Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Kräuter.

Frische Kräuter sind nach wie vor “in”. Ob im Supermarkt, Blumenladen oder Baumarkt, mittlerweile können Kräuter in Töpfen überall gekauft werden. Und es gibt kaum noch eine Küche, in der nicht frische Kräuter zu finden sind. Kein Wunder also, dass das Grünzeug auch als Mitbringsel ziemlich in Mode ist. Dabei fehlt es den Firmen, die damit handeln, nicht an Fantasie, passende Verpackungen zu kreieren. Als Oma und Opa jüngst frische Kräuter von einem Besuch als Geschenk bekommen haben, war der Basilikum-Topf mit einer Banderole umgeben, der mit Zitaten rund ums Essen bedruckt war. Und es waren nicht die dümmsten Sprüche. Was soll ich sagen? Lesen Sie selbst: Der Weise aber entscheidet sich bei der Wahl der Speisen nicht für die große Masse, sondern für den Wohlgeschmack. Epikur – Nach einer guten Mahlzeit kann man allen verzeihen, selbst seinen eigenen Verwandten. Oscar Wilde – Der Mensch ist, was er isst. Ludwig Feuerbach – Deine Nahrungsmittel seien deine Heilmittel. Hippokrates – Aber kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er hinterlässt, ist bleibend. Johann Wolfgang von Goethe – Jede Frau ist für gutes Essen anfällig. Casanova.

IMG_1574Veredeltes Basilikum Baristo Compatto – umgeben mit passenden Essens-Zitaten.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Eten uit de muur (Essen aus der Wand).

Andere Länder, andere Sitten: Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft will Opas Blog den Blick einmal über den Tellerrand hinaus auf die Essgewohnheiten des Landes richten, das sich langsam aber sicher zum härtesten Konkurrenten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mausert: Die Niederlande. Dort gibt es ein Phänomen, das “Eten uit de muur” (Essen aus der Wand) genannt wird. Dabei handelt es sich zumeist um eine breite Front von in Chrom gefassten Scheiben, die wie Schließfächer einer Bank angeordnet sind und hinter denen frittierte Dinge wie Frikandellen, Rindfeischkroketten, Bami- oder Nasi-Scheiben auf den hungrigen Kunden warten. Darüber hinaus sind in jüngster Zeit vermehrt “Versomaten” (Frische-Automaten) aufgetaucht, mit denen Bauern versuchen, Eier, Pilze, Obst und Gemüse an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Was soll ich sagen? Wer jetzt die Nase rümpft, sollte sich verschämt zurückziehen. Denn die Idee dieser Automaten stammt aus Deutschland. Die “Deutsche Automaten Gesellschaft”, ein Zusammenschluss des Schokoladenfabrikanten Ludwig Stollwerck mit den Unternehmern und Erfindern Max Sielaff und Theodor Bergmann, stellte sie 1896 auf der Internationalen Gewerbeausstellung in Berlin in Form eines “electrisch-automatischen Restaurants” vor. Die Geschäftsidee verbreitete sich rasend schnell. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, England, Frankreich und den Niederlanden schossen diese Automatenrestaurants, in den kein Personal mehr zu sehen war und sich die Gäste nach dem Motto “Kein Bestellen, kein Warten, kein Trinkgeld” selbst bedienen konnten, wie Pilze aus dem Boden. Doch so schnell die Begeisterung am Anfang wuchs, so schnell war sie auch wieder vorbei. Selbst der Versuch der DDR, über den Fünfjahresplan 1956 die Automatenrestaurants mittels der Direktive “Modernisierung, Mechanisierung und Automatisierung” zumindest in Ost-Deutschland wieder salonfähig zu machen, scheiterte 1961 – wenige Wochen vor dem Mauerbau – kläglich: Die Planer hatten bei der Konstruktion eines Restaurants mit sage und schreibe 300 Automatenfächern das Kühlsystem vergessen, so dass die Kunden die Fächer wegen der zu großen Hitze der Klappen nicht öffnen konnten. Einzig und allein in den Niederlanden hat sich das “Eten uit de muur” über all die Jahre hinweg gehalten. Da kann Opa nur weiterhin von Herzen wünschen: Smakelijk eten!

Etenuitdemuur1“Eten uit de muur” (oben) und “Versomaten” gehören in den Niederlanden zum Alltag.Etenuitdemuur2

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Salz.

