KINDER | KOCHEN ausgezeichnet

KINDER | KOCHEN, die Kochkurs-Initiative von Oma und Opa, hat die erste Auszeichnung erfahren. Der Verein Unternehmen für die Region e.V. hat butterfly communications |, das ist die Firma von Opa, im Zusammenhang mit der Initiative KINDER | KOCHEN als „regional engagiertes“ Unternehmen ausgewählt und für das „vorbildliche regionale Engagement“ ausgezeichnet. Sichtbarer Ausdruck der Auszeichnung ist das Logo

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das nunmehr auch auf den Startseiten von KINDER | KOCHEN und butterfly communications | eingebunden ist. Was soll ich sagen? Oma und Opa bedanken sich ganz herzlich und nehmen die Auszeichnung als Ansporn, die Initiative KINDER | KOCHEN weiter voranzutreiben.

“Die sind aber schön!”

Schön ist, was gefällt. Insofern scheint das Logo, das sich Oma und ich für unsere Initiative KINDER | KOCHEN ausgedacht haben, sogar sehr schön zu sein. Immerhin hat unser jüngster Enkel, als er Opas neue KINDER | KOCHEN-Visitenkarten sah, ganz spontan gesagt: “Die sind aber schön!”, und sofort gefragt: “Darf ich eine mitnehmen?” Durfte er natürlich. Was soll ich sagen? Der Junge hat eindeutig einen guten Geschmack.

IMG_2144Die neuen Visitenkarten von Opa für KINDER | KOCHEN.

KINDER | KOCHEN jetzt online

Es ist vollbracht. Opas Initiative KINDER | KOCHEN hat jetzt auch eine eigene Domain und eine eigene Webseite. Die Seiten stehen bereits online und sind über die Webadresse www.kinder-kochen.org zu erreichen. Leider war die Adresse www.kinder-kochen.de nicht mehr verfügbar. Und der Eigentümer der Domain wollte 300,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer haben, so dass ich mich halt mit der .org-Endung begnüge. Denn das Geld kann ich besser in die Initiative investieren. Die Kinder haben da sicher mehr davon. Was soll ich sagen? Wenn sich jetzt noch viele Interessenten melden, die ebenfalls Kochkurse für Schulklassen geben wollen, dann hat sich der ganze Aufwand gelohnt.

LogoNEU

Was für Bildungspolitiker

Nach den Ferien, die in dieser Woche in Berlin beginnen, wird ein Lehrer nicht mehr dabei sein: Harald Mier, der bereits am letzten Freitag als Direktor des Zehlendorfer Schadow-Gymnasiums verabschiedet wurde. Zum Abschied hat er dem Tagesspiegel ein Interview gegebenen, das sich die Bildungspolkitiker unseres Landes getrost hinter den Spiegel stecken können. Denn wenn er auf seine 40-jährige Lehrertätigkeit zurückblickt, hört sich das so an: „Im Kern hat sich nichts gewandelt, die Schüler von damals wie von heute wollen fair und gerecht behandelt und ernst genommen werden, die pädagogischen Leitlinien sind und waren Zuwendung und Konsequenz. Schüler suchen auch heute Grenzerfahrungen und fordern sie auf ihre Art ein. Gewandelt hat sich eher die Haltung der Erwachsenen: Lehrkräfte und Eltern sind nicht mehr in dem Maße zur Grenzziehung, man kann auch sagen zur Erziehung, bereit oder fähig.“ Zu den Schülern von heute weiß er zu berichten: „Sie können auch heute wie eh und je Schüler mit gutem Unterricht beeindrucken. In letzter Zeit hat die Binsenweisheit wieder Konjunktur, dass es primär auf die Lehrkraft ankommt. Manchmal geraten Selbstverständlichkeiten durch überbordende Reformitis aus dem Blick.“ Und was er zum Abitur zu sagen hat, ist alles andere als schmeichelhaft: „Beim Abitur sind viele Stellschrauben betätigt worden, die die Notendurchschnitte angehoben haben. Dazu gehören die zentralen Prüfungen, aber auch das Absenken des Bewertungsschlüssels: Heute ist es leichter als früher, eine Eins oder gerade noch eine Vier zu bekommen. Das ist politischer Wille. … Nicht die Leistungsfähigkeit unserer Abiturienten ist um fünf Zehntel besser geworden, das System hat sie ihnen in die Wiege gelegt. Vielleicht haben diejenigen recht, die von der Ausstellung ungedeckter Bildungsschecks sprechen.“ Last but not least hält er ein flammendes Plädoyer für das Gymnasium: „Vor der Einheitsschule möge Gott oder wer auch immer uns bewahren. Der Gedanke der Einheitsschule dient der Egalisierung des Niveaus und damit seiner Absenkung.“ Was soll ich sagen? Man kann nur hoffen, dass ihm ein Direktor folgt, der das alles ebenso sieht. Dabei sind das nur Auszüge. Und es lohnt sich, das ganze Interview zu lesen. Ich glaube, zur Beruhigung werde ich mir heute Abend zum wiederholte Male die Feuerzangenbowle anschauen. Das waren noch Zeiten mit „Zeus“ und „Schnauz“ und Professor Bömmel und Oberlehrer Dr. Brett und …

