#WirGebenKeineRuhe

Der Tagesspiegel in Berlin hat heute eine Beilage veröffentlicht, die mich nachdenklich macht. #WirGebenKeineRuhe lautet ihr Titel, der auch über der Themenseite im Internet steht, und spricht sich für ein gutes Miteinander und gegen Antisemitismus aus. Es ist, das war zumindest mein erster Gedanken, traurig, dass es so eine Beilage überhaupt braucht. Aber angesichts des alltäglichen Irrsinns, in dem sich Antisemitismus heute manifestiert, erscheint sie notwendiger denn je. Beschrieben hat den Judenhass in Deutschland tags zuvor in der Welt Springer-Chef Mathias Döpfner – und das in eindrucksvollen wie bewegenden Worten. “Ich wünschte, wir hätten gelernt” ist der Text überschrieben, mit dem er sich als Rede für die Auszeichnung mit dem Preis für Menschlichkeit bedankt hat. Was soll ich sagen? Beilage und Redetext sind absolute Pflichtlektüre. Und wer danach immer noch nicht vom Fremdschämen geplagt wird, dem ist wirklich nicht zu helfen. Ich jedenfalls schäme mich, dass es im Deutschland des Jahres 2019 das alles schon wieder bzw. noch immer gibt. Ja, auch ich wünschte, wir hätten gelernt. So traurig es auch ist: Aber wir haben nicht. Deshalb: Auch ich gebe keine Ruhe.

Absolute Pflichtlektüre: Tagesspiegel-Beilage für ein gutes Miteinander und gegen Antisemitismus.

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