Es geht auch ohne Spielzeug

Wenn Eltern und Großeltern klagen, die lieben Kleinen seien viel zu verwöhnt und würden mit Spielzeug nur so überhäuft, sollten sie sich mal an die eigene Nase fassen und fragen, inwieweit sie, wenn es denn tatsächlich so ist, selbst daran schuld sind. Dass es auch anders geht, erlebt vor allem Oma derzeit mit unserem jüngsten Enkel. Seit Wochen, wenn nicht gar Monaten hat der kleine Mann kein einziges Spielzeug mehr auch nur angeschaut. Vielmehr bastelt er, was das Zeug hält, und hat bei jedem Besuch neue Ideen. Mittlerweile ist für das kleine Bärli eine ausgewachsene Villa entstanden, in der es an nichts fehlt. Selbst für den Herd (Bild oben links in der rechten unteren Ecke) gibt es eine Pfanne (Bild unten links), die einen Durchmesser von anderthalb (!) Zentimeter hat. Die Fassadenansicht (Bild oben rechts) ist ebenso eindrucksvoll wie der Garten (Bild unten rechts unten rechts), der sogar mit einem Whirlpool aufwarten kann. Was soll ich sagen? Wenn das keine fantasievolle Planung ist … Allerdings hat Oma alle Hände voll zu tun, um die Logistik für die Kartons sicherzustellen.

      Ganz schön ausgeklügelt: Seinem Berufswunsch macht unser jüngster Enkel alle Ehre.

Ist die Frau der bessere Mann?

Der Internationale Frauentag hat viele Namen. Laut Wikipedia wird er auch Weltfrauentag, Frauenkampftag, Internationaler Frauenkampftag oder Frauentag genannt, der am heutigen 8. März weltweit begangen wird. Gewiss ist noch nicht alles Gold, was in Sachen Gleichstellung glänzt. Aber, so schreibt es Birgitt Kelle auf welt.de, „im Vergleich zu vielen anderen Regionen der Erde leben wir in Europa im feministischen Auenland. Wir haben Gender-Beauftragte, ein Gleichstellungsgesetz, Nein heißt bei uns Nein, wir können unsere Männer verlassen, ohne dafür von unseren Brüdern umgebracht zu werden. Und wenn einer „süße Maus“ zu uns sagt, können wir ihn wegen böswilligem Sexismus öffentlich anprangern. Es ist ein Jammern auf hohem Niveau.“ Derweil, so bemerkt sie weiter, ist die moderne weibliche Welt „immer nur dann in Ordnung, solange Frau an ihrer Optimierung zum besseren Mann arbeitet.“ Oma, so habe ich den Eindruck, hat diesen Anspruch, wenn sie ihn denn überhaupt hatte, längst aufgegeben. Bei uns im Haushalt liegen ihr die Männer – angefangen bei Opa bis hin zu den Enkeln – ohnehin zu Füßen und lesen ihr jeden Wunsch von den Augen ab, zumindest fast jeden. Was soll ich sagen? Obwohl ich ohne Wenn und Aber für die Gleichstellung von Frau und Mann bin, finde ich es doch schade, dass einige Hardcore-Feministinnen daran arbeiten, dass sich die Frauen abschaffen. Oma findet das übrigens auch.

Symbol der Weiblichkeit: High Heels, die es in Großbritannien sogar bis ins Parlament, in dem vehement über einen Dresscode für Frauen diskutiert wird, geschafft haben.

Was Hänschen nicht lernt …

Heute war also Tag der gesunden Ernährung. In diesem Jahr lautete das Thema: „Ernährung im Alter: gesund alt werden – gesund bleiben!“ Völlig richtig, auch die Alten sollten auf ihre Gesundheit achten. Noch wichtiger aber ist, und das kann man nicht oft genug wiederholen, dass schon die Kinder ein Bewusstsein für gesunde Ernährung entwickeln. Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Insofern ist KINDER | KOCHEN die passende Antwort darauf, dass für viele Kinder regelmäßige und frisch zubereitete Mahlzeiten nicht die Regel sind und ihnen nicht zuletzt deshalb jegliches Verständnis für den Umgang mit Lebensmitteln fehlt. Was soll ich sagen? Da passt es ja, dass KINDER | KOCHEN gerade heute einen Flyer ins Netz gestellt hat, mit dem es für die Kochkurse an Schulen wirbt. Und für die ist das alles kostenlos, da die Kochpaten und der Verein ehrenamtlich arbeiten. Wer sich da nicht bewirbt, ist selber schuld.