Erster Schultag OpaDas waren noch Zeiten, als Opa eingeschult wurde …

PS: Bei der METRO Kochherausforderung läuft der Countdown unaufhaltsam. Es bleiben noch drei Tage Zeit, für Opa abzustimmen. Also, auf geht’s!

„Komm’, wir essen jetzt, Opa!“

Dass Rechtschreibung und Interpunktion von Bedeutung sind, wissen wir spätestens seit unserer Schulzeit. Denn die Noten hängen ja nicht ganz unwesentlich davon ab, inwieweit man in der Lage ist, die Wörter richtig zu schreiben und die Satzzeichen korrekt zu setzen. Später, im echten Leben dann, ist es ebenfalls von Vorteil, wenn man mit den Regeln der deutschen Sprache nicht auf Kriegsfuß steht. Auch wenn sich der Sinn der Groß- und Kleinschreibung nicht allen und nicht immer erschließt, kann sie manchmal doch ganz entscheidend sein. Immerhin macht es einen Unterschied, ob “der gefangene Floh” im Mittelpunkt steht oder “der Gefangene floh”. Auch ist es nicht dasselbe, wenn es heißt: “Er verweigerte Speise und Trank” bzw. “Er verweigerte Speise und trank”. Ähnlich sieht es aus, wenn da steht: “Der Junge sieht dir ungeheuer ähnlich” bzw. “Der Junge sieht dir Ungeheuer ähnlich”. Von völlig unterschiedlichen Sachverhalten kann man ausgehen bei Beschreibungen wie: “Vor dem Haus sah sie den geliebten Rasen” oder “Vor dem Haus sah sie den Geliebten rasen” bzw. “Er hat in Berlin liebe Genossen” oder “Er hat in Berlin Liebe genossen”. Doch es ist nicht nur die Rechtschreibung, die zuweilen den kleinen Unterscheid macht. Auch die Interpunktion hat durchaus ihren Sinn. “Schüler sagen, Lehrer haben es gut” ist das genaue Gegenteil von “Schüler, sagen Lehrer, haben es gut.” Auch “Er will, sie nicht” und “Er will sie nicht” ist kaum unter einen Hut zu bringen. Und von existenzieller Bedeutung ist es, ob es heißt: “Hans erbt den Hof, nicht aber Karl” oder “Hans erbt den Hof nicht, aber Karl”. Und um Leben oder Tod geht es gar bei dem kleinen, aber feinen Unterschied: “Hängen, nicht laufen lassen” bzw. “Hängen nicht, laufen lassen”. Was soll ich sagen? Ganz sicher hört der Spaß aber auf bei dem Satz: “Komm’, wir essen jetzt Opa!“ Vielmehr sollte es doch wohl heißen: „Komm’, wir essen jetzt, Opa!“ Dafür öffne ich dann sogar liebend gerne mein Kochbuch.

