Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte noch einmal zum Thema Bratwurst.

Sie erinnern sich? Vor ein paar Wochen habe ich über die Rezeptidee von Jürgen Dollase geschrieben, die Bratwurst als Füllhorn zu inszenieren, und angekündigt, dazu einige Rezept-Varianten zu entwickeln. Da man ja bescheiden anfangen soll, habe ich mich beim ersten Versuch ziemlich eng an die Vorgaben Dollases in seinem Buch Himmel und Erde gehalten und nur die Melone gegen Kohlrabi getauscht. Das Ergebnis war: Einfach sensationell. Oma hat noch nie so voller Überzeugung und Inbrunst lecker gesagt wie bei dieser Bratwurst. Vor allem die in Olivenöl angebratenen halbierten Kirschtomaten, das mit Senf und Kardamompulver abgeschmeckte Apfelkompott sowie die frischen Kräuter und Blüten – vollständiges Rezept hier – haben wahre Aromenexplosionen im Mund ausgelöst. Was soll ich sagen? Es ist wirklich erstaunlich, was man aus einer einfachen Bratwurst alles machen kann. Das Gericht hat nur einen kleinen Nachteil, zumindest wenn man keine Profiküche und insofern keine Wärmelampen hat: Da der Dekorationsaufwand doch relativ groß ist, sollten es auf keinen Fall mehr als sechs Esser sein, ansonsten kommt das Essen nicht mehr ganz warm auf den Tisch. Das tut der ganzen Sache keinen Abbruch, man muss es nur eben wissen.

IMG_1092Schmeckt ebenso gut wie es aussieht: Das Bratwurst-Füllhorn à la Jürgen Dollase.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Wachtelei.

Opa hat für seine Küche das Wachtelei (wieder)entdeckt. Früher – gefühlte 30 Jahre – fanden sich diese Eier auch schon mal auf Speisekarten guter Restaurants. Aber irgendwie haben die Köche dieses landwirtschaftliche Produkt als Delikatesse aus den Augen verloren. Dabei kann man mit Wachteleiern faszinierende Leckereien zaubern. Ein pochiertes Wachtelei in Trüffelschaum auf Pellkartoffel als Gruß aus der Küche beispielsweise ist als Einstieg in ein Menü bestens geeignet. Hinzu kommt, dass dem Ei heilende Kräfte nachgesagt werden. Schon Hildegard von Bingen glaubte, dass Wachteleier den Organismus stärken. Heilpraktiker und Teile der alternativen Medizin gehen davon aus, dass sie das Immunsystem stärken und Allergien wie zum Beispiel Heuschnupfen lindern. Was soll ich sagen? Auch wenn es hierfür keine wissenschaftlichen Belege gibt, bleibt es dabei: Lecker sind die kleinen Dinger allemal.

Wachtelei1Wachteleier sind eine richtige Delikatesse: Ein pochiertes Wachtelei in Trüffelschaum auf Pellkartoffel als Gruß aus der Küche ist ein gelungener Einstieg in ein Menü. Wachtelei2

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Kräuterturm.

Als absoluter Fan von frischen Kräutern konnte Opa der Versuchung nicht widerstehen. Oma hatte im Internet einen Kräuterturm entdeckt, der sozusagen für unsere Terrasse gemacht ist. Kurzum: Wir haben das Teil bestellt und bereits – mit Hilfe unseres ältesten Enkels – zusammengebaut. Gestern waren wir dann unterwegs, um unser Sortiment an frischen Kräutern auszuweiten bzw. zu ergänzen. Und heute hat Oma die Kräuter schließlich eingepflanzt. Was soll ich sagen? Das Schlimmste ist, dass die Neuerwerbungen jetzt erst einmal rund zwei Wochen Schonzeit haben, um sich zu akklimatisieren. Denn erst danach wachsen sie auch nach, wenn man die Kräuter wild geerntet hat. Aber wie heißt es doch so schön: Vorfreude ist die schönste Freude.