Der neue Flyer von KINDER | KOCHEN, mit dem Verein für die Kochkurse an Schulen wirbt.

Die Europa-Bewegung wächst

Es ist traurig, aber wahr. Da verdoppelt sich bei den allsonntäglichen Zusammenkünften der Initiative Pulse of Europe jedes Mal die Teilnehmerzahl. In der Berichterstattung indes spielt die Bürgerbewegung, die auf der Straße ein sicht- wie hörbares Zeichen für Europa setzen will, kaum eine Rolle. In Berlin auf dem Gendarmenmarkt waren es am gestrigen Sonntag bei der vierten Veranstaltung dieser Art immerhin über 3.000 Berlinerinnen und Berliner, die sich dort versammelt haben. Und es gab sogar eine ganz entscheidende Neuerung. Die Bühne, von der aus für Europa geworben wird, ist von der Seite ins Zentrum auf die Stufen des Konzerthauses gerückt, Intendant Sebastian Normann sei Dank. Aber nicht nur in der deutschen Hauptstadt gehen die Menschen für Europa auf die Straße. In ganz Deutschland wächst die Zahl der Städte, in denen sich die Europabefürworter zu Wort melden, mehr noch: In ganz Europa. Was soll ich sagen? Wem die Zukunft unseres Landes und unseres Kontinents am Herzen liegt, sollte sich der Bewegung anschließen. Nicht dass wir irgendwann einmal von unseren Kindern oder Enkeln gefragt werden: Warum habt ihr nichts getan?

Der Pulse of Europe schlägt seit vier Wochen auch auf dem Gendarmenmarkt in Berlin.

So Ehre denn, wem Ehre gebührt

Das schafft nicht jeder. Seit kurzem ist Berlins Zwei-Sterne-Koch Tim Raue auch auf Netflix zu sehen. Der amerikanische Streamingdienst widmet dem 42-Jährigen eine eigene Folge in der Serie “Chef’s Table”. Diese Ehre ist bislang noch keinem Koch aus Deutschland zuteil geworden. Um die Folge zu sehen, muss man allerdings Netflix abonniert haben. Wer das nicht hat und den Schirmherrn von KINDER | KOCHEN trotzdem kennenlernen will, kann dies auf der Seite von Berlin vis-à-vis tun. Dort habe ich Tim Raue in meiner Kolumne Berlin-Macher porträtiert. Was soll ich sagen? Halten wir’s mit Johann Wolfgang von Goethe: So Ehre denn, wem Ehre gebührt!

 Aktion: Berlins Sterne-Koch Tim Raue.

Es soll ganz viele geben

Opa ist, zumindest soviel ich weiß, bislang der einzige Blogger in Deutschland, der als bloggender Großv@ter seine Gedanken zum Besten gibt. Das könnte sich jetzt bald ändern. Ich will nicht zu viel verraten, weil man ja nie weiß. Aber es gibt da einen anderen Großvater, der angespornt durch diesen Blog, wild entschlossen ist, entsprechend aktiv zu werden. Demnächst reist er sogar zu einem Blogger-Workshop. Insofern darf man gespannt sein, was dabei herauskommt. Auf meine Unterstützung, das verspreche ich hiermit, kann er jedenfalls zählen. Wenn es soweit ist, lasse ich es wissen. Was soll ich sagen? Es kann nur einen geben, hieß es beim Highlander. Bei uns Opas ist das anders. Da kann es nur heißen: Es soll ganz viele geben.

