Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Weihnachtsessen – Teil 1 (Heiligabend).

Die Deutschen sind ziemlich konservativ, was die Menüauswahl an Weihnachten betrifft. Vor allem an Heiligabend lautet die Devise offensichtlich: Bloß keine Experimente. Jedenfalls steht ganz oben auf der Liste: Würstchen mit Kartoffelsalat. 32 Prozent gaben dieses Jahr bei einer Umfrage an, dieser ur-deutschen Tradition zu folgen. Im vergangenen Jahr lagen Würstchen und Kartoffelsalat ebenfalls auf Platz eins, aber nur mit 26 Prozent. Auch Raclette konnte seine Position auf dem zweiten Platz behaupten und dabei sogar die Prozentzahl von neun auf 15 steigern. Während Schwein (14 Prozent), Gans und Ente (beide jeweils 12 Prozent) aktuell die nachfolgenden Plätze belegen, teilten sich 2012 Fondue und Ente (beide jeweils sieben Prozent) die Positionen. Oma und Opa schlagen insofern ganz aus der Art. Bei uns gibt es selbst gebeizten Lachs und anschließend Fleischfondue (Brühe). Was soll ich sagen? Wie gut, dass nicht alle denselben Geschmack haben. Ansonsten wäre das ja richtig langweilig.

Oma entwickelt sich zur Backfee

Oma läuft derzeit zu Hochform auf, zu (vor-)weihnachtlicher sozusagen. Gehörte Backen in der Vergangenheit nicht gerade zu ihren Lieblingsbeschäftigungen, entwickelt sie sich gerade zu einer wahren Backfee. Da werden Kuchen gebacken, was die Koch- und Backbücher so alles hergeben, Plätzchen, die meine Mutter – Gott hab sie selig – auch nicht besser hätte aus dem Ofen zaubern können. Unsere Kinder und Enkel sind ebenso begeistert wie Opa, der als „Süßer“ sein Glück kaum fassen kann. Allerdings werden die Versuchungen seiner ohnehin nicht gerade asketischen Figur vermutlich den Rest geben, so dass er jetzt schon vorsorglich die ersten guten Vorsätze fürs neue Jahr formuliert. Was soll ich sagen? Und ewig lockt das Plätzchen …

IMG_0870Süße Versuchungen in der Dose.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Christstollen.

Wer für das bevorstehende Weihnachtsfest noch einen Christstollen backen will, sollte sich  ranhalten. Denn eine gute Woche sollte der gebackene Stollen mindestens noch ruhen, damit sich die Aromen richtig entfalten können. Die erste urkundliche Erwähnung des Christstollens datiert aus dem Jahr 1329 in Naumburg (Saale). Da Vorweihnachtszeit und Adventsfasten zusammenfielen, wurde der Christstollen zu dieser Zeit nicht mit Butter und Milch, sondern ausschließlich mit Wasser, Hefe und Mehl gebacken. Erst nachdem Papst Innozenz VIII. auf Bitten des Kurfürsten Ernst von Sachsen und seines Bruders Albrecht in dem als “Butterbrief” bekannten Schreiben das Butterverbot aufhob, entwickelte sich der Stollen zu der uns heute bekannten Köstlichkeit. Der erste Christstollen in Dresden wurde im Jahr 1500 verkauft, als „Christbrod uff Weihnachten“. Als Gebildebrot stellt er bis in unsere Tage das in Windeln gewickelte Jesuskind dar. Wie viele Stollenarten es gibt, weiß wohl niemand so ganz genau. Die bekanntesten sind Butterstollen, Champagnerstollen, Dresdner Christstollen, Mandelstollen, Marzipanstollen, Mohnstollen, Nuss-Stollen, Persipanstollen, Quarkstollen, Rotweinstollen, Schittchen, und „westfalenbäcker“-Stollen. Was soll ich sagen? Irgendwie schon gemein, dass man nach dem Backen nicht sofort loslegen darf und noch so lange warten muss.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Rotwein.

