BND Fan von Opas Blog?

Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR sind jetzt dem Bundesnachrichtendienst (BND) auf die Schliche gekommen: Der Dienst will nämlich die sozialen Netzwerke künftig in Echtzeit ausforschen und massiv in digitale Technik investieren. Und das schon in diesem Jahr. Die Kosten des Programms, das vorerst bis 2020 laufen soll, wird vom BND nach den Berichten insgesamt auf rund 300 Millionen Euro beziffert. Das Geld muss vom Bundestag noch bewilligt werden. Damit die Abgeordneten sich nicht so schwer tun, soll der BND sie haben wissen lassen, dass befreundete Nachrichtendienste aus dem Ausland methodisch schon viel weiter seien als der BND, insbesondere die NSA und der britische Geheimdienst GCHQ. Wenn nicht bald strategisch digital aufgerüstet werde, drohe der BND noch hinter den italienischen und den spanischen Geheimdienst zurückzufallen. Was soll ich sagen? Ich wusste gar nicht, dass die so schlecht sind. Um den Herrschaften im benachbarten Gardeschützenweg – der BND sitzt sozusagen bei Opa um die Ecke – ein wenig entgegen zu kommen, überlege ich, denen schon mal vorsorglich mitzuteilen, dass man Opas Blog auch als RSS-Feed abonnieren kann. Aber vielleicht wissen die das ja schon. Irgendwoher müssen die hohen Zugriffszahlen von Opas Blog ja kommen.

Über 1.000.000 Seitenaufrufe

Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Letzte Nacht konnte Opas Blog die magische Zahl von 1.000.000 Seitenaufrufen knacken – und das nach nur etwas mehr als einem Jahr. Das ist großartig. Oma und Opa sind begeistert. Die viele Arbeit, die in dem Blog steckt, wird durch die Treue der Leser und immer weiter steigenden Besucherzahlen belohnt. Von solchen Zahlen habe ich vor einem Jahr nicht zu träumen gewagt. Und es hört ja nicht auf. Wenn die Zugriffe nur gleich bleiben, wird Opas Blog in etwa drei Monaten die Grenze von 500.000 Besuchen überschreiten. Was soll ich sagen? Ich kann wirklich nur allen – Oma, meinen Kindern und Enkelkindern sowie den zahlreichen treuen Lesern – nur meinen aufrichtigen Dank ausdrücken.

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PS: Wen’s interessiert: Am Mittwoch ist Opa ab 11.00 Uhr bei SLOlive zu sehen und zu hören. Senioren-Lernen-Online (SLO) ist ein Projekt, das ehrenamtlich von Senioren organisiert wird, um älteren Erwachsenen die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen unter Nutzung des Internets zu geben. Opa findet, dass das eine wirklich gute Sache ist und unterstützt das Projekt gerne.

3,6 verus 10 Quadratmeter

Jedes Kind in Deutschland hat aktuell, wie sich aus Erhebungen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg ergibt, im Schnitt 5,5 Quadratmeter zur Verfügung. In Berlin waren es vor zehn Jahren immerhin 5,2 Quadratmeter, die mittlerweile auf nur noch 3,6 Quadratmeter zusammengeschrumpft sind. Und dieses Ergebnis wurde noch nicht einmal durch kinderlose Haushalte verzerrt, da nur solche mit Kindern berücksichtigt wurden. – Ein Hund darf nach der Tierschutz-Hundeverordnung in einem Zwinger nur gehalten werden, wenn ihm “entsprechend seiner Widerristhöhe” 6 (bis 50 Zentimeter), 8 (über 50 bis 65 Zentimeter) oder 10 Quadratmeter (über 65 Zentimeter) “uneingeschränkt benutzbare Bodenfläche zur Verfügung stehen, wobei die Länge jeder Seite mindestens der doppelten Körperlänge des Hundes entsprechen muss und keine Seite kürzer als zwei Meter sein darf.” Was soll ich sagen? Ohne Worte, da erübrigt sich jedweder Kommentar.

