Stop phubbing

Handys drohen vom nützlichen Freund des Menschen zum Enfant terrible der Gesellschaft zu werden. Jedenfalls nehmen die Klagen über die mobilen Kommunikationsgeräte kontinuierlich zu. Nachdem schon Opas Blog das Thema mehrfach aufgegriffen hatte, ist es nunmehr Andrea Bräu, Einzel-, Paar- und Sexualtherapeutin, die auf ihrem Blog beziehungsVOLL auf die Problematik hinweist und für FOCUS Online eine Kolumne geschrieben hat mit dem Titel “Was haben Telefone mit Sex zu tun?”. Und dort lesen sich typische Beispiele u.a. so: “Herr A. klagt, dass seine Frau schon morgens beim ersten Kaffee ihre E-Mails checkt, statt die wenigen, kostbaren Minuten, bevor der Familiennachwuchs zum endgültigen Leben erwacht, miteinander zu genießen. Frau B. bejammert, dass ihr Mann sein Handy inzwischen sogar schon mit auf´s Klo nähme. Was er da wohl treibt? Gepflegt Lesen, Zocken, Pornos gucken oder heimlich mit der Geliebten chatten? Opa ist sauer, weil Oma permanent auf facebook guckt, was die Enkelkinder so treiben, denn die sind schon lange wichtiger als er. Dass die Enkel kaum Zeit für ein echtes Gespräch haben, versteht sich von selbst, die Großen tun´s aber offenbar auch nicht.” Die Beschreibungen sind sicherlich nicht übertrieben. Immerhin gibt es mittlerweile sogar einen Begrifft dafür: Phubbing. Der Begriff wurde zwar als Marketing-Gag erfunden und laut Wikipedia definiert als “die Angewohnheit, sich mit dem Handy oder Smartphone zu beschäftigen, während man die Menschen, mit denen man gerade gesellschaftlich verkehrt, vernachlässigt.” Dass es sich aber bei diesem Verhalten um eine Unsitte handelt, ist wohl unbestritten. Was soll ich sagen? Opas Blog unterstützt die Kampagne “Stop phubbing”, auch wenn sie nur ein Wörterbuch bekannt machen sollte.

4 Gedanken zu „Stop phubbing

  1. Interessant wofür es alles Namen gibt 😉
    Christina, ich glaube nicht, dass Blogger besonders anfällig für dieses Phubbing sind.
    Neben meinem Blog bin ich auch auf Twitter aktiv und von Zeit zu Zeit treffen sich lokale Twitter-Teilnehmer zu einem sogenannten “Twittagtessen”.
    Dabei fiel mir gleich beim ersten Mal auf, dass die Mobiltelefone der Anwesenden noch nicht mal auf dem Tisch lag.
    Lediglich gegen Ende des Treffens griff man zum Telefon, aber auch nur um die neuen Kontakte zu speichern.

  2. Ich gebe zu, dass ich auch öfters mal aufs Handy schaue, aber nicht in Gesellschaft. Ich finde das sehr unhöflich und weiß ja aus eigener Erfahrung wie blöd man sich fühlt wenn sein Gegenüber nur aufs Display starrt. Also ich sage auch Stop zum Phubbing. Eindeutiger zwischenmenschlicher Zerstörer! Kennst Du eigentlich den neuen Blogger-System Anbieter qwer com ? Ich würde mich sehr über eine Antwort auch per Email von Dir freuen. Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg mitDeinem Blog.

  3. Ohoh… Tatsächlich, dass ist ein sehr ungutes Phänomen. Zumindest hat es jetzt einen Namen für mich: Phubbing. Besteht aus den Worten “Phone” und “Snubbing” habe ich gerade bei Wikipedia gelesen. Also Telefon und Zurückweisung. Bekennst Du Dich denn auch dazu? Blogger sind da meiner Erfahrung nach noch mehr betroffen als der Rest der Menschheit. Oder?

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