels, der damit auf die Jagd geht. Sogar in unserer Küche soll schon ein Pokémon gefangen worden sein, aber so ganz genau weiß ich das nun auch nicht. Und mehr noch: Unser Kurzer hat kurzerhand seinen eigenen Pokémon modelliert, der allerdings mit dem Handy nicht so wirklich zu fangen ist. Im schweizerischen Basel geht es sogar noch weiter. Da schlagen die Pokémons sogar schon zurück und machen ihrerseits Jagd auf die Jäger, wie das unten platzierte Video eindrucksvoll beweist. Was soll ich sagen? Wie gut, dass die Welt noch Zeit für so einen Unsinn hat.

Pokémon Der Pokémon unseres jüngsten Enkels.