Wider dohoi

Zwei Wochen Urlaub sind vorbei. Oma und ich waren – wie man im Allgäu sagen würde – wider dohoi (wieder daheim). Dabei wurden wir von unseren Fischinger Freunden wieder so herzlich aufgenommen, als wären wir nie weggewesen. Auch unsere Enkel, die uns in der ersten Woche Gesellschaft geleistet haben, waren von den dortigen Kindern bereits sehnsüchtig erwartet worden. Und diese Generation ist mittlerweile schon die fünfte, in der unsere beiden Familien miteinander befreundet sind. Auch wenn unsere Ferienwohnung nicht in Fischen sondern in Schöllang am Fuße des Rubihorns gelegen ist, so tat das unserer Verbundenheit mit meiner zweiten Heimat keinen Abbruch, zumal auch unsere Vermieter es an Herzlichkeit nicht mangeln ließen. Umso irritierter war ich aber auch, als ich von einer Schnapsidee erfuhr, die zwar schon einige Jahre her, dafür aber umso unsinniger war. Danach sollte sich nach dem Willen einer Tierrechtsorganisation „Fischen“ in „Wandern“ umbenennen. Zunächst dachte ich ja, das sei ein Witz. Aber eine kurze Recherche ergab, dass das tatsächlich deren Ernst gewesen ist. Begründet wurde die Forderung seinerzeit damit, dass der Ortsname für ein grausames Hobby stehe und daher für eine so schöne Gemeinde nicht länger tragbar sei. “Wir sehen keinen Anlass, unseren Ortsnamen zu ändern“, lautete die prompte Antwort des Bürgermeisters, der darauf verwies, dass der Ort den Namen bereits seit 1791 trage. Was soll ich sagen? Da fällt mir nur ein Allgäuer Spruch aus dem Jahre 1958 ein: „A bissele dumm isch am End jeder, aber so dumm wie mancher isch doch koiner.“

Fischen im Allgäu – meine zweite Heimat – und noch ein paar Sehnsuchtsbilder:

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