KräuterturmIn ihrem Element: Opa und sein ältester Enkel beim Zusammenbauen des Kräuterturms, der heute schließlich von Oma formvollendet bepflanzt worden ist.Kräuterturm2

Ein klarer Fall von denkste

“Eltern versuchen heute unermüdlich, den Nachwuchs an gesunde Lebensmittel heranzuführen. Das ist ein wichtiger Teil der Kindeserziehung. Ich betrachte es als Bildung: Man lernt, was gutes Essen ist”, erklärte der Geschmacksforscher Per Møller 2012 in einem Interview mit ZEIT ONLINE. Vermutlich hat er da noch nie etwas von unseren Enkeln gehört. Unser jüngster Enkel beispielsweise mag, treue Leser wissen das, keine Pommes frites. Und unser ältester Enkel überraschte jüngst seine Mutter, nachdem beide in einem Fast Food-Restaurant Hamburger gegessen hatten, mit dem Bekenntnis: “Jetzt hab’ ich aber Lust auf ‘was Gesundes!” Was soll ich sagen? Von wegen “Heißhunger auf Fast Food und die Abneigung gegen Rosenkohl ist in unseren Genen verankert” – bei unseren Enkeln jedenfalls nicht. Ein klarer Fall von denkste …

MöhrenWas Gesundes: Nach dem Hamburger gab’s für unseren älteren Enkel einen Möhrensalat.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Kaffee.

Ich will mal so anfangen: Das Meiste, das Sie über Kaffee zu wissen glauben, ist vermutlich kalter Kaffee. Dabei ist Kaffee der Deutschen liebstes Getränk. Jeder Bundesbürger trinkt pro Jahr durchschnittlich rund 165 Liter. Innerhalb einer Sekunde werden in der Bundesrepublik 2.315 Tassen Kaffee getrunken – macht im Jahr deutschlandweit 73 Milliarden Tassen. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als merkwürdig, dass so viel dummes Zeug über dieses Getränk in Umlauf ist. Die zehn größten falschen Küchengerüchte aus der Gerüchteküche sind nach Ansicht der Webseite medizin.de folgende:

  • Kaffee schadet dem Herzen und löst Bluthochdruck aus.
  • Kaffee ist ungesund für den Magen.
  • Kaffee entzieht dem Körper Wasser.
  • Kaffee verursacht Schlafprobleme und macht wach.
  • Espresso enthält mehr Koffein als Kaffee.
  • Kaffee macht süchtig.
  • Kaffee sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Kaffee hilft beim Ausnüchtern.
  • Kaffee schadet der Potenz und der Fruchtbarkeit.
  • Schwarzer oder kalter Kaffee machen schön.

Was soll ich sagen? Jetzt trinke ich meinen Kaffee schon immer schwarz und dann soll das nicht helfen. Dumm gelaufen …

KaffeeSoll noch nicht einmal schön machen: Eine Tasse schwarzer Kaffee.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema rückwärts grillen.

Rückwärts grillen, was ist das? Auf den Kalauer, dass man dabei mit dem Rücken zum Grill oder zum Herd stehen muss, will ich an dieser Stelle verzichten. Es handelt sich dabei vielmehr um eine Garmethode, bei der das Fleisch zunächst auf eine bestimmte Kerntemperatur gebracht wird, bevor man es dann bei sehr hoher Hitze grillt bzw. brät. Das Fleisch ruht also zuerst, im Gegensatz zur klassischen Variante, bei der man das Fleisch erst brandet und dann ruhen lässt. Der Vorteil der Rückwärts-Methode ist, dass das Fleisch noch saftiger und weicher bleibt, dafür aber die Röstaromen nicht so ausgeprägt sind. Was soll ich sagen? Wie alles ist auch dies Geschmacksache. Was aber in jedem Fall zu beachten ist, ist, dass man bei der Rückwärts-Methode ein wenig Erfahrung braucht. Übung macht eben doch den Meister.

PS: Übrigens, die Kerntemperatur, wenn ein Steak medium sein soll, liegt zwischen 56 und 60 Grad. Das heißt, das bei der Rückwärts-Methode das Fleisch bei zirka 51 bis 55 Grad gegrillt oder gebraten wird.

IMG_3794Vorwärts oder rückwärts grillen: Reine Geschmacksache.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Artischocken.

