Lehrreicher Nachmittag

Es wurde jetzt auch langsam Zeit, immerhin ist der Monat schon bald wieder vorbei. Denn im Februar sollten Chili, Peperoni oder Cayenne so langsam ausgesät werden. Und da unsere beiden Enkel gerade einmal wieder gleichzeitig bei uns waren, kam Oma auf die glorreiche Idee, mit den zwei Buben die Aussaat gemeinsam vorzunehmen. Gesagt, getan. Die Kleinen waren begeistert und gingen munter ans Werk. Jeder bekam Kokos-Quelltabletten, in denen die Saat platziert wurde und nun aufgehen soll. Das wird schon klappen. Immerhin stammen die Samen ja von unseren Hauptstadt-Peperoni, die hier auf dem Blog schon mehrfach zur Sprache gekommen sind. Für die zwei Jungs war das auf jeden Fall ein lehrreicher Nachmittag, der künftig noch dadurch ergänzt wird, dass sie auch noch verfolgen können, wie die Peperoni heranwachsen. Und für den Kleinen gab’s noch was oben drauf. Nach dem Aussäen nahm er einen seiner Finger in den Mund und stellte ganz erstaunt fest: “Das ist ja scharf.” Was soll ich sagen? Das sollte auch so sein …

IMG_3276  IMG_3278  IMG_3270           Jetzt heißt es warten, bis die Hauptstadt-Peperoni reif sind.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Bratkartoffelverhältnis.

Ein Bratkartoffelverhältnis ist laut Duden ein „von einem Mann bestimmter äußerer Annehmlichkeiten wegen unterhaltenes Verhältnis, bei dem von seiner Seite keine wirkliche Bindung besteht“. Wikipedia schreibt, dass die Bezeichnung besonders zum Ende der 1940er Jahre verbreitet worden sei. Der Begriff habe nach dem Zweiten Weltkrieg Beziehungen zwischen heimkehrenden Soldaten und Witwen bezeichnet, die in wilder Ehe lebten, um den Verlust der Witwenrente zu vermeiden. Auch später noch war der Begriff geläufig und wurde benutzt, wenn gar keine sexuelle Beziehung bestand, sondern das Thema Versorgung bzw. Essen den Kern der Beziehung ausmachte. Es gibt sogar Bratkartoffelverhältnisse, die zu langen und glücklichen Ehe geführt haben, wie die Berichterstattung einer Regionalzeitung belegt. Was soll ich sagen? Sie werden jetzt sicher fragen, warum ich ausgerechnet auf den Begriff Bratkartoffelverhältnis just zu dem Zeitpunkt komme, an dem Oma bei ihrer Mutter weilt. Man wird doch wohl mal übers Essen nachdenken dürfen.

PS: Ein Rezept für Bratkartoffeln gibt’s natürlich in Opas Kochbuch.

IMG_3486So sollten Bratkartoffel aussehen: Einfach lecker.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Flexitarier.

Haben Sie schon einmal den Begriff Flexitarier gehört? Machen Sie sich nichts draus: Opa auch nicht. Dabei sollen nach einer Studie der Universitäten Göttingen und Hohenheim immerhin zwölf Prozent der Deutschen dazu zählen. Flexitarier – der Begriff bezeichnet „fleischessende Vegetarier“ – maßvolle, auf Tierschutz bedachte und sehr qualitätsbewusste Fleischesser. Und die Flexitarier sollen nach Ansicht der Fachleute in Zukunft immer mehr werden. 60 Prozent der Deutschen wären demnach generell bereit, weniger Fleisch zu essen. Sie reihten sich ein in das Streben um eine entspanntere Form der Ernährung. Es gehe um das Finden einer neuen Balance, die das Essen wieder zu etwas Natürlichem mache. Das bedeutet: Nicht täglich Fleisch, dafür aber besser. Agrarökonomen wie Achim Spiller von der Universität Göttingen meinen, die deutsche Fleischwirtschaft müsse sich Gedanken machen, wie sie höherwertiges Fleisch herstellen könne getreu dem Motto: „Less but better.“ Was soll ich sagen? Das Motto sollte in der Küche eigentlich immer gelten.

CIMG3065Nichts für jeden Tag: Kalbskotelett im Ofen.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Kochmesser.

