Rein in die Kartoffeln, raus …

Dass unser jüngster Enkel keine Pommes frites mag, ist ja kaum zu glauben, aber wahr. Umso überraschter war Oma, als ihr unser Kleiner eröffnete: „Ich mag jetzt Pommes frites.“ Doch die Liebe zu den frittierten Erdäpfeln hielt nicht lange. Denn die letzte diesbezügliche Wasserstandsmeldung lautete ganz in dem Sinne von “rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln”: „Ich mag keine Pommes frites mehr!“ Damit aber nicht genug: „Du Oma, es ist ganz komisch. Aber ich mag zur Zeit noch mehr Sachen nicht, die ich vorher gemocht habe“, ging das Bekenntnis weiter. Was soll ich sagen? Bei Opa hieß das früher: „Von das bin ich satt, von das kann ich noch.“

Pommes fritesPommes frites: Mal mag unser jüngster Enkel sie, dann mal wieder nicht …

PS: Da war doch noch was … Ach ja, bei der METRO Kochherausforderung für Opa stimmen!

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Kapuzinerkresse.

Die Kapuzinerkresse ist auf diesem Blog schon einmal vorgekommen, als seinerzeit von Essblumen bzw. -blüten die Rede war. Heute nun soll es um die Kapuzinerkresse als Heilpflanze gehen. Immerhin ist sie 2013 von Wissenschaftlern der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahre gewählt worden. Die Große Kapuzinerkresse, wie die aus dem südamerikanischen Andengebiet Perus und Boliviens stammende Pflanze offiziell heißt, ist nämlich nicht nur in der Küche zu gebrauchen, sondern kann gegebenenfalls genauso wirksam sein wie Antibiotika. Sie enthält viel Vitamin C und vor allem Glucosinolate, die von den Enzymen des Menschen in Senföle umgewandelt werden, die wiederum die Vermehrung verschiedener Erreger hemmen können. Die Wissenschaftler sind der Überzeugung, dass das Kraut der Pflanze zusammen mit Meerrettichwurzel sogar bei Nasennebenhöhlenentzündungen, Bronchitis und Blasenentzündung genauso wirksam wie Antibiotika eingesetzt werden kann. Was soll ich sagen? Da Opa derzeit kein Antibiotika braucht, wird die Kapuzinerkresse vorerst in der Küche eingesetzt und angesichts der Mengen in unserem Kräuterturm zu einem Pesto verarbeitet.

IMG_1381Wächst und gedeiht in großen Mengen: Die Große Kapuzinerkresse in Opas Kräuterturm.

PS: Das Abstimmen für Opas sommerliches Genuss-Konzert bei der METRO Kochherausforderung nicht vergessen! Einfach auf den fünften Stern ganz rechts klicken.

5 Sterne für Opa

Es ist soweit: Seit gestern kann man darüber abstimmen, wer den Leserpreis der METRO Kochherausforderung | – 2015 gewinnen soll. Dabei haben es die Leser genau so schwer wie die Juroren der Genussblog-Redaktion. Denn das, was die Teilnehmer da so alles gezaubert haben, kann sich wahrlich sehen lassen. Gleichwohl würde Opa sich sehr freuen, wenn seine Leser ihm die Stimme geben würden. Immerhin hat er aus dem Warenkorb elf Rezepte erdacht, was selbst die Genussblog-Redaktion beeindruckt hat. Dass Oma und die Kinder für Opa stimmen, ist ja klar. Schön wäre es aber auch, wenn alle anderen Opa-Fans es der Familie nachmachen und auf den fünften Stern ganz rechts drücken würden. Was soll ich sagen? Über das Ergebnis, das nach dem 15. Juli vorliegen soll, werde ich natürlich berichten. Jetzt sage ich schon mal ganz herzlichen Dank für jede einzelne Stimme.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte noch einmal zum Thema Spargel.