Salz ist nicht gesund, vor allem wenn man zu viel davon zu sich nimmt. Das kann dann Bluthochdruck und Schlaganfälle fördern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, nicht mehr als fünf Gramm Kochsalz pro Tag zu sich zu nehmen. Doch Salz versteckt sich nicht nur in Fertiggerichten, Wurst, Schinken, Snacks oder Brot. Es ist zum Beispiel auch in löslichen Arzneimitteln und Brausetabletten enthalten. Woher soll man aber wissen, wie viel Salz z.B. in verarbeiteten Lebensmitteln steckt. Die Verbraucherzentrale Bayern hat jetzt das Geheimnis gelüftet. Da Lebensmittelhersteller die Salzmenge nicht angeben müssen, sondern lediglich den Natriumgehalt, benötigt man eine Formel zum Umrechnen – und die lautet: Natrium mal 2,5 gleich Kochsalz. Sind beispielsweise für eine 300 Gramm Portion eines Tiefkühlgerichts 1,14 Gramm Natrium angegeben, dann entspricht dies 2,85 Gramm Kochsalz. Was soll ich sagen? Das ist der Beweis, dass Mathematik in der Schule nicht nur reine Schikane ist, sondern dass man sie tatsächlich zum (Über-)Leben braucht.

SalzZu viel Salz ist ungesund.

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Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Pfingstochse.

Nicht immer ist es von Vorteil, wenn man der Star des Tages ist. Bis ins 19. Jahrhundert wurden zu Pfingsten Ochsen und Schafe durchs Dorf getrieben – die Sau hatte mal Pause. Am Ende wurde der stärkste Ochse als Pfingstochse getauft und landete – mit Blumen, Schleifen und Kränzen eben „herausgeputzt wie ein Pfingstochse“ und auch noch mit Zitronen garniert – als Pfingstessen auf dem Teller. Das am nächsten Tag wieder eine andere Sau durchs Dorf getrieben wurde, tröstete ihn vermutlich wenig. Mittlerweile ist es mit diesen Bräuchen ohnehin vorbei. In Bayern und Böhmen hat sich allerdings noch ein anderer Brauch gehalten, nämlich der des Pfingstgebäcks, das sich Heiliggeist-Krapfen oder Allgäuer-Brotvögel nennt. Was soll ich sagen? So unbelastet sind – essentechnisch gesehen – nur wenige Feiertage. Insofern kann sich an Pfingsten jeder das auf den Teller tun, was er am liebsten mag. Meine Empfehlung: Lammkoteletts, die passen, finde ich, auch sehr gut zum Fest des Heiligen Geistes.

LammkotelettesPassen immer und auch zu Pfingsten: Leckere Lammkoteletts.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Römertopf.

Also, ich will ja hier und heute keine Werbung machen. Aber es gibt ein Produkt, ohne das Oma und ich wirklich aufgeschmissen wären: Unser Römertopf bzw. unsere Römertöpfe. Sie haben alle Umzüge überstanden, sind bislang – toi, toi, toi – nicht kaputt gegangen und das Essen, das man in ihnen zubereitet, schmeckt immer lecker. Ich will es noch anders formulieren: Mit dem Römertopf kann man eigentlich nichts falsch machen, wenn man folgende Punkte beachtet: Er darf nur im Backofen und niemals auf einer heißen Kochplatte oder einer offenen Gasflamme verwendet, er muss vor jeder Benutzung zehn Minuten lang in Wasser eingelegt, er darf nur in den kalten Backofen geschoben und er sollte auf keinen Fall plötzlich abgekühlt werden, weil er ansonsten zerspringen würde. Das ist aber auch schon alles. Ansonsten kann man kochtechnisch gesehen so ziemlich alles mit ihm anstellen. Das Prinzip ist einfach. Das Essen schmort sozusagen im eigenen Saft. Hergestellt wird der Original-Römertopf übrigens in Ransbach. Das liegt, falls Sie das nicht wissen sollten, in Rheinland-Pfalz und nennt sich selbst “Zentrum der Keramik”. Stellt sich allerdings die Frage: Warum heißen diese Töpfe “Römpertopf”? Ganz einfach: Weil sie ein Prinzip kopieren, das schon die alten Römer, namentlich Lukullus, angewendet haben sollen. Was soll ich sagen? Ganz schön clever dieser Eduard Bay, der die Marke in den sechziger Jahren etabliert und 1997 an die Römertopf Keramik GmbH verkauft hat. Angesichts von 25 Millionen produzierten und vermutlich auch verkauften Römertöpfen ein lohnendes Geschäft, auf das man auch selbst bzw. die eigenen Eltern hätten kommen können.

RömertopfUnverwüstlich: Der rechts ist fast 40 Jahre alt, der links etwa gut zehn. Patina ist alles.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Krankenhausessen.

