„Nothing is achieved and final“

Oma und Opa sind sozusagen in der Zukunft gewesen, jedenfalls haben wir einen intensiven Blick in sie hinein geworfen. The Digital Future hieß die Konferenz, die der Tagesspiegel und das Zuse Institute Berlin veranstaltet und die wir besucht haben. Anlass war sozusagen der 75. Geburtstag des Computers, des Ur-Computers, den der Berliner Konrad Zuse am 12. Mai 1941 mit dem Namen „Z3“ präsentiert hatte. Was sich seitdem getan hat und wo das noch hinführen kann, macht ein Vergleich zwischen der schrankwandgroßen „Z3“ und heutigen Supercomputern deutlich. „Tianhe-2“ beispielsweise, der in China steht und eine ganze Halle füllt, leistet sage und schreibe 33,86 Petaflops – wobei 1 Petaflop 1015 Flops entspricht. Zuses „Z3“ schaffte gerade einmal knapp 2 Flops. Man kann es auch anders ausdrücken: Wenn die Leistung der „Z3“ einem Meter entspricht, kommt „Tianhe-2“ von der Erde bis zum nächsten Stern Proxima Centauri in vier Lichtjahren Entfernung. Wenn der Regierende Bürgermeister Michael Müller von SPD vor diesem Hintergrund dann vor den Kongressteilnehmern – übrigens als Einziger auf Deutsch – damit prahlt, dass die Smart City in Berlin „im Alltag schon erlebbar“ sei, fragt man sich als leidgeprüfter Berliner schon, auf welchem Stern dieser Herr denn lebt. „Offenes WLAN“ oder „BER“ sind nur zwei Stichworte, die für das Totalversagen dieses Senats in Sachen Technik und Digitalisierung stehen. Was soll ich sagen? Lassen wir an dieser Stelle einfach Kanzleramtsminister Peter Altmaier zu Wort kommen, der nach eigener Aussage „probably the biggest CPU in government“ ist und in seiner zuweilen frei und im feinsten Englisch gehaltenen Rede über Berlin feststellte: „Nothing is achieved and final.“

IMG_29401.200 Experten aus aller Welt haben in Berlin einen Blick in die digitale Zukunft geworfen.

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