Schlachtfeld Elternabend

In den ersten Bundesländern sind die ersten Erstklässler bereits eingeschult, die anderen folgen noch. Dabei hat es sich mittlerweile eingebürgert, dass dieses Ereignis mit einem großen Familienfest begangen wird. Oma, Opa, Onkel, Tante – alles bzw. jeder, der verfügbar ist, gesellt sich dazu – entsprechende Geschenke inbegriffen, die denen bei Taufe, Kommunion, Konfirmation oder Firmung kaum noch nachstehen. Jedenfalls herrschen allerorten Friede, Freude, Eierkuchen. Vielleicht liegt das daran, dass bis dahin auch noch kein Elternabend stattgefunden hat. Die aus dem Kindergarten kann man ja noch nicht so ganz mitzählen und eher unter der Rubrik abtun: Kleine Kinder, kleine Sorgen. Mit den Elternabenden in der Schule wird das altersbedingt zwangsläufig anders. Kein Wunder also, dass die Regale in den Buchhandlungen voll von Ratgebern sind, die mit so dramatischen Titeln wie “Schlachtfeld Elternabend” locken und den Leid geprüften Eltern versprechen, ihnen durch diese schweren Zeiten zu helfen. Immerhin fallen pro Kind und Kindheit statistisch gesehen 30 derartige Abende an. Wem die Phantasie fehlt, was sich dort abspielen kann, sollte sich in der ARD-Mediathek noch einmal den Beginn des Filmes mit dem Titel Dr. Gressmann zeigt Gefühle ansehen – ein wirklich anschauliches Beispiel. Was soll ich sagen? Gott sei Dank sind unsere Enkel noch nicht dran mit Schule, und ihre Eltern damit auch nicht.

Erster Schultag Opa Opas erster Schultag – oh Gott, lang ist’s her.

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