Die Familie lebt

Es war eine Hochzeit, die einmal mehr bewies: Die so oft totgesagte Familie lebt. Nicht nur, dass die beiden Brautleute vor aller Welt bekundeten, künftig Verantwortung füreinander übernehmen und ihr Kind nach christlichen Grundsätzen erziehen zu wollen. Auch die Hochzeitsgesellschaft insgesamt machte deutlich, dass das Vater-Mutter-Kind-Modell nicht aus der Mode gekommen ist. Rund 30 Kinder bevölkerten mit ihren Eltern die Kirche, in der sich Braut und Bräutigam das Jawort gaben, und unterstrichen nachdrücklich, dass Kinderlaute eben doch das Tedeum sind. Auch unsere Kinder und Enkel waren dabei, nachdem die Braut doch die Tochter unserer ehemaligen Vermieter ist, denen wir nach wie vor freundschaftlich verbunden sind. Und das Paar lebt heute sozusagen in “unserer” Wohnung, da wir damals, als die beiden sich kennen und lieben lernten, gekündigt haben und umgezogen sind. Das hatte zwar ganz andere Gründe, gefiel anfangs unseren Vermietern überhaupt nicht und passte dann aber doch ganz gut, so dass in dem Haus nunmehr drei Generationen unter einem Dach sind und sich, was man so hört und sieht, auch ausgesprochen gut verstehen. Was soll ich sagen? Es hat so sollen sein. Alles hat seinen Sinn.

Getränkte Wochenübersicht (6)

Als Opa noch ein Kind war, da gab es bei ihm daheim zum Wochenende meist die Reste der Woche als Auflauf. Das hieß dann “Getränkte Wochenübersicht” und war, Hand aufs Herz, richtig lecker. Der Begriff “Getränkte Wochenübersicht” allerdings hat sich im Laufe der Jahre verselbstständigt. Irgendwann stand er für Sammelsurien aller Art. Opas “Getränkte Wochenübersicht” wird es jetzt immer samstags geben und die besten Sprüche beinhalten, die er am Schwarzen Brett von seniorbook, einem Internetportal für Menschen ab 45 Jahren, entdeckt hat. Was soll ich sagen? Viel Spaß beim Lesen.

Hatte ich doch noch ein Stück Kuchen im Kühlschrank, das rief letzte Nacht immer: “Hol’ mich hier raus und iss mich”. Es hat gewonnen … Und ich? Ich stelle mir so was nicht mehr in den Kühlschrank. Angelika Creutzner aus Traben-Trarbach

Ein Mann gab Inserat auf: Mann mit Grill sucht Frau mit Kohle! Heute LZ. Traude Traudse aus ???

Bei mir kann man vom Fußboden essen, man findet immer was. Rosemarie Lachnit aus Drolshagen

Viele Leute schwimmen mit dem Strom, andere schwimmen gegen den Strom. Ich steh’ im Wald und finde diesen blöden Fluss nicht. Cornelia B. aus ???

Wenn die NASA nur Frauen ins Weltall schickt, ist das dann noch eine “bemannte Raumfahrt”? Erwin Spant aus Koblenz

Man sollte eigentlich im Leben die gleiche Dummheit nicht zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug. Marianne Hase aus ???

Ich glaub, ich wähl’ im September NSA – die interessieren sich wenigstens für uns. Jörg Pinkenburg aus Ritterhude

Was zu weit geht …

Das Amselpärchen, das sich bei uns im Garten eingenistet hat, fühlt sich nach wie vor pudelwohl. Jedenfalls hat sich an dem Tagesablauf von Amselmama und Amselpapa, den ich ja bereits ausführlich geschildert habe, nichts geändert. Allerdings haben Oma und ich jetzt ein Problem. Nachdem sich unsere Gastfreundschaft offensichtlich in der Nachbarschaft herumgesprochen hat, will es sich jetzt bei uns auch noch ein junger Fuchs gemütlich machen. Seit Tagen, die wir ob des hochsommerlichen Wetters jeden Abend bis zu später Stunde draußen verbringen, besucht uns dieses stattliche Exemplar, trinkt aus unserem Brunnen, schaut uns ganz neugierig an und macht dann tatsächlich Anstalten, zu uns auf die Terrasse zu kommen. Vermutlich will er bei Oma auf den Schoß springen und sich kraulen lassen. Was soll ich sagen? Was zu weit geht, geht zu weit. Das durfte ja nicht mal unser Hund. Und der gehörte nun wirklich zur Familie.

IMG_0481   joy_korrMan sieht ihn zwar nicht auf dem Foto, aber der Fuchs ist da. Und das war unser Hund.

