Die Zukunft unserer Kinder

Irgendwie ist es erschreckend: Seit gestern leben wir auf unserer Erde sozusagen auf Pump, denn wir haben in diesem Jahr bereits mehr an Ressourcen für Nahrung, Wasser oder Energie verbraucht, als die Erde im ganzen Jahr regenerieren kann. Erdüberlastungstag heißt der Tag, der im Kalender im weiter nach vorne rückt. Im Jahr 2000 war es noch der 1. Oktober, vergangenes Jahr der 13. August, jetzt ist es der 8. August. Läuft es weiter wie bisher, sind die Ressourcen im Jahr 2030 schon am 28. Juni aufgebraucht. Das bedeutet, dass dann zwei Planeten nötig wären, um unseren Bedarf nachhaltig zu decken, 2050 wären es sogar schon fast drei. Was soll ich sagen? Früher hieß es noch: Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen. Heute sieht es eher danach aus: Wir verfrühstücken die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder. Dabei brauchen wir in Deutschland gar nicht auf andere zu zeigen. Unser ökologisches Länderkonto haben wir bereits am 28. April überzogen. So häufen wir Jahr für Jahr neue Schulden an. Wenn es uns nicht bald gelingt, einen echten Kurswechsel einzuleiten, dann werden unsere Kinder und deren Kinder eine ziemlich üble Zeche zu zahlen haben. Eigentlich müssten wir uns alle schämen.

globe_east_2048Wir haben in diesem Jahr bereits mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde im ganzen Jahr regenerieren kann.                                                                               Foto: NASA

3 Gedanken zu „Die Zukunft unserer Kinder

  1. Lieber Opa,
    Dale Carnegie lehrt uns: “sorge dich nicht -lebe!”.
    Was hilft uns die Sorge, dass wir in rasender Geschwindigkeit alle unsere Ressourcen verbrauchen und ab 2030 in ein tiefes Loch fallen. Wir dürfen deshalb nicht die Augen verschließen, was kommen mag. Dennoch finde ich den Aufruf “hallo wach, alles wird furchtbar” nicht zielführend, weil wir nun mal die Bevölkerungsexplosion auch durch unsere zivilisierte Sicht der Dinge nicht aufhalten können. Wir könnten uns genauso über die dramatische Zuspitzung der weltpolitischen Führungsidioten (Trump, Erdogan, Putin, Le Pen, Wilders, etc.) aufregen. Wir können nur immer im Kleinen, dh. in unserem eigenen Umfeld unserer “Behausung” für Ordnung sorgen. Auch Auswanderungsgedanken helfen nicht wirklich weiter, weil: “wohin denn??” Blockhütte in Canada?? nein, das macht keiner, der schon mal dort gelebt hat. Chalet in den Schweizer Bergen? Nee, dann kannst du gleich als Eremit in die Mongolei ziehen? Kängerous in Australien züchten, nee, schlechte medizinische Versorgung….. vielleicht hat der Herr über uns noch ein Einsehen mit seinen 7.3 Millarden Menschen. Er könnte es richten, es sei denn, er hat anderes mit uns Menschleins vor.

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