Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um die Küchengerüchte zum Thema Silvesteressen.

Für den Ablauf von Silvester ist, auch wenn wir das vielleicht nicht wahrhaben wollen, zu einem Großteil der Aberglaube verantwortlich. Dabei gilt das nicht nur für das Feuerwerk, mit dem schon die alten Germanen die bösen Geister verjagen wollten. Auch unser Jahresend-Speiseplan ist geprägt durch Überlieferungen, die einer wissenschaftlichen Prüfung keinesfalls standhalten. So steht beispielsweise Schweinefleisch ganz oben auf der Wunschliste, weil diese Borstentiere als Glücksbringer angesehen werden. Das Gegenteil gilt dagegen für alles Geflügel, das, wenn man es verzehrt, nur bewirkt, dass das Glück wegfliegt. Beliebter ist da schon wieder Linsensuppe, die, ist man den Teller leer, ausreichend Kleingeld im neuen Jahr garantieren soll. Gleiches gilt übrigens auch für die Schuppen eines Karpfens, vorausgesetzt, man bewahrt sie das ganze Jahr über in seiner Geldbörse auf. Insofern will ich noch ein wenig auf den Karpfen eingehen, für den es eine wahre Flut an Rezepten gibt. Gedämpft, geschmort, gebacken, gebraten, polnisch, rheinisch, auf Kräutern, mit Sardellen oder einfach nur “blau”. Was soll ich sagen? Da sollte doch für jeden etwas dabei sein. Hauptsache, das Glück bleibt allen meinen Lesern hold.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kochen von Opa. Setze ein Lesezeichen zum Permalink.

2 Gedanken zu „Gerüchteküche-Küchengerüchte

  1. Wenn man eine Schuppe eines Karpfens oder eine Linse in der Geldbörse aufbewahrt, heißt das, daß die Börse nie leer wird, nicht aber, daß sich auch Geld drin befindet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.