Bödes “L”

Es ist doch immer wieder verblüffend, für bzw. von was sich Kinder begeistern lassen. Dabei muss es nicht immer teures Spielzeug sein, das die kleinen Äuglein zum Funkeln bringt. Nur allzu oft sind es die kleinen Dinge des Lebens, die für Freude sorgen. So haben beispielsweise unsere beiden Enkel – unterstützt von Oma – mit immer weiter wachsender Begeisterung Seifenblasen produziert und sind diesen hinterhergerannt, um sie platzen zu lassen. Das ging fast eine ganze Stunde so, bis – Oma mag “endlich” gedacht haben – Wind aufkam, der die Seifenblasen ziemlich schnell und unberechenbar wegwehte. Unserem jüngsten Enkel gefiel das gar nicht. Als er ein paar Mal vergeblich versucht hatte, die Seifenblasen einzufangen, blieb er genervt stehen und machte seinem Ärger Luft: “Diese böden Dinger”, sprach’s – und verschwand nach drinnen. Was soll ich sagen? Bödes “L”.

“Mensch da vorne du”

Wenn Oma unseren jüngsten Enkel von der Kita abholt, erfährt sie auch viel über dessen Eltern. Dabei ist es nicht so, dass sie den Kleinen ausfragen würde. Ganz im Gegenteil. Aber er erzählt und erzählt und kommentiert dies und kommentiert das. Vor allem im Auto ist der Bursche gar nicht zu bremsen. Apropos bremsen: Als Oma bei einer dieser Abholaktionen einmal ziemlich heftig in die Eisen steigen musste, kommentierte unser Enkel dies mit den Worten: “Mensch da vorne du!” Was soll ich sagen? Man braucht jetzt nicht mehr allzu viel Fantasie, um darauf zu kommen, mit welchen Worten unsere Tochter oder unser Schwiegersohn derartige Verkehrssituationen quittieren. Wie die Eltern, so der Sohn …

Ein-Meter-Klasse: Genial

Dass Opa die Seenotretter in Bremen am Herzen liegen, dürfte den treuen Lesern von Opas Blog mittlerweile bekannt sein. Und so wird es sie auch nicht verwundern, wenn er heute einmal mehr kräftig die Werbetrommel rührt – in diesem Fall für die Ein-Meter-Klasse, die zu den beliebtesten Produkten im offiziellen Seenotretter-Shop avanciert ist. Und in der Tat: Das Teil ist einfach genial. Jedenfalls hat es den Härtetest unserer Enkel mit Bravour bestanden – zumindest was den Landeinsatz betrifft. Der Wassertest steht noch aus. Eigentlich wollte ich ja beide gleichzeitig auf den aufblasbaren Seenotkreuzer loslassen. Aber irgendwie haben Oma und ich das mit unseren Enkeln nicht hinbekommen. So hat sich denn einer nach dem anderen über diesen Mini-Kreuzer hergemacht, der laut Shop-Beschreibung vom Mast übers Hubschrauberarbeitsdeck über alles verfügt, was auch die großen Vorbilder an Bord haben. Auf jeden Fall sind unsere Enkel nun auch große Seenotretterfans und kleine Seenotretter. Was soll ich sagen? Gut so.

IMG_8368                                       Und wer rettet jetzt den kleinen Seenotretter?

Familien-Sonntags-Idylle

Das war die klassische Familien-Sonntags-Idylle. Unsere jüngste Tochter, die im wahrsten Sinne des Wortes um die Ecke wohnt, bat Oma und mich, doch eben vorbeizukommen. Ihre Schwester mit deren Sohn sei auch dort. Zumal wir unsere beiden Enkel schon etwas länger nicht mehr zusammen erlebt haben, sind wir schnell aufs Rad gestiegen und hingeradelt. Als uns die Kleinen vom Garten aus sahen, war die Freude natürlich groß. “Juhu, Oma und Opa”, jubilierten die beiden, die jeweils mit einem Eis bewaffnet auf uns losstürmten. Oma wurde gleich von dem ganz Kleinen in Beschlag genommen: “Oma, Auto pielen.” Der große Kleine zog es vor, wieder ins Kinderplantschbecken zu steigen. Und Opa suchte sich derweil ein schattiges Plätzchen unter dem Baum und verfolgte das bunte Treiben. Während unser Schwiegersohn das Essen für die Gesellschaft zubereitete, machten sich die beiden Schwestern an der Abflussrinne an der Terrasse zu schaffen, die dringend einer Reinigung bedurfte. Da derartige Örtlichkeiten ein idealer Zufluchtsort für Spinnen sind, kam es, wie es kommen musste. Plötzlich ertönte ein Urschrei unserer Ältesten, als die, ihrer Ansicht nach, eine Vogelspinne ausgemacht hatte. Dass da alle anderen angerannt kamen, war ebenso klar wie, dass unsere Enkel angesichts derartiger Reaktionen wohl kaum zu Spinnenfreunden werden. Was soll ich sagen? Ach ja, Opa kann die Dinger übrigens auch nicht leiden.

