Die Konstante Opa

Kleine Kinder haben es schwer. Ist schon das Leben an sich ziemlich kompliziert, sind es die Familienverhältnisse erst recht. Dabei dachten Oma und Opa eigentlich, dass das bei uns alles stinknormal sei. Doch weit gefehlt. Als jüngst unser ganz Kleiner mit seiner Mutter bei uns war und diese ihre Mutter wiederum mit “Mama” ansprach, protestierte er ziemlich energisch und meinte: “Nein, Oma.” Beide schauten ihn ganz verdutzt an und sagten: “Dooooch!” “Neiiiin, Oma!”, blieb er dabei, als wolle ihm jemand seine Großmutter abspenstig machen. Da versuchte seine Mutter ihm ganz vorsichtig zu erklären, dass seine Oma nunmal auch ihre Mama und sie deren Tochter sei. Irgendwann hatte er das dann verstanden. Als unsere Tochter aber noch versuchte, ihm nahezubringen, dass Opa auch ihr Papa und sie dessen Tochter sei, war das des Gutes zu viel. “Neiiiin, Opa!”, wehrte er sich, indem er wohl mehr aus Verlegenheit ganz laut zu lachen begann. Was soll ich sagen? Wenn sich schon der Alleinanspruch auf Oma so plötzlich in Luft auflöst, dann muss doch wenigstens eine Konstante bleiben. Und die heißt Opa, basta!

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2 Gedanken zu „Die Konstante Opa

  1. Ha ha, das kenne ich auch von meinem Sohn. Als wir ihm mal erklärten, dass die eine Oma, die Muter von seinem Papa ist und die andere, meine Mutter ist, da stellte er sich mit verschränkten Armen hin und sagte: ” Ach und ich? Nun hab ich wohl gar keine Oma mehr?” ….. Schon lustig.

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