Aus der Häschenschule

Jetzt ist Ostern schon fast wieder vorbei. Gestern war unser ältester Enkel da, um nach den Eiern zu suchen, die der Osterhase für ihn versteckt hatte. Heute kommt der jüngere und wird voraussichtlich ebenso fündig. Der Osterhase ist dann zumindest für 2015 fertig. Da fragt man sich allerdings, was Meister Lampe denn so das ganze Jahr über treibt. Opa weiß es: Die älteren Hasen unterrichten die jüngeren in der Häschenschule, damit das an Ostern auch klappt. Was soll ich sagen? Sie glauben das nicht!?! Bei uns jedenfalls drücken schon alle die Schulbank und lernen fleißig, denn:

“Kinder”, spricht die Mutter Hase,
“putzt euch noch einmal die Nase
mit dem Kohlblatt-Taschentuch!
Nehmt nun Tafel, Stift und Buch!
Tunkt auch eure Schwämmchen ein!
Sind denn eure Pfötchen rein?”
“Ja!” – “Nun marsch, zur Schule gehn!”
“Mütterchen auf Wiedersehn!”

Seht, wie ihre Augen strahlen,
wenn sie lernen Eier malen!
Jedes Häslein nimmt gewandt,
einen Pinsel in die Hand,
färbt die Eier, weiss und rund,
mit den schönsten Farben bunt.
Wer’s nicht kann, der darf auf Erden
nie ein Osterhase werden.

(Verse von Albert Sixtus aus Die Häschenschule)

Hasenschule In der Häschenschule bei Oma und Opa lernen schon alle fleißig …

Packt die Badehose ein!

Es ist unfassbar: Im Berliner Stadtbezirk Neukölln kann rund die Hälfte der Kinder nach der dritten Klasse nicht schwimmen. Und dabei handelt es sich nur um den Durchschnittswert. Nach Angaben der zuständigen Schulstadträtin liegt der Wert in Nord-Neukölln an einigen Schulen sogar bei 70 Prozent. Überhaupt ist der Anteil der Nichtschwimmer berlinweit mit 18,8 Prozent völlig indiskutabel. Verschiedene Zahlen lassen vermuten, dass die Schwimmfähigkeit vor allem von der Herkunft der Kinder abhängt. So hat eine parlamentarische Anfrage im letzten Jahr ergeben, dass die Zahl der Nichtschwimmer am Ende der dritten Klasse direkt mit der Zahl vor allem der türkisch- und arabischstämmigen Migranten im Bezirk korreliert. Ob da die Idee eines Bußgeldes für Eltern, die jetzt der Neuköllner Jugendstadtrat ins Gespräch gebracht hat, weiterhilft, darf bezweifelt werden. Ich habe zwar auch kein Patentrezept. Aber eine landesweite Kampagne, getragen und begleitet von Politik, Wirtschaft und Schule und unterstützt durch attraktive Angebote der Berliner Bäder-Betriebe, erscheint mir doch erfolgversprechender. Zumal sich sicher noch der eine oder andere Prominente der Aktion anschließen würde. Ziel dabei müsste es sein, vor allem bei den Eltern einen entsprechenden Bewusstseinswandel zu erreichen. Was soll ich sagen? Mit den Lesepaten klappt das in Berlin doch ganz gut. Warum sollte es mit Schwimmpaten nicht gleichermaßen funktionieren. Auch Opa würde bei so einer Kampagne mitmachen. Also los: Packt die Badehose ein!

Berlin bald arm und doof?

Unser jüngster Enkel nascht für sein Leben gern. Und so muss man ihn, was Süßigkeiten betrifft, hin und wieder bremsen. Oma versuchte das neulich, indem sie ihn fragte: “Was wird man, wenn man immer nur Süßigkeiten nascht?” “Dick und doof”, antwortete er wie aus der Pistole geschossen, wobei er allerdings kurz innehielt und seinerseits fragte: “Wieso eigentlich doof?” Diese Frage konnte Oma natürlich nicht beantworten, zumal da ja auch kein erkennbarer Zusammenhang besteht. In Berlin jedoch könnte das künftig ganz anders aussehen und die Kinder sogar ohne Süßigkeiten doof werden. Denn, so hat aktuell die Junglehrerinitiative “Bildet Berlin!” festgestellt: “In Berlin finden jedes Jahr 2 Millionen Unterrichtsstunden nicht regulär statt. Dies entspricht 10,8% des insgesamt zu erteilenden Unterrichts.” Weitere Einzelheiten sind auf der Webseite der Junglehrer nachzulesen. Was soll ich sagen? “Arm, aber sexy” hatte Klaus Wowereit, bis vor kurzem noch Stadtregent, seinerzeit als Parole für seine Berliner Untertanen ausgegeben. Wenn sein Nachfolger Michael Müller nicht aufpasst, könnte es bald heißen: “Arm und doof.”