Wie schrieb Verena Mayer vor geraumer Zeit im „Tagesspiegel“ so schön: „Im Krankenhaus gehört Lästern übers Essen zur Folklore.“ Dabei finde ich das ausgesprochen ungerecht. Vielleicht habe ich ja immer Glück gehabt und die Krankenhausküchen, die ich genießen durfte, waren verkappte Sterneküchen. Aber Spaß beiseite: Krankenhausessen ist besser als sein Ruf. Daran ändert auch eine Studie aus England nichts, die herausgefunden haben will, dass Krankenhausessen die Gesundheit gefährden kann. Ungeachtet aller Bemühungen von Jamie Oliver und Heston Blumenthal ist das in England auch kein Wunder, kann die traditionelle englische Küche, und da will ich wirklich niemandem zu nahe treten, alles andere als leicht verdaulich und damit wirklich gesund bezeichnet werden. In Deutschland sieht das etwas anders aus, und in deutschen Krankenhäusern auch. Und im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin, in dem ich ja ein verlängertes Wellness-Wochenende gebucht habe, allemal. Da sah der Speiseplan am ersten Tag wie folgt aus: Das Mittagessen begann mit einem leckeren Käsesüppchen, angereichert mit Mixed Pickels, zum Hauptgang gab es ein Hühnchenbrust-Schnitzel mit Pariser Karotten und Kartoffelpüree, und das Ganze endete mit einem feinen Birnensalat. Das Gebäck für den Nachmittagskaffee sei nur am Rande erwähnt. Und der (Fernseh-) Abend wurde mit einer Brotzeit eingeläutet, die einer bayerischen fast zur Ehre gereicht hätte: Ein ausgesprochen fantasievoll angemachter Wurstsalat, Lachsschinken, Tee-Salami und Emmentaler, dazu Graubrot und Tee. Dass der zweite Tag im wahrsten Sinne des Wortes etwas magerer ausfiel, war wohl der Operation geschuldet, die übrigens super verlaufen ist – dazu morgen mehr. Ansonsten hätte es frische Brötchen mit Butter und Marmelade gegeben. Auf die Bestellung von Kräuter-Omlettes zum Frühstück hatte ich mit Rücksicht auf die Küche verzichtet. Fürs Mittagessen hatte man mir das Gyros mit Tsatsiki warm gehalten. Als ich das dann doch nicht wollte, gab es quasi als Entschädigung ein Eis. Und für die nächsten Tage erwartet mich unter anderem noch Hühnerfrikassee und Rinderroulade. Was soll ich sagen? Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung festgestellt hat, nur gerade mal die Hälfte der Patienten in Krankenhäusern ihr Mittagessen aufisst. Meine Teller esse ich immer leer. Der Empfehlung der Ärzte, ein wenig abzunehmen, werde ich hier vermutlich (noch) nicht nachkommen können.

KrankenhauseisHat drei Stunden nach der Operation schon wieder geschmeckt: Ein Eis.

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Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Rucola.

Ich vermute mal, dass die meisten meiner Leser einem gut angemachten Rucolasalat nicht abgeneigt sind. Ich jedenfalls, obwohl ich als Fleisch fressende Pflanze verschrieen bin und immer dann, wenn man mir Salat vorsetzt, frage, ob ich vielleicht eine Kuh bin oder wie eine aussehe, esse Rucola ausgesprochen gern. Insofern ist es wohl auch verständlich, dass ich mich immer wieder über die gesalzenen Preise für das Kreuzblütengewächs schwarz ärgere. So finden sich bei einer einfachen und kurzen Internet-Recherche für eine 125-Gramm-Schale im Supermarkt Preise zwischen 0,59 und 1,99 Euro. Vielleicht geht es noch ein wenig billiger, aber ganz sicher auch noch viel teurer. Bei einem Italiener in Braunschweig habe ich einen Insalata di Rucola (mit Tomaten, gehobeltem Parmesan und Pinienkernen) für sage und schreibe 9,50 Euro gefunden. Was soll ich sagen? Ein Frechheit ist das, wenn man bedenkt, dass das Grünfutter fast bei jedem direkt vor der Haustüre wächst. Der Extrem-Botaniker Jürgen Feder bezeichnete Köln in der Sendung “Kölner Treff” von Bettina Böttinger als Rucola-Hauptstadt Deutschlands, weil dort so viel wilder Rucola an den Straßen der Stadt zu finden sei. Ich vermute mal, der gute Mann war noch nicht in Berlin. Dort sprießt der Rucola nämlich in einer Intensität an jeder Ecke, dass man sich um die Salatbranche der Stadt schon fast Sorgen machen muss. Alleine mit dem Natur-Angebot vor unserem Haus könnten wir gut und gerne unseren gesamten Bedarf decken.

IMG_3493                Das reichliche Rucola-Angebot direkt vor unserer Haustür unter der Laterne.

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Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Essens- und Ernährungstrends 2014.