Die spinnen, die …

Mit den Menschen ist das immer wieder so eine Sache. Wenn man bedenkt, wie sie sich vor allem in den letzten Jahrhunderten entwickelt haben, müsste man sie eigentlich bewundern. Immerhin, das ist sozusagen der vorläufige Höhepunkt der ganzen Geschichte, haben sie jetzt ihren Urvater und ihre Urmutter ausgemacht, die vor 59.000 bzw. 143.000 Jahren lebten. Dass sich Adam und Eva folglich nie begegnet sind, gehört eben zu den Merkwürdigkeiten, die die Menschheitsgeschichte begleiten. Ein anderes Phänomen kann man dieser Tage beobachten. Nehmen wir die Enkel von Oma und Opa und deren Eltern. Als Oma mit unserer jüngsten Tochter telefonierte, war die Familie gerade im Schwimmbad – gemessene Außentemperatur 37 Grad, gefühlt 40 – 50 Grad. Beim Telefonat mit unserer Ältesten erfuhr sie, dass Vater, Mutter und Kind bei Freunden zum Grillen waren – gemessene Außentemperatur 37 Grad, gefühlt 40 – 50 Grad, in der Nähe des Grills kurz vor dem Siedepunkt. Während Oma also telefonierte, saß ich bei diesen Temperaturen auf der Terrasse und brütete vor mich hin, was ich für Opas Blog schreiben könnte. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mein Gehirn, so denn überhaupt je eines vorhanden gewesen sein sollte, spätestens jetzt restlos verdampft war. Es fiel mir absolut nichts Vernünftiges ein, bis auf das, was Sie jetzt gerade gelesen haben. Was soll ich sagen? Wie verrückt muss man auch sein, um sich bei diesen Temperaturen nach draußen zu begeben, anstatt drinnen zu bleiben, wo das Thermometer herrlich kühle 23,5 Grad anzeigt. Menschen eben, nicht lernfähig. Wie sagte Obelix immer so schön: Die spinnen, die Römer. Und nicht nur die …

Getränkte Wochenübersicht (5)

Als Opa noch ein Kind war, da gab es bei ihm daheim zum Wochenende meist die Reste der Woche als Auflauf. Das hieß dann “Getränkte Wochenübersicht” und war, Hand aufs Herz, richtig lecker. Der Begriff “Getränkte Wochenübersicht” allerdings hat sich im Laufe der Jahre verselbstständigt. Irgendwann stand er für Sammelsurien aller Art. Opas “Getränkte Wochenübersicht” wird es jetzt immer samstags geben und die besten Sprüche beinhalten, die er am Schwarzen Brett von seniorbook, einem Internetportal für Menschen ab 45 Jahren, entdeckt hat. Was soll ich sagen? Viel Spaß beim Lesen.

* Bildungslücke? * “Kennen Sie Goethes Faust?” “Ach, geboxt hat der auch?” Ruth G. aus Warder

Meine Nachbarn machen ab heute Trennkost. Sie isst in der Küche. Er im Wohnzimmer. Biggi Babbel aus Sangerhausen

“Ich mach’ drei Diäten gleichzeitig.” – “Wieso denn drei?” – “Von einer allein wird man nicht satt.” Rosemarie Lachnit aus Drolshagen

Gerade gelesen: Der Hirntod bleibt ja bei vielen jahrelang unbemerkt. PS: Loriot würde sagen: Ach was!? 😉 Willi Küsters aus Rheine

Jaja, das waren noch Zeiten, als die Gummistiefel noch aus Holz waren. Sccorpy Immerunterwegs aus Ludwigshafen am Rhein

Windows (jeder hat es), stammt aus einem alten Sioux-Dialekt und bedeutet: Weißer Mann starrt durch Glasscheibe auf Sanduhr. Peter Kohls aus Nettetal

Aber wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein! Lieselotte Marong aus Troisdorf

Der Radnachwuchs

Während die 100. Tour de France schon wieder Geschichte ist und das Thema Doping kein Ende nimmt, wächst – zwar unbeobachtet von der Weltöffentlichkeit, aber unter den zufriedenen Augen von Opa – der Radnachwuchs heran. Unser ältester Enkel ist ja, wie treue Leser wissen, schon seit geraumer Zeit mit einem richtigen Fahrrad ohne Stützräder unterwegs. Und nun hat auch sein Cousin nachgezogen und macht seine ersten Erfahrungen mit einem Laufrad. Dabei ist es herrlich zu beobachten, wie die Welt des Kleinen und sein Bewegungsradius immer größer werden. Jedenfalls ist er mit seinem Rad schon so flink unterwegs, dass sein Vater mit ihm am Wochenende per Rad morgens Brötchen holt. Da der Weg bei Oma und Opa vorbei führt und wir bei diesem Wetter meistens schon auf der Terrasse sitzen und frühstücken, hören wir die beiden schon von Weitem: “Hallo Oma und Opa”, hallt die unverkennbare Stimme unseres jüngsten Enkels durch die Straße. Was soll ich sagen? Schöner kann ein Tag am Wochenende nicht beginnen. Oma und Opa freuen sich schon auf morgen.

IMG_0460                                       Ganz schön flott unterwegs der Kleine.