Schlachtfeld Elternabend

In den ersten Bundesländern sind die ersten Erstklässler bereits eingeschult, die anderen folgen noch. Dabei hat es sich mittlerweile eingebürgert, dass dieses Ereignis mit einem großen Familienfest begangen wird. Oma, Opa, Onkel, Tante – alles bzw. jeder, der verfügbar ist, gesellt sich dazu – entsprechende Geschenke inbegriffen, die denen bei Taufe, Kommunion, Konfirmation oder Firmung kaum noch nachstehen. Jedenfalls herrschen allerorten Friede, Freude, Eierkuchen. Vielleicht liegt das daran, dass bis dahin auch noch kein Elternabend stattgefunden hat. Die aus dem Kindergarten kann man ja noch nicht so ganz mitzählen und eher unter der Rubrik abtun: Kleine Kinder, kleine Sorgen. Mit den Elternabenden in der Schule wird das altersbedingt zwangsläufig anders. Kein Wunder also, dass die Regale in den Buchhandlungen voll von Ratgebern sind, die mit so dramatischen Titeln wie “Schlachtfeld Elternabend” locken und den Leid geprüften Eltern versprechen, ihnen durch diese schweren Zeiten zu helfen. Immerhin fallen pro Kind und Kindheit statistisch gesehen 30 derartige Abende an. Wem die Phantasie fehlt, was sich dort abspielen kann, sollte sich in der ARD-Mediathek noch einmal den Beginn des Filmes mit dem Titel Dr. Gressmann zeigt Gefühle ansehen – ein wirklich anschauliches Beispiel. Was soll ich sagen? Gott sei Dank sind unsere Enkel noch nicht dran mit Schule, und ihre Eltern damit auch nicht.

Erster Schultag Opa Opas erster Schultag – oh Gott, lang ist’s her.

Berlin oder doch Timbuktu?

18 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind in ihrer Lese- und Schreibfähigkeit auf dem Niveau von Zehnjährigen stehengeblieben. 14 Prozent gelten als sogenannte funktionale Analphabeten. Die Rede ist nicht etwa von den Menschen in Mali, Burkina Faso, Tschad, Mosambik, Kongo oder Niger, den aktuell ärmsten Ländern der Welt. Nein, die Rede ist von Deutschland, das im letzten Weltentwicklungsreport der Vereinten Nationen Platz fünf belegt und eine der führenden Industrienationen dieses Planeten ist. Man mag es also kaum glauben, doch es ist so. Noch weniger glauben kann man allerdings, dass dagegen nicht einmal etwas getan werden kann, zumindest nicht bundesweit. Denn Bildung ist Ländersache, die Schulbildung allemal. Welche Flausen dieser föderale Flickenteppich im Bildungssystem zuweilen absondert, konnte man vor nicht allzu langer Zeit ja in Berlin bestaunen. Dort hat, wie treue Leser von Opas Blog wissen, der Senat die Hürden für Schulabschlüsse gesenkt. Sowohl die Berufsbildungsreife – der frühere Hauptschulabschluss – als auch der Mittlere Schulabschluss sind seit letztem Schuljahr leichter zu erreichen, als es bisher an den Gesamtschulen möglich war. Zudem kann man mit schlechteren Noten in die gymnasiale Oberstufe aufsteigen. Wenn das nicht des Rätsels Lösung ist. Wenn keiner mehr lesen und schreiben kann, merkt’s sicher auch keiner mehr. Was soll ich sagen? Gott sei Dank haben wir hier in der Stadt ja die Spree, den Fernsehturm und das Brandenburger Tor. Ansonsten könnte man irgendwann einmal auf die Idee kommen, wir sind hier in Timbuktu – wobei ich den Menschen dort wirklich nicht zu nahe treten will.