Jetzt ist sie also vorbei, die Spargelsaison. In dieser Woche wurde am 24. Juni an Johanni das letzte Mal in diesem Jahr Spargel gestochen. Warum das traditionell an diesem Termin geschieht, hat einen ganz einfachen, sprich natürlichen Grund. Denn die Spargelpflanze, deren Stamm so gerne gegessen wird, muss vor dem ersten Frost noch Kraft sammeln, um im nächsten Jahr wieder kräftig zu treiben. Dafür braucht sie 100 Tage. In dieser Zeit kann sie durchwachsen und einen grünen Busch bilden, der seinerseits durch die Photosynthese Energie sammelt. Die wird in der Wurzel gespeichert und sorgt im nächsten Frühjahr dafür, dass der Spargel wieder wächst. Aber, wie gesagt, jetzt ist erst einmal Schluss. Insofern können wir uns noch einem zweiten Spargelthema zuwenden, dass etwas weniger appetitlich ist: Dem Urin, der nach dem Verzehr von Spargel einfach stinkt. Warum das so ist, weiß man nicht ganz genau, vermutet aber, dass es etwas mit der Asparaginsäure zu tun hat, die vor allem in den Spargelspitzen vorkommt und ziemlich harntreibend ist. Einige Wissenschaftler glauben nun, dass der kohlartige Geruch durch die Umwandlung der Asparaginsäure, einer Aminosäure, in eine schwefelhaltige Verbindung entsteht. Da aber der Urin nun nicht bei jedem Menschen riecht, könnte es sein, dass das mit einem Gen zu tun hat, das in der Lage ist, die oben beschrieben Umwandlung zu bewirken. Und dieses Gen besitzen nicht alle Menschen. Doch damit nicht genug. Es gibt auch Zeitgenossen, die können den unangenehmen Geruch gar nicht wahrnehmen. Was soll ich sagen? Ganz schön kompliziert. Aber wie dem auch sei: Lecker ist das Gemüse ja. Insofern freuen sich Oma und Opa schon auf 2016.

frischer SpargelDie Saison ist zu Ende: Der letzte frische Spargel des Jahres 2015.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Kochen im Allgemeinen.

Kochen kommt aus dem Lateinischen und ist von coquere, „kochen, sieden, reifen“ abgeleitet. Im engeren Sinne beschreibt es das Erhitzen einer Flüssigkeit bis zum und am Siedepunkt, im weiteren das Garen und Zubereiten von Lebensmitteln wie Backen, Braten oder Grillen. Und es ist eine Leidenschaft, jedenfalls für die Menschen, die nicht nur gerne essen, sondern auch zuvor selbst Hand anlegen. Dabei sagt man denjenigen, die es besonders gut können, einen guten Charakter nach, so wie beispielsweise Wilhelm Busch, der feststellte: „Wer einen guten Braten macht, hat auch ein gutes Herz.“ Der 1935 verstorbene französische Meisterkoch Georges Auguste Escoffier ging noch einen Schritt weiter und befand: „Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.“ Paul Bocuse, der in Frankreich sozusagen in die Fußstapfen von Escoffier getreten ist und als einer der besten Köche des 20. Jahrhunderts gilt, wollte das Ganze nicht zu ernst und sich selber lieber etwas auf die Schippe nehmen: „Wenn ein Architekt einen Fehler macht, lässt er Efeu darüber wachsen. Wenn ein Arzt einen Fehler macht, lässt er Erde darüber schütten. Wenn ein Koch einen Fehler macht, gießt er ein wenig Soße darüber und sagt, dies sei ein neues Rezept.“ Was soll ich sagen? Liebe ist, wenn Opa für Oma kocht.

PS: Ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe sollte in diesem Zusammenhang nicht unter den Tisch fallen: „Das Essen soll zuerst das Auge erfreuen und dann den Magen.“

KochenKochen – eine von Opas großen Leidenschaften.

adagio – andante – allegro

Nur zur Erinnerung: Opa hatte sich für die diesjährige METRO Kochherausforderung beworben und … wurde ausgewählt. Beim Warenkorb, den ich dann zwischenzeitlich abgeholt hatte, zeigte sich ganz deutlich, warum die ganze Veranstaltung Kochherausforderung heißt: Gin, Safran-Honig, Nori-Blätter, Halloumi, Bulgur, Kichererbsen, Zuckerschoten, Chicorée, Spargel, Tomaten und Daikon-Kresse präsentierten sich als Zutaten, die, so die Bedingung, alle zum Einsatz kommen mussten.