Ein Gläschen in Ehren, kann niemand verwehren. Wer kennt diesen Spruch nicht und beruft sich gerne auf ihn, vor allem wenn es um ein Gläschen Rotwein geht. Und nachdem französische Wissenschaftler Ende der siebziger Jahre auch noch festgestellt haben, dass ihre Landsleute, obwohl sie sich fett- und kalorienreich ernähren und zudem gerne zur Zigarette greifen, länger leben als Bewohner anderer Industrienationen, und dafür unter anderem das tägliche Glas Rotwein verantwortlich sein soll, waren die Weinfreunde weltweit aus dem Häuschen und prosteten sich kräftig zu. Der Europäische Gerichtshof betätigte sich dann allerdings letztes Jahr als ziemliche Spaßbremse, kippte Essig in den Wein und untersagte pfälzischen Winzern, ihren Wein als “bekömmlich” anzupreisen. Untersuchungen, ob Wein nun eine gesundheitsfördernde Wirkung hat, gibt es mittlerweile viele. Und alle kommen irgendwie zu dem Ergebnis: Kann sein, muss es aber nicht. Was man aber sicher weiß, ist, dass zuviel Wein schadet und die Leber angreift. Was soll ich sagen? Ich kann mich nur wiederholen: Ein Gläschen in Ehren, kann niemand verwehren.

Rotwein             Ein Gläschen in Ehren, kann niemand verwehren.

Kuchen-Lokomotive

Unser jüngster Enkel hat jetzt den Kindergarten gewechselt. So sehr er sich auf den neuen gefreut hat, so traurig war er aber auch, von vielen bekannten Gesichtern Abschied zu nehmen. Wobei es ja schon erstaunlich ist, wie gut die Kleinen solche Veränderungen wegstecken. Um jedoch ganz sicher zu gehen, dass der Abschiedsschmerz nicht zu groß wird, hatte seine Mutter dem kleinen Mann versprochen, etwas Ausgefallenes zu backen. Dabei durfte er sogar mit auswählen. Als richtiger Junge hat er sich natürlich für eine Kuchen-Lokomotive entschieden. Was soll ich sagen? Da hätte Opa nicht schlecht gestaunt und erst einmal gedacht: Wie soll ich das bloß hinkriegen? Unsere jüngste Tochter allerdings hat nicht lange gefackelt und losgelegt. Das Ergebnis: Einfach überwältigend und unten zu begutachten. Da war der Sohnemann stolz und beeindruckt. Und nicht nur er  …

KuchenlokEinfach überwältigend: Die Kuchen-Lokomotive, gebacken von unserer jüngsten Tochter.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Kohl:

November, auch wenn er fast schon wieder vorbei ist, ist Kohl-Monat. Vor allem die Liebhaber von Grünkohl kommen auf ihre Kosten. Aber auch diejenigen, die mit diesem Gemüse nichts anfangen können – auch das soll es ja geben -, müssen kohltechnisch nicht leer ausgehen: Die Marktstände und -regale bieten Weiß-, Rot-, Rosen-, Spitz- und Chinakohl sowie Wirsing als Alternativen. Gesund sind sie allemal, kalorien- und fettarm dazu frei von Cholesterin und sonstigen Risikostoffen, dafür aber mit viel Vitamin C, Beta-Carotin und Calcium im Gepäck. Gewürzt werden sollte Kohl immer (nicht bei Kropf und Unterfunktion der Schilddrüse) mit jodiertem Kochsalz, da er Stoffe beinhaltet, die die Aufnahme von Jod verhindern. Reichlich vorhanden sind auch Glucosinulate, die vor Krebs erregenden Substanzen schützen, sowie Ballaststoffe, die eine gesunde Darmflora fördern. Dem obligatorische Rumoren im Bauch, das die die Ballaststoffe abbauenden Bakterien verursachen, begegnet man am besten mit etwas Kümmel. Was soll ich sagen? Wohl bekomms!

