Opa Seniorensenator?

Politischer Paukenschlag in Berlin: Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), plant noch vor der Sommerpause eine Senatsumbildung. Wie gut informierte Kreise des Roten Rathauses wissen wollen, soll eine zusätzliche Senatsverwaltung für Senioren und angehende Alte eingerichtet werden. Damit soll dem sich abzeichnenden sprunghaften Wachstum des Bevölkerungsanteils von über 65-Jährigen in der Stadt von derzeit 18,9 Prozent (Statistisches Landesamt Stand 2011) auf über 65 Prozent in den nächsten 50 Jahren Rechnung getragen werden. „Wir dürfen uns von dieser Welle nicht untätig überrollen lassen“, wird Müller zitiert, der mit Opa von Opas Blog bereits einen erfahrenen Kenner der Seniorenszene als ersten Senator dieses Ressorts im Auge hat. Allerdings könnte noch das Berliner Landesgleichstellungsgesetz die Pläne Müllers durchkreuzen. Aus Justizkreisen hieß es, Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) lasse derzeit prüfen, inwieweit der Senatorenposten mit einer Frau besetzt werden müsse. Für den Fall, dass dem so sei, habe Müller keinen Ermessensspielraum. Dann wolle der Regierende, heißt es aus den Rathauskreisen weiter, auf die Frau von Opa von Opas Blog, auf Oma zurückgreifen und sich so das gebündelte Familienwissen zunutze machen. Was soll ich sagen? Wer hätte gedacht, dass die erst gerade erhobene Forderung von Bundespräsident Joachim Gauck an die Bundesregierung nach einer neuen „Lebenslaufpolitik“ und Beförderungen auch im Alter von 60 plus so schnell ausgerechnet von der ansonsten so verschlafenen Berliner Landespolitik umgesetzt wird.

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