7:1!?!

Deutschland gegen Brasilien 7:1!?! Was soll ich sagen? Brasilien kann einem fast schon leidtun. Aber so ist Fußball. Das nächste Spiel läuft sicherlich anders. Was aber toll ist: Ein deutsch-niederländisches Endspiel bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft ist nach wie vor möglich. Jetzt heißt es, den Niederländern gegen Argentinien die Daumen zu drücken!

“Windelbonus” ging in die Hose

Die Stadt Burgau in Bayern hat sich jetzt mit einem krachenden Schützenfest in die Schlagzeilen katapultiert. Allerdings war es nicht etwa das Burgauer Schießen, mit dem die Stadt auf sich aufmerksam machte, sondern eher das Hornberger. Jedenfalls gab’s viel Tamtam um nichts. Begonnen hatte das ganze Spektakel mit der Überlegung, Familien mit Kleinkindern über einen „Windelbonus“ finanziell zu entlasten. Obwohl der Hauptausschuss das Thema bereits mit einer 9:0-Abstimmung ziemlich eindeutig vom (Wickel-)Tisch gewischt hatte, meinte der Stadtrat, diese Art der Familienförderung doch noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen. Jetzt allerdings schieden sich die Geister an den Details. Zur Diskussion standen 50 Euro in Form von Bargeld, Gutscheinen oder Müllsäcken. Als dann die SPD den potentiellen Empfängerkreis auch noch auf inkontinente Ältere ausweiten wollte, ging gar nichts mehr. Und als schließlich noch jemand auf die Idee kam, das Ganze auf die Landkreisebene zu heben, war definitiv Schluss mit lustig. Die vom Bürgermeister angeregte Grundsatzabstimmung jedenfalls ging zwar knapp, aber immerhin mit 9:7 in die Hose. Was soll ich sagen? Also, „von Babys inspiriert“, wie ein bekannter Windelhersteller suggeriert, war das sicher nicht.

Kosenamen ohne Ende

Als uns dieser Tage Freunde besucht haben, konnte ich es kaum fassen: Er nannte seine Frau Mausepause. Ich traute meinen Ohren nicht. Aber es bzw. er blieb dabei: Mausepause. Also, ich käme ja bei Oma auf eine ganze Reihe von Kosenamen. Aber Mausepause – ich weiß ja nicht. Als ich mich dann aber mal hingesetzt und recherchiert habe, was es so alles für Kosenamen gibt, bin ich schier vom Glauben abgefallen und habe unserem Freund nachträglich Abbitte geleistet. Es gibt da nichts, was es nicht gibt. Hier eine kleine Auswahl, streng alphabetisch: Amazönchen, Bumsebärchen, Chaosengel, Dropsi, Erdnuckelchen, Feelein, Gummihäschen, Honigschnecke, Irmelchen, Juwelchen, Knuddelpups, Löckchen, Muggelchen, Nussikussi, Öhrchen, Püpschen, Quarktörtchen, Rosinchen, Sahneschnitte, Täubchen, Utzibutzi, Veilchen, Würmchen, Xanti, Yo-Yo, Zuckerschnäutzchen. Was soll ich sagen? Ach, ich bleib einfach dabei: „Unser“ Oma!

4:3!

Niederlande gegen Costa Rica 4:3 im Elfmeterschießen! Was soll ich sagen? Oma ist fix und fertig. Ich konnte sie kaum beruhigen. Aber jetzt dürfen wir weiter träumen von einem Endspiel Deutschland gegen Niederlande …

Ura drückt Schland die Daumen

So, heute ist nun wirklich auf’m Platz: Deutschland spielt im Gruppenendspiel gegen die USA. Deren Coach war einmal als Bundestrainer der Chef von Jogi Löw. Jürgen Klinsmann heißt er und will doch tatsächlich gegen sein ehemaliges Team und gegen seinen ehemaligen Taktik-Asstenten gewinnen. Doch das könnte dem mittlerweile ziemlich amerikanisch wirkenden Sonnyboy so passen. Deutschlands erklärtes Ziel ist es schließlich, Weltmeister zu werden. Und der muss eben alle schlagen. Bei diesem Spiel bekommt Schland sogar eine ganz außergewöhnliche Unterstützung. Ura, also die Mutter von Oma und die Urgroßmutter unserer Enkel, hält Deutschland die Daumen. Dabei hat sie als Holländerin derzeit schon alle Hände voll zu tun, nachdem die Elftal aus unserem Nachbarland auch noch gut im Rennen ist. Vereinzelte Kritik aus den eigenen Reihen begegnet sie ganz selbstbewusst mit der Argumentation: “Wenn ihr eine Tochter in Deutschland hättet, die in ihrem Garten die niederländische Fahne hisst und deren Enkelkinder mit oranje Trikots durch die Gegend laufen, würdet ihr auch für Deutschland sein!” Was soll ich sagen? Hut ab. Und wenn Deutschland und die Niederlande dann im Endspiel dieser Fußball-Weltmeisterschaft stehen, ja … dann ist noch mehr auf’m Platz und jeder darf sein Team anfeuern. Möge der Bessere gewinnen …

5:1!