Küchenmesser sind eine Wissenschaft für sich. Allein bei Wikipedia werden an die 100 verschiedenen Messerarten aufgezählt. Und jede für sich hat eine eigene Geschichte. Darum will ich mich heute auf das Kochmesser beschränken. Dabei handelt es sich um ein Allzweck-Küchenmesser mit einer in der Regel längeren Klinge von 16 bis 25 Zentimetern. Die Form hängt zumeist mit der jeweiligen Kochkultur des Landes oder der Region zusammen, aus der das Messer stammt. Insofern gibt es auch hier eine so große Vielfalt, die an dieser Stelle ebenfalls den Rahmen sprengen würde. Für welches Messer man sich entscheidet, hängt letzten Endes von persönlichen Vorlieben und individuellen Präferenzen ab. Opas Lieblinge sind dabei ein ganz normales Kochmesser eines bekannten deutschen Herstellers mit einer 20-Zentimeter-Klinge und ein japanisches Messer mit einer 17-Zentimeter-Klinge, wobei letzteres Messer vor allem dann zum Einsatz kommt, wenn es gilt, selbst gebeizten Lachs hauchdünn aufzuschneiden. Das andere Messer ist dagegen ständig im Einsatz und wird im Grunde immer und für alles verwendet. Nur zum Schälen von Kartoffeln greift Opa zu einem speziellen Kartoffelschäler. Was soll ich sagen? Aller guten Dinge sind eben drei.

IMG_0994Opas Liebelingsmesser.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Garum und anderen Würzmitteln.

Die Menschen haben, seit sie kochen, gewürzt. Von den Römern weiß man, dass sie Garum verwendeten, das, wie der Tagesspiegel jüngst schrieb, „allgegenwärtige Ketchup von damals, hergestellt aus den Innereien von Fischen, die man unter Salz und Sonne reifen ließ und die schon dem großen Naturforscher Plinius zufolge ,nach nichts anderem schmeckte als nach Verwesung’.“ Eine traditionell weitergeführte und verfeinerte Variante des Garum wird an der Amalfiküste zwischen Neapel und Salerno hergestellt und ist in Süditalien als Colatura (di alici) erhältlich. Was der italienischen Küche ihr Garum ist, ist der asiatischen ihre Fischsoße, die sich mittlerweile auch hierzulande großer Beliebtheit erfreut und in jedem Asiamarkt erhältlich ist. Eine dem Garum ähnliche Soße ist die Basis der englischen Worcestershiresauce, die Opa vor allem mit „gefüllten Pastetchen“ seiner Mutter in Verbindung bringt. Normalerweise aber benutze sie, wie sollte es anders sein, die in deutschen Küchen vermutlich unvermeidbare Maggi-Würze, die in Aussehen und Geschmack an Sojasauce erinnert und seit 1887 auf dem Markt ist. Was soll ich sagen? Am besten schmeckt es doch, wenn man auf derartige Hilfsmittel verzichtet, zumindest aber sehr zurückhaltend damit umgeht und vor allem frische Kräuter sowie Salz und Pfeffer, vielleicht noch etwas Chili, verwendet. Dann kommen die einzelnen Zutaten wenigsten richtig zur Geltung.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Kurkuma.

Wer die asiatische Küche mag, kennt ganz sicher die Kurkuma oder Kurkume, auch Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el) oder Gilbwurz(el) genannt. Abgesehen von dem exotischen Geschmack gibt das Pulver des Ingwergewächses auch eine schöne gelbe Farbe. Doch heute soll es weniger um Kurkuma als Gewürz gehen, sondern vielmehr um ihre heilende Wirkung. In der indischen Medizin wird Kurkuma schon seit Tausenden von Jahren verwendet und wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung bei der Behandlung von Wunden und Ausschlägen eingesetzt. Und das ist noch nicht alles. So weiß man mittlerweile auch, dass das Gewürzpulver das Wachstum von Krebszellen hemmen kann. An der Universität von Guangdong in China wiesen Forscher dies in Zellversuchen bei Tumorzellen aus der Prostata, dem Darm, der Bauspeicheldrüse und der Lunge nach. Was soll ich sagen? Besser geht’s doch nicht: Lecker essen und dabei noch etwas für die Gesundheit tun.

KurkumaKurkuma – nicht nur lecker, sondern auch gesund.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Grünkohl.

Im November war – jahreszeitlich bedingt – der Grünkohl schon einmal dran. Aber mehr allgemein, so als Kohl eben. Heute soll es jedoch ganz speziell um den Grünkohl gehen, der hierzulande zwar nicht gerade als das eleganteste Gemüse gilt. Wer an ihn denkt, denkt vermutlich eher an Kohl- und Pinkelfahrten mit viel Fett und Alkohol als an gesunde Ernährung. Ganz anders verhält sich das aber in den USA, in denen der Grünkohl gerade total in ist und als das Gemüse schlechthin gilt. „Dort isst man ihn roh, gedämpft, blanchiert, frittiert, im Salat oder als Chips mit Parmesan überbacken“, weiß die Zeitung Die Welt und berichtet weiter: „Und so sah man während der letzten ‚New York Fashion Week‘ Modemenschen mal nicht glasweise Champagner inhalieren. Stattdessen saugten alle eine grüne Flüssigkeit durch dicke Strohhalme: Kale Kolada.“ Was soll ich sagen? Das hat sich offenbar noch nicht bis zur „Fashion Week“ in Berlin herumgesprochen. Die wollen nächste Woche doch tatsächlich noch an ihrer Vita Coco herumnuckeln. Ganz schön old fashioned.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Gourmetten.

