Von wegen Mutter Teresa

Die Steuereinnahme des Bundes sprudeln wie lange nicht mehr und sollen auf sage und schreibe 940,7 Milliarden Euro im Jahr 2023 anwachsen. “Wegen Reichtum geschlossen” müsste am Tor des Bundesfinanzministeriums stehen, eigentlich. Doch der dort residierende Minister denkt überhaupt nicht daran, sondern outet sich als lupenreines Mitglied vom Stamme Nimm. Obwohl die Große Koalition angekündigt hatte, auf Steuererhöhungen zu verzichten, kann sich Olaf Scholz nunmehr eine Anhebung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 45 Prozent vorstellen. Na denn, da werden sich die klassischen Wähler seiner Partei aber freuen. Denn bei einem Jahreseinkommen von knapp 55.000 Euro, dem Gehalt eines Facharbeiters, wäre ein Junggeselle schon mit dabei. Und der wird weiter geschröpft. An der Tankstelle kassiert Vater Staat gleich nochmal mehr als die Hälfte des Benzinpreises und überall sonst noch 19 Prozent, Mineralölsteuer und Mehrwertsteuer lassen grüßen. Während sich der gute Mann zunächst vielleicht als Gutverdiener gefühlt hat, ist er nach dieser Rosskur nur noch ein armer Schlucker. Die SPD, die sich gerne als Mutter Teresa des kleinen Mannes darstellt, entlarvt sich selber als Raubritter übelster Sorte. Was soll ich sagen? Die Wähler werden es der SPD danken. In den Ländern kommt die Partei nicht mehr über 30 Prozent und nähert sich in Bayern mit sechs Prozent sogar bedrohlich der Fünf-Prozent-Marke. Und im Bund bewegt sie sich gegenwärtig um die 15 Prozent. Mit Volkspartei hat das nichts mehr zu tun. Vielmehr droht der SPD in Deutschland das gleiche Schicksal , das ihre Genossen in den europäischen Nachbarländern erleiden. Die machen fast flächendeckend den Harpe Kerkeling: Wir sind dann mal weg.

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