Holland gegen Spanien 5:1! Was soll ich sagen? Das hätten die Jungs ohne Omas Unterstützung nie geschafft, wie das unten stehende Foto mehr oder weniger beweist.

HollandSiegEs hat geholfen: Hup Holland hup!!!

Teurer Waden-Gigolo

Es gibt ja schon tolle Erfindungen, die einem das Leben wirklich erleichtern können. Vor allem, wenn man ein Gebrechen hat oder altersbedingt nicht mehr so kann, wie man gerne möchte. Dazu zählt sicherlich der Trolley, der nach der Wikipedia-Definition “ein mit Rollen oder Rädern versehenes Transporthilfsmittel” ist, “das heißt ein Rollwagen, Handwagen, Karren oder Transportwagen, der meist manuell hinterhergezogen oder geschoben wird.” So weit, so gut. Was ich ja auch noch ganz lustig finde, ist, dass diese Teile auch schon Spitznamen bekommen haben, über die die Betroffenen zum Teil vielleicht gar nicht so herzhaft lachen können. “Hackenporsche” beispielsweise, oder “Rentnervolvo”, wie die Dinger in Ostdeutschland heißen, sind da ja fast noch harmlos. Aber “Geriatrie-Semsonite” ist für das Gefährt schon etwas heftiger. Da macht sich der “Rolls-Royce”, wie meine Mutter das Ihre immer nannte, wieder relativ versöhnlich aus. Brigitte MOM, die mir ihre aktuelle Zeitschrift jetzt kostenlos zur Verfügung gestellt hat, weil ich bei den Brigitte MOM Blogs mitmache, hat jetzt allerdings eine Vorlage für einen neuen Spitznamen geliefert. Unter der Überschrift “Unser Objekt der Begierde – Ein Hackenporsche, der alles erträgt” steht da: “Im Leben jeder Mutter kommt unweigerlich der Moment des Abschieds: Wenn das Kind groß ist – und beim besten Willen nicht mehr in den Kinderwagen passt. Dann heißt es adieu, Einkaufshelfer! Müssen wir etwa alles selbst tragen, was wir vorher um das Baby herum auf die Karre gehäuft haben? Nein, wir wünschen uns einfach diesen edlen Trolley …”, und dann wird kräftig Werbung für einen, auch von der Herstellerfirma selbst als solchen bezeichneten Hackenflitzer gemacht, der immerhin mit ca. 365 Euro zu Buche schlägt. Was soll ich sagen? Irgendwie drängt sich da als Spitzname “Waden-Gigolo” auf, und ein teurer dazu. Wenn Sie sich die Definition bei Wikipedia durchlesen, wissen Sie, was ich meine. Übrigens: Oma meinte nur lapidar: Tolles Teil. Na, das kann ja noch heiter werden.

TrolleySpricht für sich selber.

Von Frauen und Männern

Männern wird zuweilen vorgeworfen, ziemlich einfach gestrickt zu sein und in Klischees zu denken. Manchmal mag das ja auch zutreffen. Manchmal aber auch nicht. Zudem ist es so, dass man diesen Vorwurf durchaus auch Frauen machen kann. Einige von meinen Lesern, vermutlich die Frauen, werden das jetzt weit von sich weisen. Doch in der Zeitung „Die Welt“ kann man genau das jetzt schwarz auf weiß nachlesen. Ausgangspunkt ist ein Bericht der „Apotheken Umschau“, die unter Berufung auf eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung vermeldet hatte, dass berufstätige Frauen immer noch drei Viertel der Hausarbeit übernähmen. Frauen verbrächten am Tag durchschnittlich 140 Minuten mit spülen, putzen, kochen und aufräumen, Männer nur 48 Minuten. „Überraschend allerdings“, so „Die Welt“ weiter: „Verdient eine Frau mehr als ihr Ehepartner, ist ihr Anteil an der Hausarbeit vergleichsweise größer als in Familien, in denen sie weniger oder gleich viel verdient.“ Falls sich Frauen nun bestätigt sehen, in dem, was sie über Männer denken, sollten sie den Artikel zu Ende lesen. Denn dort ist in Frauen-Gesprächen beschrieben, warum das so ist. Was soll ich sagen? Sie sollten den Artikel wirklich lesen. Als Kostprobe biete ich Ihnen schon mal den Schluss an, der sich wie folgt liest: „(Telefon klingelt) Ja, Schatz? Nein, du musst nicht einkaufen gehen, ich komm eh am Supermarkt vorbei. Mh? Nein!!! Reinigung mach ich auch. Klar. Kein Problem. Ich mach das gern. Bis später. (Legt auf) Volltrottel. Alles muss ich selbst machen.”