Die wenigsten Leser hierzulande werden den Begriff kennen. In Omas Heimat dagegen gibt es dazu sogar eine Wikipedia-Seite und eine eigene Website: Gourmetten.net. Diese Art des Essens kommt vermutlich aus Asien und hat gewisse Ähnlichkeiten mit Raclette, so wie es teilweise in Deutschland gegessen wird. Grundsätzlich geht es darum, sich in einem kleinen Pfännchen aus den verschiedenen Zutaten, die auf dem Tisch stehen, selbst ein Gericht zu kochen. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt: Fisch, Fleisch, Geflügel, alle Arten von Gemüse und Gewürzen – alles, was als Pfannengericht zubereitet werden kann, eignet sich, und das auch noch in jeder Kombination. Was soll ich sagen? Silvester wurde bei Oma und Opa „gourmettet“. Es hat allen vorzüglich geschmeckt – müssen wohl alles gute Köche gewesen sein.

IMG_3180Gourmetten bei Oma und Opa, und als Vorspeise gab’s ein asiatisches Katoffelsüppchen.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Silvesteressen.

Für den Ablauf von Silvester ist, auch wenn wir das vielleicht nicht wahrhaben wollen, zu einem Großteil der Aberglaube verantwortlich. Dabei gilt das nicht nur für das Feuerwerk, mit dem schon die alten Germanen die bösen Geister verjagen wollten. Auch unser Jahresend-Speiseplan ist geprägt durch Überlieferungen, die einer wissenschaftlichen Prüfung keinesfalls standhalten. So steht beispielsweise Schweinefleisch ganz oben auf der Wunschliste, weil diese Borstentiere als Glücksbringer angesehen werden. Das Gegenteil gilt dagegen für alles Geflügel, das, wenn man es verzehrt, nur bewirkt, dass das Glück wegfliegt. Beliebter ist da schon wieder Linsensuppe, die, ist man den Teller leer, ausreichend Kleingeld im neuen Jahr garantieren soll. Gleiches gilt übrigens auch für die Schuppen eines Karpfens, vorausgesetzt, man bewahrt sie das ganze Jahr über in seiner Geldbörse auf. Insofern will ich noch ein wenig auf den Karpfen eingehen, für den es eine wahre Flut an Rezepten gibt. Gedämpft, geschmort, gebacken, gebraten, polnisch, rheinisch, auf Kräutern, mit Sardellen oder einfach nur “blau”. Was soll ich sagen? Da sollte doch für jeden etwas dabei sein. Hauptsache, das Glück bleibt allen meinen Lesern hold.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Weihnachtsessen – Teil 2 (Weihnachtsfeiertage).

Den kulinarischen Rahmen für Heiligabend habe ich ja bereits letzten Samstag abgesteckt. Fehlen jetzt noch erster und zweiter Weihnachtsfeiertag. Das Menü am 25. Dezember wird eindeutig von Geflügel dominiert. Jedenfalls ergab eine Umfrage für dieses Jahr, dass in etwa jeder vierte Deutsche (23 Prozent) Ente vor sich auf dem Teller liegen hat, gefolgt von Gans (22 Prozent) und anderem Geflügel wie Huhn und Pute (18 Prozent). Während Männer es mit Schweinebraten und Wild (je 17 Prozent) am ersten Feiertag auch schon mal ein wenig deftig mögen, präferiert fast jede zehnte Frau (8 Prozent) ein vegetarisches Gericht. Für den zweiten Weihnachtsfeiertag liegt zwar keine Umfrage vor. Aus Erfahrung vermute ich aber, dass die meisten Speisepläne zwischen Resteverwertung und Fasten angesiedelt sind. Oder auch nicht. Bei Oma und Opa gibt es am ersten Feiertag jedenfalls selbst gebeizten Lachs, ein Rote-Linsen-Süppchen mit Limetten-Sahne, als Braten Entrecôte am Stück mit Spinat Prinzessinnen-Bohnen und Rosmarienkartoffeln sowie Panna Cotta mit Mango-Jus. Was soll ich sagen? Egal was auf den Tisch kommt: Für alle Tage einen guten Appetit.