Es gibt Lebensmittel, die sind nicht nur lecker, sondern auch noch ausgesprochen gesund. Und dann gibt es noch welche, die haben sogar die Wirkung von Medikamenten. Ein ganz besonderer Leckerbissen, der vor allem bei den Freunden der guten wie reichhaltigen Küche ziemlich hoch im Kurs steht, ist die Artischocke. Denn abgesehen davon, dass sie gut schmeckt und vor allem das Artischockenherz als absolute Delikatesse gilt, ist sie kalorienarm und wirkt auch noch cholesterinsenkend. Neben einer verdauungsfördernden wird ihr auch eine appetitanregende und vor allem bei Frauen die Sexualhormone stimulierenden Wirkung nachgesagt. Und das ist noch nicht alles. Die Artischocke ist auch eine wunderschöne Blume mit einer herrlichen, violett gefärbten Blüte, die kein Frauenherz kalt lässt. Was soll ich sagen? In der Computersprache würde man jetzt wohl All-in-one-Gerät sagen. Man kann es aber auch einfach Wunder der Natur nennen.

PS: Ein Rezept für die Artischocke als Vorspeise gibt es demnächst in Opas Kochbuch.

IMG_0717Ist nicht nur lecker und gesund, sondern sieht auch noch gut aus: Die Artischocke.IMG_2987

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Respektvoller Umgang mit Lebensmitteln.

Über dem Eingang unseres Supermarktes heißt es in großen Lettern: Wir lieben Lebensmittel. In aller Regel sind Oma und Opa auch ganz zufrieden mit dem, was uns dort geboten wird. Vor allem auf die Fleischtheke lässt Opa normalerweise nichts kommen – von sporadischen Aussetzern einiger weniger Verkäufer einmal abgesehen. In dieser Woche allerdings (Donnerstagabend, ca. 19.30 Uhr) war ein Experte da, von dem man gerne gewusst hätte, was er so im Hauptberuf macht. Nachdem es nach seinen Worten angeblich keine T-Bone-Steaks mehr gab, die eigentlich im Angebot waren, bestellte ich also zwei Entrecotes. „Wie dick sollen sie denn sein“, fragte der Verkäufer, dem ich eine Dicke von drei bis vier Zentimeter signalisierte. Dieses Maß schaffte er zwar oben beim Anschneiden, hielt dies aber, wie sich später beim Auspacken herausstellen sollte, nicht bis unten durch. Da kam eines der Steaks vielleicht noch auf eine Dicke von gerade einmal einem knappen Zentimeter. Was aber nach dem Schneiden passierte, war ein so unwürdiges Schauspiel, wie ich es noch nie erlebt hatte und so – zumindest unwidersprochen – ganz sicher auch nicht mehr erleben werde. Denn die beiden Fleischscheiben schmiss der Mann derart lustlos und ohne etwas darunter zu legen auf die Waage und verpackte sie dann, als wenn sie später ohnehin in den Fleischwolf kämen. Das große Stück, von dem er die Scheiben abgeschnitten hatte, warf er regelrecht respektlos zurück in die Auslage und machte einen Gesichtsausdruck ganz nach dem Motto: Ist mir doch egal und hoffentlich sind die Kunden bald weg. Was soll ich sagen? Oma und Opa waren so sprachlos, dass wir uns nur kopfschüttelnd anschauten und gar nichts mehr sagen konnten. Denn eines war hier ganz klar: Dieser Mann liebt keine Lebensmittel.

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Bratwurst.