Für Europa auf die Straße

Oma und Opa haben jetzt sonntags immer einen festen Termin – zumindest vorerst bis zum 12. März 2017: Um 14.00 Uhr treffen wir uns mit vielen anderen Europäern auf dem Gendarmenmarkt in Berlin und setzen ein Zeichen für die Zukunft Europas. Initiator des Ganzen ist Pulse of Europe, eine zivilgesellschaftliche Initiative zum Erhalt der Europäischen Union – überparteilich, überkonfessionell und international. Und nicht nur in Berlin gehen die Menschen für Europa auf die Straße. Auch in Amsterdam und Paris sowie in Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau, Karlsruhe, Köln, Celle, Hamburg, Heidelberg, Kassel, München, Essen, Wiesbaden, Passau, Halle a.d. Saale, Hannover, Hameln, Stuttgart, Bremen und Potsdam versammeln sich europageneigte Bürger um 14.00 Uhr und lassen den europäischen Pulsschlag hören. Was soll ich sagen? Endlich gibt es mal eine Bewegung, die für etwas ist. Gegen alles sind ja auch schon genug. Und wenn es für Europa ist, dann ist es auch für die Zukunft unserer Enkel. Denn nur dieses Europa ist der Garant dafür, dass wir weiter in Frieden und Freiheit leben können. Viele haben gedacht, dass das eigentlich selbstverständlich ist. So kann man sich täuschen. Einen schönen Sonntag noch und bleiben Sie gesund …

Für Europa auf die Straße – Oma und Opa sind mit dabei.

Kochen als Willkommensgruß

Oma und Opa haben heute wieder im Rahmen von KINDER | KOCHEN einen Kochkurs an der Humboldthain-Grundschule in Berlin gegeben, dieses Mal für zwei Willkommens-klassen. Das war wirklich ein Erlebnis der besonderen Art. Denn alle Kinder hatten eine Geschichte, die vermutlich die wenigsten – auch hier auf dem Blog – hören wollen. Man könnte es auch anders, um nicht zu sagen etwas vornehmer ausdrücken: Diese Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren haben in ihrem kurzen Leben bereits mehr erfahren als die meisten Menschen in unseren Breitengraden. Was soll ich sagen? Die Erde ist manchmal wirklich kein guter Ort. Aber Oma und Opa sind – zumindest heute – zufrieden, wieder etwas getan zu haben, was die Welt vielleicht ein kleines bisschen besser macht.

KINDER | KOCHEN: Was ist schöner als zufriedene und glückliche Kinder?

Nachtisch mit Lenchen

Oma und Opa sind doch noch ziemlich stressresistent. Denn immerhin, der Enkeltag in dieser Woche war gleich dreifach belegt: Mal wieder beide Enkel, abends Gäste und dann noch Lenchen! Wie gut, dass sich so ein altes, schlachterprobtes Paar nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Während Oma versuchte, die beiden Rabauken in Schach zu halten, habe ich schon mal die Grundlage für den Nachtisch mit Lenchen geschaffen: Eine Crème brûlée. Die konnte dann in Ruhe abkühlen und die Küche war wieder frei. Die wurde dann von Oma und den Enkeln belegt, die den “Kaviar” für den Nachtisch erstellten. Das finden die Jungs immer wieder spannend, wie aus ganz ordinärem Saft die kleinen, kaviarähnlichen Kügelchen werden. Als die beiden Kurzen dann abgeholt worden waren, war Opa wieder in der Küche an der Reihe und bereitete die Kardamom-Bratwürste vor, während Oma den Tisch deckte. Dann dauerte es auch nicht mehr lange, bis die Gäste kamen. Und dann kam auch schon alsbald die große Stunde von Lenchen, die in die Crème brûlée integriert wurde. Was soll ich sagen? Ach, das ich zwischendurch noch im Büro war, hab’ ich ganz vergessen. Da sage nochmal einer, Oma und Opa seien nicht mehr multitaskingfähig.

    Kardamom-Bratwürste und Crème brûlée – lecker, lecker, lecker.