“Mach’s doch selber”

Mütter tun für ihre Kinder in der Regel alles, vor allem wenn diese noch klein sind. Kaum ein Wunsch, der dem eigenen Nachwuchs letztlich nicht erfüllt wird. Und sie tun es ja auch gerne, voller Liebe und Leidenschaft. Umso härter trifft es sie, wenn die liebe Kleinen einmal nicht so reagieren, wie sie das eigentlich gehofft haben. So jedenfalls erging es unserer jüngsten Tochter, als sie mit ihrem Sohnemann mit dem Auto unterwegs war. Wie immer, wenn man es eilig hat, floss der Verkehr nicht, sondern stand. An den Ampeln stauten sich die Fahrzeuge. Sie hatte das Gefühl: Nichts geht voran. In dieser Situation sagte sie zu ihrem Sohn: “Halte mir mal die Daumen, dass die nächste Ampel nicht so voll ist.” Der schaute nur gelangweilt aus dem Fenster und antwortete: “Das kannst Du doch selber machen.” Was soll ich sagen? Der kleine Mann würde vermutlich auch ziemlich bedröppelt schauen, wenn seine Mutter ihn beim nächsten Mal, wenn er um etwas bittet, nach dem Motto “Mach’s doch selber” vor die Wand laufen ließe. Aber auch das muss man lernen: Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.

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