Warenkorb

Für das Foto haben Oma und ich die Mengen aus ästhetischen Gründen ein wenig angepasst, in dem Korb bzw. Karton sah das etwas anders aus. Alleine vom Chicorée fanden sich 2,5 Kilogramm, und auch die Kresse war mit acht Schälchen großzügig bemessen. Angesichts dieses Zutaten-Potpourris kam mir der Gin gerade recht. “Ein Schlückchen kann jetzt nicht schaden”, dachte ich so bei mir, wollte den Gin aber nicht gleich so zu mir nehmen. So beschloss ich, den obligatorischen Aperitif mit ein paar Tomaten-Eiswürfeln ein wenig aufzufrischen. Mit den Minzblättern ergibt das ein leicht-bekömmliches Getränk, das auch an heißen Tagen gut verträglich ist und nicht gleich in den Kopf steigt. Dazu passen als Einstimmung auf das bevorstehende sommerliche Genuss-Konzert hervorragend ein paar frittierte und gut gesalzene Kichererbsen sowie rohe Chicorée-Blätter, die man in einem Daikon-Kresse-Pesto dippen kann.

1 Gin-Aperitif mit Tomaten-Eiswürfeln und Minzblättern

1a Dazu: Kichererbsen – Chicorée – Pesto

Hiernach ist es Zeit für die Ouvertüre. Bei diesem herzlichen wie herzhaft-feinen Gruß aus der Küche (Amuse Gueule bzw. Bouche) kommt das Pesto noch einmal zum Einsatz und wird mit Milchschaum so kombiniert, dass ein geschmacklich sehr melodischer Grundton für ein Spargelspitzen-Duett entsteht. Neben der Kresse dient Nori-Konfetti nicht nur als Dekoration, sondern auch als dezenter fischiger Geschmacksimpulsgeber.

2 Herzlicher wie herzhaft-feiner Gruß aus der Küche

Das erste klassische Stück des Genuss-Konzertes besteht dann aus einem vegetarischen Mini-Grill-Teller, für den hauchdünne Halloumi-Steaks, Tomatenscheiben und Zuckerschoten zwei Stunden lang in eine Olivenöl-Knoblauch-Marinade eingelegt, in einer Grillpfanne gegrillt und lediglich mit Salz, Pfeffer und Chili gewürzt werden.

3 Vegetarischer Mini-Grill-Teller

Seinen ersten Auftritt hat hiernach der Ofen, in dem Chicorée-Schiffchen mit Safran-Honig überbacken werden. Nicht mehr und nicht weniger, aber köstlich, wobei die Safran-Fäden lediglich aus optischen Gründen zum Einsatz kommen und geschmacklich nicht zwingend notwendig sind.

4 Überbackene Chicorée-Schiffchen

Um das sich zwangsläufig einstellende Sättigungsgefühl ein wenig zu mildern, bietet sich nun als Zwischenspiel ein Spargel-Sorbet an, das statt mit Champagner oder Prosecco mit Gin-Water (ein Teil Gin, zwei Teile Mineralwasser) aufgegossen wird.

5 Spargel-Sorbet in Gin-Water

Damit ist wieder Luft und Laune für eine breit angelegte Gemüse-Kräuter-Sinfonie, die mit etlichen Aromen-Crescendi von beispielsweise Curry und Kardamom für ein Genusserlebnis der ganz besonderen Art sorgt: adagio – andante – allegro. Oder anders ausgedrückt: Alles, was aus dem Warenkorb irgendwie mit Gemüse und Kräutern zu tun hat, findet sich, teils in üblicher, teils in unüblicher Form, auf dem Teller wieder und bildet den Höhepunkt dieses sommerlichen Genuss-Konzertes – von Bulgur, Kichererbsen, Zuckerschoten, Chicorée, Spargel und Tomaten über Daikon-Kresse bis zu dem, was Opas Gewürzküche und Kräuterturm sonst noch zu bieten hat.