HundDass in Deutschland Hunden gesetzlich mehr Platz zugesprochen wird, als Kindern im Schnitt zur Verfügung steht, spricht für sich. Unser Hund, der leider schon tot ist, hat, wenn man es nüchtern betrachtet, eigentlich immer die ganze Wohnung okkupiert.

Purer Horror

Die Einleitung liest sich schon wie purer Horror: “Verantwortungsbewusste Eltern erschrecken ihre Kinder nicht einmal mit Platzpatronen. Der Kindesmisshandler aber gibt nicht bloß Warnschüsse ab, sondern schießt scharf. Seine Attacken verursachen schmerzhafte, teilweise lebensgefährliche Verletzungen, psychisch wie physisch. Und er greift immer wieder an, täglich, wöchentlich, meist über viele Jahre hinweg. Mit Faustschlägen und Fußtritten, mit maßlosen Beschimpfungen und Herabsetzungen. Er sperrt seine Opfer in Kellerlöcher oder Zimmer, deren Fenster mit schwarzer Folie verklebt sind. Er lässt sie hungern, dursten, frieren. Er zerstört ihre Körper und Seelen.” So stimmen die renommierten Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat die Leser in ihrem neuen Buch ein. Deutschland misshandelt seine Kinder lautet der Titel dieser “Streitschrift”, die aufrütteln und etwas verändern will. Denn die typische Reaktion auf das Thema sind: “Ein Klaps hat noch keinem geschadet” oder “So etwas macht doch heutzutage in Deutschland niemand mehr!” Doch die Wirklichkeit sieht leider anders aus: “Laut offizieller Polizeistatistik sterben in Deutschland jede Woche drei Kinder an den Folgen ihrer Misshandlung. Jede Woche werden rund siebzig Kinder so massiv malträtiert, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Das sind 3.600 krankenhausreif geprügelte, in die lebenslange Behinderung geschüttelte, mit glühenden Zigaretten verbrannte oder auf andere Weise schwerstgeschädigte Kinder Jahr für Jahr. Und das sind 160 Kinder, die alljährlich bei uns getötet werden – nicht durch Unfälle oder kindlichen Übermut, sondern durch erwachsene Täter – in aller Regel Vater oder Mutter oder der aktuelle Lebenspartner eines Elternteils.” Was soll ich sagen? Da fällt mir nur wieder der kürzeste Satz aus der Bibel ein, den ich bei diesem Thema schon einmal zitiert habe: “Jesus weinte.” (Johannes 11,35)

Tsokos                         Deutschland misshandelt seine Kinder                                                                            Michael Tsokos & Saskia Guddat                                                                                    256 Seiten, 19,99 Euro                                                                                                ISBN: 978-3-426-27616-7                                                                                      Droemer Verlag 2014

PS: Das ZDF hat sich gestern Abend auch des Themas angenommen. Hat zoom+ noch den versagenden Kinderschutz angemessen an den Pranger gestellt, war die Vermischung bei Lanz zwischen Dschungelcamp und geschundenen Kinderseelen unerträglich.

Soviel Eitelkeit darf sein

Nach wie vor bin ich ziemlich überrascht von den Reaktionen auf Opas Blog. Da sind einmal die Zugriffszahlen, die sich unverändert nur in eine Richtung bewegen, nämlich nach oben. Im vergangenen Monat zählte der Blog 35.013 Besuche, das waren durchschnittlich 1.129 am Tag. Dabei wurden insgesamt 116.802 Seiten aufgerufen, was 3,3 Seitenaufrufen pro Besuch entspricht. Da jeder Besucher rund eine Minute auf dem Blog blieb, verbrachten die Menschen im Oktober fast 600 Stunden auf Opas Blog. Das ist einfach phänomenal, vor allem wenn man bedenkt, dass der Blog noch nicht einmal neun Monate besteht. Und dann ist da noch das Interesse der Medien. Waren es anfangs eher Blogger, denen der Blog auffiel und sie darüber schrieben, sind es nunmehr vor allem Presse, Funk und Fernsehen, die sich mit Opas Blog bzw. dem bloggenden Opa beschäftigen. Eine Zusammenfassung der Berichte, soweit ich sie mitbekommen habe, findet sich auf Media-Service/Was andere meinen. Was soll ich sagen? Ziemlich beeindruckend. Aber wer würde sich über solches Lob nicht auch freuen. Soviel Eitelkeit darf sein, wobei ich den Dank an meine Leser nicht vergessen möchte. Also: Ein ganz herzliches Dankeschön und bleiben Sie mir gewogen.