Wirsing                                   Wirsing – gemalt von Oma.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Martins- bzw. Weihnachtsgans:

Also, die erschütternde Nachricht gleich zuerst: Die traditionelle Martins- bzw. Weihnachtsgans aus Omas Kochbuch ist out. Vielmehr hat die Physik in der Küche Einzug gehalten. Thermodynamik, Biophysik und Elastizitätslehre sind fortan die Zutaten, auf die es ankommt. Ein aus dem Fernsehen bekannter Protagonist ist Werner Gruber, seines Zeichens Koch und Neurophysiker. Sein Credo auf den Punkt gebracht: Die Gans ist schon tot, wir müssen sie nicht tot braten. Da wird dem Kollagen, dem Feind der feinen Küche, mit Rotwein und Ananassaft zu Leibe gerückt, durch Honig gar eine Maillard-Reaktion hervorgerufen. Einfach war gestern, Experimentalphysik ist heute – jedenfalls was die Zubereitung der perfekten Martins- oder Weihnachtsgans betrifft. Was soll ich sagen? Ach, schauen Sie es sich einfach an und entscheiden selber. Hauptsache: Es schmeckt.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Kürbis:

Nachdem Halloween ja nun vorbei ist, können wir uns endlich wieder der eigentlichen Zweckbestimmung von Kürbissen widmen, nämlich dem Verzehr. Denn lecker sind sie ja, und vor allem gesund wegen der vielen Balast- und Vitalstoffe. Über 800 verschiedene Arten gibt es weltweit, von denen lediglich etwa 20 ungenießbar sind. Die wohl beliebtesten heißen Hokkaido, Butternut und Muskade. Gesund sind aber nicht nur die Kürbisse, sondern auch die Kürbiskerne, die roh und geröstet schmecken. Das enthaltene Öl besteht aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren und ist gut für Niere und Blase. Der schwerste Kürbis, der übrigens je gewogen wurde, brachte 922 Kilogramm auf die Waage. Was soll ich sagen? Für unsere Küche definitiv zu groß.

Kürbis1                            Kürbis-Variationen: Gemalt von Oma. Was die alles kann … Kürbis2

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Tomaten:

Unabhängig einmal von der Frage, ob Tomaten Obst oder Gemüse sind – sie sind natürlich Gemüse -, besitzen sie eine Eigenschaft, die ziemlich spannend ist. Man sollte reife Tomaten nämlich nicht mit anderem Obst oder Gemüse zusammen lagern. Diese Tomaten verströmen nämlich ein Gas, das Ethen bzw. Ethylen genannt wird, und bewirkt, dass das umliegende Obst und Gemüse viel zu schnell reif, matschig und ungenießbar wird. Das Gleiche gilt übrigens auch für Äpfel und Birnen. Was soll ich sagen? Man muss es nur wissen. Im übrigen sind Tomaten lecker und gesund.

Tomaten   Tomaten: Lecker und gesund.

Ganz schön mutige Küche

Feinschmecker müssen heute ganz tapfer sein. Denn unser ältester Enkel, der wie sein kleiner Cousin gerne mithilft, wenn Oma oder Opa kochen, entwickelt jetzt so seine eigenen Ideen, was die Kombination von bestimmten Nahrungsmitteln und möglichen Zutaten betrifft. Als Koch, der nun wahrlich auch gerne experimentiert, weiß ich, dass das auch mal daneben gehen kann. Nicht alles schmeckt immer so, wie man sich das vorher so vorgestellt hat. Aber unser Ältester hat jetzt den Vogel abgeschossen. Als seine Mutter neulich Weißwürste zum Abendbrot servierte, kam er auf die Idee, die seine in Stücke zu schneiden, auf einem Brot zu drapieren, mit süßem Senf zu bestreichen, etwas Tomatenketchup hinzufügen und das ganze mit zwei roten Paprikastreifen zu garnieren. Was soll ich sagen? Eine ganz schön mutige Küche. Unsere bayerischen Vorfahren haben sich vermutlich im Grabe rumgedreht.

WeißwurstGeschmacksache!