„Wurst ist eine Götterspeise. Denn nur Gott weiß, was drin ist.“ Dieser Satz stammt von dem deutschen Schriftsteller Jean Paul, der damit auf die Herstellung der Bratwurst anspielte. Denn Bratwürste werden aus Fleischresten hergestellt, die durch den Wolf gedreht werden. Unterschiede gibt es viele, was Herstellung und Würzmischungen betrifft – gut nachzulesen zum Beispiel bei Wikipedia. Doch darum soll es hier jetzt nicht gehen, sondern um die Zubereitung, genauer gesagt eine ganz spezielle. Denn üblicherweise wird die Bratwurst gebraten und dann mit Unmengen von Senf, Ketchup und/oder Curry übergossen und serviert, was unter kulinarischen Gesichtspunkten nicht unbedingt der Hit ist. Der Restaurantkritiker Jürgen Dollase hat jedoch in seinem Kochbuch Himmel und Erde, das auf der Bücherseite dieses Blogs ausführlich besprochen ist, eine Idee entwickelt, die – und das ist der Clou am Ganzen – ausbaufähig ist ohne Ende: Das Bratwurst-Füllhorn. Dabei wird die Bratwurst wie eine Art Füllhorn inszeniert, aus dem eine ganze Reihe von Dingen kommt. In Dollases Rezept sind dies Kartoffelbrösel (Zerbröselte Pellkartoffeln, die etwa zwei Stunden in einer Gratinform im Ofen bei 95 Grad antrocknen), mit Senf und Kardamompulver abgeschmecktes Apfelkompott, in Olivenöl angebratene halbierte Kirschtomaten, kleine Melonenkugeln sowie Blüten und Kräuter. Das Füllhorn selbst entsteht dadurch, dass die leicht angebratene Bratwurst etwa bis zur Hälfte aufgeschnitten und die freigelegte Füllung vorsichtig herausgeschabt wird. Diese Füllung wird, wie noch zwei weitere Bratwürste, in verschiedenen Variationen gebraten – mal mit, mal ohne Curry, mal kräftiger, mal weniger kräftig – und in verschiedene Größen wie Wurstscheiben oder Brätbrösel gebracht. Das Ganze wird dann – wie auf dem Bild unten zu sehen – wie ein Füllhorn angerichtet, bei dem die größeren Stücke näher am Füllhorn liegen und die kleineren etwas weiter entfernt. Was soll ich sagen? Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Opa wird sich in nächster Zeit einmal daran setzen und einige Rezept-Varianten entwickeln. Das wird ein Spaß, auf den ich mich jetzt schon freue.

BratwurstDas Bratwurst-Füllhorn von Jürgen Dollase.               Fotografie © Thomas Ruhl, AT Verlag

 

Gerüchteküche-Küchengerüchte

Laut Duden ist die Gerüchteküche ein imaginärer Ort, an dem viele Gerüchte entstehen. Ist dieser Ort allerdings eine Küche, dann sind es eben Küchengerüchte. Die können auch spannend oder lustig oder beides sein. Jedenfalls wird sich Opa künftig jeden Samstag mit ihnen beschäftigen. Heute geht es um Küchengerüchte zum Thema Hochzeitstorte.

An unserem gestrigen 39. Hochzeitstag haben Oma und Opa in Nostalgie gemacht und alte Fotoalben gewälzt. Dabei sind wir auch auf das Album mit unseren Hochzeitsfotos gestoßen, unter denen sich eines mit unserer damaligen Hochzeitstorte befand. Während es Pamela Anderson beispielsweise bei ihrer Vermählung mit Rick Salomon 2007 nur auf eine Hochzeitstorte aus Pappmaché gebracht hat, war die von uns 1976 aus echtem Kuchen mit viel Zuckerguss, reich verziert mit Marzipan und dazu noch vierstöckig. Gekrönt war sie natürlich mit einem Tortenaufsatz in Form eines Hochzeitspaares. Die Form war eine Etagere. Andere Formen sind die selbsttragende Form, die Wendel- sowie die Kastenform, die auch als Kreis oder Herz daherkommen kann. Entsprechend dem alten Brauch haben wir gemeinsam die Torte angeschnitten, wobei man auf dem Bild nicht so genau erkennen kann, welche Hand sich nun weiter oben befindet. Denn der Ehepartner, dessen Hand oben ist, soll – so sagt man – in der Ehe das Sagen haben. Allerdings sieht es so aus, als wenn Oma das dann doch irgendwie in die Hand genommen hätte. Wie dem auch sei, Hochzeitskuchen gab es schon im alten Rom. Die klassische Hochzeitstorte aber stammt wohl aus England und ist erst seit dem 19. Jahrhundert so richtig bekannt. Die dreistöckige Torte jedenfalls wurde durch die Hochzeit einer Tochter von Königin Viktoria im Jahr 1859 populär. Vielleicht nennt man ja deshalb in Großbritannien die harte Schicht aus Zuckerguss, mit der die Hochzeitstorte überzogen ist, auch Royal Icing. Was soll ich sagen? Bei Icing muss ich unwillkürlich an Eishockey denken. Dort bedeutet Icing: Unerlaubter Befreiungsschlag. Was das jetzt mit Hochzeitstorten zu tun hat, weiß ich auch nicht …

Hochzeitstorte3  Omas und Opas Hochzeitstorte.