Einfach toll: 100.000 Besuche

Heute fehlen mir fast die Worte. Opas Blog hat es tatsächlich geschafft, in noch nicht einmal sechs Monaten mehr als 100.000 Besuche zu zählen, bei denen über 250.000 Seiten aufgerufen wurden. Was soll ich sagen? Das ist einfach toll. Dabei sind es nicht nur Best Ager, Silver Ager, Golden Ager, Third Ager, Mid-Ager, Master Consumer, Mature Consumer, Senior Citizens, “over 50s”, die Generation Gold, die Generation 50plus, die auf Opas Blog gehen. Es sind auch jüngere Männer und Frauen, die sich für die Themen, mit denen sich Opa beschäftigt, interessieren. Woher ich das weiß. Sozusagen als Test habe ich Opas Blog im Juli bei Brigitte MOM Blogs, einer Sammlung von fast 800 Mama-Blogs eingetragen. Und dort zählt er mittlerweile mit über 700 “Herzen” zu den 70 am besten bewerteten Blogs. Für all diesen Zuspruch bedanke ich mich bei meinen Lesern ganz, ganz herzlich und verspreche, dass ich mit derselben Energie weitermachen werde wie bisher. Da soll noch einer behaupten, Opas zählten zum alten Eisen.

BesucheJuliMehr als 100.000 Besuche – Opa sagt ganz, ganz herzlich: Danke.

Das Recht auf Zukunft

Eigentlich feiert man seinen Geburtstag mit einem fröhlichen, manchmal auch feucht-fröhlichem Fest – zumal, wenn es sich um einen runden Geburtstag handelt. Anders UNICEF Deutschland. Das deutsche Komitee für UNICEF, wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen hierzulande offiziell heißt, hat gestern anlässlich seines 60jährigen Bestehens statt zu einer Sause zu einer Pressekonferenz geladen. Und dabei gab es wenig Grund zum Feiern. Denn weltweit bleibt ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen in den Entwicklungs- und Schwellenländern immer noch ohne ausreichende Bildung, so das Ergebnis des in Berlin vorgestellten UNICEF-Reports 2013 „Das Recht auf Zukunft“. Demnach gehen in den Entwicklungs- und Schwellenländern immer noch über 132 Millionen Mädchen und Jungen im Schulalter weder in eine Grund- noch in eine weiterführende Schule. Ihre Lernmöglichkeiten seien häufig zusätzlich durch Unterernährung in den ersten Lebensjahren beeinträchtigt. Und schon jetzt machten junge Menschen fast 40 Prozent der weltweit rund 200 Millionen Arbeitslosen aus. Was soll ich sagen? Ich kann dem Vorsitzenden von UNICEF Deutschland, Jürgen Heraeus, nur recht geben, der festgestellt hat: “Das Wissen und die Wege sind heute vorhanden, damit alle Kinder gesund aufwachsen und ihre Fähigkeiten entfalten können. Doch bis heute profitieren gerade die ärmsten Kinder zu wenig von sozialen und technologischen Fortschritten. Man kann in nahezu jedem noch so entlegenen Ort der Welt mit dem Handy telefonieren – trotzdem fehlen dort elementare Dinge wie sauberes Wasser, ausreichende Nahrung oder gute Schulen. Die Kluft darf nicht weiter wachsen.“