6Eine Gemüse-Kräuter-Sinfonie mit etlichen Aromen-Crescendi: adagio – andante – allegro.

Die Tomatenreste, die beim Halbieren und Entkernen der Tomaten anfallen, können wunderbar für einen Tomatensalat hergenommen werden, der zusammen mit der Daikon-Kresse bestens mit der Gemüse-Kräuter-Sinfonie harmoniert.

6a Tomatensalat mit Daikon-Kresse

Last but not least sollen auch noch die Freunde des Nachtisches auf ihre Kosten kommen: In Safran-Honig karamellisierte Spargel-Tagliatelle werden von in Butter gebräunten Halloumi-Talern begleitet.

7 Spargel-Tagliatelle und Halloumi-Taler

Und da fast jedes Finale mit einem richtigen Paukenschlag aufwartet: Der Gin aus Kanada schmeckt als Digestif gut gekühlt auch pur.

8 Digestif – gut gekühlt und pur

Was soll ich sagen? Diese Partitur eignet sich, wie ganz sicher auch die aller anderen Teilnehmer dieser Kochherausforderung, nicht nur für eine virtuelle Einweihungsparty des neuen METRO Genussblogs, sondern auch für eine reale. Und vielleicht sind die Blog-Betreiber ja so angetan, dass es tatsächlich eine Party gibt. Opa spielt dann gerne im großen Konzert der herausgeforderten Köche mit …

PS: Die einzelnen Partituren dieses Konzertes finden sich wie gewohnt in Opas Kochbuch. Und als ganz besondere Zugabe gibt’s noch ein Making-of.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Omas Kochkünste.

Da Opa ja bekanntlich so gut wie immer kocht, wussten unsere Enkel bis vor geraumer Zeit überhaupt nicht, wie hervorragend Oma kochen kann: Nicht lekker Strom, sondern lekker Essen müsste es in Anlehnung an ein ursprünglich niederländisches Energie-Unternehmen heißen – immerhin kommt Oma ja auch aus dem Land der Tulpen und Windmühlen. In letzter Zeit jedoch hat Oma immer öfters zum Kochlöffel gegriffen, wenn unsere kleinen Racker bei uns waren. Und dass da vorzugsweise die Lieblingsspeisen unserer kleinen Gäste gekocht wurden, versteht sich von selbst: Spaghetti bolognese, Fleischpflanzerl, Hamburger, Pfannkuchen, Pizza, Flammkuchen, Schinken-Käse-Nudeln und und und. Da ich weiß, wie lecker Oma diese Gerichte zubereitet, kann ich die Jungs durchaus verstehen, dass sie nicht traurig sind, wenn ich mal nicht koche. Und für Oma ist es auch schön, wenn es aus den kleinen Mündern tönt: „Mmh, ist das lecker!“ Was soll ich sagen? Nachdem ich heute sozusagen Oma den Vortritt gelassen habe, geht es morgen wieder um Opas Kochkünste. Immerhin steht noch das Ergebnis der METRO Kochherausforderung 2015 aus. Und ich verspreche sicher nicht zu viel, wenn ich sage: Reinschauen lohnt sich!

Kochen mit Oma          Oma kocht nicht nur sehr gut, man kann in der Küche auch viel von ihr lernen.

