Warum ist Gott lieb?

Radtouren können, man mag es kaum glauben, hochphilosophisch enden. Jedenfalls kamen meine Tochter und ihr Sohn an einer Kirche vorbei, die unseren Enkel zu der Frage bewegte: “Warum ist Gott lieb?” Eine gute Frage, an deren Beantwortung sich schon Generationen von Theologen die Zähne ausgebissen haben. Denn alle Erklärungsversuche, wie beispielsweise weil “wir zu essen und zu trinken haben” oder “er auf dich aufpasst” enden bei Kindern üblicherweise in einem Desaster. “Essen und Trinken kaufen wir doch im Supermarkt ein” oder “du passt doch auf mich auf” sind die durch die Realität geprägten Reaktionen. Richtig kompliziert wird es, wenn die kleinen Geister auch schon Querverbindung herstellen können: “Warum denkt Fatima (*Name von Opa geändert) an einen anderen Gott?”, wollte der kleine Mann wissen. Was soll ich sagen? Es wird noch viel, viel schlimmer werden. Denn die eigentliche Frage hat er noch gar nicht gestellt.

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