Die erste UNICEF Grußkarte Ein kleines Mädchen aus einem böhmischen Dorf malte UNICEF als Dankeschön ein Bild – die erste Grußkarte war geboren. | Foto: UNICEF

Sehnsucht nach dem Besseren

Ein Ergebnis des Zensus 2011 lautet: “Neben den 18,2 Millionen Ehen gab es am Zensusstichtag in Deutschland knapp 34.000 eingetragene (gleichgeschlechtliche) Lebenspartnerschaften, davon waren rund 40 % Lebenspartnerschaften von Frauen. Insgesamt lebten 5.700 Kinder in Familien, deren Eltern eine eingetragene Lebenspartnerschaft führten, die meisten davon (86 %) in Lebenspartnerschaften von Frauen.” Soweit die Statistik. In der Süddeutschen Zeitung liest sich das dann im Vorspann des diesbezüglichen Berichtes so: “Alleinerziehende, Patchwork- oder Kleeblattfamilien: Das Vater-Mutter-Kind-Modell ist längst nur noch eine Familienform unter vielen. 5.600 Kinder lebten 2011 in Regenbogenfamilien mit homosexuellen Eltern. Fast alle von ihnen bei lesbischen Paaren.” Was soll ich sagen? Das kann man natürlich so schreiben, in der Süddeutschen allemal, wäre aber, mal abgesehen davon, dass schon die Zahl gleich am Anfang falsch ist und die 18,2 Millionen Ehen in dem Bericht überhaupt nicht vorkommen, auf Opas Redaktionstisch seinerzeit nicht durchgegangen. Damit an dieser Stelle kein falscher Eindruck entsteht. Opa hält es mit dem Alten Fritz, der den Satz geprägt hat: “… hier mus ein jeder nach Seiner Faßon Selich werden.” Mehr noch aber als der Alte Fitz war für Opa, was die Familie betrifft, die viel zu früh verstorbene Tissy Bruns, eine der angesehensten Journalistinnen unserer Zeit, das Maß aller Dinge. Sie hat einmal geschrieben: “… das Leben mit Kindern ist kaum vorstellbar, ohne sich selbst und die Nachkommen einzuordnen in einen Kontext, der weiter und größer ist als das einzelne Individuum. Kinder sind die Sehnsucht nach dem Besseren, das möglich ist. Nicht nur für Eltern und Großeltern. Wo der Ehrgeiz der Gesellschaft schwach wird, wenn sie nicht mehr alle Kinder als ‘ihre’ Kinder wahrnimmt, verliert sie ihre Zukunft.” Auf den Punkt gebracht: Das Kindeswohl steht über allem. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Keine Vorbilder mehr

Senioren sind offensichtlich auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Jedenfalls lässt eine Meldung aufhorchen, wonach Betrug, Beleidigung und andere Straftaten zunehmend auf das Konto von über 60-Jährigen gehen. Der Anteil der Tatverdächtigen im Seniorenalter ist zwischen 2009 und 2012 um 11,4 Prozent gestiegen, während sich die Altersgruppe im gleichen Zeitraum nur um 5,7 Prozent vergrößerte. Die Statistik bezieht sich zwar auf Brandenburg, dürfte aber in anderen Landesteilen Deutschlands auch nicht viel anders aussehen. Was soll ich sagen? Das kriminelle Verhalten meiner Altersgenossen vermag ich nicht zu beurteilen und zu erklären. Was aber auch ich in letzter Zeit festgestellt habe, ist, dass viele Alte in der Öffentlichkeit ziemlich rücksichtslos geworden sind. Wenn ich nur daran denke, was Oma und ich alleine im Supermarkt so alles erleben, wundert mich so langsam gar nichts mehr. Der Altersstarrsinn treibt da die seltsamsten Blüten. Als Vorbilder gehen diese Senioren jedenfalls nicht mehr durch.  Ich hoffe nur – vor allem für mein Umfeld -, dass sich derartige Anwandlungen bei mir nicht einstellen.