Eine echte Herausforderung

Jetzt hab’ ich den Salat, wobei Salat vielleicht doch nicht der richtige Ausdruck ist. Jedenfalls habe ich den Warenkorb, den mir die METRO für die Kochherausforderung zusammen- und zur Verfügung gestellt hat, inzwischen abgeholt. Der Blick hinein war allerdings, ja, wie soll ich sagen … ernüchternd stimmt nämlich auch nicht, wenn einen da als erstes eine Flasche 43,1-prozentiger Premium-Gin aus Kanada anlacht. Versüßt wurde mein Blick dann ein wenig durch den Safran-Honig, der sich zwischen Nori-Blättern, Halloumi und Bulgur versteckt hatte. Doch viel süßer wurde es nicht, auch nicht durch die Zuckerschoten, die einen bunten Gemüsereigen eröffneten in Form von 2,5 Kilogramm Chicorée, einem guten Kilogramm Spargel sowie 1,5 Kilogramm verschiedenartige und vielfarbige Tomaten. Ein flüchtiges Lächeln huschte dann bei den Kichererbsen über mein Gesicht, das beim Anblick von acht Schälchen Daikon-Kresse wieder ziemlich ratlos ausgesehen haben muss. Was soll ich sagen? Also, daraus ein vernünftiges Menü, sprich leckeres Essen zu machen, ist eine echte Herausforderung.

WarenkorbEin bunter Warenkorb, aus dem jetzt noch ein vernünftiges Menü gekocht werden muss.

Opa kocht bei Wettbewerb

Opa hat sich für die Kochherausforderung beworben, die die METRO auch in diesem Jahr wieder veranstaltet. Und, es ist kaum zu glauben: Opa ist dabei. Die Aufgabe lautet, ein leckeres Essen aus einem von der METRO gestellten Warenkorb zu kochen. Die wichtigste Regel des Wettbewerbs: Alle Zutaten müssen verwendet werden. Weglassen ist verboten, hinzufügen von Zutaten aber natürlich erlaubt. Den Warenkorb habe ich zwar noch nicht. Aber allen potentiellen Teilnehmern wurde schon mal ein kleiner Einblick gewährt: Die erste Besonderheit an der diesjährigen Kochherausforderung ist, dass weder Fleisch noch Fisch zu den Zutaten gehören – es ist also eine rein vegetarische Veranstaltung. Und die Zutat, die vorab verraten wurde, ist eine, die in der momentanen Jahreszeit nicht wirklich verwundert: Spargel! Was soll ich sagen? Opa ist zwar nicht bekannt dafür, dass er der allergrößte Fan der vegetarischen Küche ist. Aber dennoch: Das wird ein Spaß!

SpargelSpargel – hier von Oma gemalt – ist eine Zutat bei der METRO Kochherausforderung.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Kardamom.

Kardamom gehört nun wahrlich nicht zu den Gewürzen, die bei Opa in der Küche ganz oben auf der Gebrauchsliste gestanden haben. Das könnte sich allerdings jetzt ändern, nachdem ich im Zusammenhang mit dem Bratwurst-Füllhorn auch außerhalb der Weihnachtszeit zu den Fruchtkapseln der staudenartigen Schilfpflanze gegriffen habe. Denn normalerweise kennt man hierzulande den typischen, an Eukalyptus bzw. Anis erinnernden, würzig süßlich-scharfen Geschmack dieses exotischen Gewürzes von Lebkuchen und Spekulatius. Doch Kardamom kann man durchaus das ganze Jahr über gut verwenden, wie das Bratwurst-Füllhorn-Rezept nachdrücklich beweist. Jedenfalls hat das Gewürz geschmacklich noch so einen richtigen Kick gegeben. Doch die in den Fruchtkapseln befindlichen Samen sind nicht nur vielseitig einsetzbar und lecker, sondern auch noch sehr gesund. Das zur Familie der Ingwergewächse gehörende Gewürz wirkt beruhigend für einen strapazierten Magen, fördert die Verdauung, lindert Blähungen und hilft bei Erkältungen. Auch Mund- sowie Alkohol- und Knoblauchgeruch soll Kardamom wirksam bekämpfen. Man kann es zwar auch als Pulver kaufen. Empfehlenswert sind jedoch die Kardamomkapseln, die, wenn man sie erst bei Bedarf „knackt“ und den gewonnen Samen dann zerstößt, länger das Aroma halten. Was soll ich sagen? Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben. Denn nach Vanille und Safran zählt Kardamom zu den teuersten Gewürzen der Welt.

KardamomNicht nur vielseitig einsetzbar und lecker, sondern auch gesund – und leider etwas teurer.