Das Jahr 2014 ist zwar nicht mehr ganz jung. Aber es ist auch noch nicht zu spät, sich mit den Essens- und Ernährungstrends 2014 zu beschäftigen. Dabei steht an erster Stelle völlig unangefochten die Gesundheit. So scheint die Zitrone in diesem Jahr der Vitaminlieferant Nummer 1 zu werden. Es gibt kaum etwas, das nicht mit Zitronensaft oder -schale verfeinert werden könnte, wobei alternativ natürlich auch Limetten verwendet werden können, die allerdings weniger Vitamin C haben. Daneben stehen frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte weiterhin hoch im Kurs und werden nach Aussage von Fachleuten in diesem Jahr wohl ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen. Gleichermaßen schwimmt der Tee weiterhin auf einer Erfolgswoge, wobei neben der guten Tasse Tee Tee-Cocktails im Kommen sind, und das in allen Variationen. Vermutlich ein Ausläufer der asiatischen Küche des Jahres 2013, die in diesem Jahr von der orientalischen abgelöst werden soll, ist die Verwendung von Algen, die neben Jod und Zink auch viel Eiweiß enthalten. Was nun die orientalische Küche betrifft, gibt es da viel Lamm mit Bohnen, Linsen oder Kichererbsen sowie Couscous oder Bulgur, wobei viel Kreuzkümmel, Sternanis, Chili oder Kardamom zum Einsatz kommen. Wem es zu würzig wird, kann sich am Joghurt schadlos halten. Und auch die Nachtische dieses Jahres passen dazu: Süß, süß, süß. Kekse und sonstiges Gebäck lassen die Hüften schon mal grüßen.

PS: Was die orientalische Küche und die Nachtische angeht, kann ich jetzt schon ein paar ausgesprochen leckere Rezepte versprechen – demnächst auf Opas Kochbuch.

IMG_3483Ganz schön scharfe Sachen.

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Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Erdbeeren.

Die Zeit der Erdbeeren hat noch gar nicht richtig angefangen, da sind die Verkaufsstände an den Berliner Straßen und die Lebensmittelgeschäfte schon voll von ihnen. Während sie dieser Tage allerdings eher noch aus südlicheren Gefilden Europas kommen dürften, beginnt die heimische Ernte dann Ende Mai Anfang Juni. Bis dahin kann man sich ja schon mal Gedanken machen, nach welchem Rezept man die Erdbeeren auf den Tisch bringen will. Es muss ja nicht immer mit Eis und Sahne sein. Lecker ist auch mit Balsamico-Essig, Basilikum und schwarzem Pfeffer. Als Klassiker gilt ja schon die Zubereitung mit grünem Pfeffer. Leider wird das alles bei uns nicht auf den Tisch kommen, denn Oma hat ein Nuss-Allergie. „Was?“, werden Sie jetzt denken. Aber Sie haben richtig gelesen: Die Erdbeere ist nämlich keine Beere, sondern eine Nuss. Was soll ich sagen? Es ist nicht immer drin, was draufsteht. Auch bei der Hagebutte nicht, die viele kleine Nüsse enthält.

ErdbeereErdbeeren – nicht aus Omas Garten, sondern aus Omas Feder bzw. Pinsel …

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Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Essblumen bzw. -blüten.

Plötzlich wollen alle mit Essblumen bzw. -blüten einen neuen Trend beim Kochen ausgemacht haben. Dabei gibt es das schon länger. Selbst Opa hat schon vor Jahren Essblumen verwendet. Auch kann ich mich noch gut daran erinnern, wie ich in ganz jungen Jahren im Frühjahr auf Terrassen Stiefmütterchen verputzt habe, als sei das das Normalste von der Welt, natürlich zur Verblüffung der anderen Gäste. Das Problematischste bei Essblumen ist, dass man auch die richtigen erwischt. Denn nicht alles, was gut aussieht, kann auch bedenkenlos verzehrt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft einfach Essblumenmischungen im Geschäft oder Internet. Da kann nicht viel schiefgehen. Ansonsten sollte man schon genau hinschauen. Genießbar sind in jedem Fall Stiefmütterchen (schön bunt), Gänseblümchen (nussige Geschmacksnote), Rosen (besonders lecker als Marmelade oder Sirup), Ringelblumen (Safran der armen Leute), Platterbse (geschmacklich wie Erbsenschoten), Kapuzinerkresse (für herzhafte Speisen) und Veilchen (kandiert für Süßspeisen). Was soll ich sagen? Am besten nur die Blüten verwenden und auf die Stengel verzichten. Also los: Sie liebt mich, sie liebt mich nicht, sie liebt mich …

IMG_1254   IMG_1263Stiefmütterchen (links) und Gänseblümchen (rechts) eignen sich grundsätzlich zum Verzehr. Allerdings sollte man bei diesem Stiefmütterchen angesichts der Fundstelle an einer Straßenecke eher vorsichtig sein, während die Gänseblümchen auf der freien Wiese nicht so belastet sein dürften. Wie gesagt: Sie liebt mich, sie liebt mich nicht …