Von Frauen und Männern

Männern wird zuweilen vorgeworfen, ziemlich einfach gestrickt zu sein und in Klischees zu denken. Manchmal mag das ja auch zutreffen. Manchmal aber auch nicht. Zudem ist es so, dass man diesen Vorwurf durchaus auch Frauen machen kann. Einige von meinen Lesern, vermutlich die Frauen, werden das jetzt weit von sich weisen. Doch in der Zeitung „Die Welt“ kann man genau das jetzt schwarz auf weiß nachlesen. Ausgangspunkt ist ein Bericht der „Apotheken Umschau“, die unter Berufung auf eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung vermeldet hatte, dass berufstätige Frauen immer noch drei Viertel der Hausarbeit übernähmen. Frauen verbrächten am Tag durchschnittlich 140 Minuten mit spülen, putzen, kochen und aufräumen, Männer nur 48 Minuten. „Überraschend allerdings“, so „Die Welt“ weiter: „Verdient eine Frau mehr als ihr Ehepartner, ist ihr Anteil an der Hausarbeit vergleichsweise größer als in Familien, in denen sie weniger oder gleich viel verdient.“ Falls sich Frauen nun bestätigt sehen, in dem, was sie über Männer denken, sollten sie den Artikel zu Ende lesen. Denn dort ist in Frauen-Gesprächen beschrieben, warum das so ist. Was soll ich sagen? Sie sollten den Artikel wirklich lesen. Als Kostprobe biete ich Ihnen schon mal den Schluss an, der sich wie folgt liest: „(Telefon klingelt) Ja, Schatz? Nein, du musst nicht einkaufen gehen, ich komm eh am Supermarkt vorbei. Mh? Nein!!! Reinigung mach ich auch. Klar. Kein Problem. Ich mach das gern. Bis später. (Legt auf) Volltrottel. Alles muss ich selbst machen.”

5 Gedanken zu „Von Frauen und Männern

  1. Die Studie mag interessant sein – wenn sie denn einen Schritt weiterginge und fragen würde, warum die Frauen sich so verhalten wie sie sich verhalten. Das ist m.E. die entscheidende Frage. Und erst wenn man die Antworten kennt, kann man “den Stab” brechen – über wen auch immer.
    Und die Gespräche? Wie gut, dass sie nicht aus Ihrer Feder stammen, lieber Opa. Es hätte mich zutiefst erschüttert!

  2. Ich habe eine nette Bekannte, die ist Frauenbeauftragte und setzt sich für die Rechte der Frauen ein. Tut in ihrem Beruf die Emanzipierte und daheim bei Mann und zwei Jungs, ist sie die Putzfrau vom Dienst.
    Die Männer rühren keinen Finger im Haushalt, weil sie das auch gar nicht will, aber jammert, dass ihr Beruf und Haushalt zu viel wird.
    Was soll man dazu sagen?
    Ich schüttele da nur noch den Kopf und wundere mich.

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